Türen, Tore, Zäune: „Wir hören dem Metallbauer genau zu“

Mit der Firma Wisniowski hat vor fünf Jahren ein starker polnischer Hersteller den deutschen Markt betreten. Das Unternehmen stellt Design und Qualität in den Fokus. Als Geschäftsführer Deutschland erläutert Michal Drag, wie er deutsche Metallbauer für sich gewinnen will.

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„Wir bauen zurzeit in Deutschland ein Vertriebsnetz von professionellen und motivierten Großhändlern und Handwerkspartnern auf. Das braucht Zeit.“ Fotos: M&T

M&T: Was sind derzeit die besonderen Herausforderungen für Wisniowski in Deutschland?
Michael Drag: Hauptsächlich das Überzeugen der Kunden, dass die Produkte von einem Hersteller aus Polen gut und konkurrenzfähig sein können. Wir müssen, um zu gewinnen, qualitativ besser und dabei preiswerter sein. Aber das ist nicht nur ein deutsches Phänomen. In Italien beispielsweise weiß man schon, dass wir besser sind und trotzdem will man bessere Preise bekommen.

Was ist die Wisniowski-Strategie für Deutschland?
Wir wollen ein langsames und kontinuierliches Wachstum. Dazu bauen wir zurzeit in Deutschland ein Vertriebsnetz von professionellen und motivierten Großhändlern und Handwerkspartnern auf. Das braucht Zeit.

Wo siedelt sich das Unternehmen im Tableau der Anbieter an?
In der Tat sehen wir uns ganz vorn. Wir bieten ein breites Sortiment an Produkten an, fast hundert Zaunsysteme für privat und Industrie, Haustüren, Garagentore, Hoftore, Industrietore, Logistiktechnik und vieles mehr. Wir liefern Top-Qualität, sind flexibel, haben 27 Jahre Erfahrung und viele innovative Ideen. Wir wollen immer einen Schritt voraus sein. Wir wollen und können aus einer Hand liefern, wo sonst mehrere Lieferanten benötigt werden.

Wo hat Wisniowski eine Alleinstellung gegenüber seinen deutschen Marktbegleitern?
Wir bieten eine Produktpakete an, die andere nicht haben. Mit Home Inclusive beispielsweise ein System designgleicher Haustüren, Garagentore, Hofpforten und Zäune – und das bis zum Passivhausniveau. Durch das Co-Branding mit Somfy, einem Marktführer in seinem Sektor, bieten wir Spitzenantriebe und alle zukünftigen Features des Smart-Home auf dem Niveau eines Marktführers.

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„Wir wollen und können aus einer Hand liefern, wo sonst mehrere Lieferanten benötigt werden. Unser breites Sortiment wird vielen Metallbauern erlauben, ihre Leistungen ohne großen Aufwand auszubauen.“

Welche Rolle spielt der Metallbauer in Ihren Plänen für die Zukunft?
Eine sehr wichtige Rolle, schließlich hat der Metallbauer den direkten Zugriff auf die Projekte seiner Kunden, die er mit den Produkten von Wisniowski lösen kann. Unser breites Sortiment wird vielen Metallbauern erlauben, ihre Leistungen ohne großen Aufwand auszubauen.

Worauf legt Wisniowski bei der Produktentwicklung für Metallhandwerker besonderen Wert?
Auf die Anpassung der Produkte an die Marktbedürfnisse, wobei wir stets das Ziel verfolgen, dem Markt einen Schritt voraus zu sein. Deshalb hören wir genau zu, wenn Metallbauer ihre Wünsche äußern. Die Normung spielt eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht schließlich verlässliche Produkte. Dann sind uns einfache kurze Wege, ein professioneller Kundendienst, solide technische Unterlagen und zuverlässige Lieferungen sehr wichtig. Innovative IT-Lösungen helfen uns dabei, diese Prozesse einfach und zuverlässig zu steuern.

Welche Rolle spielen Aspekte des Designs bei der Produktentwicklung?
Im privaten Sektor spielt Design eine sehr große Rolle. Moderne Gebäude benötigen moderne Lösungen nicht nur für Garagentore und Haustüren. Anspruchsvolle Kunden suchen Privatsphäre auch in urbanen Räumen. Mit unserer Zaunserie „Modern“ sprechen wir diese anspruchsvolle Klientel an. Die Serie „Home Inclusive“ weitet erstmals den Designanspruch vom Bauwerk auf das gesamte Anwesen aus.

Welche neuen Produkte bieten Sie für den Metallbauer an?
Die Nase vorn haben wir mit dem passivhaustauglichen Garagentor Prime, das nicht nur von außen überzeugt, sondern auch innen voll bekleidet und lackiert ist und allerfeinste Ingenieurkunst bietet. Metallbauer sollten sich dieses Tor ansehen. Sie werden staunen, was möglich ist. Dieses Tor ist Bestandteil des Designkonzeptes „Home Inclusive“ zu dem unter anderem auch die passivhaustauglichen Hauseingangstüren der Serie „Creo“ gehören. Dies alles können wir mit unserem eigenen kleinen RiCo-System preiswert steuern oder mit den Smart Home Systemen des Marktführers Somfy kombinieren. Im Industriebereich bieten wir ein sehr breites Angebot an Zäunen und Toranlagen. Das Falt-Flügeltor V-King ist beispielsweise unser Topprodukt für den Logistikbereich, das mit bis zu acht Meter pro Sekunde öffnet und für bis zu 2000 Zyklen pro Tag konzipiert ist. Auf der Messe Bau stellten wir schließlich das „RenoSystem“ vor, das Garagentorsanierungen in Zukunft erleichtern wird.

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„Die Nase vorn haben wir mit dem passivhaustauglichen Garagentor Prime, das nicht nur von außen überzeugt, sondern auch innen voll bekleidet und lackiert ist und allerfeinste Ingenieurkunst bietet. Metallbauer sollten sich dieses Tor ansehen. Sie werden staunen, was möglich ist.“

Warum sollte sich ein Metallbauer dafür entscheiden, ein Wisniowski-Produkt zu verarbeiten?
W eil wir die größte Produktpalette auf dem Markt anbieten. Unser Kundendienst ist professionell und unsere topausgebildeten Produktmanager fast durchweg Ingenieure, die wissen wovon sie reden. Wir bieten mit vier bis sechs Wochen kurze Lieferzeiten und mit moderner Laserschnitttechnik, Schweißrobotern und der eigenen Verzinkerei eine Topqualität. Und schließlich können wir als Einziger mit unserem Zaunplaner „AW-Expert“ in 15 Minuten eine Zaunanlage planen, zeichnen, ein Angebot erstellen und zugleich just-in-time die Produktion mit exakten Produktionsdaten beliefern.

Wisniowski ist seit fünf Jahren in Deutschland aktiv. Welche Erfahrungen hat das Unternehmen in Deutschland gemacht?
Unsere Produkte werden sehr gut angenommen. Um erfolgreich zu sein, mussten wir uns an die Gepflogenheiten auf dem deutschen Markt anpassen und besser sein als die Marktführer. Unsere Produktpräsentation wurde angepasst, unser Kundendienst geschult. Wichtig sind die Beachtung aller einschlägigen Normen und eine professionelle technische Unterstützung.

Wo finden die angekündigten umfangreichen Ausstellungen des Know-how von Wisniowski statt?
Wir präsentieren uns auf allen großen Messen in ganz Europa, speziell in Deutschland auf der Bau, der Perimeter-Protection und der R&T. Parallel werden stationäre Ausstellungen bei unseren Handelspartnern vorangetrieben. Wir verfügen zurzeit über Ausstellungen im Großraum Berlin, Magdeburg, Hamburg, München, Stuttgart und Frankfurt.

Wie organisieren Sie den Service für den deutschen Markt und die Verarbeiter?
Den Service übernehmen unsere Großhändler. Dabei werden sie durch unsere deutschsprachige Serviceabteilung in der Zentrale unterstützt. Ab Mitte 2017 wird unseren Handelspartnern eine technische Hotline, mit allen heute üblichen Kommunikationshilfen wie Skype oder WhatsApp zur Verfügung stehen. Damit lassen sich auf kurzen Dienstwegen fast alle Probleme schnell lösen.