„Den gesamten Betrieb in einer Software abbilden“

Das Remscheider Unternehmen Sander und Doll bietet mit der Software „Vito“ eine spezielle Metallbau-Lösung an. Im Interview erläutert Geschäftsführer Peter Doll, welche Vorteile das Programm bietet und welche Unterstützung Betriebe für den Einstieg und die Nutzung erhalten.

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„Damit der Einstieg in die Software schnell und einfach gelingt, bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Schulungsprogramm zu Themen wie Kalkulation, Zeit- und Projektmanagement sowie Basis- und Aufbauseminare an.“
Foto: Sander und Doll

Wie groß ist die Verbreitung der Software in Metallbauunternehmen?
Zu unseren Kunden zählen alle Gewerke der Metallverarbeitung: vom Schlosser und Metallbauer, über die Apparate- und Maschinenbauer, den Feinwerkmechanikern bis zu den Rollladen- und Torbauern. Dabei variiert die Größe der Betriebe von Ein-Mann-Unternehmen, über den mittelständischen Betrieb bis zum Großkunden aus der Industrie.

Worin unterscheidet sich das Programm von anderen gängigen Softwarelösungen?
Unsere Software ist eine Komplettlösung für den gesamten Metallbaubetrieb und keine Insellösung. Sie deckt die gesamte kaufmännische Seite der Unternehmen vollständig ab: vom Angebot über den Auftrag, von der Rechnung zur Mahnung. Für Metallbauer besonders relevant: die Berücksichtigung von Maschinenkosten in der Kalkulation. So entgeht den Betrieben kein Kostenfaktor und sie arbeiten zu 100-Prozent kostendeckend. Die mitgelieferten Leistungstexte abgestimmt auf das Metallhandwerk bringen noch mehr Geschwindigkeit ins Büro.
Die Datenpflege und Datenhaltung sind oftmals besonders zeitintensiv. In Vito sind alle Informationen zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten zentral an einer Stelle gespeichert und jederzeit abrufbereit – sogar automatisch, wenn der entsprechende Kunde anruft.

Das Büro ist die eine Sache, Zeit- und Projektmanagement die andere. Vito kann auch das, ganz einfach integriert in der Branchenlösung. Damit behalten Metallbauer sowohl den kompletten Überblick über alle Ressourcen wie Mitarbeiter, Maschinen und dem Fuhrpark als auch über die geplanten Projekte und deren Laufzeit. Das Besondere: Im Mitarbeiterstamm können neben vertraglich vereinbartem Lohn und Arbeitstage auch Qualifikationen gespeichert werden. Seien es Fahrerlaubnisse oder spezifische Schweißerscheine und Zertifikate. So können Mitarbeiter nach ihren Qualifikationen verplant werden, was gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eine wichtige Funktion ist.

Größtmögliche unternehmerische Handlungsfähigkeit bringt die digitale Planungstafel. Übersichtlich sind alle Projekte, die zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie die Betriebsauslastung dargestellt – tages-, wochen- oder monatsweise. Lücken in der Planung werden schnell erkannt und behoben, bevor es überhaupt soweit kommt.

Wir stellen uns kontinuierlich die Frage, wie wir das Arbeiten im Metallbau noch weiter vereinfachen können und haben dafür einige branchenspezifische Highlights entwickelt wie die Berücksichtigung von Verzinkungs- und Rüstkosten im Angebot und die zahlreichen Schnittstellen zu Großhändlern für einen reibungslosen Datenaustausch. Mit diesem Umfang bietet Vito die Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensführung und langfristigen Erfolg.

Warum verwenden Metallbauer Ihr Programm?
Kunden schätzen an Vito die erhebliche Zeitersparnis und die beginnt bereits bei der Einarbeitung. Dank des intuitiven Aufbaus der Software verlieren sie keine Zeit mehr beim langwierigen Gewöhn- und Einarbeitungsprozess. Dadurch, dass alle Informationen gebündelt in einer Software gespeichert sind, entfällt zudem das ewige Suchen in Ordnern auf dem PC oder analog in Aktenordnern. Gerade in der Kundenverwaltung ein großes Plus, denn im „digitalen Kunden“ sind alle Informationen wie Angebote, Rechnungen, Mahnungen oder auch externe Unterlagen wie Pläne und Baustellen-Fotos zentral gespeichert. Notizen zur Zahlungsmoral können übrigens auch vermerkt werden.

Metallbauer können ihren gesamten Betrieb in einer Software abbilden und das so individuell wie der Betrieb selbst. Wächst das Unternehmen, passt sich die Software den Umständen an und ist durch Lizenz-Erweiterungen unbegrenzt erweiterbar. Zudem profitieren sie von ständigen Software-Aktualisierungen und Feature-Veröffent­lichungen, die das Arbeiten noch leichter machen.

Können andere Hard- und Softwarekomponenten unproblematisch eingebunden werden und ist der durchgängige Datenfluss gesichert?
Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, Hard- und Softwarekomponenten in Vito einzubinden. Gerade ganz aktuell zum Beispiel beim Thema Zeiterfassung. Ob bereits vorhandene digitale Stempeluhren oder die mobile Zeiterfassung über die Sander & Doll-App Mobilrapport – dank zahlreicher Schnittstellen sind alle Zeiten problemlos in Vito übertragbar. Unerlässlich für die Nachkalkulation und zur noch genaueren Projektplanung.
Genauso unproblematisch ist die Integration von CAD-Programmen. Auch dort stehen sämtliche Schnittstellen zur Verfügung, die die Datenübertragung ohne Medienbruch gewährleisten.

Warum lohnt sich eine Anschaffung auch für kleinere Metallbaubetriebe?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass insbesondere kleinere
Metallbaubetriebe den Schritt in die digitale Welt scheuen. Sei es, dass sie die Investition vermeiden wollen oder ihre, über die Jahre alt bekannte und bewährte Struktur nicht ändern möchten. Dabei profitiert besonders diese Zielgruppe von der Verschlankung ihrer Prozesse durch den Einsatz einer digitalen Branchenlösung wie Vito. Zum Beispiel können sie ihr Unternehmen, mit allen individuellen Betriebsausgaben und -einnahmen so genau abbilden, wie es keine Excel-Liste je könnte. Den größten Vorteil sehen wir aber in der Zeit- und Projektplanung. Projektplanung bedeutet nicht selten, die begrenzten Mitarbeiter-Kapazitäten/Ressourcen so effektiv wie möglich einzusetzen. Das funktioniert mit Vito übersichtlich und einfach. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kalkulation. In Vito ist bereits im Angebot zu jeder Zeit zu sehen, wie viel Gewinn, welche Position abwirft. Ist er zu gering, können Anpassungen ganz unproblematisch direkt im Angebot vorgenommen werden.

Wie halten Sie den Kontakt zur Zielgruppe Metallbauer?
Wir sind seit unseren Anfängen vor dreißig Jahren im stetigen Austausch mit unseren Kunden. Auf zahlreichen Messen das ganze Jahr über, wie dem Metallbaukongress, gehen wir aktiv in den Dialog mit der Zielgruppe Metallbauer. Fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben, die Trends in der Branche für unsere Software zu nutzen, sowie die persönlichen Bedürfnisse des Metallbauers zu verstehen, sind die Grundlagen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Zudem pflegen unsere Außendienst-Mitarbeiter einen engen Kontakt zu den Metallbauern, auch über den Vertragsabschluss hinaus. Oft tauchen Optimierungswünsche erst bei der aktiven Benutzung der Software im Tagesgeschäft auf. Für diesen Fall haben wir eine interne Stelle bei uns im Unternehmen, die sich um Anregungen und Wünsche unserer Kunden kümmert.

Wie bereiten Sie die Metallbauer auf das Thema Building Information Modeling (BIM) vor?
Wir verfolgen die Entwicklungen um das Thema sehr gespannt.
Momentan wird BIM für große Bauprojekte des Bundes und Infrastrukturprojekte diskutiert, die primär von großen Unternehmen umgesetzt werden. Wir beobachten und prüfen, welchen Nutzen an welcher Stelle BIM für unsere Metallbau-Kunden haben kann und entwickeln auf dieser Basis unsere Software weiter.

Welche Unterstützung bieten Sie den Metallbaubetrieben sonst noch?
Damit der Einstieg in die Software schnell und einfach gelingt, bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Schulungsprogramm zu Themen wie Kalkulation, Zeit- und Projektmanagement sowie Basis- und Aufbauseminare an. Und das im gesamten DACH-Raum, über das Jahr verteilt. Bei Fragen steht an sechs Tagen die Woche unsere Hotline Rede und Antwort. Falls nötig, schaltet sie sich auch direkt per Fernwartung auf den Kunden-PC. Beratung ist bei uns im Haus ein großes Thema, weswegen unsere 28 Beratungsstandorte gewährleisten, dass der nächste Softwareexperte nicht weit entfernt ist. Auch das gilt für den gesamten DACH-Raum.

Zum Unternehmen Sander und Doll
Sander & Doll entwickelt und vertreibt technologisch führende Standard-Software für die Metallbaubranche mit gewerkspezifischen Funktionalitäten. Vor dreißig Jahren gegründet, arbeiten heute zweihundert Mitarbeiter an den drei Hauptstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Bereichen Entwicklung, Service und Support sowie Vertrieb. Forschung und Entwicklung, fachliches und technisches Know-how der Mitarbeiter und zertifizierte Entwicklungsprozesse sichern die hohe Qualität der innovativen Softwarelösungen. Bei über 26.000 aktiven Arbeitsplätzen hat sich die Software für Kunden, auch international, in unterschiedlichen Branchen gewinnbringend bewährt.
Hier erfahren Sie mehr über das Untenehmen und die Software von Sander und Doll >>

Letzte Aktualisierung: 04.06.2020