Deutscher Metallbaupreis 2018: Gesucht und gefunden

Die Sieger der renommierten Preise wurden am 26. Oktober 2018 in Würzburg bei einer feierlichen Abendgala ausgezeichnet. Wir stellen Ihnen die Gewinner und ihre Projekte vor.

Sieger Deutscher Metallbaupreis 2018

Die Gewinnerprojekte überzeugten die Jury durch ihre Qualität in Konzeption, Planung und Ausführung. Es handelt sich durchweg um außergewöhnliche, kreative und innovative Arbeiten, die stellvertretend für die Leistungsfähigkeit, den Erfindungsreichtum und die Qualitätsarbeit des deutschen Metallhandwerks stehen.

Symbolhaft umgesetzt

Bullermann
Die Stahlskulptur zum Thema „Sport“ vor der Sport- und Mehrzweckhalle in Lohne symbolisiert mit moderner und prägnanter Gestaltung das Thema. Foto: Bullermann

Den 1. Platz in der Kategorie „Metallgestaltung“ erhält eine Skulptur vor dem Eingang zur neuen Sporthalle der Stadt Lohne. Der Metallgestalter Alfred Bullermann hat sie in seinem Atelier Eisenzeit entworfen und gefertigt.
Die Jury ist der Meinung, dass der Preisträger mit der sehr modernen und prägnanten Gestaltung ein hervorragendes künstlerisches Objekt für den öffentlichen Raum geschaffen hat. Ihm ist es mit seiner Formensprache und Materialwahl gelungen, das Ausgangsthema in einprägsamer, überzeugender, verständlicher und allgemeingültiger Art umzusetzen.

Denkmalgerecht ertüchtigt

Becker
Der über 120 Jahre alte Wintergarten wurde mit großer Sorgfalt und nach fundierter Quellenrecherche denkmalgerecht saniert und restauriert. Foto: M&T

Sieger in der Kategorie „Fenster, Fassade, Wintergarten“ ist die Restaurierung und Sanierung eines über 120 Jahre alten Wintergartens in Berlin zuerkannt. Die Firma Metallbau Becker aus Pritzwalk hat die Arbeit konzipiert und ausgeführt.
Die Jury ist der Meinung, dass die mittelständische Metallbaufirma mit dem ausgezeichneten Objekt eine fundiert recherchierte und denkmalgerechte Restaurierung in höchster handwerklicher Qualität umgesetzt hat. Die Standsicherheit wurde durch die durchdachte Planung und akribische Ausführung für lange Zeit gesichert.

Wirkungsvoll präsentiert

Huhle quer
Der Stapler-Tower der Firma Huhle wirkt sehr leicht und transparent und enthält doch eine Reihe durchdachter und gelungener stahl- und maschinenbautechnischer Lösungen. Foto: Ott/Huhle

Den 1. Platz in der Kategorie „Stahlkonstruktionen“ belegt die Konstruktion des Kion Stapler-Towers am Frankfurter Flughafen. Die Firma Huhle Stahl- und Metallbau hat den Turm geplant, konstruiert, gefertigt und aufgebaut.
Der mittelständische Stahlbaubetrieb hat den sehr leicht wirkenden Turm mit Innovationsgeist, Erfindungsreichtum und herausragendem Know-how umgesetzt. Der anspruchsvolle Kundenauftrag wurde in hoher Qualität erfüllt. Und zwar planerisch, konstruktiv, fertigungstechnisch, maschinenbautechnisch und handwerklich.

Prägnant gesichert

Stratmann
Die Toranlage besticht durch ihre ausgewogene und in sich geschlossene Gestaltung und durch die besonders hochwertige Ausführung. Foto: Stratmann

In der Kategorie „Türen, Tore, Zäune“ gewinnt die Zaun- und Toranlage eines Privathauses in der Nähe von Frankfurt. Die Anlage hat Michael Stratmann mit seiner „Werkstatt für Metallgestaltung“ konzipiert, konstruiert, gefertigt und montiert.
Die Jury ist der Meinung, dass dem Sieger mit der Zaun- und Toranlage eine elegante konstruktiv, sicherheitstechnisch und gestalterisch besonders anspruchsvolle Lösung gelungen ist. Die Anlage besticht durch ihre ausgewogene und in sich geschlossene Gestaltung und durch die besonders hochwertige Ausführung.

Individuell angepasst

Kuhz
Der Bootstrailer wurde ganz speziell auf die Anforderungen des Kunden angepasst und hält pfiffige Details bereit. Foto: Kuhz

Der Sieger der Kategorie „Sonderkonstruktionen“ ist ein Bootstrailer der Firma Kuhz Metallbau.
Ungewöhnlich, durchdacht und kundenorientiert entwickelt, bietet der Trailer seinen anspruchsvollen Nutzern optimale Einsatzmöglichkeiten nach deren Wunsch.
Die Jury ist der Meinung, dass der Betrieb mit dem sehr hochwertig gefertigten Bootstrailer überzeugend beweist, wie ein junges und innovatives Unternehmen mit außergewöhnlichen Ideen ausgefallene Kundenaufträge erfüllen kann.

Detailgetreu restauriert

Hoppen quer
Für die Restaurierung des fast 200 Jahre alten Gitterwerks an der Heiligen Stiege in Bonn mussten fast vergessene Handwerkstechniken wieder angewendet werden. Foto: M&T

Gewinner in der Kategorie „Treppen und Geländer“ ist die Kunstschmiede Hoppen. Die Handwerker haben das fast 200 Jahre alte Gitterwerk an der Heiligen Stiege in Bonn nach alten Vorlagen restauriert, rekonstruiert und Instand gesetzt.
Die Jury ist der Meinung, dass das Siegerobjekt mit seiner original- und detailgetreuen Restaurierung und seiner sehr akribischen und hochwertigen handwerklichen Ausführung in ausgezeichneter Art die Kriterien des Wettbewerbs erfüllt. Die historisch wertvolle Arbeit erfolgte mit einer großen Liebe zum Detail unter Anwendung fast vergessener Techniken.

In unserer Bildergalerie haben wir einige Impressionen für Sie gesammelt.

Chance nutzen - Werden Sie Gewinner
Am 1. Januar 2019 startet die Bewerbungsfrist für den Deutschen Metallbaupreis 2019. Alle Informationen und den Bewerbungsbogen finden Sie in Kürze auf dieser Seite. Schicken Sie uns Ihre besten Projekte.
Eine Experten-Jury entscheidet im Juli über die Gewinner in den sechs Kategorien. Anschließend wird über jeden Gewinner und sein Objekt ein Kurzvideo erstellt. Diese Videos feiern ihre Premiere auf der feierlichen Preisverleihung am 25. Oktober 2019 im Rahmen des Metallbaukongresses in Würzburg.
Die Filme der Gewinner 2018 (und die der Vorjahre) finden Sie in unserem Videoportal unter www.metallbauTV.de .

Letzte Aktualisierung: 31.10.2018