Fachbegriffe Metallbau

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe des Metallbaus. Klicken Sie in der untenstehenden Leiste einfach auf den Anfangsbuchstaben Ihres gesuchten Begriffes. Klicken Sie dann auf den Begriff, sofort lesen Sie die Erklärung.

Glossar
  1. 0-9
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  21. T
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  23. V
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  25. X
  26. Y
  27. Z
  1. A

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    1. Abkühlgeschwindigkeit

      Abkühlgeschwindigkeit

      Abkühlen heißt bei der Wärmebehandlung von Stahl, die Temperatur der Bauteile oder Produkte gezielt und gesteuert zu erniedrigen. Je nach Temperatur-Zeit-Verlauf bilden sich in den jeweiligen Stahlsorten verschiedene Gefügearten aus, die wiederum die Eigenschaften beeinflussen. Die Abkühlungsgeschwindigkeit ist abhängig von den eingesetzten Abkühlmedien und der Stahlmasse. Die Abkühlgeschwindigkeit (von Stahl) ist die Temperaturabnahme in Kelvin (K) oder Grad Celsius pro Sekunde.

    2. Abnahme

      Abnahme

      Abnahme im Werkvertragsrecht ist die Anerkennung des Werks als vertragsgemäß gegebenenfalls verbunden mit der körperlichen Entgegennahme des Werks. Davon zu unterscheiden ist die »technische Abnahme«, das heißt die Prüfung, ob ein Werk den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Die Abnahme kann stillschweigend erfolgen oder auch fingiert werden. An die Abnahme sind verschiedenen rechtliche Konsequenzen geknüpft.

    3. Abnahmeprüfzeugnis

      Abnahmeprüfzeugnis

      Abnahmeprüfzeugnisse 3.1 und 3.2 sind Prüfbescheinigungen für metallische Erzeugnisse gemäß DIN EN 10204 mit spezifischer Prüfung.

    4. Abnahmeprüfzeugnis

      Abnahmeprüfzeugnis

      Die Begriffe sind in der DIN EN 10204 geregelt. In Werksbescheinigung 2.1, Werkszeugnis 2.2, Abnahmeprüfzeugnis 3.1 und 3.2 bestätigt der Hersteller in allen vier Fällen die „Übereinstimmung der gelieferten Erzeugnisse mit den Anforderungen in der Bestellung“. Während bei 2.1 keine Prüfergebnisse aufgeführt werden, müssen bei 2.2 Prüfergebnisse aus „nicht-spezifischer“ Prüfung (statistische Werte) und bei 3.1 beziehungsweise 3.2 aus „spezifischer“ Prüfung (an den gelieferten Erzeugnissen selbst durchgeführt) aufgeführt werden. Bei 3.1 und 3.2 werden die Prüfergebnisse vom „Abnahmebeauftragten“ bestätigt, bei 3.2 zusätzlich von einem vom Besteller benannten Abnahmebeauftragten. Achtung: In allen vier Fällen muss das Dokument rechtsverbindlich für die Firma unterschrieben werden, das heißt der Unterzeichner benötigt eine entsprechende Beauftragung.

    5. Absolute Luftfeuchte

      Absolute Luftfeuchte

      Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Wasserdampfgehalt in der Luft. Bei steigender Temperatur nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf zu. Es wird unterschieden zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit. Die absolute Luftfeuchte beschreibt das maximale Aufnahmevermögen der Luft für Dampf bei einer bestimmten Temperatur. Die Wasserdampfmenge in Gramm, die in einem Kubikmeter Luft enthalten ist, nennt man die absolute Luftfeuchtigkeit

    6. Absolute Luftfeuchte

      Absolute Luftfeuchte

      Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Wasserdampfgehalt in der Luft. Bei steigender Temperatur nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf zu. Es wird unterschieden zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit. Die absolute Luftfeuchte beschreibt das maximale Aufnahmevermögen der Luft für Dampf bei einer bestimmten Temperatur. Die Wasserdampfmenge in Gramm, die in einem Kubikmeter Luft enthalten ist, nennt man die absolute Luftfeuchtigkeit.

    7. Absorption

      Absorption

      Als Absorption bezeichnet man die Umwandlung von Strahlung in Wärme beim Auftreffen auf Oberflächen und beim Durchgang durch transparente oder transluzente Körper. So wird zum Beispiel auf Solarkollektoren und Fassaden auftreffende Sonnenstrahlung absorbiert. Ein Maß für die Absorption ist der Absorptionsgrad. Je dunkler eine Oberfläche ist, desto höher ist der Absorptionsgrad und desto mehr Strahlung wird absorbiert.

    8. Abstandsmontage

      Abstandsmontage

      Die Abstandsmontage dient dazu, Montagegegenstände in einem bestimmten Abstand zum Ankergrund druck- und zugfest zu befestigen. Verwendet werden dazu meist Metallanker mit metrischem Innengewinde, die Schrauben oder Gewindestangen mit Kontermuttern aufnehmen können.

    9. Absturzhöhe

      Absturzhöhe

      Die Absturzhöhe ist der Höhenunterschied zwischen der zu umwehrenden Fläche und der darunter liegenden Fläche. Sie wird von der Oberkante Fertigfußboden (OFF) gemessen (nicht von der Geländeroberkante).

    10. Absturzsichernde Verglasung

      Absturzsichernde Verglasung

      Absturzsichernde Verglasungen sind Konstruktionselemente aus Glas, die Menschen vor dem Sturz aus größerer Höhe (meist mehr als ein Meter) schützen. Es können Brüstungselemente, Treppengeländer, Umwehrungen, Aufzugsverglasungen und raumhohe Wandverglasungen sein. Für absturzsichernde Verglasungen sind immer ein Nachweis der statischen Tragfähigkeit und der Tragfähigkeit unter Stoßeinwirkung durch den Anprall von Personen zu führen.

    11. Absturzsicherung

      Absturzsicherung

      Eine Absturzsicherung ist im Bauwesen ein Bauteil, das dem Benutzer die gefahrlose Benutzung erhöht liegender Flächen ermöglicht, wie eine Brüstung oder ein Geländer. Eine Absturzsicherung ist fest an der Gefahrenstelle angebracht.

    12. Acetylen

      Acetylen

      Acetylen (auch Ethin oder Äthin) wird unter anderem beim Autogenschweißen eingesetzt. Es ist ein farbloses Gas (C2H2). Auf Grund seiner Eigenschaften kann Acetylen selbst nicht unter Druck gesetzt werden und wird daher in Aceton gelöst in Druckflaschen aufbewahrt.

    13. Achsabstand

      Achsabstand

      Der Achsabstand in der Befestigungstechnik ist die Grenze gegenseitiger Beeinflussung der Ausbruchkegel von Dübelbefestigungen. Wird der Achsabstand zu gering, überschneiden sich die Ausbruchkegel und die Tragfähigkeit des Einzeldübels verringert sich. Der Achsabstand für ungestörte Betonausbruchkegel beträgt etwa das Dreifache der Verankerungstiefe für Metallspreizdübel und Hinterschnittsysteme und für risstaugliche Verbundanker.

    14. Adhäsion

      Adhäsion

      Adhäsion ist die Oberflächenhaftung durch Zusammenhangkräfte zwischen den Molekülen oder Atomen zweier verschiedener Stoffe beziehungsweise das Haften zweier Stoffe oder Körper aneinander.

    15. Aktiver Korrosionsschutz

      Aktiver Korrosionsschutz

      Der aktive (kathodische) Korrosionsschutz beschreibt alle Maßnahmen, bei denen unedlere Schichten das Werkstück schützen und dabei als Opfer- oder Schutzanode wirken. Die unedlere Schicht löst sich auf und erhält somit möglichst lange die Funktion des Bauteils. Eine Feuerverzinkung bietet sowohl einen passiven als auch einen aktiven Korrosionsschutz.

    16. Allgemein anerkannte Regel der Technik

      Allgemein anerkannte Regel der Technik

      Zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik gehören grundsätzlich alle Normen sowie Richtlinien und Vorschriften, die von technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen herausgegeben werden. All diese Regelungen repräsentieren das unterste Niveau von praktikablen, wiederholt erprobten, auf fundierten wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen beruhenden Lösungen für allgemeine, regelmäßig wiederkehrende Bauaufgaben (hier bezogen auf den Baubereich).
      Für den Bereich des Metallbaus repräsentiert das Fachregelwerk Metallbauerhandwerk – Konstruktionstechnik die allgemein anerkannten Regeln der Technik.

    17. Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ)

      Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ)

      Bauprodukte, die von den zu beachtenden und einzuhaltenden technischen Regeln abweichen oder für die es keine technischen Regeln gibt, dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Brauchbarkeit nachgewiesen wird. Das kann durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung geschehen. Zuständig für die Erteilung der Zulassung ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin.

    18. Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP)

      Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP)

      Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis dient als Verwendbarkeitsnachweis für Bauprodukte, die nach allgemein anerkannten Prüfverfahren beurteilt werden können.

    19. Alterung

      Alterung

      Alterung ist die Veränderung der Eigenschaften eines Werkstoffs oder Werkstoffverbunds während der Lagerung oder während des Gebrauchs. Die Alterung wird durch chemische und physikalische Vorgänge beim Einwirken von Feuchtigkeit, Sauerstoff, anderen Medien, Wärme, Strahlung und mechanischen Einflüssen hervorgerufen.

    20. Altstahl

      Altstahl

      Mit Altstahl wird allgemein der Stahl älterer Bauwerke bezeichnet. Bei Sanierungen und Ertüchtigung alter Bauwerke, Krane, Maschinen und Anlagen sind häufig Eigenschaftsanalysen des vorhandenen Werkstoffes notwendig, da für diese Werkstoffe keine sicheren Werkstoffkennwerte für die konstruktive Neubewertung vorliegen. Dies gilt insbesondere für historische Konstruktionen aus Stählen aus der Zeit von 1850 bis 1945, aber auch für Stähle aus der Nachkriegszeit bis in die 90er Jahre. Problematisch bei Altstahl ist meist die Schweißbarkeit.

    21. a-maß

      a-maß

      Das a-Maß ist ein wichtiges Maß für die Schweißnahtqualität und kennzeichnet die Schweißnahtdicke. Bei Stumpfnähten zum Beispiel wird die rechnerische Schweißnahtdicke a meistens gleich der Bauteildicke t gesetzt. Die meistens vorhandene Nahtüberhöhung bleibt dabei unberücksichtigt. Bei unterschiedlichen Blechdicken ist die kleinere Dicke maßgebend. Wird eine Naht nicht völlig durchgeschweißt, so darf nur die tatsächlich erreichte Nahtdicke in die Berechnung eingesetzt werden. Bei Kehlnähten zum Beispiel ist die Nahtdicke a gleich der bis zum theoretischen Wurzelpunkt gemessenen Höhe des einschreibbaren gleichschenkligen Dreiecks ABC

    22. Andruckleiste

      Andruckleiste

      Die in den Pfosten- und Riegelprofilen verschraubte Andruckleiste bildet in Verbindung mit den äußeren Andruckdichtungen die äußere Dichtungsebene an einer Fassade. Die Andruckleiste hält die von außen eingesetzten Ausfachungen. Diese Andruckleiste kann aus optischen Gründen noch durch eine Deckleiste bekleidet werden oder optisch sichtbar ohne weitere Abdeckung direkt verschraubt werden.

    23. Ankerplatte

      Ankerplatte

      Ankerplatten sind Einlege- oder Anschraubteile für die spätere Befestigung von Bauteilen an Betonkonstruktionen. Sie werden zunächst auf der Schalung fixiert und anschließend einbetoniert oder angedübelt. Sie übertragen äußere Zuglasten, Querkräfte und Biegemomente durch mechanische Verzahnung (Formschluss) der Verankerungselemente im Beton. Nach dem Ausschalen werden die anzuschließenden Konstruktionen an Kopfbolzen-Ankerplatten angeschweißt beziehungsweise angeschraubt.

    24. Anlassen

      Anlassen

      Nach DIN EN 10052 versteht man unter Anlassen das Erwärmen eines meist martensitisch gehärteten Bauteils auf eine Temperatur unterhalb Ac1, das Halten bei dieser Temperatur sowie das nachfolgende, dem Zweck entsprechende Abkühlen. Die Anlasstemperatur richtet sich nach den gewünschten Eigenschaften des Bauteiles: Bei Temperaturen zwischen einhundert bis 250 Grad Celsius werden die Sprödigkeit des Martensits gemindert und Eigenspannungen abgebaut, ohne die erzielte Härte und Festigkeit wesentlich zu verringern. Das Anlassen bei etwa 500 bis 680 Grad Celsius zielt auf eine Verbesserung der Zähigkeit beziehungsweise auf die Einstellung einer gewünschten Festigkeit bei optimaler Zähigkeit des Bauteils.

    25. Anlasstemperatur

      Anlasstemperatur

      Temperatur, auf die ein Stahl angelassen und bei der er gehalten wird. Die Anlasstemperatur liegt grundsätzlich zwischen Raumtemperatur und der Ac1-Temperatur im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm.

    26. Anlauffarbe

      Anlauffarbe

      Anlauffarben (auch Anlassfarben) entstehen bei gleichzeitiger Einwirkung von Wärme und Sauerstoff auf nichtrostenden Stahl. Sie zeigen sich als farbige Streifen parallel zur Schweißnaht. Der Farbeindruck entsteht dabei durch Interferenzen infolge Lichtbrechung und -reflexion. Bei der Bildung von Anlauffarben wird die normale Passivschicht des Werkstoffs durch Oxidations- und Diffusionsvorgänge in in ihrer Dicke und in ihrem Aufbau verändert.

    27. Anlauffarbe

      Anlauffarbe

      Anlauffarben (auch Anlassfarben) sind oberflächliche, bunte Färbungen eines Stoffes, die durch Interferenz an dünnen Schichten entstehen. Sie finden sich hauptsächlich bei Metallen. Dort entstehen sie meist durch eine Oxidation der Oberfläche. Die Dicke der Oxidschicht wird durch die Tiefe bestimmt, in die die Sauerstoffatome diffundieren können. Diese Tiefe ist von der Temperatur abhängig. Dadurch ist es möglich, die Temperatur zu bestimmen, der ein Metall beispielsweise beim Schweißen oder Anlassen ausgesetzt war.

    28. Anlehnlast

      Anlehnlast

      Die Anlehnlast oder horizontale Holmlast (auch horizontale Nutzlast) gehört zu den am Geländer wirkenden Kräften, nach denen das Geländer und die Befestigung dimensioniert werden müssen. Sie entspricht der Last, die durch das Anlehnen von Nutzern gegen das Geländer entsteht. Die horizontalen Nutzlasten werden je nach Gebäudekategorie mit 0,5, 1,0 oder 2,0 Kilonewton pro Meter angenommen. Die Lastgröße ist abhängig vom Einbauort: Wohnung, Schule, Arbeitsstätte, Versammlungsstätte etc.

    29. Anodisieren

      Anodisieren

      Unter einer anodischen Oxidation, dem sogenannten Anodisieren, von Aluminium ist eine künstliche Vergrößerung der Oxidschicht zu verstehen, die bei Bewitterung entsteht und vor Korrosion schützen soll. Sie wird angewendet bei Fassaden, Fensterprofilen, Türprofilen und anderen Bauelementen. Der Begriff des Anodisierens wird auch als Eloxieren bezeichnet.

    30. Anpressdruck

      Anpressdruck

      Anpressdruck bei Pfosten-Riegelfassaden ist der Druck mit dem die Andruckleisten verschraubt werden. Der Anpressdruck wird meist vom Systemhersteller vorgegeben und wird über das Drehmoment der Verschraubungen eingestellt und muss bei der Montage eingehalten werden.

    31. Anschlussfuge

      Anschlussfuge

      Die Anschlussfuge ist nach DIN 52460 die Fuge zwischen unterschiedlichen Bauteilen. Anschlussfugen sind auch Bewegungsfugen.

    32. Anschweißband

      Anschweißband

      Anschweißbänder sind zweiteilige Bewegungsbänder. Sie stellen die bewegliche Verbindung vom Türblatt aus Stahl beziehungsweise Aluminium und der Stahlzarge her. Sie sind aus Flachstahl gerollt oder einem Spezialprofil gefertigt. Die Anschweißkanten der beiden Bandlappen sind zum Anschweißen vorbereitet.

    33. Anstrichverträglichkeit

      Anstrichverträglichkeit

      Anstrichverträglich nach DIN 52460 ist ein Dichtstoff, der bei Abdichtung auf mit Anstrichmitteln beschichteten Bauteilen keine schädigenden Wechselwirkungen mit dem Anstrich oder den angrenzenden Bauteilen zeigt.

    34. Arbeitsstättenregel

      Arbeitsstättenregel

      Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) sind Konkretisierungen zur Arbeitsstättenverordnung. Die Arbeitsstättenregeln gehören im dualen Arbeitsschutzsystem der Bundesrepublik Deutschland zu den staatlichen Vorschriften zusammen mit der Arbeitsstättenverordnung und dem Arbeitsschutzgesetz. Wichtige Technische Regeln sind: ASR V3a.2 Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten, ASR A1.5/1,2 Fußböden, ASR A1.6 Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände, ASR A1.7 Türen und Tore, ASR A1.8 Verkehrswege, ASR A2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan.

    35. Arbeitsstättenrichtlinie

      Arbeitsstättenrichtlinie

      Die Arbeitsstättenrichtlinien wurden gemäß Paragraf acht, Absatz zwei der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) durch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) abgelöst.

    36. Ätznatron

      Ätznatron

      Ätznatron ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Natriumhydroxid, das in Wasser gelöst zur Natronlauge wird. Ätznatron ist stark ätzend. Das zugehörige Sicherheitsdatenblatt ist beim Kauf stets einzufordern und zu beachten.

    37. Aufhärtung

      Aufhärtung

      Beim Schweißen oder auch beim Schneidbrennen ist die Neigung des Stahls zum Aufhärten in den schmelzgrenznahen Bereichen das zentrale Problem. Der hier austenitisierte Stahl muss möglichst langsam abgekühlt werden, um eine Martensitbildung zu vermeiden, da dieses Gefüge rissanfällig ist.

    38. Aufkohlung

      Aufkohlung

      Aufkohlung ist die Anreicherung der Randschicht eines kohlenstoffarmen Stahls mit Kohlenstoff. Von außen wird durch Diffusion atomarer Kohlenstoff in das Bauteil gebracht. Kohlenstoffabgebende Medien können fest, flüssig oder gasförmig sein. Das Aufkohlen erfolgt bei möglichst hoher Temperatur (meist etwa 1.000 Grad Celsius). Nachfolgend können die Bauteile gehärtet werden.

    39. Aufmaß

      Aufmaß

      Als Aufmaß bezeichnet man im Bauwesen das Vermessen und Aufzeichnen eines bestehenden Gebäudes oder Bauwerks beziehungsweise bestimmter Maße an diesem Bauwerk. Das Aufmaß wird für die Ermittlung des Umfangs von Bauleistungen genutzt. Ein Aufmaß kann für ein Leistungsverzeichnis oder zur Erstellung einer prüfbaren Abrechnung genutzt werden.

    40. Aufschweißbiegeversuch

      Aufschweißbiegeversuch

      Mit dem Aufschweißbiegeversuch soll das Rissauffangvermögen eines Stahlwerkstoffes ermittelt werden. In einem definierten Probeblech wird eine Längsnut gefräst. Hier hinein wird eine Schweißraupe bestimmter Abmessungen gelegt und nach dem Erkalten bis zum Anriss gebogen. Es wird geprüft, ob ein Anriss, der im Schweißgut entstanden ist, von der Wärmeeinflusszone (WEZ) oder vom Grundwerkstoff aufgefangen wird. Es dürfen keine Risse größer als achtzig Millimeter festzustellen sein. Sind allerdings gar keine Risse nachzuweisen, so ist die Probe ungültig.

    41. Auftragschweißen

      Auftragschweißen

      Als Auftragschweißen wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem ein metallischer Werkstoff (in der Regel ein hochlegierter Stahl) als Oberflächenschutz und zur Verlängerung der Lebensdauer auf hochbelastete metallische Bauteile aufgetragen wird. In der Regel werden dafür konventionelle Lichtbogenschweißverfahren eingesetzt.

    42. Auftritt

      Auftritt

      Der Auftritt ist die Kurzbezeichnung für die genormten Begriffe Treppen- beziehungsweise Stufenauftritt. Der Auftritt ist ein Konstruktionsmaß der Treppe und wird auf der Lauflinie gemessen. Der Auftritt ist in der DIN 18065 geregelt.

    43. Ausbessern einer Feuerverzinkung

      Ausbessern einer Feuerverzinkung

      Wird der Zinküberzug beschädigt, muss dieser gemäß DIN EN ISO 1461 fachgerecht ausgebessert werden. Dies kann zum Beispiel durch thermisches Spritzen mit Zink oder durch eine hochpigmentierte Zinkstaubfarbe erfolgen. Eine Ausbesserung mit Zinksprays ist nicht fachgerecht.

    44. Ausbruchkegel

      Ausbruchkegel

      Der Ausbruchkegel bezeichnet den geometrischen Körper, der entsteht, wenn ein in Beton fest verankerter Dübel herausgezogen wird. Überschneiden sich die Ausbruchkegel mehrerer nebeneinanderliegender Dübel verringert sich die Tragfähigkeit des Einzeldübels.

    45. Ausführungsklasse

      Ausführungsklasse

      Die Ausführungsklassen EXC-1; EXC-2; EXC-3; EXC-4 beschreiben die Anforderungen an das Bauteil in vier Klassen nach DIN EN 1090.

    46. Ausgleichsprofil

      Ausgleichsprofil

      Mit dem Ausgleichsprofil wird die optische Angleichung von konstruktiv unterschiedlichen Bauteilen erreicht, die nebeneinander oder übereinander eingebaut sind. Dadurch wird zum Beispiel eine optisch durchlaufende Glaslinie zwischen Türflügel und Türseitenteil umgesetzt.

    47. Außentreppe

      Außentreppe

      Eine Außentreppe (auch Freitreppe, Geländetreppe, Eingangstreppe) liegt außerhalb von Gebäuden oder im Gelände.

    48. Außentür

      Außentür

      Außentüren (meist aus Holz, Metall oder Kunststoff oder deren Kombinationen) verschließen Öffnungen von außen in das Gebäudeinnere und werden zum Begehen geöffnet. Außentüren sind zum Beispiel Nebeneingangstüren, Hauseingangstüren und Spezialtüren wie Drehtüren, Schiebe- und Schiebefalt-Türen, Automatiktüren und Pendeltüren.

    49. Austenit

      Austenit

      Der Gefügebestandteil Austenit ist der Hauptgefügebestandteil vieler nichtrostender Stähle und der wichtigste Gefügebestandteil der austenitischen Stähle. In der Regel liegt er in metastabilem Zustand vor. Dem austenitischen Gefügebestandteil werden folgende Eigenschaften zugeschrieben: niedrigere Festigkeitswerte, hohe Zähigkeitswerte, geringe Wärmeleitfähigkeit, relativ hoher Wärmeausdehnungskoeffizient, Festigkeitssteigerung durch Kaltverformung (daher schlecht zerspanbar), hochwarmfest.

    50. Auszugsfestigkeit

      Auszugsfestigkeit

      Die Auszugsfestigkeit (auch Tragfähigkeit) ist die Kraft, die ein Dübel dem gewaltsamen Herausziehen entgegensetzt. Diese Kraft wird mit einem Messgerät zur Dübelauszugsprüfung gemessen.

    51. Autogentechnik

      Autogentechnik

      Unter Autogentechnik (auch Autogenschweißen oder Gasschweißen) versteht man alle Fertigungsverfahren, bei denen die auf das Werkstück einwirkende Wärme durch eine Brenngas-Sauerstoff- oder Brenngas-Luft-Flamme erzeugt wird.

    52. Automatisches Türsystem

      Automatisches Türsystem

      Automatische Türsysteme sind Türen mit einem oder mehreren Türflügeln, bei denen diese Türflügel zumindest in einer Bewegungsrichtung kraftbetrieben bewegt werden. Das automatische Türsystem hat ein Antriebssystem, das an der Tür befestigt ist. Die Bewegung des Türflügels wird meist durch Befehlsgeber ausgelöst.

    53. AutSchR

      AutSchR

      Die „Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen (AutSchR)“ regelt die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an die Herstellung und Montage solcher Systeme.

  2. B

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    1. Bandgegenseite

      Bandgegenseite

      Die Bandgegenseite eines Elementes (zum Beispiel Fenster oder Tür) ist die Seite, die gegenüber den Beschlägen (Bändern) liegt.

    2. Bandseite

      Bandseite

      Die Bandseite eines Elementes (zum Beispiel Fenster oder Tür) bezeichnet die Seite, auf der die Beschläge (Bänder) liegen. Die Bandseite ist die Anschlagseite.

    3. Barrierefreiheit

      Barrierefreiheit

      Als Barrierefreiheit wird bei Bauten eine uneingeschränkte Zugänglichkeit für Behinderte bezeichnet. Barrierefreiheit bedeutet, wenn öffentliche bauliche Anlagen für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind, beispielsweise durch Rampen oder Aufzüge.

    4. Bauanschluss

      Bauanschluss

      Der Bauanschluss ist die baukonstruktive und montagetechnische Verbindung einer Metallbaukonstruktion mit dem Bauwerk.

    5. Baumann-Abdruck

      Baumann-Abdruck

      Der Baumann-Abdruck ist ein Ätzverfahren zum Nachweis von Schwefelseigerungen im Stahl. Dabei wird mit Schwefelsäure getränktes Fotopapier auf die geschliffene Stahloberfläche gelegt und leicht angedrückt. Die Schwefelsäure reagiert mit den Sulfideinschlüssen und bildet dabei Schwefelwasserstoff. Dieser reagiert mit der Fotoschicht zu dunklem Silbersulfid. Dadurch wird die Verteilung der Sulfideinschlüsse abgebildet.

    6. Bauprodukt

      Bauprodukt

      Bauprodukt wird in der europäischen Bauproduktenverordnung und im nationalen Bauprodukte-Gesetz häufig als Bezeichnung für Produkte angewendet, die für den dauerhaften Einbau in Bauwerke hergestellt und als solche in Verkehr gebracht werden. Der Begriff schließt Baustoffe, Bauteile, Komponenten und vorgefertigte Systeme oder Anlagen mit ein.

    7. Bauproduktengesetz

      Bauproduktengesetz

      Das Bauproduktengesetz regelt das Inverkehrbringen und den freien Warenverkehr mit Bauprodukten innerhalb der Europäischen Union. Seit dem 1. Juli 2013 gelten die EU-Bauproduktenverordnung und ‑ als Ausführungsgesetz ‑ das neue Bauproduktengesetzt von 5. 12. 2012 (BGBl. I S. 2449).

    8. Bauproduktenverordnung

      Bauproduktenverordnung

      Die Bauproduktenverordnung ist eine Rechtsverordnung der Europäischen Union. Ihr Hauptziel ist es, EU-weit einheitliche Produkt- und Prüfstandards für Bauprodukte zu etablieren. Die Verordnung ist die rechtliche Grundlage für die CE-Kennzeichnung der Produkte und für die Leistungserklärungen der Hersteller. Seit Juli 2013 hat sie die zuvor geltende Bauproduktenrichtlinie (BPR) vollständig abgelöst und gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten der EU.

    9. Bauschaden

      Bauschaden

      Ein Bauschaden ist die Verschlechterung des Zustandes eines Gebäudes durch ein schädigendes Ereignis, zum Beispiel durch einen Baumangel. Ein Bauschaden kann auch auf Grund des Einsatzes minderwertiger Baustoffe entstehen. Dieser liegt dann vor, wenn ein Bauteil eines Gebäudes die Fähigkeit verliert, eine ihm zugeordnete Aufgabe zu erfüllen.

    10. Bautreppe

      Bautreppe

      Die Bautreppe (auch Rohbautreppe) ist eine vorübergehend errichtete Treppe zum Erreichen von Arbeitsplätzen bei Bauarbeiten. Die Bautreppen müssen wie alle Baugerüste und Umwehrungen den Arbeitsschutzvorschriften entsprechen. Als Rohbautreppe bezeichnet man auch Treppenkonstruktionen im Rohbauzustand mit austauschbaren oder besonders widerstandsfähig verpackten Stufen und geschütztem Geländer. Die Sicherheitsanforderungen für Bautreppen sind in der DGUV Regel 101-002 geregelt.

    11. Beanspruchung

      Beanspruchung

      Mit Beanspruchung bezeichnet man unterschiedliche Arten von Einflüssen, die von außen auf eine Konstruktion einwirken können. Hierbei kann es sich um Temperatur, Feuchtigkeit, mechanische Belastungen oder chemische Einflüsse (Wasser, Lösemittel etc.) handeln.

    12. Beizen

      Beizen

      Als Beizen wird der Prozess bezeichnet, mit dem im Rahmen der Vorbehandlung in einer Verzinkerei vor dem Verzinken Verunreinigungen (zum Beispiel Rost und Zunder) von der Stahloberfläche entfernt werden. Dies geschieht üblicherweise durch Beizen in verdünnter Salzsäure.

    13. Beizsprödigkeit

      Beizsprödigkeit

      Die Beizsprödigkeit ist die Versprödung von Metallen durch die Aufnahme von Wasserstoff. Während des Beizvorgangs diffundiert atomarer Wasserstoff und lagert sich an Fehlstellen im Atomgitter an. Dort rekombiniert der Wasserstoff unter Volumenausdehnung in den molekularen, das heißt gasförmigen Zustand. Die Wasserstoffaufnahme kann durch die Zugabe von Beizinhibitoren vermindert beziehungsweise unterdrückt werden.

    14. Bekleidung

      Bekleidung

      Bekleidungen sind groß- und kleinformatige Elemente aus witterungsbeständigen Baustoffen, zum Beispiel Schiefer, Ton, Faserzement, Kunststoffe, Holzwerkstoffe, Metall, mit denen zum Beispiel Außenwände bekleidet werden.

    15. Beschlag

      Beschlag

      Beschläge sind alle Teile, die die Öffnungs- und Schließfunktionen von Fenstern und Türen ermöglichen. Beschläge können sowohl mechanisch als auch elektrisch gesteuert beziehungsweise betätigt werden.

    16. Beständigkeit

      Beständigkeit

      Beständigkeit ist die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs oder Bauteils gegen chemische Substanzen (zum Beispiel Reinigungsmittel, Salze, Gase), mechanische Belastungen (statische und dynamische Kräfte, Eigenspannungen) oder physikalische Einflüsse (Temperatur, Strahlung).

    17. Betonausbruch

      Betonausbruch

      Betonausbruch wird beim Versagen einer Befestigung erzeugt, wenn das Versagen nicht durch Herausziehen des Dübels oder durch Stahlversagen sondern durch Ausbruch des Befestigungsgrundes (in diesem Fall Beton) erfolgt.

    18. Betrachtungsabstand

      Betrachtungsabstand

      Der Betrachtungsabstand bezeichnet den Abstand zum Bauteil, mit dem die Oberfläche auf hinzunehmende optische Unregelmäßigkeiten überprüft werden muss. Die Betrachtungsabstände betragen in der Regel fünf Meter bei Außenbauteilen und drei Meter bei Innenbauteilen. Die Prüfung der Außenbauteile soll bei diffusem Tageslicht erfolgen. Innenbauteile werden bei normaler (diffuser) Beleuchtung senkrecht zur Oberfläche betrachtet.

    19. Bewegungsfuge

      Bewegungsfuge

      Die Bewegungsfuge (auch Bauteilfuge) ist die Fuge zwischen Gebäudeteilen, Flächenteilen beziehungsweise einzelnen Konstruktionsteilen.

    20. Bewehrung

      Bewehrung

      Bewehrung oder Armierung bezeichnet die Verstärkung von Betonbauteilen zur Erhöhung der Tragfähigkeit. Die bekannteste Anwendung ist der im Stahlbeton eingegossene Armierungs- oder Bewehrungsstahl. Die Stahleinlagen können als Betonstabstahl, Betonstahlmatte, Spannstahl ausgeführt werden. Die Armierung erhöht vor allem die Widerstandsfähigkeit des Verbundes gegenüber Zugspannungen.

    21. Beweisbeschluss

      Beweisbeschluss

      Im Beweisbeschluss legt der Richter fest, welche Fragen durch den Sachverständigen in seinem Gutachten beantwortet werden sollen. Der Sachverständige hat sich in seinem Gerichtsgutachten genau an den Beweisbeschluss zu halten und darf nur die dort gestellten Fragen beantworten.

    22. Bindefehler

      Bindefehler

      Der Bindefehler gehört zu den Schweißfehlern. Er entsteht durch die schlechte Haftung der Schweißraupe am Basismaterial. Der Wurzeldurchschweißfehler bezeichnet eine Schweißraupe, die nicht an der Wurzel der Schweißfuge beginnt. Diese Arten von Fehlern können auftreten, wenn Schweißprozesse nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden. Ursachen können unter anderem im falschen Schweißstrom, in der Schweißbogenlänge, im Elektrodenwinkel oder der Elektrodenbedienung liegen.

    23. Biokorrosion

      Biokorrosion

      Die Biokorrosion ist eine Form der Korrosion, die durch Mikroorganismen, Pilze, Flechten oder andere Lebewesen verursacht wird. Im engeren Sinn bezeichnet Biokorrosion die durch biotische Aktivitäten bewirkte Auflösung von Metallen.

    24. Blendrahmen

      Blendrahmen

      Fensterflächen werden durch einen umlaufenden Blendrahmen abgegrenzt. Die Aufteilung der Fläche erfolgt mit Pfosten und Riegeln. In diese Flächen können neben Festverglasungen, Flügel oder Paneele eingesetzt werden. Einfachfenster, bestehend aus dem Blendrahmen, wahlweise mit Festverglasung oder einem beweglichen Flügel; Verglasung mit Einfachverglasung oder Isolierverglasung. Bei Fensterelementen mit beweglichen Flügeln, Pfosten und Riegeln sind die Blendrahmen so zu verankern, dass die von den Bändern, Riegeln und Pfosten ausgehenden Kräfte sicher auf den Baukörper übertragen werden.

    25. Blockzarge

      Blockzarge

      Die Blockzarge ist ein sehr tiefes Rahmenprofil, um zum Beispiel zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht zu überbrücken. Die Blockzarge überdeckt dabei in der Regel die äußere Laibung komplett.

    26. Blower Door Test

      Blower Door Test

      Ein Blower Door Test dient zur Ermittlung der Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle. Dazu wird ein Ventilator luftdicht in die Öffnung einer Außentür eingebaut Der Ventilator erzeugt im Gebäude bei geschlossenen Fenstern eine Druckdifferenz zur Außenluft. Aus dem dabei gemessenen Luftvolumenstrom und dem Gebäudevolumen errechnet sich die Luftwechselrate, deren Grenzwerte in der DIN 4108 festgelegt sind.

    27. Bodenanschlag

      Bodenanschlag

      Ein Bodenanschlag ist ein Bauelement, das ein Durchschwingen/Durchschlagen eines Tores oder einer Tür zuverlässig verhindert. Ein Bodenanschlag muss ausreichend fest verankert sein und muss eine ausreichende Höhe haben. Gleichzeitig darf von ihm aber keine Stolpergefahr ausgehen.

    28. Bodentürschließer

      Bodentürschließer

      Türschließer bewirken das sichere und selbsttätige Schließen einer Tür. Sowohl die Bewegung des Türblattes in die Türzarge als auch das Fallen der Schlossfalle des Türschlosses in das Schließblech wird auch bei leichtem Gegenwind gewährleistet. Bodentürschließer befinden sich im Bodenbereich der Tür.

    29. Bolzenschweißen

      Bolzenschweißen

      Beim Bolzenschweißen wird zwischen der Stirnfläche eines Bolzens und einem Werkstück ein Lichtbogen gezündet. Beide Teile werden angeschmolzen und unter Druck miteinander verbunden.

    30. Boroskop

      Boroskop

      Das Boroskop gehört zur Gruppe der Endoskope. Ein Endoskop ist ein technisches Gerät, mit dem im industriellen Bereich das Innere von technischen Hohlkörpern betrachtet wird. Zu den Endoskopen zählen starre und flexible Endoskope. Die starren Endoskope werden auch als Boroskope bezeichnet. Starre und flexible Endoskope unterscheiden sich in ihrem Aufbau und in ihrem Einsatzzweck.

    31. Brandmelder

      Brandmelder

      Ein Brandmelder ist ein Teil einer objektgebundenen Meldeanlage. Er kann über eine Brandmeldezentrale einen Hauptmelder auslösen. Es gibt automatische (zum Beispiel Rauchmelder, Flammenmelder, Gasmelder) und nichtautomatische Brandmelder (zum Beispiel Druckknopfmelder).

    32. Brandschutz

      Brandschutz

      Summe aller Maßnahmen, die der Verhütung von Schadensfeuern dienen. Dazu gehören vorbeugende und abwehrende Maßnahmen. Die Musterbauordnung definiert die Ziele in Paragraf 14 „Brandschutz“: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“

    33. Brennen

      Brennen

      Das Brennen (nicht Brennschneiden) erfolgt, im Gegensatz zum Beizen, unter Verwendung konzentrierter Säuren oder Säuregemische. Bei einer Brennbehandlung werden die Metalle auch aufgelöst.

    34. Brennerführung

      Brennerführung

      Unter Brennerführung versteht man die Führung des Brenners während des Schweißens. Der Brenner kann in senkrechter, stehender oder schleppender Anstellung geführt werden.

    35. Brennschneiddüse (Autogenverfahren)

      Brennschneiddüse (Autogenverfahren)

      Die Brennschneiddüse besteht aus einer Heizdüse und einer innenliegenden Schneiddüse, aus welcher unter hohem Druck der Sauerstoff austritt. In der Praxis sind verschiedene Formen gebräuchlich.

    36. Brennschnittfläche

      Brennschnittfläche

      An tragenden Konstruktionen müssen Brennschnittflächen ausreichend eben sein. Zudem darf die Härte freier Schnittflächen nach DIN EN 1090-2 festgelegte Werte nicht übersteigen.

    37. Brinellhärte

      Brinellhärte

      Bei einer Härteprüfung nach Brinell werden genormte Kugeln auf ein Werkstück gepresst. Die Durchmesser der Eindrücke im Werkstück bestimmen die Brinellhärte.

    38. Bruchdehnung

      Bruchdehnung

      Die Bruchdehnung ist ein Materialkennwert, der angibt, um wieviel Prozent sich ein Material bei Zugbelastung dehnen lässt, bevor es bricht. Die Bruchdehnung ist bei der Werkstoffprüfung eine von vielen Kenngrößen und charakterisiert die Verformungsfähigkeit eines Werkstoffes.

    39. Brüstungshöhe

      Brüstungshöhe

      Die Brüstungshöhe bezeichnet das Mauerwerk, welches sich unterhalb des Fensters oder Geländers befindet. Im Normalfall geht man bei Fenstern von einer Brüstungshöhe von 0,90 Meter ab Fertigfußboden bis Oberkante des unteren Blendrahmens aus. In Hochhäusern je nach Absturzhöhe bis zu 1,10 Meter. In manchen Fällen bezieht die Brüstungshöhe auch Teile des Fensterelements mit ein. Eventuell muss dann eine absturzsichernde Verglasung eingesetzt werden.

    40. Bürsten

      Bürsten

      Das Bürsten ist ebenso wie das Schleifen und Polieren ein abtragender Oberflächenbehandlungsprozess. Für das Bürsten werden mildere Schleifmittel eingesetzt. Ihre Funktion besteht im Wesentlichen darin, der Oberfläche eine Struktur zu verleihen und nicht Metall abzutragen.

  3. C

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    1. Carbid

      Carbid

      Carbid ist eine Bezeichnung für das chemische Reaktionsprodukt von einem Metall mit Kohlenstoff. Es gibt zum Beispiel Eisencarbid, Wolframcarbid etc. Genaueren Aufschluss über die Zusammensetzung eines Carbids gibt die chemische Strukturformen, die die Anzahl der beteiligten Atome am kleinsten Reaktionsprodukt angibt, zum Beispiel Fe3C: Drei Eisenatome verbinden sich mit einem C-Atom (Eisencarbid oder Zementit).

    2. CE-Kennzeichen

      CE-Kennzeichen

      Das CE-Kennzeichen ist ein Konformitätszeichen. Für den Vertrieb innerhalb der Europäischen Union ist die CE-Kennzeichnung erforderlich. Hersteller und Importeure bestätigen in der Regel eigenverantwortlich, dass ihre Produkte die grundlegenden Anforderungen spezieller europäischer Richtlinien und die mit den Richtlinien verfolgten Schutzziele einhalten.

    3. Chromatierung

      Chromatierung

      Mit Chromatierung werden eine Reihe von nasschemischen Beiz- oder Anodisier-Verfahren zur Oberflächenvorbehandlung von Metallen bezeichnet. Dabei wird das Werkstück mit Chromatverbindungen beschichtet.

    4. Chromcarbid

      Chromcarbid

      Chromcarbid (Trichromdicarbid) ist eine keramische Verbindung des Chroms aus der Gruppe der Carbide. Neben Trichromdicarbid gibt es mit Cr7C3 und Cr23C6 noch weitere Chromcarbide. Chromcarbid dient als Basis für korrosionsfeste Hartmetalllegierungen.

  4. D

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    1. Dachneigung

      Dachneigung

      Die Dachneigung bezeichnet das Gefälle oder die Steilheit einer Dachfläche. Sie wird in der Regel als Winkel in Grad angegeben, gelegentlich auch in Prozent, nur selten als Zahlenverhältnis. Je nach Dachneigung bezeichnet man Dächer als Flachdach, flachgeneigtes Dach oder Steildach.

    2. Dampfdiffusion

      Dampfdiffusion

      Unter Diffusion versteht man den selbständigen Konzentrationsausgleich der kleinsten Teilchen. Als Dampfdiffusion wird der Konzentrationsausgleich von Wasser bezeichnet.

    3. Dampfentfettung

      Dampfentfettung

      Dampfentfettung ist ein Reinigungsverfahren, bei dem ein Lösemittel im Sumpf eines geschlossenen Behälters zum Sieden gebracht wird und an den zu reinigenden Bauteilen kondensiert. Dort löst es Verunreinigungen und tropft mit diesen zurück in den Lösemittelsumpf.

    4. Dampfsperre

      Dampfsperre

      Eine Dampfsperre verhindert beziehungsweise verlangsamt die Diffusion von Wasserteilchen.

    5. DASt-Richtlinie 022

      DASt-Richtlinie 022

      Die DASt-Richtlinie 022 Feuerverzinken von tragenden Stahlbauteilen wurde vom Deutschen Ausschuss für Stahlbau (DASt) entwickelt und herausgegeben. Sie ist in Deutschland für tragende Stahlbauteile im Baubereich verbindlich anzuwenden.

    6. Dauerfestigkeit

      Dauerfestigkeit

      Die Dauerfestigkeit (auch Dauerschwingfestigkeit) bezeichnet die Belastungsgrenze, die ein dynamisch (zum Beispiel schwingend) belasteter Werkstoff ohne nennenswerte Ermüdungserscheinungen beziehungsweise Ausfallerscheinungen ertragen kann. Dieser Werkstoffkennwert dient der Auslegung von Bauteilen, die einer schwingenden Belastung ausgesetzt sind.

    7. Dauerschwingbruch

      Dauerschwingbruch

      Auch Ermüdungsbruch. Bruch eines metallischen Bauteils, der aufgrund einer schwingenden Beanspruchung in Verbindung mit einem Anriss entstanden ist. Der Anriss erfolgt überwiegend an oder dicht unterhalb der Werkstückoberfläche. Von dort breitet sich der Riss mit jeder Schwingung weiter aus (glatte Bruchfläche), bis der Restquerschnitt den Belastungen nicht mehr standhalten kann und durch den Restgewaltbruch versagt (rauhe Bruchfläche). Stoppt während der Rissausbreitung die Schwingung, zum Beispiel durch Stillstand der Maschine, so stoppt auch der Riss. Beim weiteren Rissverlauf ergibt sich daraus eine sogenannte Rastlinie.

    8. Dauerschwingfestigkeit

      Dauerschwingfestigkeit

      Die Dauerschwingfestigkeit ist die dauerhaft ertragbare Belastung eines Bauteils bei schwingender Beanspruchung.

    9. Dehnung

      Dehnung

      Die Dehnung (auch Expansion) ist die relative Verformung als Folge einer Zugbelastung oder einer Temperaturerhöhung.

    10. Delamination

      Delamination

      Mit Delamination (Enthaftung) wird das Ablösen von Schichten in Werkstoffverbunden bezeichnet, zum Beispiel bei Verbund-Sicherheitsglas (VSG). Durch Weichmacherwanderung kann es zu „wurmfortsatzähnlichen“ Ablösungen der reißfesten und zähelastischen PVB-Folie zwischen den Glasscheiben kommen.

    11. Delta-Ferrit

      Delta-Ferrit

      Delta-Ferrit ist die Bezeichnung für ein kubisch raumzentriertes Metallgitter nach dem Eisen-Kohlenstoff-Diagramm, das bei hoher Temperatur und geringem Kohlenstoffgehalt existiert. Technisch ist das Auftreten von Delta-Ferrit in austenitischen Stahlsorten und beim Schweißen von Stahl von Bedeutung. Meistens ist die Bildung dieser Phase unerwünscht, da es damit häufig zu Versprödungserscheinungen kommt.

    12. Dendriten

      Dendriten

      Allgemein sind unter Dendriten gerichtet erstarrte Kristallite mit tannenbaumartiger Struktur zu verstehen. Bei der Erstarrung der Schmelze bildet sich zuerst ein sogenannter Stamm. Von hier aus wachsen kleinere Seitenverzweigungen. Die zuerst gebildete Dendritenebene ist legierungsärmer als die im weiteren Verlauf entstehenden. In Abhängigkeit von der Entstehungsebene wird bei der Definition von dendritischen Kristallen zwischen primären, sekundären und tertiären Armen unterschieden. Die jeweilige Ausbildungsform und Anordnung im Erstarrungsgefüge ist von den Abkühlbedingungen (Bedingungen des Wärmetransports) abhängig.

    13. Detailklasse

      Detailklasse

      Begriff aus der DASt-Richtlinie 022 Feuerverzinken von tragenden Stahlbauteilen. Danach erfolgt die Ermittlung von rissgefährdeten Bauteilen durch die Einstufung von Stahlbauteilen nach Konstruktionsklassen, Detailklassen und Klassen für die Erzeugnisdicke. Aus der Kombination von Konstruktions- und Detailklasse ergibt sich die Klassifizierung in Vertrauenszonen 1 (unkritisch) bis 3 (kritisch), die das Potential einer Konstruktion zur Rissbildung widerspiegeln.

    14. Deutscher Metallbaupreis

      Deutscher Metallbaupreis

      Der Deutsche Metallbaupreis ist die wichtigste Auszeichnung des deutschen Metallhandwerks. Mit dem Preis werden jedes Jahr herausragende Objekte/Produkte in sechs verschiedenen Kategorien geehrt: Fenster/Fassade/Wintergarten; Türen, Tore, Zäune; Metallgestaltung; Treppen und Geländer; Sonderkonstruktionen; Stahlkonstruktionen. Das Objekt/Produkt zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es in hoher Qualität in Konzeption, Planung und Ausführung umgesetzt wurde, durch die kreative und schöpferische Umsetzung der Nutzungsanforderungen entstanden ist und für den Kunden eine hohen Nutzwert schafft. Kurz, ausgezeichnet werden Objekte/Produkte die „klug geplant und perfekt gebaut“ sind. Weitere Infos unter www.metallbaupreis.de.

    15. Dezentrale Fassadentechnik

      Dezentrale Fassadentechnik

      Die Integration vieler haustechnischer Komponenten – Heizen, Kühlen, künstliche und natürliche Beleuchtung – ist im Begriff dezentrale Fassadentechnik zusammengefasst. Darüber hinaus kann auch die regenerative Energiegewinnung durch Photovoltaik-Elemente in solche Module integriert werden. Die dezentrale Fassadentechnik ermöglicht das Gesamtsystem energetisch und ökonomisch zu optimieren.

    16. Dichlormethan

      Dichlormethan

      Dichlormethan (DCM, auch Methylenchlorid) ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe mit der Summenformel CH2Cl2. Dichlormethan ist eine farblose, nur schwer brennbare Flüssigkeit mit einem Schmelzpunkt von minus 96,7 Grad Celsius. Das leicht flüchtige Dichlormethan löst viele organische Substanzen und wird beispielsweise als Lösungsmittel für Harze, Fette, Kunststoffe und Bitumen eingesetzt. Es dient ebenso als Abbeizmittel für Lacke, Entfettungsmittel, Treibgas für Aerosole, Treibmittel bei der Herstellung von Schaumstoffen, Kältemittel in Kühlaggregaten sowie als Extraktionsmittel für Koffein, Hopfenextrakte und Aromastoffe.

    17. Dichtstoff

      Dichtstoff

      Ein Dichtstoff ist ein Werkstoff zum Abdichten von Fugen, Spalten, Durchbrüchen und dergleichen. Im Gegensatz zu einer Dichtung muss der Dichtstoff an den Fugenflanken haften, um seine Funktion erfüllen zu können. Vergleichbare Bezeichnungen sind Fugendichtmasse, Dichtmasse, Fugendichtstoff, Weichdichtung oder Flüssigdichtung.

    18. Dichtung

      Dichtung

      Als Dichtung bezeichnet man Elemente oder Konstruktionen, die die Aufgabe haben, ungewollte Stoffübergänge von einem Raum in einen anderen zu verhindern beziehungsweise zu begrenzen. Im Gegensatz zu einem Dichtstoff muss die Dichtung nicht an den Fugenflanken haften, um ihre Funktion erfüllen zu können.

    19. Dichtungsebene

      Dichtungsebene

      Für die wirksame Trennung von Raum- und Außenklima muss die innere dauerhaft dampfdiffusionsdichter als die äußere Abdichtung sein. Auch wenn die äußere Dichtungsebene nicht hundertprozentig dicht ist, darf kein Wasser ins Innere des Gebäudes eindringen. Bei zweischaligen Wandaufbauten muss das eindringende Wasser sicher aus dem hinterlüfteten Bereich herausgeführt werden. Auch bei Pfosten-Riegelkonstruktionen und Elementfassaden muss mit einer zweiten Dichtungsebene das eingedrungene Wasser sicher aus dem Bauteil abgeführt werden.

    20. Dilatation

      Dilatation

      Dilatation ist der Begriff für eine Längenausdehnung durch Wärme und/oder Kraft. Für die Ausdehnung durch Wärme sind der Wärmeausdehnungskoeffizient des Materials und die Temperaturdifferenz bestimmend. In diesem Zusammenhang sind im Metallbau die Formänderungen (Längenausdehnungen und -schrumpfungen) von Fassadenbekleidungen oder -profilen aufgrund von Temperaturänderungen zu beachten. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung und dunklen Farbtönen können erhebliche Längenausdehnungen auftreten.

    21. Doppel-Fassade

      Doppel-Fassade

      Eine Doppel-Fassade besteht aus einer Wärme dämmenden Glasfassade und einer zweiten Glasebene. Diese kann vor oder hinter der Wärme dämmenden Fassade liegen. Eine Doppel-Fassade minimiert gegenüber einer Einfach-Fassade die Lärmbelästigung der Gebäudenutzer und erlaubt bei Hochhäusern eine natürliche Fensterbelüftung.

    22. Doppelstabmatte

      Doppelstabmatte

      Bei einem Gittermattenzaun aus Stahldrähten unterscheidet man zwischen Einstabmatten und Doppelstabmatten. Bei Einstabmatten sind jeweils ein waagerechter und ein senkrechter Stahldraht, bei Doppelstabmatten jeweils zwei waagerechte und ein senkrechter Stahldraht miteinander verschweißt. Sowohl Draht- als auch Metallzäune sind in der Regel zum Schutz gegen Korrosion verzinkt, oft zusätzlich auch farbig pulverbeschichtet.

    23. Doppel-T-Stoß

      Doppel-T-Stoß

      Der Doppel-T-Stoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei der zwei in einer Ebene liegende Teile rechtwinklig (doppel-T-förmig) auf ein dazwischen liegendes drittes Teil stoßen.

    24. Dopplung

      Dopplung

      Dopplungen sind großflächige Werkstofftrennungen im Walzgut, die insbesondere durch oxidierte Lunkeroberflächen entstehen, die beim Warmwalzen nicht miteinander verschweißen. Dopplungen finden sich üblicherweise im Massenzentrum eines Querschnitts, zum Beispiel in der Blechmitte.

    25. Drahtvorschub

      Drahtvorschub

      Der Drahtvorschub gewährleistet beim Schweißen den Nachschub an Elektrodenmaterial an der abschmelzenden Elektrode.

    26. Drainagesystem

      Drainagesystem

      Das Drainagesystem sorgt vor allem in Pfosten-Riegelkonstruktionen für die gezielte und sichere Ableitung von Feuchtigkeit, die in die Konstruktion eingedrungen ist. Die richtige Planung und Ausführung des Drainagesystems ist entscheidend für die Dichtigkeit der gesamten Konstruktion.

    27. Drehflügel

      Drehflügel

      Öffnungsart eines Fenster- oder Fenstertürflügels. Dabei wird der gesamte Flügel in den Bändern gedreht. Drehflügel können nach innen aufschlagend oder nach außen aufschlagend angeschlagen werden.

    28. Dreh-Kippflügel

      Dreh-Kippflügel

      Öffnungsart eines Fenster- oder Fenstertürflügels. Dabei kann der gesamte Flügel gedreht oder gekippt werden. Die Aufschlagrichtung ist grundsätzlich nach innen. Hier gibt es die Möglichkeit einer Spaltlüftung.

    29. Drehmoment

      Drehmoment

      In der Befestigungstechnik ist das Drehmoment (Kraft mal Weg) das Moment, das mit dem Drehmomentschlüssel aufgebracht wird, um ein Befestigungsmittel definiert (nach Zulassung) anzuziehen.

    30. Drehmomentschlüssel

      Drehmomentschlüssel

      Drehmomentschlüssel sind Schraubenschlüssel, mit denen ein einstellbares kontrolliertes Drehmoment beim Anziehen einer Schraube aufgebracht werden kann. Drehmomentschlüssel sind zum Beispiel für die Montage einiger Dübelverankerungssysteme wichtig.

    31. Druckminderer

      Druckminderer

      Der Druckminderer dient dazu, das benötigte Gas (Schutzgas oder Brenngas) unter einem bestimmten Druck für den Brenner bereitzustellen.

    32. Druckzone

      Druckzone

      Wird Beton als Befestigungsuntergrund durch eine Last beaufschlagt, bildet sich eine Zugzone und eine Druckzone aus. Erfolgt die Belastung von oben (zum Beispiel durch eine Deckenlast) ist in der Betondecke oben die Druckzone und unten die Zugzone. Ausgehärteter Beton weist eine relativ hohe Druckfestigkeit, aber nur eine geringe Zugfestigkeit auf. Wird die Zugfestigkeit des Betons durch eine äußere Last überschritten, bilden sich Risse in der Zugzone aus. In der Regel wird in Deutschland ohne weitere Nachweise von gerissenem Beton (Zugzone) ausgegangen. Danach müssen die zugelassenen Befestigungsmittel ausgewählt werden.

    33. Dübel

      Dübel

      Ein Dübel ist ein aus Metall oder Kunststoff bestehendes Verbindungsmittel. Dübel funktionieren je nach Ausführung nach dem Formschluss, Stoffschluss oder Reibschluss.

    34. Dübelzulassung

      Dübelzulassung

      Ein Bauprodukt darf nur in den Verkehr gebracht werden, wenn die Konformität mit den wesentlichen Anforderungen nachgewiesen wurde. Sind entsprechende Normen nicht vorhanden, erfolgt der Nachweis über eine europäische technische Zulassung (ETA) oder eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). In den Dübelzulassungen sind alle wichtigen Werte für den Einsatz der Dübel und deren Bemessung enthalten.

    35. Duplexstahl

      Duplexstahl

      Als Duplexstahl bezeichnet man einen Stahl, der ein zweiphasiges Gefüge aufweist.

    36. Duplexstahl

      Duplexstahl

      Duplexstahl ist nichtrostender Stahl, der aus etwa fünfzig Prozent Austenit und fünfzig Prozent Ferrit besteht. Damit sind diese Stahlsorten resistent gegen die anodische Spannungsrisskorrosion und bieten gleichzeitig einen hohen allgemeinen Korrosionswiderstand.

    37. Duplex-System

      Duplex-System

      Unter Duplex-Systemen versteht man entsprechend DIN EN ISO 12944-5 ein Korrosionsschutz-System, das aus einer Verzinkung in Kombination mit einer oder mehreren nachfolgenden Beschichtungen besteht. Verzinkung und Beschichtung ergänzen sich. Dadurch wird die Lebensdauer der Verzinkung erhöht.

    38. Durchgangsbreite

      Durchgangsbreite

      Die Durchgangsbreite ist ein Maß bei Türen beziehungsweise bei Fluren und Durchgängen. Die Durchgangsbreite ist das nutzbare Maß für den Durchgang von Personen zwischen den begrenzenden Bauteilen oder Wänden.

    39. Durchschusshemmung

      Durchschusshemmung

      Die Durchschusshemmung wird nach DIN EN 1522 in die Klassen FB1 bis FB7 unterteilt. Durchschusshemmende Verglasung wird auch als Panzerglas bezeichnet. Die verschiedenen Beschussklassen der Durchschusshemmung richten sich jeweils nach dem verwendeten Kaliber und der dazugehörenden Waffe. Zusätzlich wird die Durchschusshemmung noch mit den Zusätzen S (mit Splitterflug) und NS (splitterfrei) gekennzeichnet. Auch Rahmen und Flügel der entsprechenden Bauelemente mit Durchschusshemmung müssen den Klassen der DIN EN 1522 angepasst werden.

    40. Durchstrahlungsprüfung (RT)

      Durchstrahlungsprüfung (RT)

      Die Durchstrahlungsprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren (ZfP) zum Nachweis von inneren Fehlern in Werkstoffen.

    41. Durchstrahlungsprüfung (RT)

      Durchstrahlungsprüfung (RT)

      Das ist ein Verfahren zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung von Bauteilen mit Röntgen- oder Gammastrahlen. Das Fehlerbild kommt durch die unterschiedliche Schwächung der Strahlen beim Durchgang durch das zu prüfende Teil zustande. Der Fehler wird auf einem Film oder dem Bildschirm abgebildet. Somit kann zwar eine Aussage über die Art und das Aussehen des Fehlers getroffen werden, nicht aber über die genaue Lage. Da dieses wiederum mittels Ultraschall gemessen werden kann, werden beide Prüfmethoden oft gemeinsam eingesetzt.

    42. Duromer

      Duromer

      Duromer ist eine Kunststoffart mit engmaschig vernetzten Polymerketten. Duromere sind hart und spröde bei Raumtemperatur, temperaturstandfest, nicht schmelz- und schweißbar, unlöslich, kriechfest sowie nur schwach quellbar. Je nach Vernetzungsgrad wird das Duromer in der Wärme mehr oder weniger zähelastisch.

  5. E

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    1. Eckstoß

      Eckstoß

      Der Eckstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem zwei Teile am Rand unter einem Winkel über dreißig Grad gegeneinander stoßen.

    2. Edelstahl

      Edelstahl

      Edelstahl (nicht rostender Stahl oder Edelstahl rostfrei) enthält mindestens 11,8 Prozent Chrom und je nach Verwendung Nickel beziehungsweise Molybdän. Edelstahl kann ohne weitere Beschichtungen im Freien eingesetzt werden, sofern keine besonderen Korrosionsbelastungen auftreten. Die Feuerbeständigkeit von Edelstahl ist höher als bei einfachem Stahl.

    3. Eigenspannung

      Eigenspannung

      Eigenspannungen sind mechanische Spannungen innerhalb eines Körpers, an dem keine äußeren Kräfte angreifen und der sich im thermischen Gleichgewicht befindet.

    4. Eignungsnachweis

      Eignungsnachweis

      Für die Herstellung von geschweißten Bauteilen fordert die Bauaufsicht von den Betrieben einen Eignungsnachweis für die Ausführung von Schweißarbeiten. Das können sein: - ein durch eine notifizierte Stelle ausgestelltes oder bestätigtes Schweißzertifikat nach DIN EN 1090-1:2012-02, wenn die werkseigene Produktionskontrolle des Betriebs durch diese Stelle entsprechend DIN EN 1090-1:2012-02 zertifiziert ist, - ein auf Grundlage von DIN EN 1090-2 in Verbindung mit DIN EN 1090-1:2012-02, Tabelle B.1 durch eine bauaufsichtlich anerkannte Stelle ausgestelltes Schweißzertifikat.

    5. Einbauanleitung

      Einbauanleitung

      Die Einbauanleitung eines Produktes bestimmt oft genau die erforderlichen Einbaubedingungen und Umstände. Bei bestimmten Erzeugnissen gehört die Einbauanleitung zu den Lieferpflichten des Herstellers dazu. So muss zum Beispiel bei Feuerschutzabschlüssen die Einbauanleitung mit Wartungsangaben mitgeliefert werden.

    6. Einbrandkerbe

      Einbrandkerbe

      Einbrandkerben entstehen, wenn die Schweißung die Dicke des Basismaterials vermindert. Damit verrringert sich die Festigkeit der Schweißnaht. Ein Grund für diesen Fehler kann zu hoher Schweißstrom sein, der die Ecken der Verbindung zum Schmelzen bringt und in die Schweißung abläuft. Ein weiterer Grund ist eine schlechte Schweißhandhabung, die nicht genug Füllmaterial an den Kanten der Schweißung ablegt. Andere Gründe sind ein zu kleiner Elektrodenwinkel, eine angefeuchtete Elektrode, ein zu langer Schweißbogen oder zu geringe Schweißstromgeschwindigkeit.

    7. Einbruchhemmende Tür

      Einbruchhemmende Tür

      Eine einbruchhemmende Tür verhindert im geschlossenen, verriegelten und versperrten Zustand den Versuch des gewaltsamen Eindringens über eine bestimmte Zeitdauer.

    8. Einholmtreppe

      Einholmtreppe

      Bei der Einholmtreppe (auch Mittelholmtreppe, Tragholmtreppe, Balkentreppe) sind die Stufen kipp- und verdrehsicher auf einem Träger befestigt, der meist in der Mitte des Treppenlaufes liegt, aber auch außermittig angeordnet sein kann. Aufgrund der optischen Wirkung werden Einholmtreppen oft bei Repräsentativbauten eingesetzt, auch mit bogen- beziehungsweise kreisförmigen Grundrissen.

    9. Einsatzhärten

      Einsatzhärten

      Beim Einsatzhärten bekommen Bauteile aus kohlenstoffarmen, nicht härtbaren Stählen eine harte und verschleißfeste Oberfläche. Damit erzeugt man Bauteile mit einem zähen Kern, harter Oberfläche und verbesserter Dauerschwingfestigkeit. Zuerst werden die Bauteile erhitzt und einer kohlenstoffhaltigen Umgebung bei Temperaturen von etwa 850 bis 1.050 Grad Celsius ausgesetzt. Mit zunehmender Glühdauer (maximal 200 Stunden) dringt zunehmend Kohlenstoff (Aufkohlen) beziehungsweise Kohlenstoff-Stickstoff (Carbonitrieren) in die Randschicht ein. Danach wird das Bauteil gehärtet. Zum Schluss wird das Bauteil bei Temperaturen zwischen 150 bis 180 Grad Celsius für unlegierte Stähle und zwischen 160 bis 200 Grad Celsius für legierte Stähle angelassen.

    10. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

      Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

      ESG ist Glas, das nach dem Zuschneiden und weiteren Bearbeitungsschritten gleichmäßig erhitzt und dann mit Kaltluft konvektiv abgekühlt wird. Dies verleiht dem Glas eine erhöhte Festigkeit gegen mechanische und thermische Belastungen sowie das charakteristische Bruchbild (Krümelstruktur).

    11. Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

      Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

      Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (EKD) stellt in einem Schaubild die Gleichgewichtsverhältnisse für die Stoffe Eisen und Kohlenstoff dar. Daraus lassen sich in Abhängigkeit vom Gehalt des Kohlenstoffs und der Temperatur Gefügeveränderungen beim langsamen Abkühlen bestimmen.

    12. Elastisch

      Elastisch

      Elastisch ist die Eigenschaft eines Dichtstoffs, sich auf Grund von auftretenden Bewegungen im Fugenbereich reversibel zu verformen. Ein elastischer Dichtstoff verändert unter Einwirkung einer Kraft seine Form und nimmt später seine ursprüngliche Form wieder an.

    13. Elastizitätsmodul

      Elastizitätsmodul

      Der Elastizitätsmodul (auch E-Modul) ist eine Materialkonstante, die das Verhältnis von Normalspannung zu Dehnung im Falle ideal-elastischer Verformung bei Zugbelastung beschreibt. Bei jedem metallischen Werkstoff sinken bei steigender Temperatur der Elastizitätsmodul und damit die Festigkeit.

    14. Elastomer

      Elastomer

      Eine Elastomer ist eine Kunststoffart mit weitmaschig vernetzten Polymerketten. Elastomere weisen folgende Merkmale auf: gummielastisch bei Raumtemperatur, niedrige Kriechfestigkeit, nicht schmelzbar, nicht schweißbar, unlöslich aber quellbar. Elastomere verspröden bei tiefen Temperaturen.

    15. ELC-Stahl

      ELC-Stahl

      ELC-Stahl (extra low carbon) hat einen besonders geringen Kohlenstoffgehalt. ELC-Stähle sind hochlegierte nichtrostende Stahlsorten mit einem Kohlenstoffgehalt von maximal 0,03 Prozent. Dieser geringe Gehalt soll die Ausscheidung von Chromcarbiden bei hoher Betriebstemperatur oder auch beim Schweißen verhindern, da diese zur interkristallinen Korrosion führen können. Um eine Langzeitstabilität von ELC-Güten zu gewährleisten, ist die Betriebstemperatur auf 450 Grad Celsius begrenzt. Beispiele für ELC-Güten sind die Stähle X2CrNi19-11 oder X2CrNiMoN17-13-5.

    16. Elektrochemische Spannungsreihe

      Elektrochemische Spannungsreihe

      In der elektrochemischen Spannungsreihe werden die elektrisch leitenden Metalle nach ihrem Potential gegenüber Wasserstoff eingeteilt. An leitenden Verbindungen von Metallen mit unterschiedlichem Potential entsteht bei Anwesenheit eines Elektrolyten (Feuchtigkeit) Korrosion.

    17. Elektrochromes Glas

      Elektrochromes Glas

      Elektrochromes Glas nutzt die Eigenschaft von elektrochromen Materialien, den Lichtdurchlass je nach angelegter Gleichspannung zu ändern. Das Glas verändert seine Farbe, wenn elektrische Ladungen an eine mikroskopisch dünne Beschichtung auf der Glasoberfläche abgegeben werden. Je nach Verwendungszweck kann die Spannung manuell oder automatisch angelegt werden, etwa durch Sensoren, die die Helligkeit messen. Ist keine Spannung angelegt, so behält das Glas die gegenwärtige Farbe, bis erneut Strom zugeführt wird.

    18. Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk

      Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk

      Der Metallbauunternehmer kann sich oder seine Mitarbeiter zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk“ qualifizieren lassen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine gleichwertige berufliche Tätigkeit. Weil in der Ausbildung im Metallbau schon umfangreiche Inhalte der Elektrotechnik enthalten sind, ist die Mindestlehrgangsdauer des BVM-Vorbereitungslehrgangs von sonst achtzig Stunden um fünfzig Prozent reduziert und beträgt inklusive Prüfung sechs Tage. Nähere Informationen dazu stehen im Fachregelwerk Metallbaupraxis im Kapitel 1.12.4.

    19. Elektromechanische Feststellung

      Elektromechanische Feststellung

      Bei Rauchschutz- und Feuerschutztüren kann die selbstschließende Eigenschaft mit bauaufsichtlich zugelassenen Feststellanlagen kontrolliert außer Betrieb gesetzt werden. Im Brandfall wird durch geeignete Vorrichtungen, die Anlage ausgelöst und die Tür schließt selbstständig.

    20. Elektronenstrahlmikroanalyse (ESMA)

      Elektronenstrahlmikroanalyse (ESMA)

      Die Elektronenstrahlmikroanalyse dient primär der zerstörungsfreien Analyse von Festkörperoberflächen mit einer Auflösung bis zu einem Mikrometer. Die Methode beruht auf der wellenlängendispersiven Analyse (WDS oder auch WDX) oder energiedispersiven Analyse (EDS oder auch EDX) der von der Probe bei Beschuss mit einem Elektronenstrahl emittierten charakteristischen Röntgenstrahlung. Die Elektronenstrahlmikroanalyse findet entweder durch zusätzliche Detektoren in regulären Elektronenmikroskopen (REM oder TEM) oder in Elektronenstrahlmikrosonden statt.

    21. Element-Fassade

      Element-Fassade

      Eine Element-Fassade besteht aus vorgefertigten Elementen. Diese werden beim Hersteller vorgefertigt, und vor Ort zusammengesetzt.

    22. EltVTR

      EltVTR

      Die „Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Rettungswegen (EltVTR)“ regelt die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an die Herstellung und Prüfung dieser Verriegelungssysteme.

    23. Endkrater

      Endkrater

      Der Endkrater entsteht am Ende der Schweißnaht durch zum Beispiel zu schnelles Wegziehen des Brenners.

    24. Endschlag

      Endschlag

      Über den Endschlag erhält die Tür durch den Türschließer kurz vor dem Einschlagen in die Zarge nochmals eine zusätzliche Beschleunigung. Damit wird der Widerstand der Falle und der Dichtung beim Schließen überwunden.

    25. Energiedispersive Analyse (EDX)

      Energiedispersive Analyse (EDX)

      Die energiedispersive Röntgenspektroskopie (EDX, EDRS oder EDS) (auch energiedispersive Röntgenanalyse EDA) ist eine zur Röntgenspektroskopie gehörende Messmethode der Materialanalytik. Man regt die Atome in der Probe durch einen Elektronenstrahl einer bestimmten Energie an. Sie senden dann Röntgenstrahlung mit einer für das jeweilige Element spezifischen Energie aus. Diese Strahlung gibt Aufschluss über die Elementzusammensetzung der Probe. Ein ähnliches Verfahren ist die energiedispersive Röntgenabsorption bei der die Absorption anstelle der Emission ausgewertet wird.

    26. Energieeinsparverordnung

      Energieeinsparverordnung

      Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts und schreibt den energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden vor. Sie regelt die Wärme- und Energiebedarfsberechnung und legt die Grenzwerte für den maximalen Energiebedarf eines Gebäudes fest.

    27. Entlastungsbohrung

      Entlastungsbohrung

      Entlastungsbohrungen werden an Hohlbauteilen vor dem Verzinken angebracht, um das ungehinderte Entweichen der Luft und den ungehinderten Abfluss der heißen Zinkschmelze zu ermöglichen. Richtig angeordnete und ausreichend dimensionierte Zu- und Ablauföffnungen sind ein wesentlicher Beitrag zu einer rationellen und qualitätsgerechten Verzinkung. Bohrungen als Durchflussöffnungen sind abhängig von der Bauteilhöhe und der Materialdicke auszuführen. Für den Stahlbau wird empfohlen, die Durchflussöffnungen bei offenen Profilen mit einem Durchmesser von größer/gleich 1,5 mal Blechdicke auszuführen. Die Bohrung sollte allerdings nicht kleiner als 15 Millimeter im Durchmesser betragen. Je größer die Bauteilhöhe und je dicker das Blech, desto größer sollte die Öffnung sein.

    28. Entlüftung

      Entlüftung

      Die Entlüftung (auch Be- und Entlüftung) ist wichtig für die Vermeidung einer hohen Luftfeuchtigkeit, die auf Dauer zu Schäden führen kann. So ist zum Beispiel die normgerechte Entlüftung von Räumen sicherzustellen, um Schädigungen durch Schimmelpilzbefall zu vermeiden. Auf die richtige Be- und Entlüftung des Glasfalzes ist zu achten, um Schäden oder eine Durchfeuchtung im Randverbund oder im Profil zu vermeiden.

    29. Ermüdungsbruch

      Ermüdungsbruch

      Der Ermüdungsbruch (auch Dauerbruch) ist ein Bruch, der unter Lastwechselbeanspruchung erfolgt. Der größte Teil aller Brüche im Maschinenbau lässt sich auf den Ermüdungsbruch zurückzuführen. Die Ermüdung des Bauteils, an dessen Ende das Versagen beziehungsweise der Bruch des Bauteils steht, ist vor allem abhängig von der Belastungsdauer und der Belastungsintensität bedingt durch eine wechselnde Belastung.

    30. Ermüdungsbruch

      Ermüdungsbruch

      Siehe Dauerschwingbruch.

    31. Erstarrungsriss

      Erstarrungsriss

      Erstarrungsrisse können während der Erstarrung bei Abkühlvorgängen aufgrund der damit verbundenen Volumenschrumpfung entstehen. Besonders beim Schweißen sind Erstarrungsrisse möglich, wenn Zugspannungen auf die Schweißstelle wirken. Ein Nachfließen der Restschmelze in die Bereiche zwischen den Dendriten wird dadurch verhindert.

    32. Erstreinigung

      Erstreinigung

      Die Erstreinigung erfolgt im Anschluss an die Erstellung des Baues möglichst kurz vor der Bauabnahme. Sie wird zur Entfernung von Bauschmutz und atmosphärisch bedingter Verschmutzung während der Bauphase durchgeführt.

    33. Eurocode

      Eurocode

      Die Eurocodes sind wichtige Normenwerke für die Bemessung und Konstruktion von Bauten und Bauteilen. Wichtig für den Metallbauer sind folgende Eurocodes: EN 1990 Grundlagen der Tragwerksplanung, EN 1991 Einwirkung auf Tragwerke, EN 1993 Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten, EN 1999 Bemessung und Konstruktion von Aluminiumtragwerken.

  6. F

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    1. Fachregelwerk

      Fachregelwerk

      Das Fachregelwerk Metallbauerhandwerk – Konstruktionstechnik (Metallbaupraxis) ist ein umfassendes Nachschlagewerk für Metallbauer. Es liefert dem Nutzer mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik einschlägiges Expertenwissen, damit er immer auf dem aktuellen Stand seines Gewerkes ist. Die Beachtung dieser Regeln ist ein guter Schutz bei Rechtsstreitigkeiten. Die Fachregeln für den Bereich Metallbauerhandwerk - Konstruktionstechnik werden dem Nutzer in drei Medien (Papier, DVD, Internet) zur Verfügung gestellt. Weitere Infos unter www.metallbaupraxis.de.

    2. Farbeindringverfahren

      Farbeindringverfahren

      Das Farbeindringverfahren ist ein Prüfverfahren zur Ermittlung von Oberflächenrissen. Die sorgfältig gereinigte Oberfläche eines Werkstücks wird mit einer roten dünnflüssigen Emulsion besprüht oder mit einem fluoreszierenden Öl benetzt, die durch die Kapillarwirkung auch in sehr feine Risse eingesogen werden. Ist der Überschuss entfernt, wird die Oberfläche mit einer weißen, saugfähigen Farbschicht besprüht (oder mit UV-Licht beleuchtet), die nach dem Trocknen die rote Flüssigkeit aus den Rissen an die Oberfläche zieht. Die Fehlstellen sind damit gut sichtbar. Das Verfahren wird deshalb auch Rot-Weiß-Prüfung genannt.

    3. Farbeindringverfahren

      Farbeindringverfahren

      Das Farbeindringverfahren ist ein Verfahren zum Nachweis von Oberflächenrissen. Es werden drei·Komponenten eingesetzt: Reiniger, rote Eindringflüssigkeit und weißes Kontrastmittel.

    4. Faserverbundkunststoff

      Faserverbundkunststoff

      Ein Faserverbundkunststoff (FVK) ist ein Kunststoff, in dem Fasern (zum Beispiel Glas- oder Kohlenstoff-Fasern) zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften eingelagert/eingebunden sind.

    5. Fassade

      Fassade

      Die Fassade ist ein gestalteter, oft repräsentativer Teil der sichtbaren Hülle beziehungsweise Außenhaut eines Gebäudes. Moderne Fassaden übernehmen heute vielfältige Funktionen. Neben dem Wetter-, Sonnen- und Einbruchschutz werden heutzutage die Energieeinsparung und auch die Energiegewinnung mit der Fassade immer wichtiger.

    6. Fassadenbekleidung

      Fassadenbekleidung

      Nach DIN 18516-1 setzt sich die Konstruktion der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) aus der Fassadenbekleidung, der Hinterlüftungszone, der Dämmung und der Unterkonstruktion zusammen. Das System erlaubt die Wahl unterschiedlichster Fassadenbekleidungen wie zum Beispiel Metallblech, Glas, Holz, Naturstein, Kunststein, Keramik oder Kompositmaterialien.

    7. Feinkornbaustahl

      Feinkornbaustahl

      Ein Feinkornbaustahl ist ein legierter Stahl mit erhöhter Festigkeit bei geringem Kohlenstoffgehalt. Der Stahl lässt sich gut schweißen und wird für Sonderkonstruktionen verwendet.

    8. Fenster

      Fenster

      Fenster verschließen Bauwerksöffnungen, öffnen aber gleichzeitig das Gebäude und gestatten den Blick ins Freie, außerdem lassen sie Licht und Luft in das Gebäudeinnere. Moderne Fenster erfüllen heute vielfältige Funktionen. Fenster und Beschlag bilden immer eine Einheit. Sonderprofile und Spezialverglasungen garantieren bestimmte Eigenschaften, zum Beispiel Durchschusshemmung und besondere schalldämmende Eigenschaften.

    9. Fensterlüftung

      Fensterlüftung

      Die Fensterlüftung ist eine Möglichkeit der natürlichen Lüftung eines Gebäudes. Von der Größe, Art und Anordnung der Lüftungselemente und dem Öffnungswinkel des Elementes wird die Menge des Luftdurchsatzes bestimmt.

    10. Ferrit

      Ferrit

      Ferrit ist eine metallographische Bezeichnung. Es steht für die kubisch-raumzentrierte Phase des reinen Eisens und seiner Mischkristalle. Die Bildung der ferritischen Phase wird durch austenit- oder ferritstabilisierende Elemente beeinflusst.

    11. Fertigfußboden

      Fertigfußboden

      Oberkante Fertigfußboden (OFF) ist eine häufig benutzte Maßangabe aus dem Bauwesen. Sie ist die Höhenkoordinate für den fertigen Fußboden eines Geschosses und eine wichtige Angabe für den Innenausbau (auch den Metallbau). Sie kann in absoluten Koordinaten (Meter über Normalhöhennull) oder relativen Koordinaten (zum Beispiel über Erdgeschoss) angegeben werden.

    12. Festigkeit

      Festigkeit

      Die Festigkeit ist eine Werkstoffkenngröße, die über die maximale mechanische Belastung ermittelt wird, die ein Werkstoff kurzzeitig erträgt. Man unterscheidet in der Regel Zug-, Druck-, Torsions-, Scher-, Schäl- und Biegeschälfestigkeiten. Für diese Belastungen gibt es Normprüfungen, nach denen die Werkstoffkenngröße ermittelt wird.

    13. Feststellanlage

      Feststellanlage

      Eine Feststellanlage (FSA) ist eine Einrichtung zum Offenhalten von Brandabschlüssen. Sie sorgt dafür, dass Feuerschutz- beziehungsweise Rauchabschlüsse für die Nutzung im ständigen Betrieb offen gehalten werden, aber im Brandfall sicher schließen. Die Ausführung der Feststellanlage muss den geltenden Bestimmungen entsprechen.

    14. Feuerbeständig

      Feuerbeständig

      Bauordnungsrechtliche Bezeichnung für die Anforderung an das Brandverhalten von Bauteilen und Sonderbauteilen. Der Begriff wird in Definitionen innerhalb des Bauordnungstextes oder in Einführungserlassen konkretisiert. Feuerbeständig bedeutet in der Regel Feuerwiderstand von neunzig Minuten und dass das Bauteil in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen besteht.

    15. Feuerhemmend

      Feuerhemmend

      Bauordnungsrechtliche Bezeichnung für die Anforderung an das Brandverhalten von Bauteilen und Sonderbauteilen. Der Begriff wird in Definitionen innerhalb des Bauordnungstextes oder in Einführungserlassen konkretisiert. Feuerhemmend bedeutet in der Regel einen Feuerwiderstand von dreißig Minuten. Brennbare Baustoffe sind zulässig.

    16. Feuerschutzabschluss

      Feuerschutzabschluss

      Ein Feuerschutzabschluss ist eine selbstschließende Tür oder ein selbstschließender anderer Abschluss (zum Beispiel Klappe, Tor), der dazu bestimmt ist, im eingebauten Zustand den Durchtritt eines Brandes durch Öffnungen in Wänden oder Decken zu erschweren.

    17. Feuerschutztür

      Feuerschutztür

      Feuerschutztüren (auch Brandschutztüren) haben die Aufgabe, Öffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden für eine bestimmte Zeit gegen den Durchtritt von Feuer zu sichern. Wo Feuerschutztüren einzubauen sind, ist in den jeweiligen Landesbauordnungen beziehungsweise den jeweils gültigen Sonderbauvorschriften geregelt.

    18. Feuerschweißen

      Feuerschweißen

      Das Feuerschweißen ist das älteste Schweißverfahren. Die zu verbindenden Metallteile werden im Feuer erhitzt und im weichen Zustand durch Druck (Hammerschläge) miteinander verbunden.

    19. Feuerverzinken

      Feuerverzinken

      Feuerverzinken ist ein wirksames und gebräuchliches Verfahren zur korrosionsschützenden Beschichtung von Stahlteilen. In einem Zinkbad wird bei etwa 450 Grad Celsius eine Schutzschicht mit einer Dicke von 50 bis 150 Mikrometern auf einem Stahlteil erzeugt.

    20. Feuerverzinkungsgerechte Konstruktion

      Feuerverzinkungsgerechte Konstruktion

      Sollen Stahlteile durch Feuerverzinken optimal vor Korrosion geschützt werden, dann müssen bereits bei der Planung und Konstruktion einige Besonderheiten dieses Korrosionsschutzverfahrens berücksichtigt werden. Dazu ist die Konstruktion feuerverzinkungsgerecht auszulegen.

    21. Feuerwiderstand

      Feuerwiderstand

      Der Feuerwiderstand bezeichnet die Fähigkeit eines Bauteils, bei einem Normbrand über eine bestimmte Dauer seine Funktion normgerecht beizubehalten.

    22. Finite-Elemente-Methode

      Finite-Elemente-Methode

      Die Finite-Elemente-Methode (FEM) ist ein allgemeines, bei unterschiedlichen physikalischen Aufgabenstellungen angewendetes numerisches Verfahren. Am bekanntesten ist die Anwendung der FEM bei der Festigkeits- und Verformungsuntersuchung von Festkörpern mit geometrisch komplexer Form, weil sich hier der Gebrauch der klassischen Methoden als zu aufwändig erweist. Logisch basiert die FEM auf dem numerischen Lösen eines komplexen Systems aus Differentialgleichungen. Dabei wird das Berechnungsgebiet in endlich viele Teilgebiete einfacher Form aufgeteilt (finite Elemente).

    23. Flammrichten

      Flammrichten

      Das Flammrichten wird in vielen Betrieben der Metallverarbeitung eingesetzt, um Verzug, Verwerfungen, Verbiegungen und Verdrehungen an Metallteilen mit der offenen Flamme schnell, werkstoffschonend und sicher zu richten.

    24. Flankenbindefehler

      Flankenbindefehler

      Der Flankenbindefehler gehört zu den Schweißfehlern. Er entsteht durch die schlechte Haftung der Schweißraupe am Basismaterial. Schweißnahtfehler einer Schweißverbindung sind Ausdruck einer verminderten Fertigungsqualität. Geometrische Unregelmäßigkeiten an metallischen Schweißverbindungen werden in der DIN EN ISO 6520-1 und -2 beschrieben. Grenzwerte für die Bewertung der Unregelmäßigkeiten sind den verschiedenen Bewertungsnormen zum Beispiel DIN EN ISO 5817 zu entnehmen.

    25. Flashover

      Flashover

      Ein Flashover ist die nahezu gleichzeitige Zündung eines Großteils des direkt freiliegenden brennbaren Materials in einem geschlossenen Raum. Ein Flashover tritt auf, wenn die meisten freiliegenden Oberflächen in einem Raum auf ihre Selbstentzündungstemperatur erwärmt werden und entzündliche Gase entwickeln. Ein Flashover tritt in Abhängigkeit von den Materialien und dem Wärmestrom normalerweise zwischen 500 und 590 Grad Celsius auf.

    26. Floatglas

      Floatglas

      Floatglas, früher auch als Flach- oder Spiegelglas bezeichnet, erhielt seinen Namen durch das Herstellungsverfahren, das Floatverfahren. Das Verfahren liefert derzeit etwa 95 Prozent des gesamten Flachglases aller Anwendungsbereiche wie Fensterglas, Autoscheiben und Spiegel. Die aus dem Schmelzofen kommende, gereinigte, bei 1.100  Grad Celsius teigig-flüssige Glasschmelze fließt auf ein längliches Bad aus flüssigem Zinn.

    27. Fluchttreppe

      Fluchttreppe

      Fluchttreppen (auch Feuertreppen, Nottreppen, Treppen als Rettungsweg) dienen als Teil eines (meist zweiten) Rettungsweges zum raschen Verlassen eines Gebäudes vor allem bei Bränden. Fluchttreppen werden als zusätzliche Treppen nötig ab einer bestimmten Gebäudehöhe, wenn innerhalb des Gebäudes ein zweiter brandsicherer Ausgang nicht vorhanden ist, wenn die Feuerwehren für Rettungsgeräte keine Zufahrt haben sowie in Hochhäusern, Versammlungsstätten usw. Der baurechtliche Unterschied zwischen Flucht- und Rettungsweg besteht darin, dass ein Fluchtweg mit eigener Kraft benutzt wird und ein Rettungsweg auch mit fremder Hilfe.

    28. Fluchttür

      Fluchttür

      Alle Türen im Verlauf von Rettungswegen von Gebäuden müssen als Fluchttüren ausgeführt sein. Die Fluchttüren sind dementsprechend zu kennzeichnen und mit normativ geregelten Fluchttürverschlüssen zu versehen. Die Anzahl von Fluchttüren, ihre Lage und die Türbreite müssen genau geplant werden.

    29. Fluchttüröffner

      Fluchttüröffner

      Fluchttüröffner sind Elektrotüröffner, die die Anforderungen der „Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Rettungswegen (EltVTR)“ erfüllen. Die Elektroöffner werden zum Beispiel bei Drehflügeltüren als Zusatzverriegelung eingesetzt, um die Tür gegen Missbrauch zu sichern. Über entsprechende Freigabemedien ist die Begehung der Tür nur berechtigten Personen erlaubt. Im Panikfall wird die Tür über einen Notschalter geöffnet.

    30. Fluchtweg

      Fluchtweg

      Ein Fluchtweg ist ein besonders gekennzeichneter Weg innerhalb eines Gebäudes, der im Fall einer notwendigen Flucht schnell und sicher ins Freie oder in einen gesicherten Bereich führt. Rettungswege müssen hingegen außerdem so beschaffen sein, dass sie den Transport von Verletzten ermöglichen. Häufig ist der Verlauf von Flucht- und Rettungswegen identisch. Die Öffnungen in Flucht- und Rettungswegen müssen bestimmten gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

    31. Flügelfalzmaß

      Flügelfalzmaß

      Das Flügelfalzmaß wird im Flügelfalz dort gemessen, wo sich der Beschlag befindet. Das Flügelfalzmaß wird bei der Bestellung von Beschlagteilen wie zum Beispiel Getriebe und Mittelverschluss benötigt.

    32. Fluoreszenzverfahren

      Fluoreszenzverfahren

      Das Fluoreszenzverfahren ist den atomspektroskopischen Methoden der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung zugeordnet. Im Gegensatz zu Prüfverfahren, die die Emission oder Absorption ausnutzen, basiert diese Methode auf der Fluoreszenz. Bei der Röntgenfluoreszenzanalyse wird das Elektron durch Röntgenstrahlen angeregt.

    33. Formiergas

      Formiergas

      Formiergas dient zum Wurzelschutz beim Schweißen von hochlegierten Stählen, um Oxydation zu vermeiden. Formiergase enthalten bis zu dreißig Prozent Wasserstoff.

    34. Formschluss

      Formschluss

      Formschluss ist ein Wirkprinzip bei der Dübelbefestigung. Beim Formschluss passt sich die Dübelgeometrie der Form des Untergrundes beziehungsweise des Bohrlochs an.

    35. Fraktografie

      Fraktografie

      Die Analyse von Bruchflächen oder gebrochenen Bauteilen wird als Fraktografie bezeichnet. Durch solche Schadensanalysen, die sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch erfolgen können, können meist der Bruchursprung beziehungsweise die Bruchursache und die Rissfortschrittsrichtung bestimmt werden.

    36. Freilauffunktion

      Freilauffunktion

      Nach dem Öffnen einer Tür kann der Türschließer durch einen Schalter vom Türblatt entkoppelt werden. Dadurch ist die Brandschutztür frei beweglich. Im Brandfall wird über die Rauchschutzzentrale der Obentürschließer wieder eingekoppelt und die Tür schließt automatisch.

    37. Fremdrost

      Fremdrost

      Unter Fremdrost versteht man abgelagerte Rostteilchen, die nicht an der betreffenden Stelle entstanden sind, sondern von irgendwo anders her hinzu getragen wurden. Fremdrost tritt zum Beispiel auf Edelstahl auf, wenn er nicht vom Baustahl getrennt gelagert und verarbeitet wurde. Fremdrost kann oft durch Reinigung entfernt werden, kann aber auch zur Spaltkorrosion führen.

    38. Fuge

      Fuge

      Eine Fuge ist nach DIN 52460 der beabsichtigte oder toleranzbedingte Raum zwischen Bauteilen. Sie muss im Vorfeld sorgfältig geplant, ausgeschrieben oder den bestehenden Regelwerken entnommen werden.

    39. Fügen

      Fügen

      Fügen ist das Verbinden von Teilen, die ein Ganzes bilden sollen. Übliche Fügemethoden im Metallbau sind das Schweißen, Löten, Nieten oder Kleben.

    40. Fugenform

      Fugenform

      Die Fugenform ist die Form des Spaltes für das Verbinden zweier Kanten durch Schweißen. Sie ist genormt in DIN EN ISO 9692-1 oder in DIN 2559-2. Bei der Fugenherstellung sind folgende Einflussfaktoren zu berücksichtigen: Grundwerkstoff, Werkstoffdicke, Fugenform, Schnittgenauigkeit und Wärmebeeinflussung.

    41. Füllung

      Füllung

      Auch Ausfachung genannt. Füllungen an Geländern sind die Teile zwischen Handlauf und Pfosten, die ein Durchfallen verhindern. Die Füllung kann aus senkrechten oder horizontalen Stäben, Planken, Seilen oder Paneelen bestehen. Siehe auch Geländerfüllung.

    42. Funkenspektrometer

      Funkenspektrometer

      Ein Funkenspektrometer ist ein Gerät zur chemischen Analyse und dient der Darstellung des Emissionspektrums von chemischen Stoffen. Funkenspektrometer werden für einfache, extrem schnelle Analysen von Werkstoffen eingesetzt (zum Beispiel Massentest in der Qualitätssicherung, Sortierung von Schrott). Durch einen Lichtbogen zwischen einer Kupfer- oder Silberelektrode und einer grob geschliffenen Materialprobe wird Probenmaterial verdampft und die freigesetzten Atome und Ionen werden durch Elektronenstoß angeregt. Jedes Element, das in der Probe enthalten ist, emittiert auf mehreren Wellenlängen und kann somit über Photomultiplier gemessen werden.

    43. Fußplatte

      Fußplatte

      Die Fußplatte ist der unterste Teil des Pfostens am Geländer. Sie dient zur Befestigung des Geländers am Baukörper und wird auch als Befestigungsplatte bezeichnet.

  7. G

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    1. Galvanische Verzinkung

      Galvanische Verzinkung

      Beim galvanischen oder elektrolytischen Verzinken wird mit Hilfe von elektrischem Strom Zink auf Stahlteilen abgeschieden. Die entstehenden Zinküberzüge sind deutlich dünner als beim Feuerverzinken. Das galvanische Verzinken wird deshalb oft beim temporären Korrosionsschutz angewendet.

    2. Galvanisieren

      Galvanisieren

      Galvanisieren ist ein Beschichtungsverfahren für die elektrochemische Oberflächenbehandlung von Werkstoffen, bei der sich metallische (seltener auch nichtmetallische) dünne Schichten auf der Oberfläche abscheiden. Das Galvanisieren dient dem Schutz vor Korrosion, der optischen Aufwertung, der Erzeugung von Verbundwerkstoffen mit verbesserten Eigenschaften oder ähnliches.

    3. Gebäudeautomation

      Gebäudeautomation

      Die Gebäudeautomation ist als Oberbegriff für die Summe aller Einrichtungen einschließlich der Software zur übergreifenden automatischen Überwachung, Steuerung, Regelung und Betriebsoptimierung von Anlagen in einem oder mehreren Gebäuden zu verstehen.

    4. Gebäudehülle

      Gebäudehülle

      Als Gebäudehülle werden alle Bauteile eines Gebäudes bezeichnet, die dieses nach außen abschließen. Dazu gehören Fenster, Wände und Dachflächen. Als thermische Gebäudehülle werden alle Bauteile bezeichnet, die beheizte Räume von der Außenluft, vom Erdreich und von unbeheizten Räumen trennen.

    5. Gebäudeklasse

      Gebäudeklasse

      Die Gebäudeklasse (auch Gebäudekategorie, Gebäudeart) ist eine bauordnungsrechtliche Einteilung von Gebäudearten, um dafür jeweils angemessene technische und rechtliche Anforderungen festlegen zu können. Die Gebäudeklassen sind in Deutschland in den Landesbauordnungen geregelt. Gemäß Musterbauordnung unterscheidet man fünf Gebäudeklassen. Außerdem gibt es Sonderbauten.

    6. Gefährdungsbeurteilung

      Gefährdungsbeurteilung

      Begriff aus dem Bereich des Arbeitsschutzes. Die Gefährdungsbeurteilung bedeutet eine systematische Ermittlung und Bewertung aller relevanten Gefährdungen, denen Beschäftigte im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit bezüglich Arbeitsstätten, Arbeitsplätzen, Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten ausgesetzt sind.

    7. Gefahrenanalyse

      Gefahrenanalyse

      (auch Risikobeurteilung) Für die Automation von zum Beispiel Türen und Toren (auch bei Nachrüstungen) ist laut Maschinenrichtlinie im Vorfeld eine Risikobeurteilung zu erstellen. Folgende Schritte sollten hierbei durchgeführt werden: - Ermittlung der Gefahren und den damit verbundenen Gefährdungssituationen und deren Gefährdungspotenzial, - Risikoabschätzung bezüglich Verletzungsschwere und Eintrittswahrscheinlichkeit, - Risikobeurteilung als Grundlage für die Risikominimierung.

    8. Gefügetextur

      Gefügetextur

      Unter Gefügetextur versteht man in der Kristallographie die Gesamtheit der Orientierungen der Kristallite eines vielkristallinen Festkörpers. Aus ihr ergibt sich insbesondere die Anisotropie der mechanischen Verformbarkeit vieler metallischer Werkstoffe.

    9. Gegenschließkante

      Gegenschließkante

      Gegenschließkante ist jede Schließkante, die sich gegenüber einer Hauptschließkante oder einer zweiten Schließkante befindet, wenn der Tür- oder Torflügel die Öffnung schließt.

    10. Geländer

      Geländer

      Geländer (auch Treppengeländer, Steiggeländer, Podestgeländer, Umwehrungen, Brüstungen) sind Schutzeinrichtungen gegen Absturz an Treppenläufen und Treppenpodesten sowie an allen im üblichen Gebrauch zugänglichen absturzgefährdeten Stellen innerhalb und außerhalb von Bauwerken. Geländer müssen nach den Landesbauordnungen die Horizontalkräfte aus dem Personenverkehr aufnehmen können. Die Standsicherheit von Geländern einschließlich des Anschlusses an die Treppenkonstruktion oder das Bauwerk ist durch eine statische Berechnung nachzuweisen.

    11. Geländerfüllung

      Geländerfüllung

      Die Geländerfüllung dient der Schließung oder Verringerung von Geländer- und Brüstungsöffnungen aus sicherheitstechnischen Notwendigkeiten. Für die Geländerfüllung gibt es in den nationalen und regionalen Bauvorschriften beziehungsweise Normen und Sicherheitsregeln eine Reihe unterschiedlicher Vorgaben für die Gestaltung, abhängig vom jeweiligen Sicherheitsniveau, dem Gebäudetyp und der Nutzung des Gebäudes. Die grundsätzlichen Anforderungen an Geländerfüllungen sind in Deutschland in der DIN 18065 geregelt.

    12. Geländerhöhe

      Geländerhöhe

      Die Geländerhöhe ist der vertikale Abstand zwischen der Oberkante des Fertigfußbodens (OFF) und der Oberkante des Geländers. Die OFF ist bei Geländern im Außenbereich üblicherweise der Plattenbelag des Balkons, bei Treppen die Vorderkante der Treppenstufe. Bei Balkonen mit Betonaufkantung wird die Geländerhöhe ab Oberkante der Aufkantung gemessen, wenn diese betretbar ist.

    13. Generalunternehmer (GU)

      Generalunternehmer (GU)

      Der Generalunternehmer (GU) erbringt sämtliche Bauleistungen für die Errichtung eines Bauwerkes. Diese Form des Bauvertrages als ein Typ des Werkvertrages wird als Generalunternehmervertrag bezeichnet.

    14. Gerichtsgutachten

      Gerichtsgutachten

      Ein Gerichtsgutachten (auch Gutachten im Gerichtsauftrag) wird im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten (selbständiges Beweisverfahren oder Hauptsacheverfahren) vor Gerichten erstellt. Die Sachverständigenwahl und Beauftragung erfolgt durch das Gericht. Die Erstellung des Gutachtens erfolgt dabei nach der Aufgabenstellung aus dem Gerichtsbeschluss.

    15. Gewährleistung (oder Mängelhaftung)

      Gewährleistung (oder Mängelhaftung)

      Die Gewährleistung bestimmt Ansprüche und Rechtsfolgen, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags und dem Besteller im Rahmen eines Werkvertrages zustehen, wenn der Verkäufer eine mangelhafte Sache oder der Unternehmer ein mangelhaftes Werk geliefert hat. In der Europäischen Union bestimmen die Richtlinie 1999/44/EG (Verbrauchsgüterkaufrichtlinie) und die Richtlinie 2011/83 (Verbraucherrechte-Richtlinie) Mindeststandards für die Mängelhaftung gegenüber privaten Endverbrauchern.

    16. Gewaltbruch

      Gewaltbruch

      Der duktile Gewaltbruch (auch Verformungsbruch oder Zähbruch) wird wegen seines mikroskopischen Aussehens auch als Wabenbruch bezeichnet. Dieser Bruch tritt erst nach einer größeren plastischen Deformation auf. Eine starke Einschnürung im Bereich der Bruchzone ist für diesen Bruch charakteristisch. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn es sich um einen Restgewaltbruch handelt, da hier nur noch ein sehr kleiner Bereich bezogen auf die gesamte Bruchfläche einer schnellen und stark plastifizierten Verformung ausgesetzt ist. Der duktile Gewaltbruch wird durch hohe Temperatur, einen größtenteils einachsigen Spannungszustand sowie durch weiche Werkstoffe begünstigt.

    17. Glühzunder

      Glühzunder

      Glühzunder entsteht bei der Oxidation der Metalloberfläche mit Sauerstoff oder oxidierenden Säuren. Im Gegensatz zu der umgangssprachlichen Rostbildung, der Sauerstoff und Wasser beteiligt sind, entsteht Zunder nur unter Einwirkung von Sauerstoff bei hohen Temperaturen (Wärmebehandlungsprozesse).

    18. Grenzabweichung

      Grenzabweichung

      Grenzabweichung ist die vertraglich oder durch normative Regelungen festgelegte maximale beziehungsweise minimale Abweichung vom idealen Soll-Zustand (Sollmaß). Maßliche Abweichungen im Rahmen der Grenzabweichungen sind also durch den Vertragspartner hinzunehmende Unregelmäßigkeiten.

    19. Grenzmuster

      Grenzmuster

      In Grenzmustern werden an praktischen Bauteilen die Kriterien festgelegt, nach denen entschieden wird, ob eine Abweichung noch als rein optische Beeinträchtigung akzeptiert werden kann oder ob die Abweichung so groß ist, dass sie einen nicht akzeptablen Fehler darstellt. Um Streitigkeiten vorzubeugen, sollten Grenzmuster Vertragsbestandteil werden.

    20. Grobkornbildung

      Grobkornbildung

      Grobkorn entsteht durch die Auflösung und Zusammenlegung von Korngrenzen mehrerer kleiner Körner. Ein Kornwachstum kann nur erfolgen, wenn keine thermisch stabilen Phasen wie Carbide oder Nitride mehr vorhanden sind. Daher setzt die Grobkornbildung erst bei hohen Temperaturen und langen Glühzeiten ein. Grobkorn ist meist unerwünscht, da es die mechanischen Eigenschaften verschlechtert, insbesondere die Zähigkeit. Nur bei Bauteilen, die lange Zeit bei extrem hohen Betriebstemperaturen eingesetzt werden (zum Beispiel Turbinenschaufeln), verhindert ein Grobkorn die zu schnelle Diffusion von Elementen und verlängert so die Lebensdauer. Grobkörniger Stahl lässt sich zudem sehr gut zerspanen.

    21. Grundreinigung

      Grundreinigung

      Die Grundreinigung (zum Beispiel einer Fassade) wird angewendet, wenn ein Bauteil über Jahre hinweg nicht gereinigt wurde.

  8. H

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    1. Haftvermittler (Primer)

      Haftvermittler (Primer)

      Haftvermittler ist flüssiges Material zur Oberflächenbehandlung der Haftflächen, das vor dem Einbringen des Dichtstoffs/Montage-Klebstoffs aufgebracht wird, um dessen Haftung sicherzustellen.

    2. Halbzeug

      Halbzeug

      Halbzeuge sind im Metallbau gewalzte, gezogene oder durch Strangpressen, Biegen und Kanten hergestellte Fertigprofile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium oder anderen Metallen, die in der Werkstatt des Metallbauers weiterverarbeitet werden.

    3. Handlauf

      Handlauf

      Der Handlauf bildet zumeist den oberen Abschluss eines Geländers. Er dient dem Festhalten von Personen und ist aus gut greifbarem Profil in Geländerlängsrichtung angeordnet. Bei Treppengeländern kann es vorkommen, dass der Handlauf nicht mit der Oberkante des Geländers identisch ist.

    4. Härtemessverfahren

      Härtemessverfahren

      Man unterscheidet statische und dynamische Verfahren zur Härtemessung. Alle beruhen auf dem gleichen Prinzip: Ein Eindringkörper wird stetig mit bestimmter Prüfkraft in den Werkstoff eingedrückt. Die örtliche Verformung, die sich aus dem plastischen und dem elastischen Anteil zusammensetzt, wird gemessen. Zu den statischen Härteprüfverfahren gehören die Härtemessung nach Brinell, Vickers oder Rockwell. Bei den dynamischen Verfahren (Shorehärte- oder Pendelhammer-Methode, Schlaghärteprüfung) wird der Eindringkörper mit einer kinetischen Energie aus einem definierten Abstand in das Prüfteil gestoßen.

    5. Härten

      Härten

      Mit dem Härten wird die Widerstandsfähigkeit von metallischen Oberflächen gegen mechanischen Verschleiß erhöht. Der Prozess des Härtens erfolgt durch eine Wärmehandlung im Temperaturbereich des Austenitisierens und anschließender sehr schneller Abkühlung. Dadurch entstehen die Härtegefüge Martensit und Bainit. Das Härten als Wärmebehandlungsprozess kann daher nur bei umwandlungsfähigen Metallen, wie Stahl, erfolgen.

    6. Härter

      Härter

      Der Härter ist eine Klebstoffkomponente, die die chemische Aushärtung bewirkt. Bei zweikomponentigen Klebstoffen handelt es sich beim Härter in der Regel um die B-Komponente (A-Komponente: Harz).

    7. Hauptschließkante

      Hauptschließkante

      Die Hauptschließkante ist jede Schließkante des Tür- oder Torflügels, die bei normalen Betriebsbedingungen parallel zur Gegenschließkante verläuft. Hauptschließkanten an automatischen Türen und Toren sind in Abhängigkeit von Einsatzort, Steuerungsart und Bedienperson unterschiedlich abzusichern, damit die Nutzer nicht gefährdet werden.

    8. Heftschweißen

      Heftschweißen

      Das Heftschweißen ist eine Art des Schweißens, bei der die Werkstücke in gleichmäßigen Abständen verschweißt (geheftet) werden.

    9. Heißriss

      Heißriss

      Ein Heißriss ist eine Schädigung des Werkstückes durch Schweißen. Der Riss entsteht während der Erstarrung bei Temperaturen, die zwischen der Solidus- und der Liquidustemperatur liegen, und ist damit ein typischer Fehler bei der Schweißnahterstarrung. Heißrisse entstehen in Anwesenheit von niedrigschmelzenden, spröden Substanzen auf den Korngrenzen durch hohe Temperaturen im Verlauf oder nach Beendigung des Schweißprozesses. Basierend auf ihrem Bruchverhalten bei Heißzugversuchen werden Heißrisse auch als „spröde“ verformungslose Werkstofftrennungen im Schweißgut und in der Wärmeeinflusszone des Grundwerkstoffs bezeichnet.

    10. Herstellerqualifikation

      Herstellerqualifikation

      Hersteller bestimmter Bauprodukte und Anwender bestimmter Bauarten müssen einen Nachweis darüber erbringen, dass sie über entsprechend qualifiziertes Personal und betriebliche Einrichtungen verfügen. Für die Herstellung tragender Bauteile aus Stahl und Aluminium erfolgte das durch die sogenannte Herstellerqualifikation (früher: Eignungsnachweis) nach DIN 18800-7. Heute gelten hier die Regelungen der europäischen Normenreihe DIN EN 1090.

    11. Hinterlüftete Fassade

      Hinterlüftete Fassade

      Die hinterlüftete Fassade ist ein mehrschaliger Wandaufbau, bei dem zwischen Bekleidung und Wand beziehungsweise Wärmedämmung eine (zirkulierende) Luftschicht angeordnet ist.

    12. Hinterlüftung

      Hinterlüftung

      Nach DIN 18516-1 setzt sich die Konstruktion der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) aus der Fassadenbekleidung, der Hinterlüftungszone, der Dämmung und der Unterkonstruktion zusammen. Eine funktionierende Hinterlüftung stellt sicher, dass Feuchtigkeit vor sperrenden Bauteilschichten effizient abgeführt wird.

    13. Höherfester Feinkornstahl

      Höherfester Feinkornstahl

      Diese Feinkornstähle sind höherfeste Baustähle mit guter Schweißeignung. Die Festigkeitssteigerung beruht auf einer Ausscheidungshärtung, die mit geringen Legierungszusätzen (mikrolegierte Stähle) hauptsächlich von Vanadium und Niob, aber auch Titan, Bor, Caesium, Zirconium erreicht wird. Zusätzliche Festigkeitssteigerungen sind über ein thermomechanisches Walzen möglich. Es entsteht ein feinkörniges Ferrit-Perlit-Gefüge.

    14. Holmtreppe

      Holmtreppe

      Holmtreppen haben einen oder zwei Holme, auf denen die Stufen aufliegen. Die Holmtreppe wird häufig als aufgesattelte Treppe bezeichnet, da die Trittstufen auf einem Treppenholm (Balken) aufliegen, und nicht zwischen oder in seitlich angeordneten Wangen befestigt sind.

  9. I

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    1. Impulslichtbogen

      Impulslichtbogen

      Der Impulslichtbogen ist ein Lichtbogen, der sich zwischen einem niedrigen Grundstrom und einem hohen Pulsstrom periodisch verändert. Diese Art des MAG-Schweißens ermöglicht auf der Basis eines hohen Impulsstroms eine schnell aufeinanderfolgende, regelmäßige Tropfenablösung, die sehr spritzerarm ist.

    2. Inertgas

      Inertgas

      Als Inertgase bezeichnet man Gase, die sehr reaktionsträge (inert) sind. Sie beteiligen sich kaum an chemischen Reaktionen.

    3. Innentreppe

      Innentreppe

      Innentreppen sind ein Überbegriff für Treppen innerhalb von Gebäuden, im Gegensatz zu Außentreppen.

    4. Innentür

      Innentür

      Als Innentüren werden Verbindungstüren im Gebäudeinneren bezeichnet, die Räume verschiedener Nutzungsart trennen und für den Durchgang öffnen. Es sind meist Drehflügeltüren aber auch Schiebetüren, die im Zuge der Barrierefreiheit auch automatisiert werden können.

    5. Instandhaltung

      Instandhaltung

      Der Begriff Instandhaltung bezeichnet die Pflege und Wartung eines Bauteils, um die Funktion und das Aussehen zu erhalten.

    6. Interkristalline Korrosion

      Interkristalline Korrosion

      Im Gefüge von Metallen kann an den Korngrenzen infolge elektrochemischer Einflüsse Korrosion auftreten. Diese Korrosion bewirkt Kornzerfall und damit eine Verminderung der Festigkeitseigenschaften.

    7. Intervallreinigung

      Intervallreinigung

      Mit Intervallreinigung oder Erhaltungsreinigung (zum Beispiel einer Fassade) wird eine regelmäßige Pflege des Bauteils bezeichnet.

    8. Inverter

      Inverter

      Ein Inverter (Generator-Bauart) ist eine moderne, elektronisch gesteuerte Schweißstromquelle. Damit lässt sich ein optimal geglätteter Gleichstrom erzeugen, der einen weichen Lichtbogen und damit ein nahezu spritzerfreies Schweißen ermöglicht. Inverter arbeiten mit Gleichstrom, wobei der Netzstrom durch Dioden in Gleichstrom verwandelt, elektronisch zerhackt und wieder geglättet wird. So wird eine hohe Übertragungsfrequenz erreicht.

    9. Isolierglas

      Isolierglas

      Mehrscheiben-Isolierglas (auch Wärmedämmverglasung oder Isolierverglasung) ist ein aus mindestens zwei Glasscheiben zusammengesetztes Bauelement. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Hohlraum, der luftdicht verschlossen ist und der Wärmedämmung dient.

    10. Ist-Zustand

      Ist-Zustand

      Der Ist-Zustand einer Leistung ist der tatsächlich vorhandene Zustand mit allen seinen Abmaßen und Leistungsmerkmalen. Wenn eine Leistung begutachtet werden soll, ist der Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand der Leistung zu vergleichen.

  10. K

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    1. Kalt-Fassade

      Kalt-Fassade

      Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden bezeichnet man auch als Kalt-Fassade. Die einzelnen Ebenen der mehrschaligen Bauweise übernehmen spezielle bauphysikalische Aufgaben. Die zwischen den Ebenen zirkulierende Umgebungsluft ist kalt, die Wärmedämmung wird von der dahinter liegenden Dämmebene übernommen.

    2. Kaltriss

      Kaltriss

      Kaltrisse verlaufen meist transkristallin und beruhen oft auf mehreren Ursachen gleichzeitig. Die wichtigsten Ursachen sind die Aufhärtung in der Wärmeeinflusszone (WEZ) beim Schweißen, die Kombination von Eigenspannungen und Lastspannungen und die Wasserstoffversprödung. Die Kaltrissbildung durch eine Aufhärtung beim Schweißen lässt sich durch die Verwendung kohlenstoffarmer Stähle (Kohlenstoff kleiner 0,2 Prozent), einer resultierenden Härte der Schweißnaht beziehungsweise der WEZ unter 350 HV und/oder einer Vorwärmung der Schweißteile verhindern. Auch ein nachträgliches Spannungsarmglühen ist nützlich. Die Wasserstoffversprödung steigt mit zunehmender Festigkeit des Stahls. Martensitische Stähle sind daher eher kaltrissgefährdet als austenitische Stähle. Beim Schweißprozess muss darauf geachtet werden, dass kein zusätzlicher Wasserstoff etwa durch Feuchtigkeit an der Schweißstelle oder in der Umhüllung von Schweißelektroden in das Schweißgut gelangt.

    3. Kaltverformung

      Kaltverformung

      Das ist die plastische Verformung von Metallen unterhalb der Kristallisationstemperatur. Bei tragenden Konstruktionen, die feuerverzinkt werden, muss bei einem Kaltverformungsgrad über zwei Prozent ein Glühen oder eine Verfahrensprüfung erfolgen (DASt 022).

    4. Kaltverzinken

      Kaltverzinken

      Kaltverzinken ist die ursprüngliche Bezeichnung für das Auftragen zinkhaltiger Beschichtungsstoffe. Die Bezeichnung ist heute im Fachgebiet des Verzinkens nicht zulässig.

    5. Kantenschutz (beim Verzinken)

      Kantenschutz (beim Verzinken)

      Beim Verzinken entsteht an Ecken und Kanten des Werkstückes ein gleich dicker oder sogar dickerer Zinküberzug als auf den glatten Flächen des Bauteils. Die von anderen Beschichtungen bekannte Kantenflucht tritt nicht auf. Bauteilkanten und andere Problemzonen der Konstruktion werden beim Feuerverzinken dadurch stets wirksam geschützt.

    6. Karusselltür

      Karusselltür

      Karusselltüren sind Drehtüren mit mehreren Flügeln, die an einem Drehkreuz, das oben und unten gelagert ist, befestigt sind. Nach oben sind diese Türen mit einem Deckenring beziehungsweise einer Deckenscheibe abgeschlossen. Zu den Seiten durch die Trommel. Karusselltüren können mit einem Antrieb versehen werden und übernehmen eine Abdichtungsfunktion gegen Wärmeverlust.

    7. Kehlnaht

      Kehlnaht

      Die Kehlnaht ist eine Nahtform beim Schweißen. Die Naht hat die Form eines Dreiecks. Man unterscheidet Kehlnaht am T-Stoß, Überlappstoß, Eckstoß und Doppelkehlnaht.

    8. Kennlinie

      Kennlinie

      Die Kennlinie gibt das Verhältnis von Spannungs- und Stromstärkenänderungen beim Schweißen wieder.

    9. Kerbschlagbiegeversuch

      Kerbschlagbiegeversuch

      Im Kerbschlagbiegeversuch wird die Kerbschlagzähigkeit bestimmt. Die dynamische Biegung durch die schlagartige Beanspruchung verursacht einen Bruch, oft ohne das bei langsamer Beanspruchung beobachtete Fließen des Werkstoffs. Die Kerbschlagzähigkeit ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs gegen eine schlagartige (dynamische) Beanspruchung.

    10. Klebfläche

      Klebfläche

      Die Klebfläche ist die Fläche, die genutzt wird, um zwei Fügeteile mit Hilfe eines Klebstoffs zu verbinden. Bei einfachen Geometrien ist die Klebefläche das Produkt aus Überlappungslänge und Überlappungsbreite der Fügeteile.

    11. Kohäsionsbruch

      Kohäsionsbruch

      Der Kohäsionsbruch (auch Kohäsionsversagen, Kohäsionsverlust) ist der Bruch durch die Klebschicht. Auf den sich bei der Klebung gegenüberliegenden Bereichen der Fügeteile haftet noch Klebstoff. Der Kohäsionsbruch ist im Regelfall das erwünschte Bruchbild, wenn die theoretische Festigkeit des Klebstoffes erreicht wurde.

    12. Kohlenstoffäquivalent (CEV)

      Kohlenstoffäquivalent (CEV)

      Das Kohlenstoffäquivalent ist ein Maß zur Beurteilung der Schweißeignung von unlegierten und niedriglegierten Stählen. Der Kohlenstoffgehalt und eine Vielzahl anderer Legierungselemente im Stahl beeinflussen sein Verhalten. Zur Beurteilung der Schweißeignung ist deshalb im Kohlenstoffäquivalent der Kohlenstoffgehalt und der gewichtete Anteil der Elemente, die die Schweißeignung des Stahls ähnlich beeinflussen, zu einem Zahlenwert zusammengefasst. Dabei bedeutet ein Kohlenstoffäquivalent kleiner 0,45 Prozent eine gute Schweißeignung. Höhere Werte erfordern – abhängig von der Verarbeitungsdicke – das Vorwärmen des Materials. Ab einem Wert größer 0,65 ist das Werkstück nur mit erhöhtem Aufwand schweißgeeignet, da es durch Martensitbildung zu Kalt- beziehungsweise Härterissen kommen kann.

    13. Kompensator

      Kompensator

      Der Kompensator ist ein flexibles Element zum Ausgleich von Bewegungen in Rohrleitungen, insbesondere bei thermischen Längenänderungen, Vibrationen, Wanddurchführungen oder Setzungserscheinungen. Die Kompensation erfolgt dabei mechanisch über einen elastischen Balg. Abhängig von Medium, Druck, Temperatur und Anforderungen an die Lebensdauer wird der Kompensator aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt.

    14. Kondensat

      Kondensat

      Durch feuchte Luft kann es an einer kalten Oberfläche zur Kondensatbildung kommen. Das Abscheiden des Kondensats hängt ab von der Temperatur und dem Feuchtegehalt der Luft und der Temperatur der kühleren Oberfläche. Die Temperatur, bei der sich Wasserdampf in Flüssigkeit umwandelt, ist die Taupunkttemperatur.

    15. Konformitätserklärung

      Konformitätserklärung

      Der Hersteller bestätigt mit der schriftlichen Konformitätserklärung, dass die zum Nachweis der Konformität vorgeschriebenen Verfahren eingehalten sind und die Konformität des Bauprodukts gegeben ist.

    16. Konstruktionsmaterial

      Konstruktionsmaterial

      Konstruktionsmaterial ist der Werkstoff und das Produkt, das zur Herstellung eines Bauteils eingesetzt wird und das als Teil von diesem verbleibt.

    17. Kontaktkorrosion

      Kontaktkorrosion

      Kontaktkorrosion kann entstehen, wenn unterschiedliche metallische Werkstoffe miteinander Kontakt haben und von einem Elektrolyten benetzt werden. Der weniger edle Werkstoff als Anode wird an der Kontaktstelle angegriffen und geht in Lösung. Der edlere Werkstoff als Kathode wird nicht angegriffen. Kontaktkorrosion kann besonders dann auftreten, wenn die Oberfläche des edleren Werkstoffes im Verhältnis zur Oberfläche des weniger edlen Werkstoffes groß ist.

    18. Körnungsnummer

      Körnungsnummer

      Die Körnungsnummer dient zur Beurteilung und Einstufung von Schleifmitteln in die Kategorien grob, mittel und fein. Mit zunehmender Körnungsnummer verringert sich die Korngröße des Schleifmittels.

    19. Korrosion

      Korrosion

      Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung. Korrosion kann zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines Systems führen. Durch Korrosion kann es aber auch zur Bildung einer Schutzschicht gegen weitere Korrosion am darunterliegenden Werkstoff kommen.

    20. Korrosionsbeständigkeitsklasse

      Korrosionsbeständigkeitsklasse

      Die Korrosionsbeständigkeitsklassen definieren laut allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung die Korrosionsbeständigkeit nichtrostender Stahlsorten. Die verschiedenen Edelstahlgüten sind insgesamt fünf Korrosionsbeständigkeitsklassen von I bis V zugeordnet, nach denen die Werkstoffauswahl für den jeweiligen Einsatzfall erfolgen kann.

    21. Korrosionsschutz

      Korrosionsschutz

      Unter Korrosionsschutz versteht man Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden durch Korrosion auf Metallen. Das Feuerverzinken bietet beispielsweise einen bewährten, dauerhaften und belastbaren Korrosionsschutz für Stahl.

    22. Korrosivitätskategorie

      Korrosivitätskategorie

      Die Korrosivitätskategorien der DIN EN ISO 12944 definieren standardisierte Korrosionsbelastungen. Diese reichen von der Kategorie C1 für unbedeutende Korrosivität bis zur Kategorie C5 für sehr starke Korrosivität.

    23. Kraftmessung (Tore)

      Kraftmessung (Tore)

      Die Kraftmessung gehört zur sicherheitstechnischen Überprüfung von Toren. Unterschieden werden die Kraftmessung bei Neuanlagen oder nach wesentlichen Änderungen und das vereinfachte Kraftmessverfahren für die wiederkehrende Prüfung. Dabei werden mit geeigneten Messgeräten an vorgegebenen Messpunkten die Schließkräfte gemessen. Die sicherheitstechnische Überprüfung einer Toranlage durch einen Sachkundigen beinhaltet allerdings eine qualifizierte Überprüfung aller sicherheitsrelevanten Einrichtungen.

    24. Kreuzungsstoß

      Kreuzungsstoß

      Der Kreuzungsstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem zwei Teile (zum Beispiel Drähte) sich kreuzend übereinander liegen.

    25. Kurzlichtbogen

      Kurzlichtbogen

      Ein Kurzlichtbogen ist ein Lichtbogen im niedrigen Schweißstrombereich mit einem Tropfenübergang im Kurzschluss unter Verwendung von Argon, CO2 und Mischgasen.

  11. L

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    1. Lagenzahl

      Lagenzahl

      Die Lagenzahl ist die Anzahl der Lagen, die bei einer bestimmten Konstruktion geschweißt werden.

    2. Landesbauordnung

      Landesbauordnung

      Die Landesbauordnung ist in jedem der 16 Bundesländer das Landesgesetz mit den Anforderungen, wie gebaut werden soll, damit vorbeugend die öffentliche Sicherheit, die Ordnung, das Leben und die Gesundheit nicht gefährdet werden. Es regelt auch das Baugenehmigungsverfahren. Zur bundeseinheitlichen Angleichung der einzelnen Landesbauordnungen dient die Musterbauordnung, die jedoch selbst keine Gesetzeskraft hat.

    3. Längenausdehnungskoeffizient

      Längenausdehnungskoeffizient

      Der Längenausdehnungskoeffizient α ist die Proportionalitätskonstante zwischen der Temperaturänderung und der relativen Längenänderung eines Festkörpers. Mit ihm wird die relative Längenänderung bei einer Temperaturänderung beschrieben. Dabei handelt es sich um eine stoffspezifische Materialkonstante.

    4. Langlichtbogen

      Langlichtbogen

      Der Langlichtbogen ist ein Lichtbogen mit feinen und grobtropfigen Übergängen bei mittleren Schweißströmen, die teilweise im Kurzschluss übergehen.

    5. Längsschrumpfung

      Längsschrumpfung

      Eine Längsschrumpfung ist eine Bauteilverkürzung in Längsrichtung.

    6. Laserschweißen

      Laserschweißen

      Beim Laserschweißen wird ein Laserstrahl, der über eine entsprechende Optik fokussiert wird, als Wärmequelle eingesetzt.

    7. Leckage

      Leckage

      Unter Leckage versteht man Fehlstellen in der Gebäudeumhüllungsfläche, durch die Luft und Feuchtigkeit ein- oder austreten kann. Das Differenzdruck-Messverfahren (Blower-Door) dient zur Messung der Dichtigkeit von gesamten Gebäuden und zum Auffinden lokaler Leckagen.

    8. Leerlaufspannung

      Leerlaufspannung

      Die Leerlaufspannung wird an den Ausgangsbuchsen des Generators gemessen, wenn der Schaltkreis geöffnet ist, wenn also kein Strom fließt.

    9. Leitereffekt

      Leitereffekt

      In einigen Regelungen ist festgelegt, dass in Bereichen, in denen mit der Anwesenheit von Kindern zu rechnen ist, Gefährdungen durch das Überklettern von Geländern vermieden werden müssen. Dies ist vor allem bei horizontalen oder parallel zum Treppenverlauf laufenden Füllungen möglich. Um die Gefährdung durch den Leitereffekt zu vermeiden, können Geländer im unteren Bereich mit einer geschlossenen Füllung versehen werden oder der Handlauf kann um mindestens 15 Zentimeter nach innen verkröpft werden.

    10. Lichtbogenhandschweißen

      Lichtbogenhandschweißen

      Das Lichtbogenhandschweißen ist eines der gebräuchlichsten Fügeverfahren im Metallbau. Beim Lichtbogenhandschweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer abschmelzenden Elektrode und dem Werkstück. Lichtbogen und Schweißbad werden von der Atmosphäre durch Gase und/oder Schlacken abgeschirmt, die von der Elektrode stammen. Geschweißt wird vorwiegend mit Gleichstrom (Umformer, Gleichrichter). Wechselstrom (Schweißtransformator) ist auch möglich. Die Schweißelektroden, die zum Lichtbogenhandschweißen gebraucht werden, sind umhüllte Stabelektroden.

    11. Lichte Treppendurchgangshöhe

      Lichte Treppendurchgangshöhe

      Die lichte Treppendurchgangshöhe ist das kleinste lotrechte Fertigmaß zwischen einer gedachten, durch die Stufenvorderkanten verlaufenden Fläche und den Unterkanten und/oder -flächen darüber liegender Bauteile. Bei der Durchgangshöhe ist vor allem der Abstand zur Unterkante von darüber liegenden Podesten, Deckenrändern, Balken und Verrohrungen zu beachten. Die DIN 18065 verlangt einheitlich 200 Zentimeter für alle Gebäudearten.

    12. Lichtschranke

      Lichtschranke

      Lichtschranken gehören zu den Sicherheitseinrichtungen an kraftbetätigten Türen oder Toren, die den Schließvorgang unterbrechen, wenn sich Gegenstände oder Personen im Bewegungsbereich des Flügels befinden. Sie bestehen aus einer Lichtstrahlenquelle (dem Sender) und einem Sensor (dem Empfänger) für diese Strahlung. Neben den einfachen Versionen mit nur einem Lichtstrahl gibt es auch sogenannte Lichtgitter oder Lichtvorhänge, die mit mehreren parallelen Lichtstrahlen arbeiten.

    13. Lisene

      Lisene

      Die Lisene (französich „lisière“: Saum, Rand‚ Kante) ist im Bauwesen eine schmale leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand. Lisenen werden in der Architektur zur optischen Gliederung einer Fassade verwendet. Sie dienen nicht nur zur Verzierung von glatten Wänden, sondern auch als Ecklisenen zur Betonung der Gebäudekanten. An technisch relevanten Stellen kommt hier auch der Effekt als Verstärkung des Tragwerks hinzu.

    14. Lochfraß

      Lochfraß

      Auch Lochkorrosion oder Lochfraßkorrosion genannt, bezeichnet kleine Korrosionsstellen beziehungsweise punktförmige Löcher in Oberflächen passivierter Metalle, die sich in der Tiefe erheblich ausweiten. Lochfraßkorrosion bleibt häufig lange unbemerkt.

    15. Lösungsglühen

      Lösungsglühen

      Das Lösungsglühen ist eine Glühbehandlung von metallischen Legierungen, um Ausscheidungen aufzulösen. Bei der Auflösung einer Phase muss die Löslichkeit der Grundmasse für die Elemente vorhanden sein, damit sich ein Mischkristall bilden kann. Ist die Ausscheidung aufgelöst, beendet ein schnelles Abschrecken, meist in Wasser, diesen Vorgang. So werden zum Beispiel nichtrostende, austenitische Stähle bei Temperaturen zwischen 1.050 und 1.150 Grad Celsius nach der Warmumformung oder nach dem Schweißen lösungsgeglüht, um schädliche Chromcarbidausscheidungen aufzulösen, die sonst zur interkristallinen Korrosion führen können.

    16. Löten

      Löten

      Das Löten ist ein Verfahren mit dem zwei Werkstücke dauerhaft miteinander verbunden werden können. Die Verbindung entsteht mit Hilfe eines geschmolzenen Zusatzmaterials (Lot) und meistens unter Verwendung von Flussmitteln.

    17. Luftdichtheit

      Luftdichtheit

      Die Luftdichtheit von Gebäuden ist eine Forderung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Alle wärmeübertragenden Außenflächen sind in den Fugen, Anschlüssen und Durchdringungen luftdicht auszuführen. Die Luftdichtheit wird mit Hilfe des Blower Door Tests geprüft.

    18. Luftdurchlässigkeit

      Luftdurchlässigkeit

      Die Luftdurchlässigkeit gehört wie Wärmeschutz, Schallschutz und statische Beanspruchung zu den wichtigsten Leistungsanforderungen, die an Elemente des Metallbaus wie Fenster, Türen und Fassaden gestellt werden. Die Leistungsanforderungen richten sich nach den Gebäudenutzungen, den Gebäudegeometrien und/oder den örtlichen klimatischen Randbedingungen. Zentrale Mindest-Leistungsanforderungen bezüglich der Luftdurchlässigkeit werden in Deutschland nicht vorgeschrieben. Hier sind vom Bauherrn oder seinem Architekten Vorgaben als Grundlage zur Konstruktionsausführung zu machen. Fenster werden nach DIN EN 12207 bezüglich der Luftdurchlässigkeit in vier Beanspruchungsklassen (eins bis vier) eingeteilt.

    19. Luftfeuchtigkeit

      Luftfeuchtigkeit

      Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Gehalt von Wasserdampf in der Luft. Wie viel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt auch von der Temperatur ab. Bei steigender Temperatur nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf zu. Es wird zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit unterschieden.

    20. Luftgeschwindigkeit

      Luftgeschwindigkeit

      Die Luftgeschwindigkeit ist die relative Geschwindigkeit, mit der sich die Luft bewegt. Luftbewegung in Räumen wird umso stärker wahrgenommen, je kälter die Luft ist und je konstanter sie aus einer Richtung kommt. Die Luftgeschwindigkeit in Räumen darf zur Vermeidung von Zugerscheinungen 0,2 bis 0,3 Meter pro Sekunde nicht überschreiten. Bei Raumtemperaturen oberhalb von 22 Grad Celsius dürfen diese Werte leicht überschritten werden.

    21. Lüftung

      Lüftung

      Unter Lüftung versteht man alle Maßnahmen, die dem Luftaustausch in einem Gebäude dienen. Die Lüftung kann mechanisch (zentrale Klimaanlage, dezentrale Lüftungselemente in einer Gebäudehülle, etc.) oder natürlich durch das Öffnen eines Fensters geschehen. Eine fehlende Möglichkeit zur natürlichen Lüftung wird von Gebäudenutzern oft als unangenehm empfunden.

    22. Luftwechselrate

      Luftwechselrate

      Die Luftwechselrate n kennzeichnet den Luftvolumenstrom zur Belüftung eines Gebäudes oder Raumes bezogen auf das belüftete Volumen. Die Luftwechselrate setzt sich zusammen aus dem Luftwechsel durch Undichtigkeiten, durch freies Fensterlüften und durch den maschinellen Luftwechsel.

  12. M

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    1. Magnetisches Prüfverfahren

      Magnetisches Prüfverfahren

      Magnetische Prüfverfahren gehören zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Hier werden magnetische Felder zur Erkennung von Werkstückfehlern genutzt, die in oder dicht unterhalb der Oberfläche auftreten. Unterschieden werden magnetische Streufluss-Verfahren (Magnetpulverprüfung MT) und induktive Verfahren. Die Magnetpulverprüfung ist nur für ferromagnetische Werkstoffe einsetzbar. Damit können Risse und andere örtliche Werkstofftrennungen in oder dicht unter der Oberfläche direkt sichtbar gemacht werden.

    2. Magnetpulververfahren (MT)

      Magnetpulververfahren (MT)

      Das Magnetpulververfahren ist ein zerstörungsfreies Rissprüfverfahren (ZfP) an ferromagnetischen Werkstoffen.

    3. MAG-Schweißen

      MAG-Schweißen

      Das Metall-Aktivgasschweißen (MAG-Schweißen) ist ein Verfahren des Metall-Schutzgasschweißens (MSG). Hier brennt der Lichtbogen zwischen einer mechanisch transportierten abschmelzenden Elektrode und dem Werkstück. Die Elektrode ist gleichzeitig der Schweißzusatz, der von einer Drahtspule automatisch über eine Drahtfördereinrichtung zugeführt wird. Beim MAG-Schweißen werden Aktivgase verwendet, um unlegierte und niedriglegierte Stähle zu schweißen. Das Verfahren hat einen breiten Anwendungsbereich im Metall- und Stahlbau. Es hat die Ordnungs-Nummer 135.

    4. Makroschliff

      Makroschliff

      Bei metallographischen Untersuchungen werden Proben aufgeschnitten und an der Schnittfläche geschliffen um die Gefügestruktur bewerten zu können. Um Schweißnähte beurteilen zu können, reichen meist Makroschliffe mit einer Vergrößerung von drei bis zehn aus. Soll das Gefüge genauer betrachtet werden, werden Mikroschliffe erstellt, die mit Schleifpapier bis zur Körnung 1.200 geschliffen werden, um danach noch mit Diamantschleifpaste eine absolut glatte Oberfläche zu bekommen. Mikroschliffe werden mit einer Vergrößerung von fünfzig bis 1.000 begutachtet.

    5. Mangel

      Mangel

      Ein Mangel liegt im Kaufrecht dann vor, wenn eine Sache sich für die gewöhnliche Verwendung nicht eignet und die Beschaffenheit fehlt, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten konnte. Bei Werkverträgen liegt ein Sachmangel vor, wenn dem Werk die vereinbarte Beschaffenheit fehlt (§ 633 Abs. 2 Satz 1 BGB). Ist eine Beschaffenheit nicht vereinbart, so besteht ein Sachmangel, wenn das Werk sich nicht für die vertraglich vorausgesetzte Verwendung eignet (§ 633 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 BGB) oder wenn es sich nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet und es keine Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes erwarten kann (§ 633 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 BGB). Zusätzlich liegt ein Mangel nach VOB/B vor, wenn das Werk nicht nach den anerkannten Regeln der Technik erstellt ist. Die Verjährungsfrist der Ansprüche verlängert sich bei arglistig verschwiegenen Mängeln.

    6. Maschinenrichtlinie

      Maschinenrichtlinie

      Die Richtlinie 2006/42/EG des europäischen Parlaments (Maschinenrichtlinie) regelt ein einheitliches Schutzniveau zur Unfallverhütung für Maschinen beim Inverkehrbringen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes. Die Maschinenrichtlinie muss in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland ist dies durch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) und die darauf gestützte Maschinenverordnung (9. ProdSV) erfolgt.

    7. Materialermüdung

      Materialermüdung

      Materialermüdung ist ein langsam voranschreitender Schädigungsprozess in einem Werkstoff unter Umgebungseinflüssen wie wechselnder mechanischer Belastung, wechselnder Temperatur, UV-Strahlung, radioaktiver Strahlung, eventuell unter zusätzlicher Einwirkung eines korrosiven Mediums. Durch Materialermüdung kann auch eine statisch unkritische Belastung im Laufe der Zeit zu einer Funktionsuntüchtigkeit (Ermüdungsrissbildung) oder auch zum Totalausfall (Ermüdungsbruch) eines Bauteils führen.

    8. Mehrfachstoß

      Mehrfachstoß

      Der Mehrfachstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem drei oder mehr Teile unter beliebigem Winkel aneinander stoßen.

    9. Mehrfachunregelmäßigkeit

      Mehrfachunregelmäßigkeit

      Mehrfachunrgelemäßigkeit wird die Kombination mehrerer Schweißfehler genannt. Bei mehreren Unregelmäßigkeiten (Mehrfachunregelmäßigkeiten) ist eine besondere Beurteilung notwendig. Diese erfolgt nach DIN EN ISO 5817.

    10. Metallbaukongress

      Metallbaukongress

      Der Metallbaukongress ist die wichtigste jährliche fachliche Informationsveranstaltung der Metallbauer im deutschen Metallhandwerk. Der Metallbaukongress ist ein Bestandteil des zweizügig durchgeführten Metallkongresses (siehe auch Metallkongress).

    11. Metallbaupraxis

      Metallbaupraxis

      Metallbaupraxis ist ein anderer Begriff für das Fachregelwerk (siehe auch Fachregelwerk).

    12. Metallgestaltung

      Metallgestaltung

      Die Metallgestaltung ist ein wichtiger Bereich des Metallbauerhandwerks. Gestaltung ist die bewusste, verändernde Einflussnahme auf die ästhetische Erscheinung von Produkten, Objekten oder Dingen – die im Bereich der Metallgestaltung aus Metall sind oder zumindest mit Metall kombiniert sind. Dabei geht es in erster Linie um eine angemessene und zeitgemäße Formgebung für die Produkte des Metallhandwerks wie Treppen, Geländer, aber auch Kirchenausstattungen, Möbel und Skulpturen. Der Metallgestalter setzt eine eigenschöpferische Idee mit einer gelungenen Materialauswahl und -kombination und einer qualitätsvollen handwerklichen Ausführung in eine ausgeprägte Gestaltung um.

    13. Metallkongress

      Metallkongress

      Der Metallkongress ist die wichtigste jährliche fachliche Informationsveranstaltung des deutschen Metallhandwerks. Bei dem Kongress liefern hochkarätige Referenten praktisches Wissen für den betrieblichen Alltag, in einer Ausstellung zeigen Zulieferer des Metallhandwerks ihre neuesten Produkte, Technologien und Dienstleistungen und bei der abendlichen Festveranstaltung werden die Sieger des Deutschen Metallbaupreises und des Feinwerkmechanikpreises ausgezeichnet. Der Metallkongress wird mit dem Metallbaukongress und dem Feinwerkmechanikkongress zweizügig für die beiden Berufsgruppen des Metallhandwerks durchgeführt.

    14. Metalltreppe

      Metalltreppe

      Als Metalltreppen werden alle Treppen bezeichnet, deren tragende Teile aus Metall bestehen. Metalltreppen sind meist aus genormten Stahlprofilen, seltener aus Edelstahl, Gusseisen oder Aluminium. Aufgrund der vielfältigen Verarbeitbarkeit und Einsatzmöglichkeiten werden Stahltreppen für ganz unterschiedliche Zwecke eingesetzt, beginnend bei Industrietreppen, über Treppen für den repräsentativen Objektbereich, bis zu Stahltreppen für Wohnungen - oft auch in Kombination mit Holz und Glas.

    15. Meterriss

      Meterriss

      Der Meterriss ist eine Markierung an signifikanten Stellen im Rohbau (oft neben Türöffnungen). Er ist die Referenzhöhe für Installationen, für die Montagehöhe zum Beispiel von Türzargen und die Höhe des Fußbodens. Charakteristisch für Erdgeschosse ist die Angabe „OFF= +1.000 mm“. Die Markierung ist damit also genau ein Meter über der späteren Oberkante des Fertigfußbodens (OFF). Sind planerische Höhen stockwerkübergreifend zu berücksichtigen, werden in jedem Stockwerk Meterrisse angebracht.

    16. MIG-Schweißen

      MIG-Schweißen

      Das MIG-Schweißen ist ein (Metall-Inert-Gas)-Verfahren, bei dem der Lichtbogen zwischen der kontinuierlich zugeführten Drahtelektrode und dem Werkstück in Schutzgasatmosphäre (Argon) brennt. Der wassergekühlte Brenner wird von Hand geführt oder durch eine mechanisch gesteuerte Vorrichtung bewegt. Das MUIG-Schweißen eignet sich für legierte und niedrig legierte Stähle bei hoher Schweißleistung.

    17. Mindestschichtdicke (beim Verzinken)

      Mindestschichtdicke (beim Verzinken)

      Die Mindestschichtdicke ist die geforderte Schichtdicke, die von keiner örtlichen Schichtdicke unterschritten werden darf. Die örtliche Mindestschichtdicke und die durchschnittliche Mindestschichtdicke des Zinküberzugs für Stahl- und Gussteile, in Abhängigkeit von der Bauteildicke sind in der DIN EN ISO 1461 festgelegt.

    18. MMA

      MMA

      MMA (manual metal arc) steht für das Eletrodenschweißen. Diese Schweißtechnik bedient sich des Lichtbogens als Wärmequelle. Er wird zwischen Mantelelektrode und Werkstück gezündet. Die frei werdende Wärme schmilzt rasch sowohl das Grundmaterial als auch die Elektrode (Zusatzwerkstoff) auf.

    19. Musterbauordnung

      Musterbauordnung

      Die Musterbauordnung (MBO) ist Hauptbestandteil des deutschen Bauordnungsrechts. Sie regelt die Anforderungen, die bei Bauvorhaben zu beachten sind. Die Musterbauordnung wird im jeweiligen Bundesland in der Landesbauordnung (LBO) umgesetzt, da die Kompetenz für das Bauordnungsrecht bei den deutschen Bundesländern liegt.

    20. Musterreinigung

      Musterreinigung

      Die Musterreinigung (einer Fassade) wird an einem oder mehreren für die Verschmutzung repräsentativen Flächenbereichen ausgeführt. Mit der Musterreinigung werden die einzelnen Reinigungsmaßnahmen und Arbeitsschritte zum Erzielen des gewünschten Ergebnisses festgelegt.

  13. N

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    1. Nahtüberhöhung

      Nahtüberhöhung

      Die Nahtüberhöhung ist eine Unregelmäßigkeit beim Schweißen, die durch zu viel Zusatzwerkstoff oder zu kleine Schweißgeschwindigkeit hervorgerufen wird. In der DIN EN ISO 5817 werden die Unregelmäßigkeiten beschrieben und verschiedenen Bewertungsgruppen zugeordnet. Nahtüberhöhungen werden im Regelfall mechanisch (Fräsen, Schleifen usw.) abgearbeitet.

    2. Nassbeschichtung

      Nassbeschichtung

      Die Nassbeschichtung ist das Beschichten von Bauteilen mit flüssigen (lösemittelhaltigen oder lösemittelfreien) Beschichtungsstoffen.

    3. Natron

      Natron

      Natron ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Natriumbikarbonat und nicht zu verwechseln mit der Natronlauge (siehe Ätznatron). Häufig ist es Bestandteil von Backpulver. Natron kann im Handel als feines, weißes Pulver frei erworben werden und muss in Wasser gelöst werden.

    4. Natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät (NRWG)

      Natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät (NRWG)

      Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) leiten im Brandfall heiße Rauchgase ab, um einen rauchfreien Bereich in Bodennähe und auf Fluchtwegen sicherzustellen. Der Begriff „natürlich“ wird dann ergänzt, wenn die verwendete RWA-Anlage ohne zusätzlichen Lüftungsantrieb arbeitet.

    5. Nebenschließkante

      Nebenschließkante

      Die Nebenschließkante ist die Schließkante des Tür- oder Torflügels, die nicht die Hauptschließkante ist.

    6. Norm

      Norm

      In Normen werden zum Beispiel Anforderungen an Produkte definiert. Normen sind Empfehlungen, die keine rechtliche Wirksamkeit besitzen. Jedoch wird bei der Einhaltung von Normen vermutet, dass der Hersteller alles berücksichtigt hat, um ein Produkt sicher zu gestalten und in Verkehr zu bringen.

    7. Normalglühen

      Normalglühen

      Normalglühen (oder auch Normalisieren) erfolgt in einem Temperaturbereich mit Gefügeveränderungen. Ziel ist die Feinkörnigkeit eines Werkstoffes zu erzeugen. Nach dem Aufheizen in den Austenitisierungsbereich erfolgt die langsame Abkühlung an ruhender Luft.

    8. Notwendige Treppe

      Notwendige Treppe

      Die notwendige Treppe ist ein bauordnungsrechtlicher Begriff für eine Treppe, die nach behördlichen Vorschriften (zum Beispiel Bauordnungen der Länder) als Teil des Rettungsweges vorhanden sein muss. Im Unterschied zur notwendigen Treppe ist die nicht notwendige Treppe eine zusätzliche Treppe, die gegebenenfalls auch der Hauptnutzung dient. Diese Unterscheidung ist im Zusammenhang mit den Anforderungen an die Treppenmaße wichtig.

    9. Nutzbare Treppenlaufbreite

      Nutzbare Treppenlaufbreite

      Die nutzbare Treppenlaufbreite ist im Unterschied zur Treppenlaufbreite nicht die gesamte Konstruktionsbreite eines Treppenlaufes, sondern die für die Benutzung maßgebliche Breite. Nach DIN 18065 ist die nutzbare Laufbreite das lichte Fertigmaß (gemessen in gebrauchsfertigem Zustand) waagerecht gemessen zwischen begrenzenden Oberflächen, Bauteilen und/oder Handlaufinnenkanten beziehungsweise deren Projektionen.

    10. Nutzlast

      Nutzlast

      Die Nutzlast (früher auch Verkehrslast) bezeichnet veränderliche oder bewegliche Einwirkungen auf Bauten oder Bauteile durch Personen, Möbel, lagernde Güter usw. und dient der statischen Berechnung von tragenden Konstruktionen.

    11. Nutzungssicherheit

      Nutzungssicherheit

      Die Nutzungssicherheit ist eine grundlegende Anforderung nach der europäischen Maschinenrichtlinie und der europäischen Bauproduktenverordnung. Die pauschalen Anforderungen werden zum Beispiel mit der DIN EN 12453 für kraftbetätigte Tore spezifiziert.

  14. O

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    1. Obentürschließer

      Obentürschließer

      Türschließer bewirken das sichere und selbsttätige Schließen einer Tür. Die häufigste Montageart eines Obentürschließers ist die auf dem Türblatt. Der Türschließerarm wird bei dieser Montageart auf der Zarge befestigt. Als Armsysteme werden meist Scheren- und Gleitschienengestänge verwendet.

    2. Oberflächenfehler

      Oberflächenfehler

      In der DIN 4760 werden für Gestaltabweichungen technischer Oberflächen sechs unterschiedliche Grade definiert. Weicht die tatsächliche Oberflächenbeschaffenheit von der geforderten Oberflächenbeschaffenheit ab, so liegt ein Fehler vor. Gestaltabweichungen erster bis vierter Ordnung sind meist an der Oberfläche des Werkstücks erkennbar und werden deshalb auch als Oberflächenfehler bezeichnet. An tragenden Konstruktionen, die feuerverzinkt werden, müssen die Oberflächen frei von rissähnlichen Fehlern (Oberflächenfehlern) sein (DASt 022 und DIN EN ISO 10163).

    3. Oberflächenspannung

      Oberflächenspannung

      An der Oberfläche von Flüssigkeiten auftretende physikalische Erscheinung, die aufgrund der Kohäsionskräfte innerhalb der Flüssigkeit bewirkt, dass deren Oberfläche möglichst klein wird. Die Oberfläche verhält sich dabei wie eine gespannte, scheinbar elastische Haut.

    4. Obergurt

      Obergurt

      Der Obergurt ist der parallel zum Handlauf verlaufende obere Geländerteil zur Aufnahme von Füllstäben und Staketen.

    5. Öffnungsbegrenzer

      Öffnungsbegrenzer

      Öffnungsbegrenzer sind Beschlagteile für Fenster und Fenstertüren, die die Begrenzung des Öffnungswinkels eines Fensterflügels bis zu einer vorgegebenen Öffnungsposition sicherstellen. Die Anforderungen sind in der DIN EN 13126-5 festgelegt. Grundsätzlich kann zwischen einfachen Öffnungsbegrenzern zur Feststellung und solchen mit Anforderungen an die Sicherheit von Kindern unterschieden werden. Hier darf die maximale Öffnung des Fensters 89 Millimeter nicht überschreiten.

    6. Öffnungsdämpfung

      Öffnungsdämpfung

      Mit der Öffnungsdämpfung kann die Tür im Bereich des gewünschten Endanschlages in Öffnungsrichtung gebremst werden. So schlägt die Tür nicht ungebremst in den Endanschlag.

    7. Ortstermin

      Ortstermin

      Mit dem Rechtsbegriff Ortstermin (auch Lokaltermin) wird ein Gerichtsverhandlungstermin bezeichnet, der außerhalb der eigentlichen Gerichtsstelle stattfindet. Umgangssprachlich wird auch der Termin des Sachverständigen zur Inaugenscheinnahme des Streitobjektes als Ortstermin bezeichnet.

  15. P

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    1. Paneel

      Paneel

      Im allgemeinen Sinn werden heute viele großflächige Verkleidungsplatten als Paneele bezeichnet, auch solche aus nichthölzernen Werkstoffen wie beschichtetes Stahlblech. Eine besondere Form ist das Sandwich-Paneel, das aus mehreren Schichten unterschiedlichen Materials besteht. Größere Solarmodule zum Beispiel für Hausdächer werden auch als Solarpaneel bezeichnet.

    2. Panikbeschlag

      Panikbeschlag

      Panikbeschläge werden an Flucht- beziehungsweise Brandschutztüren eingesetzt, um im Ernstfall mit einer einfachen Betätigung eine geschlossene Tür in Fluchtrichtung zu öffnen. Panikbeschläge bestehen aus Schloss, Zylinder und Griff. Normativ sind die Beschläge in der DIN EN 1125 geregelt.

    3. Panikfunktion

      Panikfunktion

      Bei Paniksituationen muss ein einfaches und zügiges Flüchten größerer Menschenmengen aus Gebäuden möglich sein. Verschlossene Türen sind hierbei unüberwindbare Barrieren. Deshalb gibt es für die unterschiedlichen Gegebenheiten sogenannte Panikfunktionen bei Einsteckschlössern, die eine sichere Flucht ermöglichen.

    4. Parallelstoß

      Parallelstoß

      Der Parallelstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem die Teile parallel aufeinander liegen, zum Beispiel beim Sprengplattieren.

    5. Passiver Korrosionsschutz

      Passiver Korrosionsschutz

      Passiver Korrosionsschutz umfasst alle Maßnahmen, die eine gegen korrosive Medien abschirmende Wirkung erzielen. Dies erreicht man unter anderem durch einen geeigneten Überzug oder Beschichtung des Werkstoffes sowie konstruktive Maßnahmen (zum Beispiel Vermeidung von Wasseransammlungen, Überdachungen usw.). Eine Feuerverzinkung bietet sowohl einen passiven als auch einen aktiven Korrosionsschutz.

    6. Passivieren

      Passivieren

      Das Passivieren ist die Bildung einer die Oberfläche schützenden Oxidschicht bei nichtrostendem Stahl durch die Wirkung einer milden anorganischen Säure.

    7. Passungsrost

      Passungsrost

      Als Passungsrost bezeichnet man im Maschinenbau eine Verschleißerscheinung, die auf Reibkorrosion und Tribooxidation zurückzuführen ist. Die Ursache für Passungsrost sind Mikrogleitbewegungen im hochbelasteten Kontakt zweier Bauteile, die häufig bei zu geringem Übermaß auftreten. Passungsrost wird zudem durch Mangelschmierung begünstigt. Außerdem trägt Schwingungsbeanspruchung stark zur Bildung von Passungsrost bei. Dementsprechend stoppt die tribochemische Reaktion, die zur Bildung von Passungsrost führt, sofort, wenn die Schwingungszufuhr unterbrochen wird.

    8. Perlit

      Perlit

      Ist die Gefügebezeichnung für ein Kristallgemisch aus plattenförmig nebeneinander angeordneten Ferrit- und Zementitkristallen. Perlit entsteht nach dem Eisen-Kohlenstoff-Diagramm in untereutektoiden Stählen durch den Zerfall des Austenits bei Abkühlung unter 723 Grad Celsius. Übereutektoide Stähle weisen nach der Abkühlung ein Gefüge aus Perlit mit zusätzlichem Sekundärzementit auf den Korngrenzen auf. Für die mechanischen Eigenschaften unlegierter Stähle ist nicht nur das Verhältnis Ferrit zu Perlit sowie die Korngröße maßgebend, auch der Abstand der Zementitlamellen im Perlit spielt eine wichtige Rolle.

    9. Persönliche Schutzausrüstung

      Persönliche Schutzausrüstung

      Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird bei gefährlichen Arbeiten und Tätigkeiten eingesetzt, um Verletzungen zu vermeiden. Die PSA eines Schweißers hängt stark vom eingesetzten Schweißverfahren ab.

    10. Pfosten (bei Geländern)

      Pfosten (bei Geländern)

      Der Pfosten ist das senkrechte Bauteil eines Geländers, an dem üblicherweise alle anderen Geländerteile befestigt werden. Der Pfosten hat die Aufgabe, alle am Geländer angreifenden Kräfte und Belastungen in den Baukörper einzuleiten.

    11. Pfosten (bei Pfosten-Riegel-Konstruktionen)

      Pfosten (bei Pfosten-Riegel-Konstruktionen)

      Der Pfosten ist das vertikale Funktionselement einer Pfosten-Riegel-Fassade. Er übernimmt statische und architektonische Aufgaben. In der Regel besteht er aus einem Metallprofil mit Dichtungsmaterialien zur Halterung der Glaselemente.

    12. Pfosten-Riegel-Fassade

      Pfosten-Riegel-Fassade

      Eine Pfosten-Riegel-Fassade besteht aus vertikalen Pfosten und horizontalen Riegeln. Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten Konstruktionsarten für Fassaden. Pfosten und Riegel aus Metallprofilen halten im Verbund aus Press- und Deckleiste die in sie eingebetteten Glaselemente. Pfosten-Riegel-Fassaden werden in der Regel erst auf der Baustelle aus den Einzelkomponenten zusammengesetzt.

    13. Phosphatieren

      Phosphatieren

      Nasschemisches Verfahren zur Oberflächenvorbehandlung, wobei Bauteile/Fügeteile mit Phosphatverbindungen beschichtet werden. Ein Beispiel ist das Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht aus Eisenphosphat auf einer Stahloberfläche.

    14. pH-Wert

      pH-Wert

      Der pH-Wert ist ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Der pH-Wert ist definiert als der negative dekadische (Zehnerlogarithmus) der Wasserstoffionen-Aktivität. Der pH-Wert ist ein Maß der Menge an Säuren und Basen in einer Lösung. In den meisten wässrigen Lösungen liegen die pH-Werte (dimensionslos) zwischen 0 (stark sauer) und 14 (stark alkalisch).

    15. Pilgerschritt

      Pilgerschritt

      Der Pilgerschritt ist eine Schweißfolge in kleinen Schritten, insbesondere an großen dünnwandigen Bauteilen zur Verminderung von Schrumpfspannungen und Verformungen.

    16. Plasmaschneiden

      Plasmaschneiden

      Beim Plasmaschneiden wird ein heißes Gas eingesetzt, das hoch ionisiert ist. Ein eingeschnürter Lichtbogen brennt zwischen einer Elektrode und dem Werkstück und schmilzt den Grundwerkstoff gezielt auf.

    17. Plasmaschweißen

      Plasmaschweißen

      Beim Plasmaschweißen dient ein Plasmastrahl als Wärmequelle. Das Plasma besteht aus einem durch einen Lichtbogen hocherhitzten elektrisch leitenden Gas.

    18. Plastisch

      Plastisch

      Eigenschaft eines Dichtstoffs, sich nach einer Verformung nicht oder nur in geringem Maße zurück zu verformen.

    19. Podest

      Podest

      Podest ist ein Kurzbegriff und Überbegriff für unterschiedliche Treppenpodeste je nach Zweck und Lage. Ein Podest ist ein Absatz vor, nach oder innerhalb eines Treppenlaufes und kann sowohl Teil der Treppenkonstruktion als auch der Bauwerksdecke sein. Zwischenpodeste müssen bei Gebäudetreppen nach höchstens 18 Steigungen angeordnet werden.

    20. Podesttreppe

      Podesttreppe

      Podesttreppen sind alle Treppenarten, die ein Zwischenpodest haben, mit vorzugsweise geraden Laufteilen. Die DIN 18065 unterscheidet unter anderem folgende Podesttreppen: - zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest, - zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest (abgewinkelte Podesttreppe), - zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest (gegenläufige Podesttreppe), - dreiläufige zweimal gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest, - dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest, - zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest (Bogentreppe). In der Baupraxis sind die gegenläufigen Podesttreppen vorherrschend, auch für Wohnbauten mit versetzten Geschossebenen.

    21. Polieren

      Polieren

      Polieren ist ein Feinbearbeitungsverfahren, bei dem Oberflächen geglättet werden. Dies geschieht durch sehr geringen Werkstoffabtrag, durch Einebnung der Oberfläche, durch plastische Verformung der Oberflächenspitzen und durch das Verfüllen von Oberflächenunebenheiten mit dem Poliermittel.

    22. Poliermittel

      Poliermittel

      Poliermittel sind Hartstoffe für die Feinbearbeitung von Oberflächen, die bis zu einer sehr geringen Korngröße gemahlen werden. Oftmals werden die gleichen Hartstoffe verwendet wie bei den Schleifmitteln. Poliermittel liegen in gebundener Form von Pasten, Steinen oder Tüchern vor.

    23. Pore

      Pore

      Poren gehören zu den Schweißnahtfehlern. Die Hohlräume können durch Gaseinschlüsse entstehen. Kugelförmige Hohlräume werden Poren genannt, die im erstarrten Schweißgut gleichmäßig verteilt sein können oder als Porenzellen oder Porennester auftreten können. Hohlräume treten auch als Gaskanal parallel zur Schweißnahtachse auf. Erreicht der Hohlraum im Augenblick der Erstarrung die Nahtoberfläche, spricht man von Oberflächenporen. Einen Hohlraum, der durch Materialschrumpfung beim Erstarren des Schweißgutes entsteht, nennt man Lunker.

    24. Pressschweißen

      Pressschweißen

      Beim Pressschweißen werden die zu verschweißenden Werkstücke bis kurz unterhalb der Schmelztemperatur erwärmt und anschließend unter Druck durch Pressen miteinander verbunden.

    25. Primer (beim Kleben)

      Primer (beim Kleben)

      Primer ist eine Flüssigkeit für die Oberflächenvorbehandlung, die verwendet wird, um die Benetzung und die Adhäsion des Klebstoffs auf dem Untergrund zu verbessern.

    26. Privatgutachten

      Privatgutachten

      Als Privatgutachten bezeichnet man die Art von Gutachten, die außerhalb eines Gerichtsverfahrens für private Auftraggeber erstellt werden. Jedem Interessenten steht es frei, in einem Streitfall, zu dessen Lösung es einen Sachverständigen bedarf, diesen zu beauftragen. Die Bedeutung eines Privatgutachtens in einem Gerichtsverfahren ist jedoch beschränkt, da der Sachverständige nur von einer Partei beauftragt wurde und aus diesem Grund ein eventuell vom Gericht angeordnetes Sachverständigengutachten nicht ersetzt.

    27. Produkthaftung

      Produkthaftung

      Der Hersteller oder Händler muss laut Produkthaftungsgesetz für die Gefahren einstehen, die ein von ihm in den Verkehr gebrachtes Erzeugnis für Personen und Sachen wegen mangelnder Sicherheit birgt. Eine Haftung ist unter anderem dann ausgeschlossen, wenn der Geschädigte Warnhinweise ignoriert hat oder das Produkt streng nach geltenden Rechtsvorschriften gefertigt wurde.

    28. Prüfbescheinigung

      Prüfbescheinigung

      Die Prüfbescheinigung ist der Nachweis über die Beschaffenheit metallischer Erzeugnisse vom Hersteller gemäß DIN EN 10204.

    29. Prüfbuch

      Prüfbuch

      Bei kraftbetätigten Toren und Türen ist dem Betreiber ein Prüfbuch nach DIN EN 12635 beziehungsweise DGUV Grundsatz 308-006 zu übergeben. Im Prüfbuch ist folgendes enthalten: - Grundlagen für die Prüfung und Wartung von kraftbetätigten Toren, - Daten der Anlage, - Abnahme-/Übergabeprotokoll zur Inbetriebnahme der Anlage, - Prüfnachweise.

    30. Puddelstahl

      Puddelstahl

      Puddelstahl ist Altstahl, der in der Regel etwa zwischen 1850 und 1955 nach dem Puddelverfahren hergestellt wurde. Der Stahl zeichnet sich durch innere Schlackenzeilen und eine stark eingeschränkte Schweißeignung aus.

    31. Pulverbeschichtung

      Pulverbeschichtung

      Die Pulverbeschichtung oder Pulverlackierung ist ein Verfahren, bei dem ein elektrisch leitfähiger Werkstoff wie beispielsweise Metall mittels pulverförmigem Lack beschichtet wird. Bei der Herstellung werden die Pulverlacksysteme elektrostatisch auf die Profile, Elemente und Bleche gespritzt und anschließend durch Erwärmung auf 160 bis 240 Grad Celsius ausgehärtet.

    32. Punktgehaltene Verglasung

      Punktgehaltene Verglasung

      Bei punktgehaltenen Verglasungen sind die Glasscheiben mit Tellerhaltern durch Bohrungen innerhalb der Glasfläche oder mit Klemmhaltern am Rand oder an den Ecken befestigt. Die Befestigungselemente sind meist aus Edelstahl rostfrei. Wichtig ist die zwängungsfreie Lagerung der Scheiben. Punktgehaltene Verglasungen sind in der DIN 18008-3 geregelt.

    33. Punktschweißen

      Punktschweißen

      Punktschweißen ist ein elektrisches Widerstandsschweißen zum punktweisen Verbinden von Werkstücken (zum Beispiel Drähte für Betonstahlmatten). Die Fügeteile werden im Überlappstoß zwischen stromführende Elektrodenspitzen geklemmt und nach Erwärmen durch Druck verbunden. Hauptanwendungsgebiete sind der Karosseriebau, Stahlleichtbau, Behälterbau, die Geräte- und Blechwarenindustrie sowie die Betonstahlmattenfertigung. Das Punktschweißen im Belchbereich wird nur für Bleche bis drei Millimeter Dicke verwendet. Für den Abstand der Punkte bei Stahl rechnet man mit ungefähr vier- bis fünfmal Linsendurchmesser als minimalen Punktabstand.

  16. Q

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    1. Querlast (bei Dübeln)

      Querlast (bei Dübeln)

      Die Querlast ist die Last, deren Richtung quer zur Dübelachse verläuft. Die Querlast verursacht eine Abscherbeanspruchung des Dübels.

    2. Querschrumpfung

      Querschrumpfung

      Die Querschrumpfung entsteht beim Abkühlen quer zur Schweißnaht.

  17. R

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    1. Randabstand (bei Dübeln)

      Randabstand (bei Dübeln)

      Der Randabstand ist der Abstand von Dübeln bis zum Rand des Bauteils in dem befestigt wird. Je nach Dübelart muss ein Mindestabstand des Dübels von der Kante eingehalten werden, damit nicht bereits beim Setzen und Verspreizen des Dübels die Kante ausbricht. Der Mindestabstand von der Kante beträgt je nach Dübelart das 0,5- bis 3,5-fache der Verankerungstiefe.

    2. Randverbund

      Randverbund

      Der Randverbund ist ein Bestandteil einer Isolierverglasung, bei der die Scheiben im Randbereich mit einem speziellen Abstandhalter und Kleb- beziehungsweise Dichtstoffen zusammengefügt werden. Die Abstandhalter bestehen meist aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff.

    3. Rasterelektronenmikroskop

      Rasterelektronenmikroskop

      Rasterelektronenmikroskop (REM) ist ein Elektronenmikroskop, bei dem ein Elektronenstrahl in einem bestimmten Muster über das vergrößert abzubildende Objekt geführt (gerastert) wird. Die Wechselwirkungen der Elektronen mit dem Objekt werden zur Erzeugung eines Bildes des Objekts genutzt. Mit dem Rasterelektronenmikroskop werden Abbildungen von Objektoberflächen mit hoher Schärfentiefe erzeugt.

    4. Rauchabzugsanlage

      Rauchabzugsanlage

      Klappen und Fenster, die dazu bestimmt sind, im Brandfall Rauch abzuführen. Dadurch sollen die Rettung von Personen und die Brandbekämpfung erleichtert werden.

    5. Rauchmelder

      Rauchmelder

      Als Rauchmelder werden technische Geräte oder Anlagen zum Auslösen eines Alarms im Falle des Auftretens von Rauch in Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder Industrieanlagen bezeichnet. Rauchmelder verwenden verschiedene physikalische Effekte zur Erkennung von Brandrauch. Die zurzeit gängigsten Rauchmelder sind die optischen beziehungsweise photoelektrischen.

    6. Rauchschutztür

      Rauchschutztür

      Rauchschutztüren sind Türen, die selbstschließend wirken und dazu bestimmt sind, im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch zu behindern.

    7. Raumspartreppe

      Raumspartreppe

      Die Raumspartreppe ist ein häufig verwendeter Begriff für ganz unterschiedliche Treppenarten, deren Grundriss wenig Platz verbraucht. Bei Raumspartreppen muss man unterscheiden zwischen den als Wohnhaustreppen erlaubten Bauweisen, und den nur für Dachböden zulässigen Konstruktionen. Es gibt einerseits raumsparende Treppen, deren Laufbreite, Auftritt und Steigung dem geltenden Baugesetz entsprechen und damit unter den baurechtlichen Begriff von Treppen fallen, und Spartreppen, die noch steiler und schmaler sind, baurechtlich als Leiter- oder Einschub- oder Steiltreppen bezeichnet werden, und lediglich als Ersatz für Bodentreppen verwendet werden dürfen.

    8. Reibschluss

      Reibschluss

      Reibschluss ist ein Wirkprinzip der Dübelbefestigung. Beim Reibschluss wird das Spreizteil des Dübels an die Bohrlochwandung gepresst. Die äußeren Zuglasten werden durch Reibung gehalten.

    9. Reibschweißen

      Reibschweißen

      Beim Reibschweißen werden zwei Werkstücke gleichzeitig gedreht und aufeinander zu bewegt. Durch die Reibungswärme und den Druck verschmelzen die Reibflächen.

    10. Rekuperativer Wärmeübertrager

      Rekuperativer Wärmeübertrager

      Der Wärmeübertrager (auch Wärmetauscher) ist ein Apparat, der thermische Energie von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt. Rekuperative Wärmeübertrager zeichnen sich durch die indirekte Wärmeübertragung aus. Hier sind die Stoffströme räumlich durch eine wärmedurchlässige Wand getrennt. Rekuperatoren sind zum Beispiel Heizkörper und Wärmetauscher.

    11. Resttragfähigkeit

      Resttragfähigkeit

      Unter Resttragfähigkeit versteht man den Widerstand gegen vollständiges Versagen eines teilweise zerstörten Systems. Im Glasbau wird dieser Begriff insbesondere im Zusammenhang mit dem Tragverhalten von VSG/VG-Scheiben verwendet, bei denen bereits eine oder mehrere Scheiben zerstört wurden. Ein Nachweis der Resttragfähigkeit muss immer auf das jeweilige Bauteil und die dort gewünschten Sicherheitsanforderungen abgestimmt werden.

    12. Rettungsweg

      Rettungsweg

      Der Rettungsweg dient der Flucht von Menschen im Gefahrenfall aus Gebäuden und ist gleichzeitig Angriffsweg bei Brandbekämpfungs- und Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr. Die Landesbauordnungen stellen an Rettungswege besondere Anforderungen bezüglich der Lage, Anzahl, Beleuchtung und in brandschutztechnischer Hinsicht.

    13. Richten

      Richten

      Werden Bleche, Rohre oder Profile, die sich nach einer außergewöhnlichen Belastung verformt haben, wieder in ihre Ausgangsform gebracht, spricht man vom Richten. Voraussetzung ist, dass die zu richtenden Teile aus einem Werkstoff bestehen, der sich im kalten (Kaltrichten: Richten durch mechanische Einwirkung) oder im warmen (Warmrichten oder Flammrichten: Richten durch Wärmeeinwirkung) Zustand umformen lässt.

    14. Richtlinie

      Richtlinie

      Die Richtlinie ist eine Verwaltungsvorschrift, die das Handeln der Verwaltung näher bestimmen soll. Sie regelt die Beschaffenheit zum Beispiel von Einrichtungen, Arbeitsverfahren, Arbeitsstoffen für die es noch keine anderen Vorschriften gibt.

    15. Riegel

      Riegel

      Der Riegel ist das horizontale Funktionselement einer Pfosten-Riegel-Fassade. Er übernimmt statische und architektonische Aufgaben. In der Regel besteht er aus einem Metallprofil mit Dichtungsmaterialien zur Halterung der Glaselemente.

    16. Rissprüfung

      Rissprüfung

      Die Rissprüfung von Werkstoffen und fertigen Bauteilen gehört zu den so genannten zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP). Diese Prüfungen sind dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück durch die Prüfung in der späteren Verwendung nicht beeinträchtigt wird. In aller Regel sind die hierbei ermittelten Fehler nicht durch eine normale Sichtprüfung festzustellen.

    17. Rundnahtschweißen

      Rundnahtschweißen

      Das Rundnahtschweißen gehört zur Gattung des Elektroschlackeschweißen, das normalerweise in senkrechter Position steigend ausgeführt wird. Das Zusammenschweißen zweier Rohranschlüsse, die Herstellung in sich geschlossener Rundnähte ist möglich. In einem trichterförmigen Ansatz wird der Nahtanfang nach innen und das Nahtende nach außen gezogen. Nach Beendigung des Schweißens müssen diese Ansätze entfernt werden.

    18. Rutschfestigkeit

      Rutschfestigkeit

      Die Rutschfestigkeit von Fußbodenoberflächen ist in arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften etwas genauer formuliert, zum Beispiel in der DGUV Regel 108-003 der Berufsgenossenschaft, welche für Arbeitsbereiche mit besonderer Rutschgefahr festgelegt wurde. Die Einteilung der Rutschfestigkeit wird in fünf Bewertungsgruppen (R 9 bis R 13) vorgenommen, wobei die Gruppe R 9 den geringsten, die Gruppe R 13 den höchsten Anspruch an die Rauheit des Belags darstellt.

  18. S

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    1. Sandwichelement

      Sandwichelement

      Sandwichelemente sind industriell vorgefertigte Fassadenelemente, die vor allem in Gewerbegebäuden als einschalige Wandkonstruktion eingesetzt werden. Sie bestehen aus Deckschalen verschiedener Materialien und einem Kern aus einem Dämmstoff. Die Deckschalen sind je nach Anwendung und Material profiliert, trapezförmig oder glatt. Sandwichelemente werden häufig auch als Verbundelement, Dämmpaneel, Isolierpaneel oder Metallpaneel bezeichnet.

    2. Schadensfolgeklasse

      Schadensfolgeklasse

      Die Schadensfolgeklassen CC 1; CC 2; CC 3 beschreiben die Folgen eines Bauteilversagens in drei Klassen nach DIN EN 1993-1-1. Sie bestimmen die Ausführungsklassen mit.

    3. Schaeffler-Diagramm

      Schaeffler-Diagramm

      Das Schaeffler-Diagramm ist für die Beurteilung von Schweißverbindungen legierter, insbesondere nichtrostender Stähle entwickelt worden, um Aussagen über Mischgefüge bei der Verbindung sehr unterschiedlicher Stähle treffen zu können. Aufgetragen sind in diesem Diagramm das Nickel-Äquivalent über dem Chrom-Äquivalent. Die Phasenfelder geben an, welches Gefüge in Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung erzeugt werden kann: Martensit, Austenit und Ferrit. Aus dem Diagramm sind die wichtigen Gruppen der nichtrostenden Stähle zu entnehmen.

    4. Schalldämmmaß

      Schalldämmmaß

      Das Schalldämmmaß R ist ein logarithmisches Maß und beschreibt das Vermögen eines Bauteils oder eines Übergangs zwischen zwei schallführenden Bauteilen oder Medien, den Schall zu dämmen.

    5. Schallschutz

      Schallschutz

      Der Schallschutz umfasst alle baulichen Maßnahmen, die in einem Gebäude gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Belästigung der Nutzer durch im Inneren des Gebäudes entstehenden oder von außen eindringenden Lärm minimieren.

    6. Schallschutzklasse

      Schallschutzklasse

      Die Schallschutzklasse bezeichnet die Schalldämmung von Fenstern nach VDI-Richtlinie 2719. Die Zugehörigkeit von Fenstern zu den jeweiligen Schallschutzklassen (oder ihr bewertetes Schalldämm-Maß) wird durch amtliche Prüfzeugnisse nachgewiesen.

    7. Scherbelastung

      Scherbelastung

      Die Scherbelastung ist eine Beanspruchungsart, bei der die Belastung parallel zur Verbindungsebene wirkt (bei Druckscherbelastung zur Verbindung hin, bei Zugscherbelastung von der Verbindung weg). Scherbelastung in Klebungen führen zur Gleitung der Klebschicht.

    8. Scherfestigkeit

      Scherfestigkeit

      Die Scherfestigkeit ist ein mechanischer Kennwert, der den Widerstand einer Verbindung gegen Scherbelastung definiert. Die Scherfestigkeit ist nur durch zerstörende Prüfung zu ermitteln.

    9. Schiebetür

      Schiebetür

      Eine Schiebetür ist eine Tür, die durch horizontales Schieben geöffnet wird. Sie besteht aus einem oder mehreren Türblättern, die oben beziehungsweise unten geführt sind, und daher zur Seite öffnen, aber nicht aufschlagen. Schiebetüren haben gegenüber Drehflügeltüren den Vorteil, dass das Gewicht nicht einseitig an einer Angel angreift, sondern über- oder unterhalb aufgenommen werden kann. Daher sind Schiebetüren besonders für schwere Bauelemente geeignet. Sie werden häufig eingesetzt, wenn zu wenig Platz für eine Drehbewegung des Türblatts vorhanden ist. Sie können auch automatisiert werden.

    10. Schlacke

      Schlacke

      Schlacke bezeichnet den Schmelzrückstand, der sich beim Schweißen als oxidisches Stoffgemisch bildet.

    11. Schlagregendichtheit

      Schlagregendichtheit

      Die Schlagregendichtheit beschreibt das Vermögen einer Baukonstruktion oder einer Dichtung dem Regenwasser zu widerstehen. Wird eine Konstruktion (zum Beispiel eine Fassade) zusätzlich noch durch Wind angeströmt, bildet sich vor dieser Konstruktion ein Staudruck, welcher von der Windgeschwindigkeit abhängt. Dieser Staudruck treibt das Regenwasser noch zusätzlich durch die Abdichtung. Die Schlagregendichtheit wird in der DIN EN 12208 definiert.

    12. Schleifen

      Schleifen

      Schleifen ist eine Form der mechanischen Bearbeitung einer Oberfläche, bei der Werkstoff abgetragen wird. Dieser Vorgang wird durch harte Partikel bewirkt, die miteinander oder mit einem Trägermaterial fest verbunden sind. Die Wirkung ist vor allem von der Korngröße und der Art des Schleifmittels abhängig.

    13. Schleifmittel

      Schleifmittel

      Schleifmittel sind Hartstoffe (zumeist in Kornform) für das Abtragen von Oberflächen. Häufig finden die Schleifmittel in gebundener Form in Schleifwerkzeugen Verwendung. Es wird in natürliche (Naturdiamant, Quarz, Korund, Bimsstein) und synthetische Schleifmittel (synthetische Diamanten, Siliziumkarbid, Chromoxid) unterschieden.

    14. Schließanlage

      Schließanlage

      Eine Schließanlage ist die Kombination von Schließzylindern und zugehörigen Schlüsseln meist unterschiedlicher Schließungen.

    15. Schließfolgeregler

      Schließfolgeregler

      Bei mehrflügeligen Türen mit Türschließern sind Schließfolgeregler notwendig, damit sich der Standflügel vor dem Gangflügel schließt. Es gibt Schließfolgeregler als Beschlagzubehör und in Türschließer integriert. Bei zwei- oder mehrflügeligen Feuer- und Rauchschutztüren sind Schließfolgeregler bauaufsichtlich vorgeschrieben.

    16. Schließgeschwindigkeit

      Schließgeschwindigkeit

      Die Schließgeschwindigkeit bestimmt die Zeit, die die Tür nach dem Loslassen zum Schließen benötigt.

    17. Schließverzögerung

      Schließverzögerung

      Die Schließverzögerung bewirkt eine Verringerung der Schließgeschwindigkeit im Bereich von neunzig bis etwa siebzig Grad. Diese Option hält den Schließer an und lässt ihn in diesem Bereich langsam schließen. Das ist zum Beispiel bei Krankenhäusern und Kindertagesstätten wichtig.

    18. Schließzylinder

      Schließzylinder

      Ein Schließzylinder ist ein Bauteil, das in der Regel zum Einbau in dafür vorgerichtete Schlösser bestimmt ist. Der Schließbart des Schließzylinders bewegt bei Drehung des Schlüssels die Zuhaltung des Schlosses, den Schlossriegel und gegebenenfalls auch die Schlossfalle.

    19. Schmelztauchverzinkung

      Schmelztauchverzinkung

      Das Schmelztauchverzinken ist ein Korrosionsschutzverfahren, bei dem Stahl in eine flüssige Zinkschmelze getaucht wird. Zum Schmelztauchverzinken zählen das Stückverzinken und das Bandverzinken.

    20. Schmelztemperatur

      Schmelztemperatur

      Die Schmelztemperatur ist die Temperatur, bei der sich bei Metallen der Kristallverband (Gefüge) auflöst.

    21. Schrägstoß

      Schrägstoß

      Der Schrägstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem ein Teil schräg gegen ein anderes stößt.

    22. Schrumpfung

      Schrumpfung

      Schrumpfungen sind Volumenverminderungen, die beim Abkühlen auftreten.

    23. Schruppschleifen

      Schruppschleifen

      Schruppschleifen ist ein grobes Schleifverfahren für großen Materialabtrag. Schruppschleifen wird für das Entfernen von Korrosionsprodukten (Entrosten) oder für das Vorschleifen verwendet.

    24. Schubspannung

      Schubspannung

      Die Schubspannung ist die parallel auf einen Körperquerschnitt einwirkende Kraft pro Querschnittsfläche.

    25. Schutzdauer

      Schutzdauer

      Die Schutzdauer ist der Zeitraum über den ein Korrosionsschutzsystem ein Bauteil von Korrosion schützen kann. Die Schutzdauer einer Feuerverzinkung beträgt zumeist mehr als fünfzig Jahre.

    26. Schutzgas

      Schutzgas

      Schutzgas hat die Aufgabe, das Schweißbad, die Elektrode und den Lichtbogen vor der umgebenden Luft zu schützen.

    27. Schwarz-Weiß-Verbindung

      Schwarz-Weiß-Verbindung

      Als Schwarz-Weiß-Verbindung wird umgangssprachlich das Schweißen von niedriglegierten mit hochlegierten Werkstoffen bezeichnet. Beim Schweißen dieser Werkstoffkombinationen ist einiges zu beachten. Vor allem ist bei der Wahl des Schweißzusatzes drauf zu achten, das bei der Vermischung von Grundwerkstoff und Schweißzusatz kein martensitisches Gefüge (Sprödbruchgefahr) oder vollaustenisches Gefüge (Heißrissgefahr) entstehen.

    28. Schweißanweisung

      Schweißanweisung

      Die Schweißanweisung gibt Kriterien vor, nach denen eine Schweißung durchzuführen ist. Eine WPS (welding procedure specification) ist eine schriftliche Schweißanweisung, in der alle erforderlichen Kenndaten erfasst werden.

    29. Schweißaufsicht

      Schweißaufsicht

      In der DIN EN ISO 14731 wird als Schweißaufsicht „die Koordinierung von Herstellungsprozessen für alle schweißtechnischen und mit dem Schweißen verbundenen Tätigkeiten“ bezeichnet. Nach der Norm muss das Schweißaufsichtspersonal über die entsprechenden allgemeinen, technischen und schweißtechnischen Kenntnisse verfügen, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Unterschieden werden Basiskenntnisse, spezielle Kenntnisse und umfassende Kenntnisse.

    30. Schweißbarkeit

      Schweißbarkeit

      Die Schweißbarkeit eines Bauteils ist abhängig von Schweißeignung Werkstoffeigenschaften), Schweißmöglichkeit (Fertigungsmöglichkeiten) und Schweißsicherheit (konstruktive Einflussgrößen).

    31. Schweißeignung

      Schweißeignung

      Die Schweißeignung ist die Eignung eines Werkstoffs zum Schweißen aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung.

    32. Schweißen

      Schweißen

      Schweißen ist das Verbinden von Werkstücken unter Zufuhr von Wärme und/oder Kraft mit oder ohne Schweißzusatz. Das Schweißen kann durch Schweißhilfsstoffe (technische Gase, Schweißpulver oder Pasten) ermöglicht oder unterstützt werden.

    33. Schweißerlaubnisschein

      Schweißerlaubnisschein

      Der Schweißerlaubnisschein legt fest, wer wo welche Arbeiten unter Einhaltung welcher Sicherheitsvorkehrungen durchführen darf.

    34. Schweißfachmann (SFM)

      Schweißfachmann (SFM)

      Hersteller geschweißter Produkte müssen über geeignetes Schweißaufsichtspersonal verfügen, damit die Schweißer die notwendigen Schweiß- oder Arbeitsanweisungen erhalten und alle Arbeiten sorgfältig ausgeführt und überwacht werden können. Der Schweißfachmann kann als Schweißaufsichtsperson mit technischen Basiskenntnissen tätig werden. Er entscheidet oder koordiniert innerhalb eines eingeschränkten Bereiches die Planung, Ausführung und Überwachung einfacher geschweißter Konstruktionen entsprechend der DIN EN ISO 14731.

    35. Schweißfolgeplan

      Schweißfolgeplan

      Der Schweißfolgeplan ist ein vorgegebener Plan von Schweißfolgen zur Verringerung von Schrumpfungen und Spannungen.

    36. Schweißgut

      Schweißgut

      Als Schweißgut wird das Material bezeichnet, das durch den Schweißvorgang in das Schweißbad eingebracht wird und nach dem Abkühlen die Schweißnaht bildet.

    37. Schweißnaht

      Schweißnaht

      Unter Schweißen versteht man das unlösbare Verbinden von Bauteilen unter Anwendung von Wärme oder Druck, mit oder ohne Schweißzusatzwerkstoffe. Die Verbindung erfolgt je nach Schweißverfahren mit einer Schweißnaht oder einem Schweißpunkt, beim Reibschweißen auch flächig.

    38. Schweißnahtunregelmäßigkeit

      Schweißnahtunregelmäßigkeit

      Schweißnahtunregelmäßigkeiten sind äußere oder innere Fehler der Schweißnaht, die abhängig von der Schweißnahtvorbereitung, vom Schweißverfahren und von individuellen Fehlern entstehen.

    39. Schweißpore

      Schweißpore

      Die Schweißpore ist eine Unregelmäßigkeit in der Schweißnaht, die beim Abkühlen der Naht entsteht. Die DIN EN ISO 5817 enthält neben Begriffsdefinitionen insbesondere die Bewertung von Schweißnähten. Die Norm wird zu Hilfe genommen bei der Beurteilung von Fehlstellen wie Schweißporen, ungenügender Durchschweißung, schlechter Passung und Kantenversatz oder Schweißspritzern.

    40. Schweißschrumpfspannung

      Schweißschrumpfspannung

      Infolge der Abkühlung nach dem Schweißen verringert das Bauteil sein Volumen. Ist die Konstruktion „steif“ wird also die Volumenverringerung durch feste Einspannung verhindert, entstehen Spannungen im Bauteil, die das Bauteil bis an seine Festigkeitsgrenze belasten können. Ursache dieser Schrumpfspannungen ist die Plastifizierung des Bauteils. Mit zunehmender Temperatur verliert der Stahl an Elastizität und Festigkeit. Wird die Wärmeausdehnung behindert, so wird das Bauteil im Bereich der Schweißnaht gestaucht. Bei der verhältnismäßig schnellen Abkühlung nach dem Schweißen hat das Werkstück dann nicht mehr ausreichend Zeit, diese Verformung rückzuentwickeln. Auch die Volumenverringerung des flüssigen Schweißguts nach der Abkühlung trägt zu den Schrumpfspannungen bei.

    41. Schweißsicherheit

      Schweißsicherheit

      Die Schweißsicherheit wird durch konstruktive und technologische Faktoren bestimmt und bezieht sich auf die Sicherheit einer durchgeführten Schweißung und der geschweißten Konstruktion.

    42. Schweißspannung

      Schweißspannung

      Schweißspannungen sind Spannungen an geschweißten Konstruktionen, die durch die unterschiedliche Abkühlungsgeschwindigkeit verschieden dicker Konstruktionsteile entstehen. Sie können durch eine gezielte Wärmeführung (Vorwärmen und Abkühlen) beziehungsweise durch Spannungsarm- oder Spanungsfreiglühen vermindert werden.

    43. Schweißspray

      Schweißspray

      Das Schweißspray ist ein Trennmittel, das dauerhaft gegen Schweißperlen und Schweißspritzer, die vor allem beim MAG-Schweißen entstehen, schützen soll. Schweißsprays schützen vor allem die Schweißdüsen und Zubehörteile und sichern eine kontinuierliche Gas- und Drahtzufuhr.

    44. Schweißspritzer

      Schweißspritzer

      Als Schweißspritzer werden meist kugelige, kleine Anschmelzstellen auf der Werkstückoberfläche oder der Schweißnaht bezeichnet, die von Metalltröpfchen herrühren, die aus dem Schmelzbad heraus- oder vom flüssigen Elektrodenende weggeschleudert werden. Ihre Entstehung wird in erster Linie durch die Wahl des falschen Verfahrens, des falschen Schweißzusatzes, des falschen Gases, falscher Schweißparameter oder durch magnetische Blaswirkung begünstigt. Im Allgemeinen werden Schweißspritzer als unschädlich angesehen, sollten jedoch aus Kostengründen vermieden werden, da sie meist entfernt werden müssen. Schweißspritzer können im Einzelfall die Nahtqualität mindern, wenn sie zu örtlichen Gefüge- und Spannungsänderungen oder zu Eigenschaftsänderungen führen.

    45. Schweißstromquelle

      Schweißstromquelle

      Die Schweißstromquelle ist die Vorrichtung, die dem Schweißbrenner die notwendige Energie bei entsprechender Stromstärke und Spannung bereitstellt.

    46. Schwingungsrisskorrosion

      Schwingungsrisskorrosion

      Die Schwingungsrisskorroison kann an jedem metallischen Bauteil auftreten, das einer schwingenden Beanspruchung in einem korrosiven Medium ausgesetzt ist. Aufgrund der schwingenden Beanspruchung werden im Werkstoff Gleitebenen aktiviert, die an der Oberfläche austreten (sogenannte Intrusionen und Extrusionen) und auf Dauer zu Mikrorissen führen. Kommt ein korrosiver Angriff eines Elektrolyten (es reicht normales Wasser) hinzu, so lösen sich die Rissspitzen anodisch auf, das Risswachstum nimmt zu und die Lebensdauer des Bauteils wird deutlich verkürzt.

    47. Selbsthaftung

      Selbsthaftung

      Ein Abdichtungsmaterial wird als selbsthaftend bezeichnet, wenn eine einwandfreie, dauerhafte Haftung auf den Haftflächen ohne einen zusätzlichen Haftvermittler (Primer) erreicht wird.

    48. Setzstufe

      Setzstufe

      Die Setzstufe ist ein lotrechtes oder annähernd lotrechtes Stufenteil. Sie wird auch als Stoßstufe oder Futterstufe bezeichnet. Die Setzstufe wird bei geschlossenen Treppen verwendet. Im Gegensatz dazu haben offene Treppen keine Setzstufen, gelegentlich zur Verringerung des Abstandes zwischen den Trittstufen jedoch Abstandsleisten.

    49. Sichtprüfung (VT)

      Sichtprüfung (VT)

      Die Sichtprüfung ist ein wichtiges zerstörungsfreies Prüfverfahren (zfP) beim Schweißen, welches üblicherweise jeder weiterführenden Prüfung voranzustellen ist. Die Normenreihe EN 1090 fordert für alle Schweißverbindungen eine Sichtprüfung. Die DIN EN ISO 17637 regelt die visuelle Prüfung von Schmelzschweißverbindungen.

    50. Soll-Zustand

      Soll-Zustand

      Der Soll-Zustand einer Leistung gründet auf vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Bauherren und dem Metallbauer. In diesen Vereinbarungen können Abweichungen von der Norm, Grenzmuster, Oberflächen oder zusätzliche Leistungen enthalten sein. Wenn eine Leistung begutachtet werden soll, ist der Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand der Leistung zu vergleichen.

    51. Sonnenschutzanlage

      Sonnenschutzanlage

      Sonnenschutzanlagen dienen dem Schutz vor der Sonneneinstrahlung an Gebäuden. Aufgrund der Komplexität ist die Sonnenschutzanlage ein planerisches funktionelles Bauteil einer Fassade. Die Sonnenschutzanlage hat vielfältige Funktionen zu erfüllen wie Gestaltungselement, Beeinflussung der Behaglichkeit, Optimierung der Umgebungsbedingungen, Vermittlung von Schutz und Sicherheit und Energieeinsparung.

    52. Spaltkorrosion

      Spaltkorrosion

      Diese Korrosionsform tritt an Metallteilen bei Vorhandensein eines korrosiven Mediums in offenen Spalten wie Überlappungen, aufgesetzten Stegen und bei nicht durchgeschweißten Schweißnähten auf. Man unterscheidet bei der Spaltkorrosion zwischen Sauerstoff- und Wasserstofftyp. Treibende Kraft ist in beiden Fällen der Konzentrationsunterschied zwischen Spalt und Außenspaltbereich des korrosiven Mediums.

    53. Spaltkorrosion

      Spaltkorrosion

      Spaltkorrsoion bezeichnet den Korrosionsangriff in engen Spalten (zum Beispiel unter Dichtungen, Falzen, Schweißpunkten). Die Korrosion beruht auf der mangelnden Belüftung im Spaltgrund, genauer auf dem verringerten Sauerstoffgehalt, der den pH-Wert des Elektrolyten, zum Beispiel Wasser, in den sauren Bereich verschiebt. Abhilfe schaffen konstruktive Maßnahmen wie ausreichende Belüftung, Ablaufmöglichkeiten für Wasser, Versiegelung von Spalten.

    54. Spannung

      Spannung

      Spannung ist die flächenbezogene Belastung (Kraft/Fläche). Die Einheit ist Newton pro Quadratmillimeter.

    55. Spannungsarmglühen

      Spannungsarmglühen

      Das Spannungsarmglühen ist ein Wärmebehandlungsverfahren für Stähle mit dem Ziel der Reduzierung der inneren Eigenspannungen. Die Wärmebehandlung des Spannungsarmglühens erfolgt in einem Temperaturbereich, bei dem keine Gefügeveränderungen hervorgerufen werden. Die Wärmebehandlung besteht aus dem Aufheizen und dem Halten unterhalb der Umwandlungstemperatur und anschließendem kontrolliertem sehr langsamem Abkühlen.

    56. Spannungsarmglühen

      Spannungsarmglühen

      Unter Spannungsarmglühen versteht man ein Glühen von Stahl bei einer Temperatur zwischen 450 und 650 Grad Celsius mit anschließender langsamer Abkühlung zum Abbau von Eigenspannungen. Als spannungsfrei gelten Bauteile, deren verbliebene Eigenspannungen unter zehn Prozent der Zugfestigkeit liegen. Eigenspannungen können zum Beispiel durch ungleichmäßige Abkühlung in Verbindung mit einer behinderten Schrumpfung beim Schweißen oder Löten entstehen, bei einer Kaltumformung, bei der Zerspanung sowie bei allen Gefügeumwandlungen, die nur in Teilbereichen des Werkstücks auftreten.

    57. Spannungs-Dehnungs-Diagramm

      Spannungs-Dehnungs-Diagramm

      Das Spannungs-Dehnungs-Diagramm ist das Ergebnis eines Zugversuchs. Mit diesem Versuch werden die grundlegenden Festigkeits- und Verformungskennwerte eines Werkstoffs bestimmt, die für die Auslegung von Bauteilen und deren Festigkeitsnachweis erforderlich sind. Im Zugversuch wird ein Proportionalstab bis zum Zerreißen gezogen. Gemessen wird dabei die erforderliche Kraft sowie der Weg. Diese Größen werden in die Spannung und die Dehnung umgerechnet.

    58. Spannungsriss

      Spannungsriss

      Spannungsrisse sind Risse, die durch gleichzeitige Einwirkung von Chemikalien und mechanische Beanspruchungen hervorgerufen werden. Als mechanische Beanspruchung können die Eigenspannungen des Bauteils oder Werkstoffs ausreichen.

    59. Spannungsrisskorrosion, flüssigkeitsinduziert

      Spannungsrisskorrosion, flüssigkeitsinduziert

      Auch als Lötrissigkeit bezeichnet. Sie entsteht an tragenden Konstruktionen an Stellen hoher Zugspannungen zum Beispiel durch das Eindringen von flüssigem Zink in Oberflächenrisse. Besonders gefährdet sind höherfeste Feinkornstähle.

    60. Spannungsrisskorrosion, wasserstoffinduziert

      Spannungsrisskorrosion, wasserstoffinduziert

      Bei der wasserstoffinduzierten Spannungsrisskorrosion entstehen Risse in tragenden Konstruktionen an Stellen hoher Zugspannungen durch Wasserstoffaufnahme (zum Beispiel beim Beizen vor dem Feuerverzinken). Besonders gefährdet sind höherfeste Feinkornstähle.

    61. Spiegelglas

      Spiegelglas

      Der Begriff Spiegelglas steht für planes und durchsichtiges Glas und wird mittlerweile oft synonym für Floatglas verwendet. Als Grundlage für Flachglas fast aller Bereiche wird auch von Basisglas gesprochen.

    62. Spindeltreppe

      Spindeltreppe

      Die Spindeltreppe ist eine Bauweise, bei der Wendelstufen radial an einer zentralen Säule, der Treppenspindel, befestigt werden, und meist einen runden Grundriss bilden (gelegentlich auch quadratisch oder vieleckig). Im Gegensatz zur Wendeltreppe (offenes Treppenauge) hat die Spindeltreppe eine durchgehende Säule, die mindestens bis zur Austrittebene reicht, meist aber bis zur Oberkante des Geländers am Austrittpodest. Spindeltreppen werden oft zur Raumgestaltung eingesetzt aber auch als zusätzliche Treppen sowie als Außentreppen. Dabei sind die baurechtlich unterschiedlichen Vorschriften für den Mindestauftritt an der Spindel zu beachten.

    63. Spongiose

      Spongiose

      Die Spongiose ist eine selektive Korrosion der eisenreichen Phasen (Ferrit und Perlit) im Werkstoffgefüge. Die in der Werkstoffmatrix eingebetteten Graphitlamellen (Kohlenstoff) werden dabei nicht angegriffen. Ursache für die Korrosion sind Chloride und säurehaltige Medien, die unter Sauerstoffabschluss oder reduzierter Sauerstoffatmosphäre den Ferrit und Perlit im Gusseisen angreifen. Als Umwandlungsprodukt (Rost) entsteht eine poröse Masse, die umgangssprachlich auch als Eisenschwamm bezeichnet wird.

    64. Spritzbarer Dichtstoff

      Spritzbarer Dichtstoff

      Ein spritzbarer Dichtstoff ist ein Stoff, der als spritzbare Masse in eine Fuge eingebracht wird und sie bewegungsausgleichend abdichtet. Der spritzbare Dichtstoff härtet aus und haftet an geeigneten Flächen in der Fuge, den Fugenflanken.

    65. Sprödbruch

      Sprödbruch

      Mit Sprödbruch (auch Trennbruch), wird ein schlagartig auftretendes Materialversagen bezeichnet. Er tritt vor allem bei harten und spröden Materialien mit geringer Duktilität und Zähigkeit auf. Sprödbrüche erfolgen ohne oder mit geringer plastischer Verformung. Zum Sprödbruch neigen zum Beispiel α-Eisen, Chrom, Molybdän, Wolfram, Beryllium und Zink. Sprödbrüche können jedoch auch bei duktilen Metallen vorkommen, etwa bei sehr tiefen Temperaturen, bei einem mehrachsigen Spannungszustand oder bei sehr hohen Verformungsgeschwindigkeiten.

    66. Stabelektrode, umhüllt

      Stabelektrode, umhüllt

      Umhüllte Stabelektroden werden beim Lichtbogenhandschweißen eingesetzt. Während des Schweißens geht die Umhüllung in das Schweißbad ein und erfüllt dabei verschiedene Aufgaben, wie die Abschirmung des Schweißgutes gegen Stickstoff und Sauerstoff.

    67. Stahl

      Stahl

      Stahl ist Eisen mit einem Kohlenstoffgehalt unter zwei Prozent. In der Werkstoffwissenschaft wird alles ohne Nachbehandlung schmiedbare Eisen als Stahl bezeichnet. Stahl findet vielfältigste Anwendung im Bauwesen, unter anderem als Werkstoff für Tragwerke, für Bekleidungsplatten und für Befestigungsmittel. Bauteile aus Stahl müssen einen dauerhaften Korrosionsschutz erhalten.

    68. Standfestigkeit

      Standfestigkeit

      Die Standfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Körpers oder Gerätes, eine vorgegebene Position, Eigenschaft oder Leistung über eine gegebene Zeit beizubehalten.

    69. Standsicherheit

      Standsicherheit

      Die Standsicherheit ist die Anforderung an bauliche Anlagen, nicht einzustürzen. Im Rahmen des rechnerischen Standsicherheitsnachweises wird sie als Quotient zwischen den aufnehmbaren und den vorhandenen Beanspruchungen eines Tragwerks berechnet. Im Bauwesen wurden verschiedene Normen entwickelt, die für bestimmte Standsicherheitsnachweise eine erforderliche Standsicherheit definieren.

    70. Standsicherheitsnachweis

      Standsicherheitsnachweis

      Der Standsicherheitsnachweis ist der rechnerische Nachweis der Stabilität von Tragwerken. Der Standsicherheitsnachweis berechnet den sogenannten Grenzzustand der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit, unter der Annahme von Sicherheitsfaktoren wie zum Beispiel von dynamischen Lasten und unter der Annahme genormter Materialfestigkeiten.

    71. Statik

      Statik

      Statik in Bezug auf Baukonstruktionen ist die Lehre von der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Tragwerken. In der Baustatik werden die Kräfte und deren gegenseitige Auswirkungen in einem Bauwerk sowie in jedem dazugehörigen Bauteil berechnet. Mit der Statik wird auf die Einwirkung äußerer Lasten auf Spannungen und Verformungen geschlossen, die Lastabtragung des sogenannten Tragwerks nachvollzogen und damit letztlich dessen Tauglichkeit oder Versagen nachgewiesen.

    72. Steifigkeit

      Steifigkeit

      Die Steifigkeit ist eine Bauteileigenschaft, die den Widerstand eines Bauteils gegen elastische Verformung beschreibt. Sie wird beeinflusst von der Bauteilgeometrie, der Belastungsrichtung und dem Modul.

    73. Stirnstoß

      Stirnstoß

      Der Stirnstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem zwei Teile am Rand unter einem Winkel von null bis dreißig Grad gegeneinander stoßen.

    74. Stoffschluss

      Stoffschluss

      Stoffschluss ist ein Wirkprinzip bei der Dübelbefestigung. Beim Stoffschluss verbindet ein Mörtel den Dübel mit dem Verankerungsgrund.

    75. Stoß/Stoßfuge

      Stoß/Stoßfuge

      Der Stoß ist der Bereich, in dem Einzelelemente stumpf aufeinanderstoßen. Wird eine Stoßfuge mit spritzbaren Dichtstoffen abgedichtet, ist auf eine vorgeschriebene Fugendimensionierung zu achten.

    76. Structural Glazing

      Structural Glazing

      Structural Glazing-Fassaden bestehen aus Glasscheiben, die auf die Unterkonstruktion lediglich geklebt werden. Mechanisch wird nur die Unterkonstruktion befestigt. Solche Fassaden bieten sehr schmale Fugen-Ansichtsbreiten.

    77. Stückverzinken

      Stückverzinken

      Das Stückverzinken ist ein diskontinuierliches Schutzverfahren, bei dem die zu verzinkenden Teile in schmelzflüssiges Zink getaucht werden (nach DIN EN ISO 1461). Stückverzinkte Stahlteile erreichen in der Regel eine Schutzdauer von mehr als fünfzig Jahren und sind zudem mechanisch hoch belastbar.

    78. Stumpfstoß

      Stumpfstoß

      Der Stumpfstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem die Teile in einer Ebene liegen und stumpf gegeneinander stoßen.

    79. Sturmhaken

      Sturmhaken

      Ein Sturmhaken ist ein in der Regel an zwei Ösen befestigter Haken zur Sicherung eines beweglichen Gebäudeteils vor dem Verrutschen oder Herunterfallen beim Auftreten starker Windkräfte.

    80. Sweep-Strahlen

      Sweep-Strahlen

      Sweep-Strahlen (Feinstrahlen) ist eine Oberflächenbehandlung mit einem nichtmetallischen kantigen Strahlmittel, zum Beispiel um Teile von Walzhaut, Zunder und Rost vor der Beschichtung zu befreien oder sie aufzurauen.

    81. Systemprofil

      Systemprofil

      Systemprofile sind standardisierte Profile aus Aluminium oder Stahl, die in der Regel durch Strangpressen oder Profilwalzen hergestellt und zu Elementen nach den Vorgaben des Systemherstellers weiterverarbeitet werden.

  19. T

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    1. Taupunkt

      Taupunkt

      Bei Erreichen des Taupunktes beträgt die relative Luftfeuchte hundert Prozent. Der Taupunkt ist von der jeweiligen Lufttemperatur und dem Wasserdampfgehalt der Luft abhängig. Das heißt, eine weitere Feuchtigkeitsaufnahme durch die Umgebungsluft ist nicht mehr möglich. Die Feuchtigkeit fällt als Nebel aus oder schlägt sich auf kühleren Gegenständen nieder. Sind Wärmebrücken in Räumen vorhanden, wird sich Tauwasser an diesen Bauteilen niederschlagen.

    2. Tauwasser

      Tauwasser

      Als Tauwasser (Schwitzwasser, Kondenswasser) bezeichnet man das Wasser, das sich an den kühleren Oberflächen von Gegenständen niederschlägt.

    3. Teilvorgespanntes Glas (TVG)

      Teilvorgespanntes Glas (TVG)

      Teilvorgespanntes Glas (TVG) wird wie das vollvorgespannte Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) einem thermischen Vorspannprozess unterzogen. Der Abkühlvorgang vollzieht sich jedoch langsamer. Dadurch kommt es zu geringeren Spannungsunterschieden im Glas zwischen dem Kern und den Oberflächen. In der Praxis wird TVG fast ausschließlich für die Verbund-Sicherheitsglas-Herstellung verwendet. Ab einer Höhe von 1,50 Meter sind TVG-Scheiben bei VSG-Überkopfverglasung nach dem deutschen Baurecht vorgeschrieben. Durch die großformatigen Bruchstücke weist VSG aus TVG eine hohe Resttragfähigkeit auf.

    4. Tensid

      Tensid

      Tenside sind waschaktive Substanzen. Sie setzen die Oberflächenspannungen von Flüssigkeiten, denen sie zugesetzt werden, herab und verbessern so die Benetzung von Oberflächen mit diesen Flüssigkeiten. Durch ihren besonderen Aufbau ermöglichen sie sogar die Löslichkeit von Fetten und Ölen in wässrigen Lösungen.

    5. Terrassenbruch

      Terrassenbruch

      Als Terrassenbruch wird ein Riss in vorwiegend großen Werkstoffdicken bei Zugbeanspruchung in Z-Richtung bezeichnet.

    6. Terrassenbruch

      Terrassenbruch

      Bei niedriggekohlten mikrolegierten Stählen kann bei dickwandigen Schweißungen der Terrassenbruch unter der Schweißnaht entlang von Sulfidzeilen auftreten. Die langgestreckten Mangansulfide sind in diesen Stählen schichtartig angeordnet. Die Abkühlspannungen beim Schweißen können ausreichen, um Grenzflächen zu den Sulfiden oder die Sulfide selbst anzureißen. Die Gefahr eines Terrassenbruchs ist nur durch konstruktive Anpassungen der Schweißung vermeidbar.

    7. Thermisches Trennen

      Thermisches Trennen

      Die wichtigsten thermischen Trennverfahren sind das Autogen-Brennschneiden (Acetylen/Sauerstoff), das Laserstrahl-Schneiden und das Plasma-Brennschneiden.

    8. Thermoplast

      Thermoplast

      Thermoplast ist ein Kunststofftyp, der sich innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches beliebig verformen lässt, ohne sich chemisch zu verändern. Seine Verformbarkeit wird durch Kettenmoleküle erreicht, die nicht chemisch vernetzt sind. Thermoplaste sind zähhart bis spröde bei Raumtemperatur, schmelzbar, schweißbar, quellbar, löslich und neigen zum Kriechen.

    9. Toleranz

      Toleranz

      Toleranz ist das Ausmaß der Abweichung einer Größe vom Normzustand, die die Funktion einer Konstruktion oder eines Bauteils gerade noch nicht gefährdet. Diese Abweichungen können durch Ungenauigkeiten beim Messen, bei der Fertigung oder bei der Montage entstehen. Um eine Montage ohne Anpassarbeiten und Nacharbeitungsaufwand zu ermöglichen, sind bei der konstruktiven Gestaltung Maßtoleranzen festzulegen. Allgemeine Toleranzen für das Bauwesen sind in DIN 18202 geregelt.

    10. Tore

      Tore

      Tore grenzen Grundstücke oder Gebäude nach außen ab und ermöglichen den Zu- und Ausgang. Sie müssen bestimmte bauphysikalische, statische und sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen. Tore grenzen sich von Türen vor allem durch ihre Größe ab. Tore unterscheiden sich zum Beispiel in ihrem Werkstoff, dem Einbauort und der Öffnungsart.

    11. TRAV

      TRAV

      Die „Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV)“ wurden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin herausgegeben, um die aufwändigen Zustimmungen im Einzelfall für die entsprechenden Metall-Glaskonstruktionen zu verringern. Mit der Veröffentlichung der TRAV wurden geprüfte Konstruktionsvarianten vorgestellt und Mindeststandards definiert. Die TRAV wurde durch die DIN 18008-4 abgelöst.

    12. Trennbruch

      Trennbruch

      Siehe Sprödbruch

    13. Treppe

      Treppe

      Treppen sind Bauelemente, die verschiedene Geschosse und Ebenen erschließen und untereinander verbinden. Eine Folge von mindestens drei Stufen wird als Treppe bezeichnet. Treppen, die Geschosse verbinden, werden Geschosstreppen genannt. Bauteile die innerhalb eines Geschosses Höhenunterschiede ausgleichen, werden Ausgleichstreppen genannt. Treppen sollen einen sicheren Auf- und Abstieg gewährleisten und die Gefahren für Leib und Leben minimieren.

    14. Treppenantrittsstufe

      Treppenantrittsstufe

      Die Treppenantrittsstufe ist die erste (unterste) Stufe eines Treppenlaufes. Die Antrittsstufe wird aus gestalterischen Gründen bei repräsentativen Treppen manchmal als geschwungene Stufe oder Blockstufe ausgeführt. Ist der Antritt zu einem Podest verbreitert, spricht man von einem Antrittspodest.

    15. Treppenauftritt

      Treppenauftritt

      Der Treppenauftritt ist ein wichtiges Konstruktionsmaß der Treppe auf der Lauflinie. Der Treppenauftritt wird waagerecht von der Vorderkante einer Treppenstufe bis zur Projektion der Vorderkante der folgenden Treppenstufe in der Lauflinie gemessen. Unterschneidungen werden für das Auftrittsmaß nicht berücksichtigt.

    16. Treppenlaufbreite

      Treppenlaufbreite

      Die Treppenlaufbreite ist die gesamte Breite eines Treppenlaufes einschließlich der Geländer. Die Treppenlaufbreite wird nach DIN 18065 gemessen als Grundrissmaß der Konstruktionsbreite. Bei seitlich eingebundenen Läufen gelten die Oberflächen der Rohbauwände (begrenzende Konstruktionsteile) als Begrenzung. Die Treppenlaufbreite darf nicht mit der nutzbaren Laufbreite verwechselt werden.

    17. Tribochemische Korrosion

      Tribochemische Korrosion

      Verschleißschäden durch tribochemische Reaktionen nennt man auch tribochemische Korrosion. Sie treten zahlenmäßig am häufigsten auf und entstehen durch chemische Reaktionen von Grund- und/oder Gegenkörper mit Bestandteilen des Schmierstoffes oder Umgebungsmediums infolge einer reibbedingten, chemischen Aktivierung der beanspruchten Oberflächenbereiche. Reibungsbedingte Temperaturerhöhungen und entstandene Werkstoff-Gitterfehler fördern tribochemische Reaktionen. Die Reibkorrosion ist ein Beispiel für ein durch tribochemische Reaktionen verursachtes Schadensbild.

    18. TRLV

      TRLV

      Die „Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV)“ wurden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin herausgegeben, um die aufwändigen Zustimmungen im Einzelfall für die entsprechenden Metall-Glaskonstruktionen zu verringern. Sie galten für Verglasungen, die an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten durchgehend linienförmig gelagert sind. Sie nannten Glasprodukte und die zur statischen Bemessung anzusetzenden Lasten sowie zulässige Spannungen und Durchbiegungen. Die TRLV wurde durch die DIN 18008-2 abgelöst.

    19. TRPV

      TRPV

      Die „Technischen Regeln für die Verwendung punktförmig gelagerter Verglasungen (TRPV)“ wurden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin herausgegeben, um die aufwändigen Zustimmungen im Einzelfall für die entsprechenden Metall-Glaskonstruktionen zu verringern. Sie beinhalteten Regeln für die Bemessung und Ausführung ebener Vertikal- und Überkopfverglasungen mit punktförmiger Lagerung. Die TRPV wurde durch die DIN 18008-3 abgelöst.

    20. T-Stoß

      T-Stoß

      T-Stoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem die Teile rechtwinklig (T-förmig) aufeinander stoßen.

    21. Türöffner

      Türöffner

      Der elektrische Türöffner hat eine schließende Falle, die in den Türschließer eingreift und die Tür automatisch elektromagnetisch verriegelt hält oder freigibt. Die Öffnungsfreigabe kann mit unterschiedlichen Mitteln deutlich gemacht werden. Nach dem Öffnen fällt die Tür wieder ins Schloss und ist wieder verriegelt.

    22. Typenstatik

      Typenstatik

      Mit einer Typenstatik wird die mehrmalige Aufstellung einer Statik bei gleichen beziehungsweise sehr ähnlichen Randbedingungen vermieden. Eine Typenstatik muss alle zu berücksichtigenden Anforderungen wie geometrische Vorgaben, Einwirkungen, Unterkonstruktion behandeln. Sie wird durch die jeweilige zuständige Landeseinrichtung geprüft. Eine Typenstatik ersetzt nicht die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, diese kann aber eine Typenstatik beinhalten.

  20. U

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    1. Überkletterschutz

      Überkletterschutz

      Geländer und Umwehrungen müssen laut DIN 18065, Absatz 6.8.3 das Überklettern durch unbeaufsichtigte Kleinkinder erschweren. Dazu sind die Geländer so herzustellen, dass der lichte Abstand von Geländerteilen in einer Richtung nicht mehr als zwölf Zentimeter beträgt und zum Beispiel die Stäbe senkrecht angeordnet werden oder eine Scheibe im unteren Bereich bis zu einer Höhe von siebzig Zentimeter angebracht wird oder der Handlauf um mindestens 15 Zentimeter nach innen gezogen (verkröpft) wird.

    2. Überkopfverglasung

      Überkopfverglasung

      Verglasungen ab einer Neigung von mehr als zehn Grad gegen die Vertikale werden entsprechend der DIN 18008-2 als Überkopfverglasung bezeichnet.

    3. Überlappstoß

      Überlappstoß

      Der Überlappstoß ist eine Stoßart beim Schweißen, bei dem die Teile parallel aufeinander liegen und sich überlappen.

    4. Überwachung

      Überwachung

      Bauprodukte, an die bauaufsichtliche Anforderungen gestellt werden, müssen zum Nachweis ihrer Brauchbarkeit überwacht werden. Die Überwachung gliedert sich in Eigen- und Fremdüberwachung.

    5. Ultraschallpüfung (UT)

      Ultraschallpüfung (UT)

      Die Ultraschallprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren (ZfP) zum Nachweis von inneren Fehlern in Werkstoffen.

    6. Umhüllungstyp

      Umhüllungstyp

      Die Umhüllung von Stabelektroden kann unterschiedliche Zusatzstoffe enthalten. Es werden daher rutil, basisch, sauer und zellulose umhüllt unterschieden.

    7. Ungänze

      Ungänze

      Die Ungänze - auch Diskontinuität genannt - ist ein Begriff aus der Material- und Prüftechnik. Sie umschreibt allgemein eine Fehlstelle bei einer Messung. Der Begriff wird überwiegend im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung verwendet, wenn Materialfehler wie Risse, Einschlüsse, Poren, Lunker, Dopplungen oder andere Diskontinuitäten im Gefüge entdeckt und nicht direkt qualifiziert werden können.

    8. Untergurt

      Untergurt

      Untergurt ist der parallel zum Handlauf verlaufende untere Geländerteil zur Aufnahme von Füllstäben und Staketen.

    9. Unterpulverschweißen

      Unterpulverschweißen

      Das Unterpulverschweißen ist ein vollmechanisiertes Lichtbogenschweißen, bei dem der Schweißvorgang von einer Schicht grobkörnigen, mineralischen Schweißpulvers bedeckt wird. Dadurch werden hohe Abschmelzleistungen erzielt.

    10. Unterschneidung

      Unterschneidung

      Die Unterschneidung ist das waagerechte Maß von der Stufenvorderkante bis zur Hinterkante der Trittfläche der darunter liegenden Stufe. Die DIN 18065, Abschnitt 6.6 fordert für alle offenen Treppen eine Unterschneidung von mindestens dreißig Millimeter. Geschlossene Treppen können mit oder ohne Unterschneidungen errichtet werden.

    11. U-Wert

      U-Wert

      Der U-Wert (in W/K m²) oder Wärmedurchgangskoeffizient (siehe auch dort) ist die zentrale Maßeinheit bei der Ermittlung des Wärmeverlustes eines Bauteils. Für ein bestimmtes Bauteil erhält der U-Wert einen Index. Für Glas ist es zum Beispiel der Ug-Wert.

    12. Ü-Zeichen

      Ü-Zeichen

      Das Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) kennzeichnet Bauprodukte, die den maßgeblichen technischen Regeln, der bauaufsichtlichen Zulassung, dem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis oder der Zustimmung im Einzelfall entsprechen. Das Ü-Zeichen enthält mindestens folgende Daten: - Name des Herstellers, - Grundlage des Übereinstimmungsnachweises, - Bildzeichen oder Bezeichnung der Zertifizierungsstelle, sofern deren Einschaltung erforderlich ist. Das Ü-Zeichen wird inzwischen in vielen Bereichen durch die europaweit gültige CE-Kennzeichnung ersetzt

  21. V

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    1. Verankerungsgrund

      Verankerungsgrund

      Der Verankerungsgrund (auch Befestigungsuntergrund) ist das Material oder der Baustoff, in dem der Metallbauer seine Bauteile befestigt. Häufige Verankerungsuntergründe sind Beton, Mauerwerk, Porenbeton oder Leichtbaustoffe, Fels, Stahl oder Holz. Der Verankerungsuntergrund bestimmt primär das zu wählende Befestigungselement. Für die gängigen Befestigungsuntergründe existieren Normen und Richtlinien, nach denen der entsprechende Baustoff zu fertigen und zu prüfen ist.

    2. Verbundglas (VG)

      Verbundglas (VG)

      Verbundglas (DIN EN ISO 12543-3) ist ein Flachglas, das aus mindestens zwei Schichten Glas besteht. Diese Glasscheiben werden fest miteinander verbunden - meist durch spezielles Gießharz.

    3. Verbund-Sicherheitsglas (VSG)

      Verbund-Sicherheitsglas (VSG)

      Zwei oder mehr Scheiben aus Floatglas oder Einscheiben-Sicherheitsglas werden mit einer oder mehreren Zwischenschichten (PVB) bei Hitze und Druck fest miteinander verbunden.

    4. Verbundwerkstoff

      Verbundwerkstoff

      Verbundwerkstoff ist die Sammelbezeichnung für Werkstoffe, die durch Kombination unterschiedlicher Materialien erhalten werden und deren wichtigste Eigenschaften die der Einzelkomponenten in der Regel übertreffen. Als Bestandteile von Verbundwerkstoffen kommen hauptsächlich Metalle, Hölzer, Gläser, Polymere und keramische Werkstoffe in Frage, die zu Faser-, Band-, Schicht- und Teilchen-Verbundwerkstoffen (zum Beispiel Keramiken) verarbeitet werden können.

    5. Verfahrensprüfung

      Verfahrensprüfung

      Bei einer Verfahrensprüfung nach DIN EN ISO 15614-1 wird im Beisein eines Prüfers die zu qualifizierende Schweißaufgabe durchgeführt und anschließend mithilfe zerstörungsfreier und zerstörender Prüfungen durch ein unabhängiges Institut überprüft, ob die Schweißanweisung geeignet ist. Je nach Schweißaufgabe umfasst die Verfahrensprüfung die folgenden Tests: Sichtprüfung, Durchstrahl-/Röntgenprüfung, Rissprüfung, Kerbschlagbiegeprüfung, Zugversuche, Härtemessungen, Makro-Schliffuntersuchungen. Der Bundesverband Metall bietet für seine Mitglieder günstig eine Reihe von Hilfen mit Standardschweißanweisungen, Schweißnahtprüfungen, vorgezogenen Arbeitsproben und zerstörungsfreien Prüfungen von Schweißnähten an.

    6. Verformungsbruch

      Verformungsbruch

      Der Verformungsbruch (auch duktiler Bruch) tritt erst nach einer größeren plastischen Deformation auf. Eine starke Einschnürung im Bereich der Bruchzone ist charakteristisch. Außer bei einem Restgewaltbruch, da hier nur noch ein sehr kleiner Bereich bezogen auf die gesamte Bruchfläche einer schnellen und stark plastifizierten Verformung ausgesetzt ist.

    7. Vergütungsstahl

      Vergütungsstahl

      Vergütungsstahl ist ein beruhigt vergossener, unlegierter oder legierter Qualitätsstahl und unlegierter oder legierter Edelstahl, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zum Vergüten geeignet ist und im vergüteten Zustand hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit aufweist. Schweißgeeignete Vergütungsstähle haben einen geringen Kohlenstoffgehalt (kleiner 0,2 Prozent) und fallen in die Kategorie der vergüteten Feinkornbaustähle. Die eigentlichen Vergütungsstähle sind mit Kohlenstoffgehalten zwischen 0,2 und 0,65 Prozent nicht schweißgeeignet. Sollen sie dennoch geschweißt werden, ist ein Vorwärmen empfehlenswert. Sie werden meist bei Temperaturen über 500 Grad Celsius angelassen

    8. Verklotzung

      Verklotzung

      Scheiben werden beim Einbau auf kleine Klötze gesetzt, die das Eigengewicht der Scheibe an die Unterkonstruktion ableiten (Tragklötze). Seitlich werden zur Lagesicherung der Scheibe Distanzklötze eingebracht.

    9. Verschleißfestigkeit

      Verschleißfestigkeit

      Verschleißfestigkeit ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Beanspruchung. Sie wird beim Stahl durch Aufkohlen (Einsatzstähle), Induktions- oder Flammhärten (Vergütungsstähle), Gasnitrieren (Nitrierstähle) und Badnitrieren (legierte und unlegierte Baustähle) erreicht. Naturharte Verschleißstähle haben einen hohen Kohelnstoff- und Mangangehalt. Verschleißbeanspruchte Flächen kann man auch durch Auftragschweißen mit harten Schutzschichten versehen.

    10. Verseifung

      Verseifung

      Unter Verseifung versteht man die Hydrolyse eines Esters durch die wässrige Lösung eines Hydroxids, wie zum Beispiel durch Natriumhydroxid, oder durch spezielle Enzyme, die Esterasen. Als Produkte der Reaktion entstehen der Alkohol und das Salz der Säure, aus denen der Ester bestand.

    11. Versprödung

      Versprödung

      Versprödung ist die Herabsetzung des plastischen Formänderungsvermögens eines Werkstoffs. Die Ursachen für eine mögliche Versprödung von Stahl sind vielfältig: Bestrahlung mit Neutronen, Erwärmung auf kritische Temperaturen, bei denen die Versetzungsbewegung durch Diffusion bestimmter Atome blockiert wird, Ausscheidung intermetallischer Phasen, Ausscheidung von Karbiden auf den Korngrenzen, tiefe Temperatur, Wasserstoffaufnahme usw.

    12. Vertikallast

      Vertikallast

      Vertikallasten sind Einwirkungen, die ein Tragwerk vertikal belasten. Bei ständigen Einwirkungen, Nutz-, Verkehrs- und Schneeeinwirkungen resultieren die Vertikallasten aus der Erdanziehung. Aber auch aus Windeinwirkungen können vertikale Lasten an Tragwerken entstehen. Bei Geländern entsteht eine vertikale Last aus dem Eigengewicht des Geländers und ist zu berücksichtigen. Auflehnlasten und die vertikalen Lasten, die aus anhängenden Blumenkästen resultieren, können berücksichtigt werden. Das Eigengewicht für ein Geländer kann mit 0,4 Kilonewton pro Meter angenommen werden. Dieser Wert sollte nach vorläufiger Festlegung der Materialien und Querschnitte überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Auflehnlast kann mit 0,15 Kilonewton pro Meter angenommen, ein Blumenkasten mit 0,35 Kilonewton pro Meter.

    13. Verträglichkeit

      Verträglichkeit

      Die Verträglichkeit eines Abdichtungsmaterials mit angrenzenden Baustoffen ist gegeben, wenn keine Veränderungen, zum Beispiel Bindemittelabwanderungen, Verfärbungen, Korrosion am Material und/oder der bestimmungsgemäß vorliegenden Haftflächen sowie dem angrenzenden Baustoff auftreten. Die Verträglichkeit der einzelnen Abdichtungsmaterialien kann nach DIN 52452 geprüft und beurteilt werden.

    14. Vertrauenszone

      Vertrauenszone

      Begriff aus der DASt-Richtlinie 022 Feuerverzinken von tragenden Stahlbauteilen. Danach erfolgt die Ermittlung von rissgefährdeten Bauteilen nach dem Feuerverzinken. Aus der Kombination von Konstruktions- und Detailklasse ergibt sich die Klassifizierung in Vertrauenszonen 1 (unkritisch) bis 3 (kritisch), die das Potential einer Konstruktion zur Rissbildung widerspiegeln.

    15. Verwendbarkeitsnachweis

      Verwendbarkeitsnachweis

      Bauprodukte dürfen nur eingesetzt werden, wenn ihre Verwendbarkeit für den Verwendungszweck nachgewiesen ist. Der Verwendbarkeitsnachweis gilt als erbracht, wenn es sich um geregelte Bauprodukte handelt, die in der MVV TB veröffentlicht sind und damit die Übereinstimmung mit den dort veröffentlichten technischen Bauregeln sichergestellt ist. Bei ungeregelten Bauprodukten muss die Verwendbarkeit über ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP), eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder über die Zustimmung im Einzelfall (ZiE) nachgewiesen werden.

    16. Verzinken

      Verzinken

      Das Verzinken ist das Aufbringen eines reinen Zinküberzuges auf Stahl. Zu den Verzinkungsverfahren zählen unter anderem das Stückverzinken, das Bandverzinken und das galvanische Verzinken.

    17. Vorgehängte hinterlüftete Fassade

      Vorgehängte hinterlüftete Fassade

      Als vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) bezeichnet man mehrschichtige, geschlossene Außenwandkonstruktionen beziehungsweise Fassaden. Dabei dient die äußerste Schicht als Schutz gegen Schlagregen und ist durch eine Luftschicht von den dahinterliegenden Schichten getrennt. Nach DIN 18516-1 setzt sich die Konstruktion aus der Fassadenbekleidung, der Hinterlüftungszone, der Dämmung und der Unterkonstruktion zusammen. Das System ermöglicht die Wahl unterschiedlichster Fassadenbekleidungen.

  22. W

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    1. Wangentreppe

      Wangentreppe

      Die Wangentreppe ist eine klassische Treppenform und ein Sammelbegriff für Treppen aus unterschiedlichen Werkstoffen. Die Wangentreppe hat entweder neben oder unter dem Rand der Stufen angeordnete tragende Wangen aus Holz, Stahl, Verbundwerkstoff oder ähnlichen tragenden Baustoffen, und Stufen aus Holz, Stahl oder anderen geeigneten Materialien. Die Wangentreppe kann in allen Grundrissformen gebaut werden, mit Ausnahme der Spindeltreppe.

    2. Wareneingangsprüfung

      Wareneingangsprüfung

      Die Wareneingangsprüfung ist im Rahmen der Beschaffungslogistik eine Qualitätskontrolle, die die Überprüfung gelieferter Güter vor der Verbuchung als Wareneingang zum Inhalt hat. Aufgabe der Wareneingangskontrolle ist es, sämtliche bestellten Materialien und Waren auf die Übereinstimmung mit den Warenbegleitpapieren zu überprüfen. Sie misst, wiegt, zählt und begutachtet die Güter, entnimmt Proben und führt gegebenenfalls eine Werkstoffprüfung durch. Im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle hat die Wareneingangsprüfung eine große Bedeutung.

    3. Wärmebrücke

      Wärmebrücke

      Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die anderen Bauteile. Auf den kühleren Oberflächen kann feuchte Raumluft kondensieren und so zu Kondensationsschäden führen. Man unterscheidet konstruktive, geometrische und stoffliche Wärmebrücken.

    4. Wärmedämmverbundsystem

      Wärmedämmverbundsystem

      Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS oder WDV-System) ist ein System zum Dämmen von Gebäudeaußenwänden und seltener auch inneren Gebäudeelementen. Das Dämmmaterial wird in Form von Platten oder Lamellen durch Kleben und/oder Dübeln (Tellerdübel) auf dem bestehenden Wanduntergrund aus Ziegeln, Kalksandstein oder Beton befestigt und mit einer armierenden Schicht versehen.

    5. Wärmedurchgangskoeffizient

      Wärmedurchgangskoeffizient

      Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für den Wärmestrom von einem Fluid durch einen festen Körper (etwa eine Wand) in ein zweites Fluid aufgrund eines Temperaturunterschiedes zwischen den Fluiden. Im Fall einer ebenen Wand gibt er den Wärmestrom (Wärmeenergie pro Zeit) je Fläche der Wand und je Kelvin Temperaturunterschied der beiden Fluide an. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein spezifischer Kennwert eines Bauteils. Er wird im Wesentlichen durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt, aber auch durch die Wärmestrahlung und Konvektion an den Oberflächen.

    6. Wärmeeinflusszone

      Wärmeeinflusszone

      Die Wärmeeinflusszone ist der Bereich des Grundwerkstoffes, der durch den Schweißvorgang beeinflusst wurde. Sie umfasst das Überhitzungsgefüge, das Normalglühungsgefüge und die Übergangszone.

    7. Wärmeschutz

      Wärmeschutz

      Unter Wärmeschutz versteht man alle baulichen Maßnahmen, die den Wärmeverlust eines Gebäudes minimieren.

    8. Wärmetauscher

      Wärmetauscher

      Ein Wärmetauscher (auch Wärmeübertrager, seltener Wärmeaustauscher) ist ein Gerät, das thermische Energie von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt. Wärmetauscher lassen sich hinsichtlich der Wärmeübertragung in drei Klassen einteilen: direkte Wärmeübertragung, indirekte Wärmeübertragung und halbindirekte Wärmeübertragung.

    9. Warm-Fassade

      Warm-Fassade

      Warm-Fassaden sind in der Regel einschalige Fassaden. Diese eine Fassadenebene übernimmt alle Anforderungen, wie etwa Lastabtragung, Schall-, Wärme- oder Sonnenschutz.

    10. Wartung

      Wartung

      Als Wartung werden gemäß DIN 31051 Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrates der Betrachtungseinheit verstanden. Sie wird während der Nutzung eines Objekts angewandt. Die Wartung wird im Allgemeinen in regelmäßigen Abständen und häufig von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt. So kann eine möglichst lange Lebensdauer und ein geringer Verschleiß der gewarteten Objekte gewährleistet werden. Fachgerechte Wartung ist oft auch Voraussetzung zur Gewährung der Gewährleistung.

    11. Wartungsfuge

      Wartungsfuge

      Eine Wartungsfuge ist nach DIN 52460 eine chemischen und/oder physikalischen Einflüssen ausgesetzte Fuge, deren Dichtstoff in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden muss, um Folgeschäden zu vermeiden.

    12. Wartungsvertrag

      Wartungsvertrag

      In einem Wartungsvertrag (zum Beispiel für Fugen) wird vereinbart, dass der Auftragnehmer nach erfolgter Absprache mit dem Auftraggeber oder dem Bauherrn eine regelmäßige Begehung gegen Berechnung vornimmt. Die Abrechnung erfolgt nach Vereinbarung. Diese Maßnahme dient der Erhaltung der Fuge und ihrer Funktionssicherheit.

    13. Wasserstoffversprödung

      Wasserstoffversprödung

      Die Wasserstoffversprödung ist die Abnahme der Zähigkeitseigenschaften eines Metalls durch die Einlagerung von atomarem Wasserstoff an Fehlstellen oder Korngrenzen im Metallgitter. Atomarer Wasserstoff entsteht unter anderem beim Beizen oder beim Schweißen unter Verwendung feuchter Schweißzusatzwerkstoffe oder auf feuchten Grundwerkstoffen.

    14. Wasserstoffversprödung

      Wasserstoffversprödung

      Unter der Wasserstoffversprödung versteht man die Änderung der Sprödigkeit, die durch das Eindringen und die Einlagerung von Wasserstoff in ein Metallgitter verursacht wird. Sie ähnelt einer Materialermüdung: In der Folge kommt es zu wasserstoffbedingter Rissbildung, womit insbesondere der Einsatz anfälliger Materialien zur Wasserstoffspeicherung begrenzt wird. Die Wasserstoffversprödung tritt auf, wenn auf der Metalloberfläche – entweder durch Wasserstoffkorrosion oder aber bei einer anderen chemischen Reaktion in der Metallverarbeitung, an der Wasserstoff beteiligt ist (zum Beispiel beim Beizen) – atomarer Wasserstoff entsteht, der schneller in den Werkstoff diffundiert, als er sich an der Werkstoffoberfläche zu nicht diffusionsfähigen H2-Molekülen zusammenfügt.

    15. Weichglühen

      Weichglühen

      Weichglühen ist ein Glühen von Stahl mit der Zielsetzung, kugelige Carbide im Gefüge zu erzielen. Dadurch soll der Stahl eine geringe Festigkeit und Härte erhalten, damit er besser zerspanbar und kaltumformbar wird. Üblicherweise werden nur Stahlsorten mit einem Kohlenstoffgehalt über 0,5 Prozent weichgeglüht, da die niedriggekohlten Sorten auch nach einem Normalglühen weich genug sind.

    16. Weißrost

      Weißrost

      Weißrost bildet sich in Form von Korrosionsprodukten auf verzinkten Oberflächen. Eine nennenswerte Schädigung tritt bei leichter Weißrostbildung nicht ein. Fallen die weißrostauslösenden Bedingungen fort, stoppt auch die Weißrostbildung. Solange die geforderte Mindestdicke des Zinküberzugs vorhanden ist, stellt Weißrost keinen Grund zur Beanstandung dar.

    17. Wellenbrecher

      Wellenbrecher

      Wellenbrecher gehören zu den Metallbauarbeiten beim Innenausbau von Sport- und Versammlungsstätten. Es handelt sich um Abschrankungen auf den Stufen von Stehplatz-Tribünen, die verhindern, dass für die Besucher Gefahr durch den Druck einer größeren Menschenmenge entsteht, insbesondere dann, wenn diese unkontrolliert von oben in Richtung Spielfeld in Bewegung gerät. Wie die Wellenbrecher auf Tribünen anzuordnen sind, ist durch eine Reihe von Verordnungen und Empfehlungen geregelt.

    18. Wendeltreppe

      Wendeltreppe

      Die Wendeltreppe ist eine Treppe mit Treppenauge. Die charakteristische Form einer Wendeltreppe ist der zentrale Luftraum, um den sich der Treppenlauf bogenförmig windet. Wendeltreppen sind eine alte Grundrissform, die schon in Treppentürmen und klassischen Bauten zu finden ist, jedoch auch heute als gleichmäßig zu begehende und elegante Bauart für repräsentative Zwecke sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bau gerne eingesetzt wird.

    19. Werksbescheinigung

      Werksbescheinigung

      Die Werksbescheinigung ist eine Prüfbescheinigung für metallische Erzeugnisse gemäß DIN EN 10204 ohne Prüfung.

    20. Werkszeugnis

      Werkszeugnis

      Das Werkszeugnis ist eine Prüfbescheinigung für metallische Erzeugnisse gemäß DIN EN 10204 mit nichtspezifischer Prüfung.

    21. Wickelwelle

      Wickelwelle

      Eine Wickelwelle dient zum Beispiel bei Sonnenschutzanlagen oder Rolltoren zur Aufnahme des aufzuwickelnden Mediums und wird je nach Einsatzzweck und Produkt unterschieden. Zum Beispiel können bei Markisen und Rollladenanlagen Antriebsmotoren platzsparend in der Wickelwelle untergebracht werden.

    22. Widmannstättenstruktur

      Widmannstättenstruktur

      Bezeichnung nach dem österreichischem Forscher A. Beck von Widmannstätten. Die Widmannstättenstruktur oder das Widmannstättensche Gefüge bezeichnet ein unerwünschtes sprödes Gefüge, welches bei schneller Abkühlung aus dem schmelzflüssigen Zustand entstehen kann, zum Beispiel beim Stahlguss, aber auch beim Schweißen von Stahl. Bei der Umwandlung vom Austenit in Ferrit (Eisen-Kohlenstoff-Diagramm) scheidet sich der Ferrit nicht an den Korngrenzen des Austenits ab, sondern auch plattenförmig im Inneren der Körner. Nach der Abkühlung besteht das Gefüge aus platten- oder nadelförmigem Ferrit mit dazwischen liegendem Perlit. Ein Widmannstättensches Gefüge kann durch Normalglühen beseitigt werden.

    23. WIG-Schweißen

      WIG-Schweißen

      Beim WIG-Schweißen (Wolfram-Inert-Gas) brennt der Lichtbogen zwischen dem Werkstück und einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode. Ein separat zugeführtes inertes Gas (zum Beispiel Argon) schützt die Schweißzone vor den negativen Einflüssen der Atmosphäre. Ein Zusatzwerkstoff kann bei Bedarf von Hand zugeführt werden. Vorteil des Verfahrens ist die gute Beherrschbarkeit des konzentrierten spritzerfreien Lichtbogens.

    24. Windlast

      Windlast

      Die Windlast gehört zu den klimatisch bedingten veränderlichen Einwirkungen auf Bauwerke oder Bauteile. Sie ergibt sich aus der Druckverteilung um ein Bauwerk, welches einer Windströmung ausgesetzt ist. Sie wirkt im Allgemeinen als Flächenlast senkrecht zur Angriffsfläche und setzt sich vor allem aus Druck- und Sogwirkungen zusammen. In den Normen werden die Windlasten in Rechenwerte zur Ermittlung der Tragwerkssicherheit überführt.

    25. Wintergarten

      Wintergarten

      Als Wintergarten bezeichnet man einen Anbau an ein Gebäude oder ein selbständiges Bauwerk, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen. Der richtig konstruierte Wintergarten nutzt den Glashauseffekt anstelle konventioneller Heizungstechniken zum Erreichen einer Raumtemperatur, die das Überwintern von geeigneten Pflanzen ermöglicht. Die passive Sonnenenergienutzung führt selbst bei geringer direkter Sonneneinstrahlung beziehungsweise Streulicht zu einer spürbaren Aufheizung der Innenraumluft gegenüber der Außenluft.

    26. Wolframeinschluss

      Wolframeinschluss

      Die Einschlüsse von Wolfram in der Schweißnaht entstehen beim WIG-Schweißen unter anderem durch Kontakt der heißen Wolframelektrode mit dem Schweißbad. Sie wirken als Kerben im Schweißnahtbereich.

    27. Wolframelektrode

      Wolframelektrode

      Die Elektrode beim WIG-Schweißen ist nicht abschmelzend und besteht aus reinem Wolfram oder einer Legierung.

  23. Z

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    1. Zarge

      Zarge

      Die Zarge ist bei der Türkonstruktion der Rahmen, der das Türblatt mit der Wand verbindet. Grundsätzlich wird zwischen Umfassungs- und Blockzargen unterschieden. Eine Umfassungszarge umschließt zu beiden Wandseiten die Laibungsfläche der Türöffnung, während eine Blockzarge innerhalb der Türöffnung vor der Laibung befestigt ist. Die Wahl der jeweiligen Zarge hängt von der Wandkonstruktion, vom Material und den Abmessungen der Tür, der Nutzung und den gestalterischen Anforderungen ab.

    2. zfP-Verfahren

      zfP-Verfahren

      Auch zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. ZfP-Verfahren sind alle Prüfverfahren, bei denen Werkstücke ohne deutliche Beschädigung und ohne Beeinträchtigung ihrer Funktionseigenschaften auf Oberflächen- und Innenfehler geprüft werden. Die Prüfverfahren können in die vier Hauptgruppen der Kapillar-, magnetischen und induktiven, Schall- und Strahlenverfahren eingeteilt werden. Zu den Kapillarverfahren gehören das Farbeindringverfahren, die Ölkochprobe und auch die Beizprobe. Mit diesen Prüfungen können feinste Risse an der Oberfläche festgestellt werden. Mit den magnetischen Prüfverfahren können Oberflächenfehler und Fehler dicht unterhalb der Oberfläche entdeckt werden. Klassischer Vertreter der Schallverfahren sind die Ultraschallprüfverfahren. Mit den Strahlenverfahren verbindet man die Röntgenprüfung und die Gammastrahlenprüfung.

    3. Zinklötrissigkeit

      Zinklötrissigkeit

      Zinklötrissigkeit entsteht, wenn flüssiges Zink beim Schweißen in das Schweißgut eindringt. Der Grund: Zink schmilzt bereits bei 419 Grad Celsius und verdampft bei 906 Grad Celsius. Deshalb muss die Zinkschicht vor dem Schweißen im Nahtbereich entfernt werden. Wird sie nicht entfernt, können Zinkeinschlüsse zu Poren oder Lötrissigkeit führen. Es entstehen Zinkeinschlüsse mit niedriger Streckgrenze, die damit potenzieller Ausgangspunkt für Risse sind.

    4. Zinkpaste

      Zinkpaste

      Zinkpaste ist ein Dickschicht-Beschichtungsstoff für die Ausbesserung von Fehl- und Schadstellen an feuerverzinkten Bauteilen nach DIN EN ISO 1461.

    5. Zinkstaubbeschichtung

      Zinkstaubbeschichtung

      Die Zinkstaubbeschichtung ist ein Schutzverfahren, bei dem zinkstaubpigmentierte Beschichtungsstoffe als Schutzschichten auf Stahlbauteile aufgebracht werden. Zinkstaubbeschichtungen erreichen nicht die Schutzdauer einer Feuerverzinkung.

    6. ZTU-Schaubild

      ZTU-Schaubild

      Das Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Schaubild ermöglicht es, die Gefügezusammensetzung beim Abkühlen eines Stahls aus dem Austenitgebiet in Abhängigkeit von der Abkühlungsgeschwindigkeit zu ermitteln. Zudem können im Regelfall auch die Volumenanteile der Gefügebestandteile und die resultierende Härte des Gefüges vorhergesagt werden. Die Anwendung von ZTU-Schaubildern in der Praxis führte zu mehreren Varianten: Das kontinuierliche ZTU-Schaubild beschreibt zum Beispiel das Umwandlungsverhalten eines Stahls bei kontinuierlicher Abkühlung von der Behandlungstemperatur (nach dem Härten). Ein ZTU-Schaubild, das zur Planung und Beurteilung von Schweißvorgängen verwendet wird, wird als SZTU-Schaubild bezeichnet (Schweiß-ZTU-Schaubild). Hier wird die Umwandlungsverschiebung durch eine gegenüber dem Härten höhere Starttemperatur im Austenitgebiet berücksichtigt.

    7. Zugbelastung

      Zugbelastung

      Die Zugbelastung ist eine Beanspruchungsart, bei der die Belastung senkrecht zur Verbindungsebene wirkt. Zugbelastungen führen zur Dehnung (Druckbelastungen zur Stauchung der belasteten Körper.

    8. Zugspannung

      Zugspannung

      Die Zugspannung (auch Normalspannung) ist die senkrecht auf einen Körperquerschnitt einwirkende Kraft pro Querschnittsfläche.

    9. Zugzone

      Zugzone

      Wird Beton als Befestigungsuntergrund durch eine Last beaufschlagt, bildet sich eine Zugzone und eine Druckzone aus. Erfolgt die Belastung von oben (zum Beispiel durch eine Deckenlast) ist in der Betondecke oben die Druckzone und unten die Zugzone. Ausgehärteter Beton weist eine relativ hohe Druckfestigkeit, aber nur eine geringe Zugfestigkeit auf. Wird die Zugfestigkeit des Betons durch eine äußere Last überschritten, bilden sich Risse aus. In der Regel wird in Deutschland ohne weitere Nachweise von gerissenem Beton (Zugzone) ausgegangen. Danach müssen die zugelassenen Befestigungsmittel ausgewählt werden.

    10. Zulässige Gesamtverformung

      Zulässige Gesamtverformung

      Unter der zulässigen Gesamtverformung (ZGV) versteht man den Verformungsbereich (Gesamtheit von Dehnung, Stauchung, Scherung), innerhalb dessen ein spritzbarer Dichtstoff seine Funktionsfähigkeit beibehält. In der DIN EN ISO 11600 wird in diesem Zusammenhang von Bewegungsvermögen gesprochen.

    11. Zünden

      Zünden

      Das Zünden des Lichtbogens erfolgt zu Beginn des Schweißens, wenn die Elektrode nach dem Kurzschluss vom Werkstück für einen geringen Abstand abgehoben wird.

    12. Zustimmung im Einzelfall (ZiE)

      Zustimmung im Einzelfall (ZiE)

      Von den Landesbaubehörden erteilte Zustimmungen im Einzelfall genehmigen einzelne Bauvorhaben, deren Konstruktionsweise von den bestehenden Normen und Regelwerken nicht abgedeckt ist.

    13. Zwischenpodest

      Zwischenpodest

      Ein Zwischenpodest ist ein Podest innerhalb einer Geschosstreppe. Zwischenpodeste sind entweder aus konstruktiven Gründen erforderlich, um einen Richtungswechsel zwischen Treppenläufen zu ermöglichen, oder aus benutzerorientierten Anforderungen, um eine Verweil- oder Ausweichzone zu schaffen, gelegentlich auch, um eine Treppenanlage zu verlängern oder den Zugang von einem Zwischengeschoss zu ermöglichen. Die DIN 18065 legt in Punkt 6.3.2 fest, dass bei Gebäuden im Allgemeinen bei notwendigen Treppen nach 18 Steigungen ein Ruhepodest anzuordnen ist. Nur in begründeten Fällen kann davon abgewichen werden.

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