Fachregelwerk: Ausfüllen, ausdrucken, anbringen

(September 2018) Im Fachregelwerk ist auch eine ganze Reihe von Dokumenten und Vorlagen zum Arbeitsschutz enthalten. Lesen Sie, wie Sie die Dokumente für ihren betrieblichen Alltag nutzen können.

Fachregelwerk
Die Gefährdungsbeurteilungen (hier für das MIG/ MAG-Schweißen und Lichtbogen-Handschweißen) können Sie für die betriebliche Weiternutzung herunterladen.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) schreibt jetzt auch im Paragraf fünf die Beurteilung der Arbeitsbedingungen vor. Der Unternehmer hat durch eine Beurteilung der für die Versicherten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
Der erste wichtige Schritt dabei ist die Gefährdungsbeurteilung. Der Unternehmer hat die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, insbesondere über die Gefährdungen und die Maßnahmen zu ihrer Verhütung zu unterweisen; Die Unterweisung muss erforderlichenfalls wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen und muss dokumentiert werden.

Die Unterweisung hat mindestens zu umfassen:

  • die konkreten, arbeitsplatz- und arbeitsaufgabenbezogenen Gefähr­dungen,
  • die dagegen getroffenen und zu beachtenden Schutzmaßnahmen,
  • die vorgesehenen sicherheits- und gesundheitsgerechten Handlungsweisen,
  • die Notfallmaßnahmen,
  • die einschlägigen Inhalte der Vorschriften und Regeln müssen berücksichtigt werden,
  • Betriebsanleitungen von einzusetzen­den Arbeitsmitteln, insbesondere Maschinen,
  • sonstige Betriebsanweisungen,
  • die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung.

Unterweisen Sie regelmäßig
Grundsätzlich sollten für alle eingesetzten Maschinen Betriebsanweisungen erstellt werden, sofern noch nicht erfolgt. Die Betriebsanweisungen sind in der Nähe der Maschinen dauerhaft anzubringen oder auszuhängen. Regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter im Umgang mit den Maschinen und Geräten sind notwendig.

Zusammengefasst muss ein Unternehmen die mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen ermitteln und dokumentieren sowie die Mitarbeiter über (Rest-)Risiken auch mit Hilfe von Betriebsanweisungen unterweisen. Auf der Grundlage dieser Bestimmungen wurde in das Fachregelwerk eine Reihe von Musterformularen für Gefährdungsanalysen und Betriebsanweisungen aufgenommen. Dabei sind die in einem Metall-/Stahlbaubetrieb anzutreffenden gebräuchlichsten Maschinen und Verfahren aufgenommen worden. Die insgesamt 36 Musterformulare sind im Anhang zum Kapitel 1.15.2.8 als Word-Datei downloadbar.

Einfach ausfüllen und nutzen

Sie können die Word-Dateien in den Kopfzeilen in dafür vorgesehenen Feldern sehr einfach mit Ihrem Firmennamen beziehungsweise Stand (Monat/Jahr) versehen sowie bei den Gefährdungsbeurteilungen:

  • den Handlungsbedarf mit „ja“ oder „nein“ angeben,
  • falls Handlungsbedarf vorhanden, in der rechten Spalte die Realisierung der Abhilfe personell und zeitlich einplanen,
  • bei Bedarf die Beurteilung ändern/ergänzen sowie den aktuellen Stand archivieren.

bei den Betriebsanweisun­gen:
  • in der Rubrik „Erste Hilfe, Alarmierungsplan“ können Sie den Ersthelfer, soweit vorhanden, angeben,
  • die Betriebsanweisungen sind vom Geschäftsführer (oder Bevollmächtigten) zu unterschreiben und somit im Betrieb verbindlich anzuwenden,
  • die Betriebsanweisungen müssen den involvierten Mitarbeitern zugänglich sein, zum Beispiel über einen Aushang in der Nähe der betreffenden Maschine oder zusammengefasst in einem Infoordner.
Außerdem ist das Arbeitsschutzgesetz im Fachregel­werk im Volltext enthal­ten. 

Letzte Aktualisierung: 06.09.2018