Fachregelwerk: Passend abgesichert

(März 2019) Immer wieder muss der Metallbauer Kundenanfragen schnell und kompetent beantworten – zum Beispiel nach der richtigen Absicherung des Hofeingangstores. Auch in diesem Fall hilft das Fachregelwerk weiter.

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Ob das Schiebetor richtig abgesichert ist, lässt sich sehr schnell mit dem Fachregelwerk ermitteln. Foto: Sommer


Das Fachregelwerk Metallbauerhandwerk – Konstruktionstechnik hat sich als wichtigstes Wissenskompendium des Metallbauerhandwerks etabliert. Wie man damit auch schnell und formulierungssicher auf tägliche Probleme reagieren oder auf Kundenanfragen die richtigen Antworten finden kann, zeigen wir hier. Ein gedruckter Auszug aus dem Fachregelwerk kann dann im Kundengespräch sehr überzeugend sein.

Sichern Sie das Tor richtig ab

Nicht erst bei einem Unfall oder einer Verletzung stellt sich die Frage, welche Ausstattung mit Bedien- und Sicherheitselementen das Tor denn überhaupt benötigt hätte. Torbauer sollten ihre Kunden über die notwendigen Sicherheitseinrichtungen für die Ausstattung ihres Tores informieren und natürlich ist auch eine CE-Kennzeichnung erforderlich. Das Mindestschutzniveau ist in DIN EN 12453 geregelt, die im Kapitel 2.23.0.10.1 ausführlich zitiert wird. Das Kapitel 2.23.0 ist sehr leicht zu finden, denn es steht am Anfang aller Torekapitel des Fachregelwerkes und befasst sich mit den allgemeinen Fragen der Torplanung wie Torauswahl und CE-Kennzeichnung – und eben der Torsicherheit. Eine Tabelle gibt detailliert Auskunft über das Mindestschutzniveau. Dort wird nach Typen der Nutzung und nach Art der Torbetätigung unterschieden. So muss zum Beispiel ein Tor im öffentlichen Bereich mit einer Automatiksteuerung mit den Sicherheitseinrichtungen Typ C und D oder E ausgestattet werden. Dabei ist Typ C: Begrenzung von Kräften nach Anhang A der EN 12453, entweder durch Kraftbegrenzungseinrichtungen (nach DIN EN 12453, Absatz 5.1.1.5) oder durch Schutzeinrichtungen (nach DIN EN 12453, Absatz 5.1.1.6,) Typ D: Eine Einrichtung zur Erkennung der Anwesenheit einer Person oder eines Gegenstandes, der sich auf dem Fußboden auf einer Seite des Tores befindet. Wenn zwei Schutzsysteme, zum Beispiel C und D, kombiniert werde, muss die D-Einrichtung nicht notwendigerweise die Anforderungen von DIN EN 12453, Absatz 5.1.1.6 erfüllen. In diesem Fall müssen regelmäßige Prüfungen der D-Einrichtung im Abstand von höchstens sechs Monaten in der Wartungsanleitung des Tores festgelegt werden. Und Typ E: Eine Einrichtung zur Erkennung der Anwesenheit, die so beschaffen und eingebaut ist, dass unter keinen Umständen eine Person vom bewegten Torflügel berührt werden kann. Solch eine Einrichtung muss DIN EN 12453, Absatz 5.1.1.6 erfüllen.

Die genaue Vorgehensweise für die Planung und Ausführung des Tores finden Fachregelwerksnutzer übrigens am Ende jeden Torkapitels in der übersichtlichen Checkliste.

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Letzte Aktualisierung: 05.03.2019