Messtechnik: Präzision auf Erfolgskurs

Betriebsportrait: Die Wenzel Group aus dem bayerischen Wiesthal.

Endmontage
Der Blick in die Endmontage zeigt, dass bei Wenzel Qualität an oberster Stelle steht. Fotos: Wenzel

Weitere Infos finden Sie unter www.wenzel-group.com beziehungsweise www.metallhandwerk.de/bundesfachgruppe-feinwerkmechanik .
Der Begriff „Global Player“ beschreibt wohl am besten, was hier in einem kleine malerischen Tal im Spessart in weniger als fünfzig Jahren aufgebaut worden ist. Dabei fing alles sehr bescheiden mit drei Beschäftigten in einer kleinen Werkstatt an. Doch was Werner Wenzel, der einheimische Firmengründer im Jahr 1968 im Alter von 31 Jahren hatte, war der Meisterbrief als Werkzeugbauer, die Erfahrung von einigen Jahren in leitender Funktion in einem kleinen handwerklichen Messwerkzeugbaubetrieb, den unbändigen Willen „etwas aus seinem Leben zu machen“ und den Hang zur Selbständigkeit.

Solides Wachstum

Mit handwerklichem Fleiß, familiärem Engagement und unternehmerischem Geschick machte sich der junge Mann an die Arbeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Firma nach dem schwierigen Start, schnell ein eigenes Produktprogramm mit Prüfgeräten und speziellen Messwerkzeugen aufbaute und stetiges Umsatz- und Mitarbeiterwachstum erzielen konnte. Schon etwas mehr als zehn Jahre nach der Firmengründung waren es sechzig Leute und zu den Kunden gehörten solche Firmen wie Zeiss, Leitz und Mauser.
Der Name Wenzel ist heute weltweit ein Synonym für höchste Präzision und Innovation in der Messtechnik. In den letzten fünfzig Jahren hat sich aus dem kleinen Handwerksbetrieb einer der weltweit bedeutendsten Anbieter für Koordinaten-Messmaschinen entwickelt.
Die Wenzel Group gehört heute zu den führenden Herstellern innovativer Messtechnik-Lösungen. Der Erfolg des größten familiengeführten Unternehmens der Branche mit metallhandwerklichen Wurzeln basiert auf deutscher Qualitätstechnik, Flexibilität und starken Partnerschaften.
1968 gegründet, steht der Name Wenzel heute vor allem für höchste Präzision, Zuverlässigkeit und technologische

Kompetenz in den Gebieten:

  • Koordinatenmesstechnik,
  • optisches High Speed Scanning,
  • Computertomographie.

Lösungen von Wenzel werden in allen Industriezweigen eingesetzt, unter anderem im Bereich Automotive, Luftfahrt, Energiegewinnung und Medizin. Wenzel blickt heute auf eine installierte Basis von über 10.000 Maschinen weltweit. Niederlassungen und Vertretungen in mehr als fünfzig Ländern unterstützen den Verkauf und stellen den After Sales Service für die Kunden sicher.

Weichen neu gestellt

Messtechnik
Messtechnik von Wenzel ist überall auf der Welt im Einsatz.

Zum fünfzigjährigen Jubiläum, das im Juni gefeiert wurde, wurden beim Messtechnikanbieter Wenzel aus Wiesthal die Weichen neu gestellt. Dr. Heike Wenzel ist nun alleinige geschäftsführende Gesellschafterin der Wenzel Group. Frank Wenzel ist aus dem Unternehmen ausgeschieden. Damit bleibt die Wenzel Group zu hundert Prozent ein Familienunternehmen und wird seine Marktstellung im Bereich der Messtechnik weiter ausbauen.
Wenzel hat sich in den letzten Jahren von einem mittelständischen Unternehmen zu einem weltweit agierenden Konzern mit mehr als 650 Mitarbeitern entwickelt. Möglich wurde dies durch das starke Wachstum im Bereich der Produkte und Dienstleistungen rund um die Messtechnik. Die digitale Transformation eröffnet für die Messtechnik enorme Möglichkeiten. Dazu gehören das Messen in und an der Fertigungslinie, die Einbindung in Automatisierungslösungen sowie das Miteinander von taktilen und optischen Messlösungen in Unternehmen. Diese Chancen will Wenzel nutzen und hier verstärkt in innovative Entwicklungen investieren. Daher werden die Sparten Verzahnungsmesstechnik und Styling Solutions aus der Gruppe gelöst und von Frank Wenzel fortgeführt.

Strukturen und Ansprechpartner bleiben erhalten

Der Grundstein der Wenzel Group wurde 1968 von Werner Wenzel gelegt, der leider vor zehn Jahren verstarb. Von einem kleinen Handwerksbetrieb mit drei Mitarbeitern ist die Gruppe in den letzten Jahrzehnten (nun unter Führung seiner beiden Kinder Heike und Frank) auf mehr als 650 Mitarbeiter gewachsen. Wenzel bedient Kunden weltweit und hat sich zu einem führenden Anbieter für Messtechnik und Styling Lösungen entwickelt. Die Wenzel Group agiert im Bereich Messtechnik weiterhin in den bekannten Strukturen und mit den bewährten Ansprechpartnern.
Die gesamte Gruppe bleibt fast vollständig erhalten, lediglich die Wenzel Design-Tec sowie ein kleiner Standort in Karlsruhe sind aus der Gruppe ausgeschieden. Alle anderen Standorte im In- und Ausland bleiben unter dem Dach der Gruppe. Über einen Kooperationsvertrag ist sichergestellt, dass Produktions- und Serviceaufträge nach wie vor mit hoher Qualität bearbeitet werden.

Belegschaft reagiert positiv

Ferigung Wenzel
Die Fertigung der hochgenauen Messgeräte erfordert von den qualifizierten Mitarbeitern höchste Präzision. Hier im Messraum.

Die neue Ausrichtung wurde im Vorfeld bereits an die Belegschaft kommuniziert. Wichtig ist die Tatsache, dass der Stammsitz in Wiesthal auch weiterhin für die Produktion der Maschinen zuständig sein wird. Hier arbeiten 320 Mitarbeiter zum Teil schon in der zweiten Generation, die maßgeblich für den bisherigen Erfolg des Unternehmens verantwortlich sind.
„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Erbe meiner Eltern zu bewahren und fit für die nächste Generation zu machen“, erklärt Dr. Heike Wenzel. Sie sieht die neue Ausrichtung als richtigen und konsequenten Schritt. „Die Trennung wird die Transparenz und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens stärken und damit sicherlich einen positiven Schub erzeugen können, der uns weiter nach vorne bringt.“
Mit dem Ausscheiden von Frank Wenzel rückt nun Prof. Dr. Heiko Wenzel-Schinzer in die Geschäftsleitung auf. Er verantwortet unter anderem die Digitalisierungsstrategie der Gruppe. Seit 2015 unterstützt er die Wenzel Group bei der Neuausrichtung der Softwareentwicklung und der digitalen Transformation. Er ist der Ehemann von Dr. Heike Wenzel und damit bleibt die Tradition des Familienbetriebs mit kurzen Entscheidungswegen in der Führung gewahrt.

Letzte Aktualisierung: 07.12.2018