Nachrichten: Arbeitsunfallstatistik, Sicherheitsglas, Aluminiumkonjunktur, BIM und Schweißtechnik

Einige Nachrichten aus der Branche halten interessante Infos für Metallbauer bereit. So ist die Zahl der Arbeitsunfälle auf dem Bau wieder leicht gestiegen, Sicherheitsglas hilft beim Einbruchschutz, die Aluminiumindustrie rechnet mit einer leichten Konjunkturdelle, eine Studie informiert über Digitalisierung und BIM im vorbeugenden Brandschutz und innovative Schweißtechnologien kann man jetzt direkt vor Ort live erleben.

Arbeitsunfälle leicht gestiegen

Arbeitsunfälle gestiegen
Die Zahl der Arbeitsunfälle auf dem Bau ist wieder leicht gestiegen. Foto: Thomas Lucks/BG Bau

Die meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Bereich der Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Auch 2019 ist das Unfallgeschehen bisher gleichbleibend hoch. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) jetzt vorgelegt hat. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle blieb auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl deutlich mehr Beschäftigte bei der BG Bau versichert waren. Tödliche Wegeunfälle stiegen nach einem Rekordtief im Jahr 2017 wieder auf das Niveau der Vorjahre. Um den Unfallrisiken entgegen zu wirken, möchte die BG Bau ihre Mitgliedsunternehmen und ihre Versicherten künftig noch stärker für sicheres Verhalten bei der Arbeit sensibilisieren.

In der Bauwirtschaft ist der weiße Hautkrebs mit 2.944 Fällen inzwischen die häufigste angezeigte Berufskrankheit, gefolgt von Lärm und Lungenkrebs durch Asbest. Mit steigender Tendenz. Insbesondere durch die zunehmende UV-Strahlung sowie längeren Hitzeperioden müssen die Outdoorworker am Bau und in baunahen Dienstleistungen durch entsprechende Maßnahmen geschützt werden.

Mit Sicherheitsglas Zeit gewinnen

Im Gegensatz zu früher haben Einbrecher heute immer Saison. Gerne kommen sie am helllichten Tage, wenn die Hausbewohner bei der Arbeit sind, mittlerweile aber sogar auch dann, wenn jemand im Haus ist. Dann muss es aus Sicht der Verbrecher wegen der erhöhten Gefahr, entdeckt zu werden, sehr schnell gehen. Genau das verhindert gutes Sicherheitsglas, wie der Bundesverband Flachglas mitteilt.

Sicherheitsglas
Einbrecher haben heute immer Konjunktur. Foto: Juhku/Fotolia

Einbruchhemmende Fenster und Fassadenelemente werden angesichts hoher Einbruchszahlen von Haus- und Wohnungsbesitzern immer häufiger nachgefragt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verglasung, denn oft wird sie durchbrochen, um dann die Fenster mit einem Griff nach innen öffnen zu können. Dies wird mit Sicherheitsglas wirksam verhindert, welches es in verschiedenen Ausführungen gibt: ESG, also Einscheibensicherheitsglas, kommt als „Alarmglas“ zum Einsatz. Wird das Glas zum Beispiel mit einem Hammer oder mit einem Schneidwerkzeug beschädigt, wird automatisch Alarm ausgelöst. Man kann diesen Alarm auch direkt an die Polizei weiterleiten, die technischen Möglichkeiten hierfür sind ausgereift und funktionieren zuverlässig. Für den Faktor Zeit hingegen ist Verbundsicherheitsglas zuständig. Die Widerstandklassen reichen von P1A bis P8B. „P1A erschwert beispielsweise das Hindurchwerfen von Gegenständen und P8B ist auch mit schwerem Gerät kaum zu durchbrechen. Um herauszufinden, wieviel Sicherheit man braucht und welches Glas das individuell beste ist – hier spielen natürlich der Wohnort sowie die Art und Lage der Wohnung eine entscheidende Rolle – kann man zum Beispiel die Experten in den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen aufsuchen.

Aluminiumindustrie rechnet mit leichter Konjunkturdelle

Die Entwicklung der Aluminiumkonjunktur in Deutschland verlief in der ersten Jahreshälfte 2019 uneinheitlich. So mussten die Aluminiumproduzenten (minus 5,6 Prozent) und Weiterverarbeiter (minus 5,4 Prozent) ihre Produktion im ersten Halbjahr 2019 reduzieren, während die Halbzeughersteller ihre Produktion steigern konnten (plus 1,9 Prozent).

Aluminiumhalbzeug
Die Produktion von Aluminiumhalbzeug stieg im Zeitraum Januar bis Juni 2019 mit 1,9 Prozent auf 1.275.400 Tonnen an. Foto: GDA

Die Erwartungen für 2019 sind gedämpft: „Die konjunkturelle Abkühlung in Schlüsselindustrien macht sich auch in unseren Abrufzahlen bemerkbar, daher rechnen wir mit einem Rückgang der Produktion in unserer Industrie. Dieser wird aber zu einem Teil von der noch immer guten Baukonjunktur und einer erfreulichen Entwicklung im Verpackungsbereich aufgefangen“, erklärte GDA-Geschäftsführer Marius Baader.

Die Konjunkturaussichten der Aluminiumindustrie sind derzeit zwar in vielen Produktbereichen eingetrübt, dennoch befindet sich die Branche mittel- bis langfristig auf einem soliden Wachstumspfad.

Mit großer Sorge blickt man allerdings auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China. „Zum einen, weil dadurch nicht unerhebliche Mengen an Aluminiumprodukten auf den europäischen Markt umgeleitet werden, zum anderen, weil das Damoklesschwert eines raumgreifenden Protektionismus die Investitionstätigkeit vieler Branchen erheblich reduziert“, erläutert Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Handelspolitik.

Studie zu Digitalisierung und BIM im vorbeugenden Brandschutz

Die aktuelle Studie „Branchenbarometer Brandschutz 2019“ von Feuer-Trutz Network zeigt, wie weit die Brandschutzbranche mit der Umsetzung von Building Information Modeling (BIM) und anderen Digitalisierungseffekten ist. Welche Treiber und welche bremsenden Effekte dabei am Werk sind, wird mit den Ergebnissen der Online-Befragung anhand zahlreicher Abbildungen im Detail dargestellt.

Branchenbarometer Brandschutz 2019
Das „Branchenbarometer Brandschutz 2019 – Digitalisierung und BIM“ informiert über Bedarf, Erwartungen und Prognosen. Foto: Feuer-Trutz Network

Für die Online-Befragung wurden über 200 Brandschutzfachplaner, Vertreter von Genehmigungsbehörden, Errichter, Prüfsachverständige und Betreiber zu ihren Erfahrungen mit BIM und der Digitalisierung im Brandschutz befragt. Die Ergebnisse zeigen, wo und wie sich die Anwender über BIM informieren, welche Unterstützung sie sich zu Digitalisierung und BIM von den Produktherstellern und Dienstleistern wünschen und mit welchen Tools Hersteller und Dienstleister die Anwender noch besser unterstützen können.

Des Weiteren bietet die Studie einen Einblick in die Einschätzung der Branchenteilnehmer bezüglich der Nützlichkeit von BIM in einzelnen Projekt- und Produktbereichen sowie in die Einschätzungen der größten Vorteile und Risiken durch die Digitalisierung. Sie gibt ebenso Aufschluss darüber, welche Themen den Branchenalltag der Hersteller, Planer, Betreiber und Verarbeiter in Zukunft durch Digitalisierung und BIM bestimmen werden und welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf das Selbstverständnis der Branche und die dazugehörigen Berufsbilder haben.

Weitere Informationen unter www.baufachmedien.de .

Schweißtechnologien direkt vor Ort live

Gerade neue Lösungen, wie das Schweißen mit kollaborierenden Robotern, bieten auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ein riesiges Potenzial, um Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Kostendruck zu meistern und die Technologielücke in der Schweißfertigung zu schließen. Aber wie zeigt man den Kunden solche Möglichkeiten am besten auf? Die Antwort liegt nahe: live und direkt vor Ort.

Schweißtechnologie
Ralf Kutscher, Anwendungstechniker Eisen Trabandt, und Jens Gauder, Vertriebsleiter Deutschland Lorch Schweißtechnik, bei der Übergabe des neuen mobilen Anwendungszentrums (v.l.n.r.). Foto: Lorch

Das brachte die Schweißexperten von Eisen Trabandt, Regio- und Cobot-Partner von Lorch Schweißtechnik südwestlich von Hamburg, auf die Idee, ein mobiles Anwendungszentrum einzurichten. An Bord des Iveco-Kleinlasters finden sich neueste Lorch Anlagen wie das Cobot Welding Package, das nicht nur den einfachen Einstieg in die Automatisierung ermöglicht, sondern zugleich die Produktivität der Unternehmen enorm steigern kann. Aber auch modernste Schweißanlagen aus der V-, Micor-MIG- und T-Pro-Serie sind mit dabei. Zudem kann das Schweißen mit mobilen Schweißinvertern wie der Micor-TIG und Micor-Stick Accu-ready oder dem automatisierten Schweißtraktor Trac Wheel demonstriert werden.

Interessenten aus dem Raum Bremen/Hamburg können das rollende Anwendungszentrum unter der Telefonnummer 04141/4002-0 direkt anfordern.

Letzte Aktualisierung: 03.09.2019