Nachrichten: Fachtagung, Prüfanlage, Edelstahl-Merkblätter, Schweißautomatisierung, Herstellerverzeichnisse, Verzinkerpreis

Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So findet im Februar die 7. Fachtagung Warmmassivumformung statt, eine neue Prüfanlage fürs Extreme wurde übergeben, neue Merkblätter für die Edelstahlverarbeitung sind erschienen, individuelle Schweißautomatisierungslösungen werden angeboten, Herstellerverzeichnisse für die Einbruchhemmung wurden neu aufgelegt und der Verzinkerpreis wird wieder ausgelobt.

Hybride Leichtgewichte sparen Kosten

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Innovatives Hybridschmieden – von der Simulation in die Serienfertigung: Die 7. VDI-Fachtagung Warmmassivumformung findet am 27. und 28. Februar 2019 in Düsseldorf statt. Foto: IWP/TU Chemnitz

Hybridschmieden spart nicht nur Gewicht, sondern auch Kosten bei Produktion und Fertigung. Die 7. VDI-Fachtagung Warmmassivumformung 2019, vom 27. bis 28. Februar 2019 in Düsseldorf, stellt die Umformtechnik vor und zeigt, wie sie sich für die Serienfertigung nutzen lässt.
Das Automobil von morgen muss vor allem eines sein: Leicht. Die Branche hat innovative Leichtbauverfahren wie das Hybridschmieden längst für sich entdeckt. Die Technik ermöglicht das Umformen und Fügen von Massiv- und Blechelementen in einem einzigen Verfahren – das spart nicht nur Gewicht, sondern vor allem auch Kosten während des Produktionsprozesses. Noch fehlt jedoch der nötige Feinschliff zur Massenproduktionstauglichkeit. Eine Lösung könnte die Umformsimulation bieten. Sie spielt eine entscheidende Rolle zur Ergänzung neuer Verfahren der Warmmassivumformung. Inzwischen bedient sich die Umformsimulation mehr und mehr anderen innovativen Technologien wie beispielsweise Virtual und Augmented Reality oder dem digitalen Anlagen-Clon. Hier wird die Produktionsstätte digital abgebildet und der zuständige Ingenieur kann alle Arbeitsschritte vor der realen Umsetzung digital simulieren.

Weiter Schwerpunktthemen der Veranstaltung sind:
- Einfluss neuer OEM Technologien auf die Warmmassivumformung
- Additive Fertigung kombiniert mit Umformtechnik
- Verschleißschutzstrategien für wartungsintensive Anlagenkomponenten
- Innovatives Hybridschmieden – Von der Simulation in die Serienfertigung
- Komponentenversorgung als Backbone eines Industrieunternehmens.

Parallel zur Veranstaltung findet das 34. Jahrestreffen der Kaltmassivumformer 2019 statt. Tagungsteilnehmer erhalten kostenfreien Zugang zu beiden Veranstaltungen.
Anmeldung und Programm unter www.vdi-wissensforum.de/weiterbildung-maschinenbau/vdi-fachtagung-warmmassivumformung/

Prüfanlage fürs Extreme übergeben

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Matthias Fröhleke, Geschäftsführer der IFT Messtec und Rolf Schnitzler, Standortleiter IFT West übergeben die Prüfanlage an Tim Leimkühler, Leiter Fachbereich Dichtheitsprüfungen im Schüco Technologiezentrum, und Karl-Heinz Welk, Leiter des Schüco Technologiezentrums (v.l.n.r.). Foto: Schüco International

Das Schüco Technologiezentrum in Bielefeld hat eine neue Prüfanlage: Mit der „Eisprinzessin“ können jetzt erstmalig Widerstandsprüfungen an Fenstern, Türen und Fassaden im gesamten Temperaturbereich zwischen minus zwanzig Grad Celsius und plus neunzig Grad Celsius durchgeführt werden – und das bei Winddrücken, die bis zu 450 Stundenkilometer Windgeschwindigkeiten simulieren.
Dort können jetzt Fenster-, Tür- und Fassadenelemente bis zu acht Metern Breite und vier Metern Höhe unter härtesten Klimabedingungen geprüft werden. Mit der neuen Prüfanlage lassen sich beispielsweise auch zyklische Änderungen von klimatischen Bedingungen, zum Beispiel zwischen Tag und Nacht, simulieren. Entwickelt wurde die Prüfanlage zusammen mit der Firma IFT Messtec aus Rosenheim.

Neue Iser-Merkblätter herausgegeben

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Das Schweißen ist ein sicheres Fügeverfahren für Bauteile aus Edelstahl Rostfrei. Foto: ISER

Der Werkstoff Edelstahl Rostfrei umfasst eine Materialgruppe, die neben hohen Korrosionsanforderungen verbunden mit guten Festigkeitseigenschaften auch ästhetischen Kriterien gerecht wird. Damit die Vorteile auch uneingeschränkt genutzt werden können, hat die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER), Düsseldorf, zwei weitere Merkblätter zur werkstoffgerechten Verarbeitung und Oberflächencharakterisierung aktuell neu herausgegeben.
Auf Basis der aktuellen Regelwerke und den bestehenden Standards wurde in einer erweiterten Neuauflage das Merkblatt 823 „Schweißen von Edelstahl Rostfrei“ umfassend überarbeitet. Es vermittelt insbesondere auch unter metallkundlichen Aspekten grundlegende Informationen zum Schweißen in anschaulicher und praxisrelevanter Form.
Die Frage des ästhetischen Erscheinungsbildes nichtrostender Stähle ist vielfach an Gleichmäßigkeit und Glanz geknüpft. Die bestehenden Normen können aber hinsichtlich der optischen Eigenschaften nur Orientierungshilfen vermitteln, weil die diesbezüglichen Spezifikationen sehr breit gefasst sind und sich ausschließlich auf die Verarbeitung beziehen. Das neue Merkblatt 985 „Reflexionseigenschaften von nichtrostendem Stahl“ beschreibt grundlegende Methoden, um von subjektiven Beschreibungen hin zu objektiven qualitativen Aussagen über den Oberflächenglanz zu gelangen.
Die neuen Merkblätter stehen unter www.edelstahl-rostfrei.de/Publikationen zum kostenlosen Download zur Verfügung oder können in Einzelexemplaren kostenfrei angefordert werden:

Individuelle Schweißautomatisierung angeboten

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Die Automatisierung wird auch in der Schweißproduktion immer wichtiger. Grafik: EWM

Immer mehr Unternehmen müssen ihre Fertigungsprozesse aufgrund von steigenden Lohnkosten und dem zunehmenden internationalen Konkurrenzdruck effizienter gestalten – das gilt auch für das Schweißen. Damit Anwender bei gleichbleibend hoher Qualität schneller produzieren können, bietet EWM ein Komplettangebot an speziell auf den individuellen Bedarf abgestimmten Automatisierungslösungen. Dazu gehören kollaborierende Roboter genauso wie schlüsselfertige und kompakte Roboterzellen und Robotersysteme mit teil- oder vollautomatischer Offline-Programmierung. Der Schweißtechnik-Hersteller schöpft dabei die aktuellen Möglichkeiten von Industrie 4.0 intelligent aus. Damit lassen sich sowohl Kleinst- als auch Großserien flexibel, prozesssicher und wirtschaftlich fertigen.
Der Komplettanbieter von Lichtbogen-Schweißtechnik setzt in diesem Bereich verstärkt auf Softwarelösungen, die Roboter-Schweißprogramme offline auf der Basis von 3D-CAD-Konstruktionsdaten erstellen. Durch ihr modulares Konzept lässt sich die Software je nach Bedarf erweitern – von einer teilautomatisierten bis hin zu einer vollautomatischen Schweißroboter-Offline-Programmierung. Damit gestalten Anwender die Produktion auch von Kleinserien deutlich effektiver und reduzieren die Online-Programmierdauer um bis zu 95 Prozent. Dadurch lässt sich die bisherige Teach- und Programmierzeit als Produktionszeit nutzen – der Roboter steht nicht still.

Herstellerverzeichnisse neu aufgelegt

Jetzt sind wieder die im Januar 2019 neu aufgelegten Herstellerverzeichnisse über geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Produkte und die aktuellen Adressen- beziehungsweise Errichternachweise „Mechanische Sicherungseinrichtungen“, „Überfall- und Einbruchmeldeanlagen“ sowie „Videoüberwachungsanlagen“ im Internet unter www. polizei.bayern.de in der Rubrik Schützen und Vorbeugen, Beratung, Technische Beratung abrufbar.
Die bereits seit dem Jahr 2015 für die Herstellerverzeichnisse eröffnete Werbemöglichkeit mit dem neuen Gütesiegel „K-EINBRUCH“ wird von vielen Herstellern bereits angenommen.
Allerdings erscheint es bei zahlreichen Herstellern schwierig, die für Werbung Zuständigen zu erreichen, weshalb nach wie vor auf diese Werbemöglichkeit in firmeneigenen Katalogen, Broschüren beziehungsweise der Unternehmenswebsite hingewiesen wird.“
Weitere Infos zu diesem „Gütesiegel“ erhalten Sie vom Bayerischen Landeskriminalamt, Sachgebiet Technische Prävention.
Weitere Informationen zur technischen Prävention finden Sie unter: www.k-einbruch.de/ . Die Herstellerverzeichnisse sind dort ebenfalls verlinkt.

Verzinkerpreis wieder ausgelobt

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Zum 16. Mal wird jetzt der Verzinkerpreis für Architektur und Metallgestaltung ausgelobt. Grafik: Industrieverband Feuerverzinken

Zum 16. Mal lobt der Industrieverband Feuerverzinken den Verzinkerpreis für Architektur und Metallgestaltung aus. Wettbewerbsteilnahmen sind noch bis zum 1. April 2019 möglich.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis prämiert innovative Bauwerke, Objekte und Produkte, die im wesentlichen Umfang feuerverzinkt sind oder interessante feuerverzinkte Details enthalten und richtet sich an Architekten, Ingenieure, Stahl- und Metallbauer, Designer und Metallgestalter. Eine unabhängige, hochkarätige Jury bestimmt die Preisträger in den beiden Kategorien Architektur und Metallgestaltung.
Der erstmals vor dreißig Jahren vergebene Verzinkerpreis ist heute ein in der Fachwelt beachtetes Podium für innovative Architektur und Metallgestaltung mit Stahl. Mehr Informationen und Bewerbungsunterlagen als Download unter: www.verzinkerpreis.de .

Letzte Aktualisierung: 04.02.2019