Nachrichten: Feuerverzinkte Fassade, Brückenbau, Fassaden-Showroom, Prüflabor, Sanierung

Einige Nachrichten aus der Branche halten interessante Infos für Metallbauer bereit. So wurde das Gebäude der taz saniert, im September findet der Fachtag Brückenbau statt, der Showroom für Fassaden von Priedemann hat einen neuen Teilnehmer, Assa Abloy hat sein Prüflabor auditieren lassen und die St. Jakobshalle in Basel wurde umgebaut.

Feuerverzinkte Häkeldecke

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Seit Oktober 2018 arbeiten alle Mitarbeiter unter dem Dach des neu erbauten taz-Hauses. Foto: Karsten Tielker

Die „Tageszeitung“ (taz) wurde in den siebziger Jahren als alternatives, selbstverwaltetes Zeitungsprojekt gegründet. Die verschiedenen Abteilungen der überregionalen Tageszeitung waren bisher auf mehrere Gebäude verteilt. Seit Oktober 2018 arbeiten alle Mitarbeiter unter dem Dach des neu erbauten, sechsstöckigen taz-Hauses an der Berliner Friedrichstraße.
312 Architekturbüros hatten sich um eine Teilnahme am Wettbewerb für das taz-Haus beworben, 25 wurden für den Wettbewerb ausgewählt, gewonnen hat das Züricher Büro E2A. Beton, Glas und feuerverzinkter Stahl sind die dominierenden Materialien des Gebäudes und schaffen eine gewünschte Werkstatt-Atmosphäre.
Feuerverzinkter Stahl kam in vielfältiger Weise im taz-Haus zum Einsatz. Die Stahlprofile der Fassade, die vertikale Treppenkonstruktion, die Welldraht-Füllungen der Balkon- und Treppengeländer sowie Gitterroste als Böden der Balkone oder als Deckenelemente im Gebäude-Inneren wurden dauerhaft und nachhaltig durch Feuerverzinken vor Korrosion geschützt.

Fachtag Brückenbau mit Vergabe und Konstruktionen

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Talbrücke über die Schorgast steht auf dem Besichtigungsprogramm. Foto: BPR Dr. Schäpertöns Consult

Der 13. Fachtag Brückenbau findet am 24. September 2019 in Bayreuth statt. Neben der Vortragsreihe sowie der Besichtigung der Talbrücke Schorgast steht eine Podiumsdiskussion zum Thema Ausschreibung und Vergabe im Mittelpunkt. Erwartet werden rund 200 Besucher, darunter Vertreter der öffentlichen Hand, Investoren, Architekten, Tragwerksplaner und Prüfingenieure.
Vortragstitel wie „Lebenszyklusbetrachtungen von Brückenbauwerken richtig kalkulieren“ stehen ebenso auf dem Programm wie „Erfahrungsberichte aus BIM-Pilotprojekten und robotergesteuerter Fertigung“. Außerdem werden Planung Entwurf leistungsfähiger Brücken am Beispiel der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp vorgestellt und innovative Stahl- und Stahlverbundbrücken nach der BIM-Methode erläutert. Nach einem Vortrag über die Besonderheiten der Talbrücke Schorgast, ist dann die Besichtigung geplant, die gegen 18.00 Uhr am Veranstaltungsort endet.
Während der Pausen haben die Teilnehmer Gelegenheit, sich in der begleitenden Fachausstellung zu informieren.
Das vollständige Programm finden Sie unter www.bauforumstahl.de/veranstaltungen/fachtag-brueckenbau/

Showroom für Fassaden

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Iconic Skin stellt Isoshade (vorne links) in der Variante RS80 im Priedemann Facade-Lab in Großbeeren/Berlin aus. Foto: Priedemann

Isoshade, Isolierglas mit integriertem Sonnenschutz, ist ab sofort Teil der Dauerausstellung des Priedemann Facade-Labs in Großbeeren/Berlin. Damit will Iconic Skin, Hersteller von Bauelementen für Glasfassaden, seine Präsenz ausbauen und internationalen Architekten und Bauherren die Möglichkeit bieten, sich die Fassaden live anzusehen. Bislang zeigt Iconic Skin das Fassadenelement im hauseigenen Showroom in bayerischen Gersthofen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Teil des Facade-Labs sind. Priedemann stellt hier rund fünfzig Musterfassaden vieler namhafter Hersteller, wie Gutmann, Hueck, Raico bis hin zu Schüco oder Wicona aus. Mit Isoshade wollten wir natürlich nicht fehlen“, so Stefan Ried, Vertrieb Iconic Skin. „Mit einem weiteren Präsentations-Standort ermöglichen wir Interessenten im norddeutschen Raum die Möglichkeit, sich über Isoshade zu informieren. Der Vorteil des Showrooms gegenüber einer Messe ist, dass der Besucher ausreichend Zeit hat, sich genau über die Produkte zu informieren. Wir freuen uns über Terminvereinbarungen.“

Auditiertes Prüflabor in Betrieb

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Das umgebaute Prüflabor des Herstellers Assa Abloy wurde 2019 vom Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen für Prüfungen zur Konformitätsbewertung auditiert. Foto: Assa Abloy Sicherheitstechnik

Für einen innovativen Hersteller wie die Assa Abloy Sicherheitstechnik sind Produktprüfungen eine tägliche Aufgabe. Zum einen werden ständig werkseigene Produktionskontrollen durchgeführt. Zum anderen müssen neue Produkte getestet werden, um die Zertifizierung beispielsweise nach europäischer Norm zu erhalten. Letzteres ist seit April dieses Jahres auch im eigenen Haus möglich: Am Standort Albstadt wurde das Assa Abloy-Prüflabor vom Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen (MPA NRW) auditiert. Unter Aufsicht des MPA NRW können nun Prüfungen zur Konformitätsbewertung durchgeführt werden.
Gerhard Gutmann, Leiter des Prüflabors bei Assa Abloy, erklärt: „Mit der Auditierung unseres Prüflabors können wir bei nicht vorhandenen Prüfkapazitäten im MPA NRW auf unser Prüflabor ausweichen. Im Hinblick auf unser stetig wachsendes Produktportfolio ist das ein großer Vorteil.”
Die zahlreichen europäischen Normen erfordern inzwischen sehr große Prüfkapazitäten. Das gilt sowohl für die Erstprüfung der Produkte als auch für die jährlichen werkseigenen Produktionskontrollen. Die internen Kapazitäten reichten Assa Abloy nicht mehr aus. Daher wurde das Prüflabor in Albstadt komplett umgebaut und mit sechs doppelflügeligen Testtüren ergänzt.

Offen und ehrlich

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Transparent und licht: Die St. Jakobshalle in Basel nach grundlegender Sanierung und Umbau mit Scheibenformaten bis zu 6,5 mal 2,8 Meter. Foto: Barbara Bühler

Der Sport- und Veranstaltungskomplex St. Jakobshalle in Basel wurde in den späten 1960er-Jahren im Zeichen des Brutalismus entworfen und 1976 eingeweiht. Charakteristisch ist seine zentrale, große Halle mit geschwungener Betondachkonstruktion. In die Jahre gekommen, wurde das Haus nun von den Architekten Degelo und Berrel Berrel Kräutler saniert und nach heutigen Standards umgebaut. Das weit auskragende Vordach fasst den 2018 wiedereröffneten Komplex aus Halle und Annexbauten zu einem Ganzen zusammen. Ein doppelgeschossiges, gläsernes Foyer mit Sonnenschutzglas von Saint-Gobain Glass öffnet ihn zum Außenraum und bindet das Haus in die städtebauliche Situation neu ein.
Verbaut wurden an der Fassade 276 insgesamt 16 beziehungsweise 14 Millimeter starke Dreifach-Isolierglasscheiben hergestellt von Thiele Glas, die mit SGG Cool-Lite Xtreme 50/22 II sonnenschutzbeschichtet sind. Fünfzig davon sind überlang: 6,5 Meter hoch und 2,8 Meter breit, weisen sie ein Einzelgewicht von 1,5 Tonnen auf.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2019