Nachrichten: Glaskalender, Innovationspreis, Technologie-Transferpreis, Verzinkerpreis, IFT West

Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So ist ein neuer Glaskalender erschienen, der Innovationspreis Feuerverzinken 2018 wurde verliehen, der Seifriz-Preis wurde zum dreißigsten Mal vergeben, der Verzinkerpreis 2019 wird ausgelobt und das IFT Rosenheim eröffnete einen neuen Standort.

Praktisches Nachschlagewerk herausgegeben

Glaskalender 2019
Der neue Glaskalender 2019 hält wieder wichtige Infos zu dem transparenten Werkstoff bereit. Foto: Saint-Gobain

Wer mit dem Werkstoff Glas zu tun hat, der findet im aktuellen CSP Glaskalender 2019 einen verlässlichen Partner für jeden Tag. Das praktische Nachschlagewerk für Architekten, Planer und Verarbeiter bringt die Antworten zu glasspezifischen Fragen auf den Punkt. Dahinter stehen die Kompetenzen der Flachglas-Experten von Climaplus-Securit, dem Partnernetzwerk von Saint-Gobain.
Die Edition 2019 bietet in neun Kapiteln praktische Tipps für die Glasverarbeitung und liefert anschauliches Tabellen- und Bildmaterial. Sie enthält zudem wichtige Prüf- und Anwendungsnormen sowie aktuelle Richtlinien, beispielsweise zur viel diskutierten zur Glasbemessungsnorm DIN 18008.
Die Orientierung erleichtert ein alphabetisches Register, in der sich alle relevanten Begriffe finden. Eine übersichtliches Kalendarium und ausreichend Raum für Notizen runden das Werk ab. Das kompakte Handbuch ist 250 Seiten stark und steht ab sofort auf der CSP Website unter „Aktuelles“ als PDF zum Download bereit (www.climaplus-securit.com/aktuelles/glaskalender/). Ein gedrucktes Exemplar kann gegen eine Schutzgebühr von 2,50 ebenfalls über die Website bestellt werden. Kostenfrei gibt es die Kalender auf Anfrage bei vielen CSP Partnern.

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Der neue Glaskalender 2019 hält wieder wichtige Infos zu dem transparenten Werkstoff bereit.
Foto: Saint-Gobain

Innovationspreis verliehen

ungeschützte, feuerverzinkte R30 Verbunddeckenkonstruktion
Beispiel für eine „ungeschützte“, feuerverzinkte R30 Verbunddeckenkonstruktion. Foto: Industrieverband Feuerverzinken

Der Industrieverband Feuerverzinken hat zum achten Mal den Innovationspreis Feuerverzinken verliehen. Seit 2003 vergibt der Industrieverband Feuerverzinken den Innovationspreis Feuerverzinken und ehrt mit dem Award Innovatoren für ihre Leistungen. Der Preis wird vergeben für neue, feuerverzinkte Anwendungen sowie für Forschungsleistungen, die verbesserte oder neue feuerverzinkte Stahlanwendungen ermöglichen.
Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurden Prof. Dr. Martin Mensinger und der Doktorand Christian Gaigl vom Lehrstuhl für Metallbau der Technischen Universität München für das Forschungsprojekt „Feuerwiderstand feuerverzinkter Konstruktionen“. Die Begründung der Jury lautet: „Bisher verfehlen Stahlkonstruktionen ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen nicht selten eine geforderte Feuerwiderstandsklasse von R30 (früher F30), die im Brandfall für mindestens dreißig Minuten eine funktionierende Tragfähigkeit fordert. Die Folge ist, dass kostspielige, passive Brandschutzmaßnahmen für Stahlbauteile wie Verkleidungen, Spritzputze oder Brandschutzbeschichtungen zum Einsatz kommen müssen. Ein umfangreiches Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Metallbau der TU München hat nun nachgewiesen, dass der Korrosionsschutz durch Feuerverzinken die Feuerwiderstandsdauer von Stahl verbessert. Im Rahmen des Forschungsprojektes erfolgten empirische Studien durch Brandversuche sowie komplexe Simulationen. Darauf aufbauend wurde ein Rechenmodell entwickelt, das die Quantifizierung und Berechnung dieser Verbesserung möglich macht. Hierdurch wird ein unmittelbarer Praxistransfer geleistet. Durch die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse ergeben sich Wettbewerbsvorteile für das Bauen mit Stahl gegenüber Beton. Durch eine im Werk aufgebrachte Feuerverzinkung können ungeschützte Stahlkonstruktionen nun oftmals die geforderte Feuerwiderstandsklasse von R30 erreichen. Hierdurch wird deutlich kostengünstiger gebaut und störende Brandschutzmaßnahmen auf der Baustelle werden vermieden.“
Der zweite Preis ging an die Firma Innofixx Equipment für das Produkt “Feuerverzinkte Tragekonsole mit patentierter thermischer Entkopplung.“
Eine Anerkennung ging an die BFtec für ein betonloses Fundament mit dem Namen „Steel-Root“.

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Beispiel für eine „ungeschützte“, feuerverzinkte R30 Verbunddeckenkonstruktion.
Foto: Industrieverband Feuerverzinken

Technologie Transferpreis vergeben


Rundbogenmarkise
Metallbauermeister Hubertus Haking (links) entwickelte zusammen mit Professor Klaus Baalmann einen neuartige Rundbogenmarkise. Foto: Handwerk Magazin

Der Verein Technologietransfer Handwerk hat zusammen mit der Zeitschrift Handwerk Magazin zum dreißigsten Mal den Transferpreis Handwerk + Wissenschaft (Seifriz-Preis) verliehen. Drei Handwerksunternehmen erhielten für ihre Innovationen, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen entstanden sind, im Rahmen einer Feier in Stuttgart Pokale und Urkunden sowie ein Gesamtpreisgeld von 15.000 Euro. Einer der drei Gewinner ist Metallbauermeister Hubertus Haking.
Hubertus Haking konstruierte in seinem Unternehmen Haking Metallbau in Ladbergen eine Markise für Rundbogen- oder Segmentfenster, bei der im eingefahrenen Zustand keine Schienen oder Seile zu sehen sind. So war die Vorgabe für einen Auftrag für ein historisches Gebäude, bei dem der Gesamteindruck der Fassade nicht gestört werden sollte. Haking erfand eine Lösung, bei der die erforderlichen Seile bei eingefahrener Markise in den äußeren Führungsschienen verschwinden.
Maschinenbau-Experte Professor Klaus Baalmann übernahm in der Fachhochschule Münster vorrangig die technische Konstruktion. Außerdem wurden von Seiten der Wissenschaft die passenden Materialien in einer langwierigen Marktrecherche ausgesucht. Baalmann unterstützte auch die CE-Kennzeichnung des Produktes.
Die Markise ist inzwischen im Markt eingeführt, bisher wurde ein Umsatz von 75.000 Euro erwirtschaftet.

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Metallbauermeister Hubertus Haking (links) entwickelte zusammen mit Professor Klaus Baalmann einen neuartige Rundbogenmarkise.
Foto: Handwerk Magazin

Verzinkerpreis 2019 ausgelobt


Verzinkerpreis 2019
Die Bewerbungsunterlagen für den Verzinkerpreis 2019 sind downloadbar unter www.verzinkerpreis.de. Grafik: Industrieverband Feuerverzinken

Der Verzinkerpreis für Architektur und Metallgestaltung geht in die 16. Runde. Architekten, Ingenieure, Stahl- und Metallbauer, Designer und Metallgestalter sind aufgerufen sich am Wettbewerb um den Award des Industrieverbandes Feuerverzinken zu beteiligen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis prämiert innovative Bauwerke, Objekte und Produkte, die im wesentlichen Umfang feuerverzinkt sind oder interessante feuerverzinkte Details enthalten. Eine unabhängige, hochkarätige Jury bestimmt die Preisträger in den beiden Kategorien Architektur und Metallgestaltung.
Der erstmals 1989 vergebene Verzinkerpreis ist heute ein in der Fachwelt beachtetes Podium für innovative Architektur und Metallgestaltung mit Stahl. Namhafte Architekten und Designer stellten sich in der Vergangenheit dem Wettbewerb. Gleichzeitig dient der Verzinkerpreis talentierten, weniger bekannten Architekten und Metallgestaltern als Sprungbrett, da er die Möglichkeit bietet, herausragende Projekte einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Einsendeschluss für den Verzinkerpreis 2019 ist der 1. April 2019.

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Die Bewerbungsunterlagen für den Verzinkerpreis 2019 sind downloadbar unter www.verzinkerpreis.de.
Grafik: Industrieverband Feuerverzinken

Neuer Standort eröffnet

IFT
Der Standort West in Rheda-Wiedenbrück verbessert die Kundennähe in NRW und im Nordwesten von Deutschland. Grafik: IFT Rosenheim

Das IFT Rosenheim eröffnete im November einen neuen Standort in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh. Dieser liegt zentral mit Anbindung zur Autobahn A2 als Hauptachse vom Ruhrgebiet nach Berlin sowie zur A33 Kassel – Osnabrück. Das „ift West“ dient als Stützpunkt zu technischen Abstimmungen, Schulungen sowie zur Prüfung auf firmeneigenen Prüfständen in dieser Region. Standortleiter ist Dipl.-Ing. (FH) Rolf Schnitzler, der seit 2011 als Produktingenieur und Produktmanager im IFT die Bereiche Fenster und Fassade verantwortet.
Der Standort liegt zentral mit Anbindung zur Autobahn A2 als Hauptachse vom Ruhrgebiet nach Berlin sowie zur A33 Kassel – Osnabrück. Im Einzugsgebiet liegen etwa 120 Betriebe der IFT-Kunden. Eine Vielzahl davon verfügt über eigene Prüfeinrichtungen, insbesondere Zulieferer und Systemgeber. Nach dem IFT-Konzept „Prüfung auf firmeneigenen Prüfständen“ können diese über IFT West nun besser betreut werden. Die Prüfingenieure können flexibel und zeitnah Prüfungen auf den firmeneigenen Prüfständen ausführen; die langwierigen und kostspieligen Anreisen aus Rosenheim entfallen. Davon profitieren auch Fensterhersteller, die notwendige Prüfungen durch eine notifizierten Prüfstelle nun einfacher erhalten können.

Letzte Aktualisierung: 07.01.2019