Nachrichten: Mittelstandsfinanzierung, BIM, geklebte Verglasungssysteme, Leiternorm

Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So beschließt das Kabinett die Mittelstandsförderung für 2019, Hörmann erstellt jetzt BIM-Daten für seine Produkte, das IFT hat eine neue Richtlinie für „Geklebte Verglasungssysteme“ herausgegeben und ein Wissensquiz vermittelt wichtige Änderungen zur neuen Leiternorm.

Kabinett beschließt Mittelstandsförderung für 2019

Das Bundeskabinett hat kürzlich den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2019 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage 2019 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital mit einem Volumen von etwa 7,8 Milliarden Euro erhalten. Der deutsche Mittelstand kann sich damit weiterhin auf ein beständiges und qualitativ hochwertiges Förderangebot aus dem ERP-Sondervermögen verlassen.
Auch 2019 sollen vor allem Existenzgründungen und Wachstumsfinanzierungen, der Aufbau und die Modernisierung bestehender Unternehmen in den regionalen Fördergebieten, die Bereitstellung von Beteiligungskapital für junge innovative Unternehmen und die Exportleistungen deutscher Unternehmen gefördert werden.
In den volkswirtschaftlich bedeutenden Bereichen der Innovations- und Digitalisierungsfinanzierung wird das Fördervolumen im kommenden Jahr gegenüber dem Vorjahr auf zwei Milliarden Euro verdoppelt, um den Deutschen Mittelstand mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu unterstützen.
Darüber hinaus trägt der ERP-Wirtschaftsplan 2019 dem gestiegenen Förderbedarf im Bereich der Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung in Deutschland Rechnung, indem er die im Jahr 2018 begonnene Verstärkung des KfW-Engagements in diesem Bereich bei moderater Erhöhung des Volumens verstetigt.

Hörmann erstellt BIM-Daten

Hörmann bietet BIM-Daten an
Hörmann bietet BIM-Daten für erste Produktgruppen an, sodass Architekten und Planer auf dreidimensionale Darstellungen der Bauelemente des Tor- und Türherstellers zurückgreifen können. Foto: Hörmann

Im Rahmen der Digitalisierung des Bauwesens spielt BIM (Building Information Modeling) eine tragende Rolle. Mit BIM kann ein gesamtes Bauvorhaben in einem digitalen Modell dargestellt werden, über das alle relevanten Informationen zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung gebündelt und zentral abrufbar sind. Hörmann stellt dafür Informationen zu Bauelementen als BIM-Daten zur Verfügung. Darüber hinaus gehört Hörmann zu den Gründungsmitgliedern des Fachverbandes „Bauprodukte Digital“, der sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und mitzugestalten.
Hörmann bietet jetzt sukzessive BIM-Daten für das Produktprogramm an. Den Anfang machen BIM-Daten von Industrie-Sektionaltoren, Schnelllauftoren und Produkten aus dem Bereich Verladetechnik. In Etappen folgt dann die Bereitstellung der Daten für weitere Hörmann Produkte aus den Produktbereichen Tore, Türen, Zargen und Antriebe. Somit können Architekten und Planer auf dreidimensionale Darstellungen der Bauelemente des Tor- und Türherstellers zurückgreifen und dementsprechend schon vor dem Einbau das digitale Abbild inklusive aller Produktinformationen und -varianten einsehen und nutzen.
Die BIM-Daten sind über das Architektenprogramm von Hörmann abrufbar und können zunächst mit Autodesk und Archicad genutzt werden.

Neue Richtlinie „Geklebte Verglasungssysteme“

IFT-Richtlinie
IFT-Richtlinie VE-08/4: Musterseite mit Tabelle 1 „Mögliche Klebepositionen und Verglasungssysteme“ Quelle: IFT-Richtlinie VE-08/4

Die Klebung von Glas im Fenster hat sich etabliert und ist bei großen Formaten, einbruchhemmenden Fenstern und Sonderanforderungen Standard. Eine Anwendung bei Holzfenstern ist aufgrund der unterschiedlichen Materialien und der großen Vielfalt der Oberflächenbeschichtungen schwierig und wird wenig genutzt. Deshalb wurde die IFT-Richtlinie VE-08 überarbeitet. Im neuen Teil 5 der vierten Fassung wird ein Bewertungsverfahren beschrieben, mit dem auf Basis einfacher Vorversuche eine verlässliche Beurteilung und eigenverantwortliche Übertragung durch den Hersteller möglich ist.

Wissensquiz vermittelt neue Leiternorm

Für viele Tätigkeiten in Industrie und Handwerk führt am Hilfsmittel Leiter oft kein Weg vorbei. Was die Anwender beim Griff zur passenden Steighilfe meist nicht wissen: Für jedes Produkt gibt es eine vorgeschriebene Norm, nach der sich die Hersteller bei der Entwicklung und Fertigung richten müssen. Für tragbare Leitern ist das die europäische Norm EN 131, die seit Januar in einer überarbeiteten Form mit verschärften Vorgaben für Hersteller in Kraft getreten ist. Das Ziel der Reform ist eine nochmals erhöhte Sicherheit für die Anwender. Doch auch ein halbes Jahr nach Inkrafttreten herrscht bei vielen Anwendern und Händlern noch immer Unsicherheit.
Welche Neuerungen gibt es? Welche Leitern entsprechen jetzt der Norm? Wie ist mit vorhandenem Altbestand umzugehen? Können Bestandsleitern entsprechend der neuen Norm nachgerüstet werden?
Wer prüfen möchte, ob das Wissen zu den wichtigsten Änderungen der Leiternorm EN 131 wirklich sitzt, hat mit einem kurzweiligen Quiz von Hymer-Leichtmetallbau jetzt die Möglichkeit hierzu. In zwölf mit aussagekräftigen Fotos und Grafiken bebilderten Fragen vermittelt der Steigtechnikhersteller alle wichtigen Aspekte, die es seit Inkrafttreten der Reform zu beachten gilt. So prägen sich die entscheidenden Punkte schnell ein.
Als zusätzlicher Mehrwert für Kunden, Anwender und alle Interessierten ist das Quiz auf der Website unter www.hymer-alu.de.zu finden.

Letzte Aktualisierung: 14.09.2018