Nachrichten: Nachhaltigkeitspreis, Brandschutzglas, EPD, Handwerkspreis, Einbruchschutz

Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So wurde der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben, ein spektakulärer Ausblick in den Alpen wurde mit Brandschutzverglasung sicherer, die EPD fürs Feuerverzinken sind aktualisiert, Stegerer Metallbau hat den Handwerkspreis gewonnen und im Frühjahr sollte man auch den Einbruchschutz überprüfen.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis gestartet

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Die Preisverleihung findet am 22. November 2019 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt. Foto: DGNB

Zum siebten Mal suchen in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis nach Gebäuden, die sich durch eine hohe gestalterische Qualität, innovative Lösungen und eine ganzheitliche Nachhaltigkeit auszeichnen. Eine Bewerbung ist ab sofort und noch bis zum 7. Juni möglich. Erstmals firmiert der Wettbewerb in diesem Jahr unter dem Namen „Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur“.
Gesucht wird der Nachfolger des Neuen Rathauses in Freiburg, das im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde. Ab 2019 prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur herausragende und beispielhafte Leistungen der Architektur, die auf Basis der drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie, Soziales – entwickelt wurden und darüber hinaus eine hohe innovative und gestalterische Qualität aufweisen.
Am Wettbewerb teilnehmen können Architekten, Bauherren oder Nutzer mit Neubauten oder Bestandsgebäuden in Deutschland. Bewerbungen können bis zum 7. Juni 2019 über einen Online-Fragebogen unter www.nachhaltigkeitspreis.de eingereicht werden.

Höhepunkt der Sicherheit

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Die neue, spektakulär gelegene Bergstation der neuen Bayerischen Seilbahn Zugspitze bietet sowohl von innen als auch von der Gipfelterrasse grandiose Ausblicke in die umgebende Bergwelt. Foto: Vetrotech Saint-Gobain/ Christoph Seelbach

Im Juli 2018 wurde der Umbau der Bergstation der neuen Bayerischen Seilbahn Zugspitze mit der Eröffnung des Gipfelrestaurants Panorama 2962 abgeschlossen. Das nach Plänen von Hasenauer Architekten erweiterte Gebäude auf Deutschlands höchstem Berg erlaubt dank großzügiger Verglasung spektakuläre Panoramablicke. Für Sicherheit in der Bergstation sorgen Brandschutzgläser von Vetrotech Saint-Gobain. Herstellung, Lieferung und Einbau der Gläser verlangten allen Beteiligten Enormes ab.
Die Höhe, die am Gipfel der Zugspitze herrschenden Witterungsbedingungen, geologische Faktoren und die Logistik stellten enorme Herausforderungen für das Projekt dar. Das galt auch für den Transport der Brandschutzverglasungen von Vetrotech Saint-Gobain, die wie alle anderen Materialien von einem Zwischenlager auf 1.200 Metern Höhe mit einer separaten Materialseilbahn auf die Baustelle transportiert werden mussten und den Einbau der Verglasungen in der Bergstation durch das Unternehmen Stahlbau Pichler aus Bozen (I). In der Station sorgen die 176 Quadratmeter Contraflam-Gläser von Vetrotech Saint-Gobain in unterschiedlichen Aufbauten vor allem für Sicherheit in den Übergängen der einzelnen Nutzungsbereiche, sei es als Tür, Fenster oder als Brandschutzwand.
Weil die in Glasaufbauten enthaltene Luft beziehungsweise die Gase auf verringerten Luftdruck in Höhen mit Ausdehnung reagieren, ist es notwendig, einen Druckausgleich herzustellen, damit es nicht zu Wölbungen im Glas kommt. Diese können zu optischen Störungen, im Extremfall bis zu Beschädigungen am Glas (Glasbruch) führen. Deshalb wird für den Transport ein Kapillarrohr eingefügt. Ist das Glas auf der Zielhöhe angekommen, muss es am Einbauort etwa ein bis zwei Stunden ruhen, bis der Druckausgleich vollständig abgeschlossen ist. Der Metallbauer knickt dann das Rohr mittels Flachzange um und dichtet es mit Silikon ab, bevor es eingebaut wird.

EPD wurde aktualisiert

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Die Umweltproduktdeklaration belegt die Nachhaltigkeit „Feuerverzinkter Baustähle“ und bestätigt die gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit dieses Produktes. Foto: Industrieverband Feuerverzinken

Die erstmals in 2013 veröffentlichte Umweltproduktdeklaration für feuerverzinkte Baustähle wurde im Dezember 2018 aktualisiert und ist bis Dezember 2023 gültig.
Die EPD belegt, dass feuerverzinkter Stahl, der beliebig oft recycelt werden kann, ein sehr nachhaltiger Wertstoff ist. Feuerverzinkte Baustähle werden einem seit langem etablierten Kreislauf der Wiederverwendung beziehungsweise des Recyclings zugeführt. Elf Prozent der rückgebauten Baustähle werden wiederverwendet. 88 Prozent wird dem Recycling zugeführt. Somit werden in Summe 99 Prozent wiedergewonnen.
Die Verarbeitung von feuerverzinkten Baustählen erfordert keine über die öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzmaßnahmen hinausgehenden Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit. Gleiches gilt bei der Anwendung von feuerverzinkten Baustählen. Besondere Maßnahmen zum Schutze der Umwelt sind ebenfalls nicht notwendig. Bei Verwendungszweck-gerechter Nutzung sind keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheit bekannt.
Unter www.feuerverzinken.com/nachhaltigkeit steht die aktuelle EPD, eine Kurzversion der EPD sowie das Beiblatt „Recycled Content" gemäß LEED als Download zur Verfügung.

Stegerer Metallbau gewinnt Handwerkspreis

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Auf der IHM in München nahm Ingo Lederer (Bildmitte), Geschäftsführer der Stegerer Metallbau, den Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken entgegen. Foto: ZDH

Den 7. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken überreichten ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer, der VDB-Vorsitzende Guy Selbherr und die Leiterin der Abteilung Mittelstandspolitik im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Sabine Hepperle, kürzlich auf der Internationalen Handwerksmesse an die Geschäftsführer Ingo Lederer und Alexander Artes von Stegerer Metallbau aus Bayern.
Stegerer Metallbau wurde 1998 gegründet, seit 2004 erstellen sie 3D-Konstruktionen, heute ist 3D Standard im gesamten Produktionsprozess. Die Kommunikation im Unternehmen läuft interaktiv über Smartphones, Daten tauschen die neunzig Mitarbeiter über eigene in Regenstauf gehostete Cloud und Rechenzentrum aus. Vor Ort nutzen sie 3D-Laserscanner und Drohnen, im Büro VR-Brillen zur Begehung der Baustellen. Kunden bekommen 3D-Modelle und interaktive Projektionen mit Mixed Reality-Brillen. Die Mitarbeiter haben Zeit, Innovationen zu entwickeln. Neunzig Prozent ihrer Vorschläge werden umgesetzt. Mit Erfolg: 2018 wurde Stegerer zum dritten Mal in Folge als eines der innovativsten Unternehmen in Deutschland mit dem Top 100 ausgezeichnet. Dazu gab es den Digital Brand Award. Die Geschäftsführer Lederer und Artes haben als Azubis im Unternehmen angefangen und sagen aus Erfahrung: „Zeit für Innovationen zahlt sich aus. Wir setzen auch in Zukunft voll auf unsere Mitarbeiter, moderne Technologien und vor allem auf Digitalisierung.“ Sie bedankten sich bei der Bürgschaftsbank Bayern mit deren Hilfe sie 2018 einen Wettbewerber übernehmen konnten.
Für den Handwerkspreis nominiert werden erfolgreiche Unternehmen, die in den letzten drei Jahren eine Bürgschaft bekommen haben. Die Vorschläge kommen von den Bürgschaftsbanken. In der Jury sitzen Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, Handwerks und des VDB.

Einbruchschutz im Frühjahr prüfen

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Prüfung eines einbruchhemmenden Fensters mit der Widerstandsklasse RC 2 im Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV). Foto: FVSB

Der Frühling ist nun auch wieder die ideale Zeit für die Renovierung der eigenen vier Wände. Der FVSB empfiehlt dabei neben Dach, Fassade, Tapeten und Böden auch unbedingt einen Blick auf die installierte Sicherheitstechnik zu werfen.
Auch wenn die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zu den Vorjahren inzwischen zurückgegangen ist, sollte man den Einbruchschutz nicht vernachlässigen. Die Gefahr ist keineswegs geringer geworden. Daher sollte jeder prüfen, ob eventuell nachgerüstet werden muss oder, ob der Schutz ausreicht. Einbruchhemmende Produkte wie selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlösser helfen, eine bereits vorhandene Türe nachzurüsten. „Man sollte einmal genau prüfen, ob gegebenenfalls ein Nachholbedarf in Sachen Einbruchschutz besteht. Es lohnt sich in jedem Fall in moderne Sicherheitstechnik zu investieren“, erläutert Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB).
Steht eine Neuanschaffung von Fenstern und Türen an, sollte darauf geachtet werden, dass sie einbruchhemmend sind. Ein einbruchhemmendes Fenster sollte mindestens die Widerstandsklasse RC 2 besitzen, denn ein solches Fenster ist unter anderem mit einer speziellen Pilzkopfverriegelung, mit abschließbaren Fenstergriffen und Sicherheitsverglasung ausgestattet. „Je länger Einbrecher durch gesicherte Türen und Fenster benötigen hereinzukommen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Versuch abgebrochen wird“, so der FVSB-Geschäftsführer.
Um etwas in Sachen Einbruchschutz zu tun, bietet die KfW-Bankengruppe unter anderem einen Zuschuss für „Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz“.

Letzte Aktualisierung: 03.04.2019