Nachrichten: Schweißverbindungen, Fensterratgeber, Edelstahlschweißen, DGNB-Zertifikate

Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So ist ein neues DIN-Taschenbuch erschienen, es gibt Tipps zur Identifizierung alter Fenster, das Merkblatt zum Edelstahlschweißen wurde überarbeitet, DGNB-Zertifikate wurden verliehen, ein Symposium zum Tageslicht und der Brandschutzkongress 2019 werden veranstaltet.

Neues DIN-Taschenbuch erschienen

Schweißtechnik Nachschlagewerk
Das DIN-DVS-Taschenbuch 369 ist ein aktuelles Nachschlagewerk mit 22 international gültigen Normen, technischen Regeln und DVS-Richtlinien. Foto: DVS

Das DIN-DVS-Taschenbuch 369 „Schweißtechnik 10: Zerstörende Prüfungen von Schweißverbindungen“ ist ein aktuelles Nachschlagewerk mit 22 international gültigen Normen, technischen Regeln und DVS-Richtlinien. Die Dokumente sind eine ideale Grundlage, um zerstörende Prüfungen aussagekräftig durchzuführen.
Im Vergleich zur Vorgängerausgabe wurden für die neue, vierte Auflage des Taschenbuches fünf Normen überarbeitet und folgende Dokumente neu aufgenommen:

  • Merkblatt DVS 1004-2: Heißrissprüfverfahren mit fremdbeanspruchten Proben,
  • Merkblatt DVS 1004-3: Heißrissprüfverfahren mit selbstbeanspruchenden Proben,
  • DIN CEN ISO/TR 1606/DIN SPEC 8548:2014-10 „Zerstörende Prüfung von Schweißverbindungen an metallischen Werkstoffen ‒ Ätzungen für die makroskopische und mikroskopische Untersuchung“ als Ersatz für DIN V 1739:1996-09.

Mit den Dokumenten können Hersteller, Konstrukteure und Ingenieure zerstörende Prüfungen korrekt durchführen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur schweißtechnischen Gütesicherung und schaffen die richtigen Voraussetzungen für eine effiziente Produktion und qualitativ überzeugende Produkte.
Das DIN-DVS-Taschenbuch 369 „Schweißtechnik 10: Zerstörende Prüfungen von Schweißverbindungen“ hat die ISBN: 978-3-96144-030-6 und einen Verkaufspreis von 134,00 Euro.

Alte Fenster identifizieren

Alte Fenster erkennen
Alte Fenster sind ganz einfach zu erkennen. Foto: VFF

Viele Hausbesitzer stehen vor der Frage: „Wie gut oder schlecht sind meine Fenster?“ Das lässt sich ganz einfach klären: „Zwar ist ein energetisch veraltetes Fenster für den Laien oft nur schwer von einem neueren Exemplar zu unterscheiden. Das Alter gibt aber bereits erste Informationen dazu und ergänzend reicht bereits ein einfaches Feuerzeug für einen kurzen, hilfreichen Test der Häuseraugen“, so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF).
Der Feuerzeugtest geht laut Tschorn so: „Halten Sie ein Feuerzeug vor die Scheibe und beobachten Sie die Reflexionen der Flamme im Fenster. Jede Oberfläche der im Fenster verbauten Scheibe zeigt eine Spiegelung der Flamme. Abweichende Einfärbungen der Spiegelung weisen auf beschichtetes Glas hin. Das sind dann Wärmeschutzscheiben, wie sie ab etwa 1990 zum Einsatz gekommen sind. Alle weiteren, wichtigen Einstufungen können der beigefügten Tabelle entnommen werden.

Merkblatt überarbeitet

In Wirtschaft, Industrie und Bauwesen haben nichtrostende Stähle durch ihre hohe Korrosionsbeständigkeit, die gute Verarbeitbarkeit und die mechanischen Eigenschaften eine große Bedeutung.
Die überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Merkblatts 823: Schweißen von Edelstahl Rostfrei vermittelt auch unter metallkundlichen Aspekten grundlegende Informationen zum Schweißen in anschaulicher und praxisrelevanter Form. Auf jetzt 28 Seiten behandelt das Merkblatt die Grundwerkstoffe, die Schweißprozesse und -zusätze, das Vorbereiten, Ausführen und Nachbehandeln von Schweißverbindungen, artverschiedene Verbindungen, das Schweißen auf der Baustelle und die betrieblichen Voraussetzungen für das Schweißen von Edelstahl Rostfrei.
Das Merkblatt kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden: www.edelstahl-rostfrei.de .

DGNB-Zertifikate verliehen

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
Im Rahmen der Expo Real wurden Gebäude- und Quartiersprojekte von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für ihre Nachhaltigkeitsqualität ausgezeichnet. Foto: DGNB

Rund achtzig Gebäude- und Quartiersprojekte wurden im Rahmen der Expo Real von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für ihre Nachhaltigkeitsqualität ausgezeichnet. Dort wurde unter anderem eine Reihe von Basiszertifikaten verliehen, die die Grundlage für eine Mehrfachzertifizierung von Gebäuden gleicher Nutzung und vergleichbarer Typologie bilden. Darunter befindet sich erstmals auch eines für Wohngebäude mit mehr als sechs Wohneinheiten. Ein DGNB Diamant für herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität geht nach Wiesbaden.
Die Zertifizierung von Gebäuden und Quartieren hat sich in den letzten zehn Jahren in Deutschland umfassend etabliert. Mit einem Marktanteil von 83 Prozent im Bereich von neu gebauten, zertifizierten Gewerbeimmobilien ist die DGNB seit vielen Jahren unangefochtener Marktführer unter den Anbietern von Zertifizierungssystemen. Über 3.600 Projekten wurden bereits mit einem DGNB Zertifikat oder Vorzertifikat für ihre nachweislich hohe Nachhaltigkeitsqualität ausgezeichnet.
Im Jahr 2018 beläuft sich die Zahl der DGNB Zertifikatsverleihungen auf etwa achtzig. Hierzu zählen Verbrauchermärkte genauso wie Büro- und Verwaltungsgebäude, mischgenutzte Gebäude, Geschäftshäuser, Logistikimmobilien, Wohngebäude und Versammlungsstätten. Gleich fünf der Auszeichnungen sind sogenannte Basiszertifikate. Bei diesen wird eine Musterbaubeschreibung von Gebäuden gleicher Nutzung und vergleichbarer Typologie bewertet, die dann für weitere Objekte dieses Bauvorhabens als Zertifizierungsgrundlage dient. Darunter ist erstmals auch ein Basiszertifikat für große Wohngebäude, das an die Böblinger Baugesellschaft geht.
Neben Neubauten verlieh die DGNB auf der Expo Real auch Zertifikate an Bestandsbauten beziehungsweise Gebäude im Betrieb. Mit den Projekten Waterkant in Berlin und Cloche d’Or in Luxemburg werden zwei Stadtquartiere prämiert. Außerdem wird im Rahmen der Messe zum bislang sechsten Mal ein DGNB Diamant überreicht, mit dem Projekte ausgezeichnet werden, die über eine herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität verfügen. Erhalten hat den DGNB Diamant das Rhein-Main Congress-Center in Wiesbaden, das erst im August ein DGNB Zertifikat in Platin bekommen hatte.

Symposium zum Tageslicht

Der Bundesverband Flachglas und die Initiative Tageslicht bieten die Möglichkeit, komprimiert an einem Tag einen vollständigen Überblick über das Thema Tageslicht zu bekommen.
Hochkarätige Fachleute berichten über topaktuelle Themen. Partner der Initiative Tageslicht ist der renommierte Lichtplaner Prof. Peter Andres, Hamburg.
Das Symposium „Tageslicht“ findet statt am 27. November 2018 bei der Firma Solarlux in Melle.
Die Veranstaltung startet um 09:00 Uhr mit einem Begrüßungskaffee und endet gegen 16:15 Uhr. Informationen zum Programm finden Sie unter www.glaswissen.info. Die Teilnahme kostet für Mitglieder pro Person 185,- Euro beziehungsweise 215,- Euro für Nichtmitglieder. Die Veranstaltung beinhaltet auch eine Besichtigung des Solarlux Campus – ein beeindruckendes Beispiel zeitgenössischer Industrie-Architektur des inhabergeführten Anbieters von Wintergarten- und Fassadenlösungen.

Brandschutzkongress 2019 angekündigt

Best-Practice-Vorträge
Ein besonderer Fokus der Veranstaltung liegt auf Best-Practice-Vorträgen für verschiedene Sonderbauten.

„Schutzziel Brandschutz: Konzepte und Lösungen für Standard- und Sonderbauten“ heißt das brandheiße Schwerpunktthema beim Feuertrutz Brandschutzkongress 2019, der am 20. und 21. Februar im Rahmen der Feuertrutz Fachmesse in Nürnberg stattfindet. Der Kongress und die begleitende Fachmesse bilden Europas größte Fachveranstaltung für den vorbeugenden Brandschutz.
Über 35 der renommiertesten Fachleute auf ihren Gebieten referieren über die wichtigsten aktuellen Fragestellungen aus dem baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz und geben Antworten auf aktuelle Fragestellungen rund um die Brandvermeidung und -eindämmung. Fragerunden nach den Vorträgen ermöglichen den direkten Austauschmit den Referenten.
Die Vorträge des Brandschutzkongress finden in je drei parallel stattfindenden Themenblöcken statt. Sie werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmern nach dem Kongress als Webcast inklusive Vortragsfolien online zur Verfügung. So können sich Teilnehmer passgenau und individuell die für sie perfekte Themenmischung zusammenstellen.
Parallel zum Brandschutzkongress bietet der Veranstalter Feuertrutz Network alternativ drei Kompakt-Seminare an, für die eine separate Anmeldung notwendig ist:

  • 20. Februar 2019
    BRANDSCHUTZDIREKT Löschtechnik,
  • 20. Februar 2019
    Brandschutz in Bayern – Änderungen im Bayerischen Brandschutz,
  • 21. Februar 2019
    TGA-Forum Brandschutz – Feuer und Rauch: Ein Fall für Ingenieure.
Weitere Infos unter www.feuertrutz.de/seminare .

Letzte Aktualisierung: 31.10.2018