"Nicht zu sehr auf eine Sache versteifen, sondern flexibel bleiben"

„Wir sind angewiesen, dass wir von den Betrieben Input kriegen“, betonte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer am Freitag (17.4.) bei einem Termin im Metallbau-Betrieb von Alexander Mülfarth in Brühl. Als Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) und der Handwerkskammer zu Köln verschaffte Wollseifer sich in zwei Betrieben der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft einen persönlichen Einblick über die Corona-Auswirkungen für die Betriebe.

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ZDH-Präsident Peter Wollseifer zu Besuch bei Alexander Mülfarth.
Foto: Mülfarth

„Wir haben bisher keine Auftrags-Stornierungen, nur Verschiebungen. Wir konnten unsere öffentlichen Aufträge in Schulen etc. vorziehen", so Alexander Mülfarth. Die Herausforderung sei gewesen, die Aufträge umzuschichten und die Um-Organisation der 14 Mitarbeiter.

Alle Mitarbeiter sind in Zweier-Teams aufgeteilt, die so auch bei der Montage beibehalten werden. „Liquiditäts-Engpässe können entstehen, wenn das Material, das uns vorliegt, nicht verarbeitet und verkauft wird. Unsere größte Angst ist die Quarantäne“, so der 30-jährige weiter. Der Betrieb hat mehrere Spezielgebiete, unter anderem Brandschutztüren und Aluminiumfenster. „Das ist auch unsere Lehre aus der Sache: Nicht zu sehr auf eine Sache versteifen, sondern flexibel bleiben. Diese Flexibilität können wir als Werbung für das Handwerk nutzen“.

Wollseifer: „Ich glaube, das Handwerk wird auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen, das war nach dem Krieg, nach der Wiedervereinigung und nach der Finanzkrise auch so."

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020