Pressespiegel: Macht euch resilient!

Im Maschinenmarkt lesen Sie, wie Sie Ihr Unternehmen krisensicherer machen und der Industrieanzeiger beleuchtet den Trend zur Rückverlagerung von Produktionskapazitäten. Der Pressespiegel für September gibt einen informativen Überblick über die interessantesten Themen der letzten Ausgaben einiger wichtiger Fachzeitschriften aus dem Bereich der Feinwerkmechanik wie Maschinenmarkt, Industrieanzeiger, Werkstatt & Betrieb und mav.

Maschinenmarkt

Macht euch resilient!


Pressespiegel
Wir haben für Sie die wichtigsten feinwerktechnischen Zeitschriften gelesen und zusammengefasst.
Foto: M&T

Im Mittelpunkt der Ausgabe 18/2020 des MM Maschinenmarktes steht die Krisensicherheit von Unternehmen. Es geht darum „Wie Sie Produktion und Supply Chain flexibel, anpassungsfähig und krisensicher aufstellen“. Vielen Unternehmern hat die Krise aufgrund des Coronavirus unbarmherzig vor Augen geführt, wie resilient, also krisenfest, ihr Unternehmen wirklich ist. Bei manchen riss die Lieferkette, andere hatten Probleme, ihre Mitarbeiter vor Ort weiterzubeschäftigen. Doch was kann man tun, um die Resilienz zu verbessern? Das wird hier in der Titelstrecke gezeigt. Im ersten Beitrag werden dazu gleich Vorschläge gemacht. Unter dem Titel „Bringen Sie mehr Leichtigkeit in ihre Produktion!“ wird der Frage nachgegangen: Wie flexibel und wandlungsfähig ist ihre eigene Produktion? Wenn noch Luft nach oben besteht, finden Sie hier Vorschläge und Anregungen, wie und warum Sie Ihre Produktion zukunftsorientiert(er) auslegen sollten. Hierzu gibt es auch ein interessantes Interview mit Maximilian Brandl, CEO von Salt Solutions. Resilienz in der Produktion kann nur dann erreicht werden, wenn auch Supply Chain diesem Anspruch gerecht wird. Das Interview zeigt das auch hier nichts ohne eine Digitalisierung der Prozesse geht.
In der Rubrik MM International geht es diesmal um Frankreich und ganz speziell um die Region Mulhouse. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in unserem westlichen Nachbarland Frankreich steht die Digitalisierung der Industrie ganz oben auf der Agenda. Die Region Mulhouse möchte sich dabei besonders hervortun, unter anderem durch die Messe BE 4.0.
Lesenswert ist auch der Beitrag zum Thema Messtechnik. Bei rotationssymmetrischen Werkstücken muss oft der gesamte Umfang für Messungen zugänglich sein. Auch bei anderen Werkstücken besteht häufig die Anforderung, verschiedene Ansichten in einer Aufspannung zu messen. Dafür eignen sich Koordinatenmessgeräte mit Drehachsen, die in dem Beitrag vorgestellt werden.

Industrieanzeiger

Bring the Boys back

In der Ausgabe 20.20 des Industrieanzeigers wird wieder ein sehr breites Themenspektrum bedient. Spannung verspricht der Beitrag in der Serie Industrie 4.0. Mit dieser Serie sollen die Firmen auf dem Weg zur Digitalisierung begleitet werden. In dieser Ausgabe werden On- und auf Offshoring beleuchtet. Die Verlagerung von Produktionskapazitäten nach und aus Europa. Globalisierungskritische Manager denken zunehmend über die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten nach. Sie sind mit ihrer Skepsis nicht allein: Nur noch 38 Prozent der Deutschen sehen in der Globalisierung eine Chance, 58 Prozent stufen sie inzwischen als Risiko ein – so eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag des „Spiegel“. Deshalb geht es in diesem Artikel um die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten im Industrie 4.0-Umfeld.
Ein Thema, mit dem man sich nur ungern beschäftigen möchte, dass gerade in der gegenwärtigen Situation aber an Bedeutung gewinnt, sind Personalabbauprozesse. Sie erfordern eine klare Kommunikation mit den Beteiligten. Darum geht es in einem lesenswerten Beitrag. Die Kündigung eines Mitarbeiters zählt zur Kernaufgabe der Führungskraft und überfordert dennoch viele Chefs. Ein gut vorbereiteter Prozess hilft, im Interesse aller Beteiligten fährt mit dieser Situation umzugehen. Der Beitrag gibt hier wichtige Tipps und Ratschläge.
Spannung verspricht auch das Interview in dieser Ausgabe. Elektrifiziert Modelle bietet Mercedes-Benz heute in jedem Segment. Wie der Premiumhersteller den zeitgleichen Bau von Autos mit Verbrenner- und auch Elektromotor bewältigt und wie sich dieser Schritt in die Elektroära auf die Produktion auswirkt, erläutert Jörg Burzer, der als Vorstand Produktion und Supply Chain Management verantwortet.
In der Ausgabe 21.20 des Industrieanzeigers geht es in einem interessanten Fachbeitrag über Strategien in der Einzel- und Kleinserienfertigung. Mehr und mehr Einzel- und Kleinserienfertiger müssen ihre Unternehmensstrategien hinterfragen, um ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Ein praxisnahes Vorgehen zur strategischen Neuausrichtung hat das WZL der RWTH Aachen erarbeitet.
Mehr und mehr rückt auch das Thema künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt. Wie KI bei Geschäftsentscheidung unterstützen kann zeigt ein weiterer Artikel. KI-basierte Systeme optimieren und automatisieren nicht nur die Produktions- und Logistikprozesse. Sie minimieren auch das Risiko teurer geschäftskritischer Fehlentscheidungen. Dafür liefert der Beitrag eine Reihe von Beispielen.
Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten ist ein offenes Wort manchmal besonders hilfreich. Dieser Strategie folgt auch der Industrieanzeiger. Deshalb geht es in dem Beitrag „Ein Weg aus der Coronakrise“ um eine Sanierung im Insolvenzverfahren. Eine Pleite kann auch den Neustart für ein Unternehmen bedeuten. Maschinenbauer Miksch hat sich durch eine Eigenverwaltung erfolgreich saniert. Geschäftsführer Alexander Miksch blieb trotz Insolvenz weiterhin am Ruder.

WB Werkstatt + Betrieb

Effizienz aus einer Hand

Im Heft 08/2020 der Zeitschrift WB Werkstatt + Betrieb wird die gesamte Palette der Fertigungstechnik von der Smart Factory über das Thema Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge bis hin zu Maschinen-Kernkomponenten und einer Reihe von Schlechttechnikneuheiten behandelt. Das Special beschäftigt sich diesmal mit dem Fräsen und Fräsdrehen.
High Dynamic Turning, das bedeutet Effizienz aus einer Hand. Wird sich das im Jahr 2018 auf der Fachmesse AMB in Stuttgart mit viel vor Vorschuss-Lorbeer erstmals präsentierte High Dynamic Turning (HDT) mit Free Turn-Werkzeugen in der Praxis bewährt? Diese Frage kann der Werkzeugspezialist Ceratizit als Erfinder des Verfahrens nun bejahen. Seit neuestem nutzt man am eigenen Standort in Besigheim die neue Drehtechnologie mit Frässpindelunterstützung der Herstellung von Wendeplattenbohrern und erzielt dort beeindruckende Einspareffekte in Bezug auf Zeit, Geld und Ressourcen. Zukünftig sollen im Unternehmen weitere Fertigungsprozesse auf HDT umgestellt werden.
Unter dem Titel Bearbeitungseinheit mit fünf Beinen werden neue Motorspindeln vorgestellt. Metro fertigt seit Jahren parallelkinematische Bearbeitungszentren. Die Modulparität der mobilen Anlagen schafft neue Möglichkeiten für die kombinierte Bearbeitung mittels additiven 3-D-Auftrag und Zerspanung. Eine zentrale Rolle dabei übernehmen Motorspindeln von SDL. Der Anwendungsbeitrag widmet sich sehr anschaulich diesem Thema.

mav

Damaszenerstahl aus dem Drucker

In der Ausgabe 10-2020 der Zeitschrift mav Innovation in der spanenden Fertigung beschäftigt sich das Trendthema mit der Compositebearbeitung. Damaszenerstahl genießt seit dem Altertum einen legendären Ruf: Das Material ist gleichzeitig hart und zäh, weil es aus Schichten unterschiedlicher Eisenlegierungen besteht. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik in Aachen haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man Stahl im 3-D-Drucker schichtweise fertigen und dabei die Härte jeder einzelnen Lage gezielt einstellen kann. Solche Verbundwerkstoffe könnten für den 3-D-Druck von Bauteilen in der Luft- und Raumfahrt oder von Werkzeugen interessant sein. Mit dem Verbundwerkstoff mit unterschiedlich harten Metallschichten durch Temperaturvariation könnte „Damaszenerstahl aus dem Drucker“ möglich sein. Bei der Compositebearbeitung spielen passende Werkzeuglösungen eine große Rolle. Um Gewicht zu reduzieren und trotzdem eine hohe Festigkeit bei komplexen Bauteilen zu erhalten, sind Leichtbau-Werkstoffe wie CFK, GFK und CFK-Titan- und CFK-Aluminium-Stacks aus dem Bau von Automobilen, Flugzeugen oder Sportgeräten nicht mehr wegzudenken. Der Beitrag zeigt zwei innovative Bearbeitungslösungen für Faserverbundwerkstoffe.
Den Einsatzmöglichkeiten für Verbundwerkstoffe sind kaum Grenzen gesetzt. Immer wieder neue Anwendungslösungen verblüffen die Praktiker. In einem weiteren lesenswerten Beitrag werden solche Beispiele gezeigt. Die Hybridwerkstoffe und Sandwichstrukturen ermöglichen Leichtbau-Komponenten für zahlreiche Industriezweige. Die Composites bieten dabei Potenzial zur Gewichtseinsparung bei gleichzeitig sehr guten mechanischen Eigenschaften. Auf diese Weise können Sie zur Ressourcenschonung und zur Entwicklung verschiedener, innovativer Produkte beitragen.
Ein interessanter Beitrag beschäftigt sich mit dem Langdrehen. Die Maschinentechnologie für höchste Produktivität bei robusten und zuverlässigen Prozessen, da sind sich die Dreher einig, sind Langdrehmaschinen (Swiss Type Turning). Damit haben sich diese Maschinen längst etabliert. Sie entstanden aus der Feinwerktechnik (Uhren, Schmuck) und sind inzwischen in sämtlichen Bereichen verbreitet, zunehmend auch in der Kfz-Zulieferindustrie. Bisherige Beschränkung: der Stangendurchlass! Dies scheint eine Art natürliche Begrenzung der Teilegröße zu sein. Da endet die Anwendung in der Regel üblicherweise bei einem Durchmesser von 32 mm. Genau diese Grenzen lotet der Beitrag aus.

Letzte Aktualisierung: 27.10.2020