Pressespiegel: Wir haben Sie gewarnt!

Im Maschinenmarkt lesen Sie, wie Sie sich vor Cyberangriffen schützen können und im Industrieanzeiger erfahren Sie, wie man sogar ein Haar beschriften kann. Der Pressespiegel für August gibt einen informativen Überblick über die interessantesten Themen der letzten Ausgaben einiger wichtiger Fachzeitschriften aus dem Bereich der Feinwerkmechanik wie Maschinenmarkt, Industrieanzeiger, Werkstatt & Betrieb und mav.

Maschinenmarkt

Wir haben Sie gewarnt!

Im Mittelpunkt der Ausgabe 17/2020 des MM Maschinenmarktes steht die Unternehmenssicherheit. Es wird beschrieben „wie Cyberkriminelle ihr Unternehmen kapern, was sie dort anrichten, und wie sie sich dagegen wehren können“. Viele Unternehmen scheinen Hacker geradezu einzuladen. Was für einen Großkonzern bereits eine Mammutaufgabe ist, kann für KMU existenzbedrohend sein: die Gefahr von Cyberangriffen aus dem Netz. Wie geht ein Hacker vor, wie kann ich mein Unternehmen schützen und was muss ich tun, wenn es mich erwischt hat? Das wird in der Titelstrecke vermittelt. Gleich der erste Beitrag verspricht viel Spannung. Es geht um den „Feind in meiner Maschine“. Hecker sind nicht mir die Freaks, die zwischen Pizzakartons und leeren Cola-Light-Flaschen nach den Schwachstellen eines Programms suchen. Ein Auftrag kostet mehrere Tausend Euro und wird im Darknet abgewickelt. Vermutlich ist der Auftraggeber oft der Konkurrent des Opfers, der ihn dann günstig aufkauft. Angreifer installieren ihre Schläfer die die F&E-Ergebnisse abziehen: anzapfen aussaugen ausbeuten.

Pressespiegel Feinwerkmechanik
Wir haben für Sie die wichtigsten feinwerktechnischen Zeitschriften gelesen und zusammengefasst. Foto: M&T

Eine gute Möglichkeit für die Überprüfung des eigenen Unternehmens ist der Artikel „Wie gut kennen Sie Ihre Produktion?“ Beim Thema Produktsicherheit sollten Unternehmen sich in drei Bereichen selbst auf den Prüfstand stellen. Professor Dr. Dominik Merli, Institutsleiter am Institut für innovative Sicherheit der Hochschule Augsburg, verrät, welche das sind, und gibt einen ersten Überblick.

Diverse Erfahrungen aus der Praxis werden in einem weiteren Beitrag vermittelt. Hier berichten IT-Sicherheitsbeauftragte über Angriffe auf ihr Unternehmen. Der Angriff über die E-Mail-Anhänge ist veraltet. Hacker kommen inzwischen über versteckte Codes auf Webseiten Dritter. Man lernt aber aus der Vergangenheit. Ein Beispiel: Fremde Servicetechniker dürfen nur vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Laptops nutzen.

Und gute Tipps erhält man in dem abschließenden Beitrag zu dem Schwerpunktthema unter dem Motto „Machen Sie es den Hackern schwer!“. Totale Sicherheit gibt es nicht. Kann es gar nicht geben. Schließlich entwickeln sich die Technik und der Mensch stets weiter. Doch mit einer guten Strategie kann sich auch ein KMU gegen Cyberangriffe wehren.

Lesenswert ist auch der Beitrag in der Rubrik MM International. Es geht um „Große Fragezeichen auf der anderen Seite des Atlantiks“. Coronapandemie, schwelende Handelskonflikte und eine Präsidentschaftswahl im November. Die USA, Deutschlands wichtigster internationaler Handelspartner, sehen einer turbulenten zweiten Jahreshälfte entgegen.

Industrieanzeiger

Fräsen, feiner als jedes Haar

In der Ausgabe 18.20 des Industrieanzeigers wird ein breites Themenspektrum geboten. Die Palette reicht von der Mikrobearbeitung über die Qualifizierung des Berufsnachwuchses bis zu einem spannenden Interview mit Stuttgarts Messechef Roland Bleinroth. Beim Ausbildungsbeitrag wird ein interessantes Schulungskonzept vorgestellt das Werker für Industrie-4.0-Lösungen qualifiziert. Die Industrie 4.0 verändert die Anforderungen an die Mitarbeiter in der produzierenden Industrie. Um Qualifikationslücken im Bereich von CAx-Prozessen zu schließen, entwickeln Forscher im Projekt „WerkerLab“ ein Schulungskonzept, das an den sozialen Hintergrund, Wissensstand und die zeitliche Verfügbarkeit von Facharbeiter angepasst ist. Einen weiteren Baustein für die Qualifizierung der Mitarbeiter liefert der folgende Beitrag. Ein am WZL der RWTH Aachen entwickeltes Leitkonzept befähigt Mitarbeiter und bringt sie dazu an, die Implementierung von Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen aktiv mit zu gestalten. Die Innovationsfähigkeit jedes einzelnen wird gezielt gesteigert, um die Ideenfindung für neue Digitalisierungsprojekte im Unternehmen voranzutreiben.

Informativ ist das Interview mit Stuttgarts Messechef Roland Bleinroth über Entwicklungen bei der Metallermesse AMB. Coronabedingt haben sich die Aussteller der AMB 2020 für eine Verschiebung der Messe ins Jahr 2022 ausgesprochen. Doch dafür geht diesen September ein klar abgegrenztes AMB-Technologieforum an den Start. Wie der Veranstalter die aktuelle Lage, aber auch die künftige neue Normalität einschätzt, erläutert der Geschäftsführer und Sprecher der Messe Stuttgart.

Der Titel des Beitrags „Fräsen, feiner als jedes Haar“ verspricht Spannung. Was moderne Fertigungstechnik leisten kann, zeigt Maschinenbauer Kern und Werkzeughersteller Zecha, indem sie ein menschliches Haar beschrifteten. Inzwischen finden die Erkenntnisse aus dem Leuchtturmprojekt praktische Anwendung. Mikrozeitspannen im Ultrapräzisionsbereich kann heute bereits in einer Produktionsumgebung gelingen.

WB Werkstatt + Betrieb

Smart Factory

Im Heft 07/2020 der Zeitschrift WB Werkstatt + Betrieb wird die gesamte Palette der Fertigungstechnik von der Komplettbearbeitung, über die Messtechnik und Präzisionswerkzeuge bis hin zur Hybriden Fertigung behandelt. Das Special beschäftigt sich diesmal mit der Smart Factory. Hier geht es zum Beispiel um virtuell optimierte und damit hochperformante CNC-Bearbeitung. Erläutert wird auch wie man mit der CAM-Programmierung bis zu achtzig Prozent Zeitersparnis erreichen kann. Vorgestellt wird ein Fertigungskonzept für die Zeiten von Covid 19 und man erfährt wie man mit System zum digitalen Werkzeugbau kommt.

Besonders lesenswert sind wie immer die Anwenderberichte. Ein neues Werkzeugkonzept ermöglicht das effiziente Serienverzahnen von Differentialkegelrädern auf Fünf-Achs-Bearbeitungszentren. Das kompakte, stabile Tool hat ein variables Schneidenprofil, das im montierten Zustand nachschleifbar ist und so rundlaufgenau bleibt.

„Ohne Abrichten kein Schleifen“. In diesem Beitrag wird die Frage beantwortet, wie man optimale Schleifprozesse sicherstellt. Neben guten Maschinen und Werkzeugen ist die Konditionierung, respektive das Abrichten der Schleifscheiben entscheidend. Dieser Prozess ist bei manuellem Eingriff fehleranfällig, nicht jedoch beim Einsatz einer im Beitrag vorgestellten App.

Ein Artikel beschäftigt sich auch mit der Inprozess-Messtechnik. Hartdrehen und Messen mit nur einem Ziel: besser als ein Mikrometer. Werkstücke im automatischen Dauerbetrieb und mit minimalen Toleranzen zu fertigen gelingt mit Messtechnik und Software zur Prozesskontrolle von Marposs, die neben der Fertigungsqualität auch die Dokumentation und Rückverfolgung der Teile sicherstellt.

mav

Digitale Zwillinge als Basis

In der Ausgabe 09-2020 der Zeitschrift mav Innovation in der spanenden Fertigung gibt es eigentlich spannende Einführung zum Thema intelligente Maschinen. Digitale Zwillinge bilden die Basis für die Smart Factory. Um eine modellbasierte Fertigung abzubilden, ist der digitale Zwilling des Produkts die Basis. Dieser schafft zahlreiche Möglichkeiten, um die Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu optimieren. Die vorhandenen kundenspezifischen Applikationen können über ein Konzept wie Xcelerator berücksichtigt werden. Das integrierte Portfolio aus Software, Service und den Plattformen stellt eine stufenweise und budgetierte Einführung sicher.

Welche Möglichkeiten ein Retrofit bietet, zeigt die Firma Bema an einer Kel-Varia. Kann man ein Spitzenprodukt, wie eine Schreibmaschine aus der Schweiz noch besser machen? Ja, man kann. Was man dafür als Retrofitter braucht, ist nicht nur Sachverstand im einigen Haus sondern auch die richtigen leistungsstarken Partner. Bema Werkzeugmaschinen setzte beim Retrofit einer Kellenberger Schleifmaschine auf eine Steuerung von Fargo Automation und Schleifsoftware von Zeller. Ein spannendes Beispiel.

Informativ ist auch der Beitrag über ein Mikrobearbeitungszentrum für harte Werkstoffe. Fräsversuche zeigen: Auf dem Mikrobearbeitungszentrum Microon von Zorn lassen sich bei harten Werkstoffen, wie Hartmetall oder Keramik, hohe Oberflächengüten erreichen. Und: Die Produktivität der Werkzeuge reduziert die Fertigungszeiten um mehr als sechzig Prozent.

Ein praktisches Beispiel wie sich ein Spritzgießmaschinenhersteller neu aufstellt, zeigt der Beitrag „Bereit für die Zukunft“. International tätige Hersteller von Spritzgießmaschinen müssen flexibel und gleichzeitig effizient fertigen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Eigenschaften von Kunststoffen spielen beim Spritzgießverfahren die Aufbereitung und Verarbeitung des Materials – und damit die Plastifiziereinheit der Spritzgießmaschine – eine zentrale Rolle. Das stellt nicht nur die Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen vor Herausforderungen, sondern hat auch einen großen Einfluss auf die Produktion. Bei der Firma Arburg hat man sich beispielsweise dazu entschlossen, bei der Schneckenherstellung die bisherige Technologie – das Wirbeln – zugunsten eines flexiblen Verfahrens abzulösen. Als ideale Lösung entpuppte sich dabei ein spezifisch ausgerüstetes Dreh-/Fräszentrum des österreichischen Spezialisten Weingärtner.

Letzte Aktualisierung: 15.09.2020