Profilsysteme: „Auf Augenhöhe Hand in Hand“

(März 2018) Hueck will mit neuen Produkten und Angeboten seinen Marktanteil in Deutschland vergrößern. Lesen Sie, wie Geschäftsführer Thomas Polonyi beschreibt, welche Schritte dafür bereits unternommen wurden und welche Maßnahmen als nächstes folgen.

Thomas Polonyi Hueck
"Bei uns bekommt ein Metallbauer nicht nur innovative Produkte und Dienstleistungen von hervorragender Qualität, sondern außerdem einen servieorientierten, zuverlässigen Partner."

Welche technischen Trends sehen Sie in den nächsten Jahren bei Fenstern, Türen und Fassaden?
In Zukunft sind intelligente Systemlösungen gefragt, die gleichzeitig hohe Ansprüche an Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz und Design erfüllen. Moderne Smart-Home-Systeme treiben die Vernetzung der einzelnen Systemkomponenten voran. Mit Blick auf die Urbanisierung und verdichtetes Bauen wird neben dem Brand- auch der Schallschutz an Bedeutung gewinnen. Da sind innovative, technisch ausgereifte Produkte gefragt. So wie unser neues Schallschutzfenster „Hueck Lambda SA“, das nicht nur geschlossen, sondern auch in der Lüftungsposition einen hervorragenden Schallschutz bietet. Mit dieser neuen Produktgruppe eröffnet Hueck als innovativer Systempartner völlig neue Lösungen und Möglichkeiten. Mit „Hueck Lambda SA“ treffen wir gezielt auf einen der Megatrends, die Urbanisierung. Wir sind fest davon überzeugt, dass Großstadtbewohner ihre Fenster öffnen wollen und nicht nur hinter verschlossenen Fassaden leben möchten. Dafür haben wir nun als erster Systemanbieter eine attraktive und praktische Lösung gefunden und werden sie mit unseren Partnern in die Märkte bringen.

Wie werden bei Hueck derzeit die Weichen für eine erfolgreiche Marktbearbeitung gestellt?
Wir haben für das Unternehmen drei wesentliche Schwerpunkte gesetzt, nämlich die Konzentration auf die Standardsysteme und profitable Märkte, eine stringente Produktentwicklung sowie die Prozess- und Kostenoptimierung.

Auf welchen Werten bauen Sie die Neustrukturierung auf?
Auf absoluter Kundenfokussierung, verlässlicher Partnerschaft, hohem Qualitätsanspruch und Innovation – das sind die Werte, für die Hueck in der Branche bekannt ist und geschätzt wird.

Welche Entwicklungen in Ihrem Unternehmen sind für den Metallbauer sofort spürbar?
Für unsere Metallbau-Partner hat sich zunächst einmal nichts Grundsätzliches geändert. Hueck bleibt Hueck, auch wenn wir jetzt noch intensiver an der Verbesserung unserer Kunden-Services und der Perfektionierung unserer Standardsysteme arbeiten. Dabei geht es uns immer darum, die Arbeit unserer Metallbau-Partner zu vereinfachen.

Welche andere oder neue Unterstützung geben Sie dem Metallbauer bei seiner täglichen Arbeit?
Als serviceorientiertes Systemhaus bieten wir unseren Kunden seit jeher größtmögliche Unterstützung für die tägliche Arbeit. Dazu gehören unter anderem Produktberatung, Unterstützung bei Ausschreibungen und Projekten, Schulungen, Produkt-Trainings vor Ort, Dokumentation, CAD-Daten, Prüfzeugnisse, Zertifikate, Online-Bestellverfolgung, Service-Hotline und vieles mehr. Der Markt ist schnell geworden, also muss auch die Technik schnell sein. Deshalb setzen wir zunehmend auf digital unterstützte Services. Großen Wert legen wir aber nach wie vor – ganz traditionell – auf den persönlichen Kontakt. Deshalb haben unsere Kunden auch immer denselben Ansprechpartner.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele?
In erster Linie natürlich die Vergrößerung unserer Marktanteile und ein profitables Geschäft. Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren und dort wachsen, wo es sich rechnet. Also in den für Hueck relevanten Märkten – besonders in Deutschland. Bei der Produktentwicklung setzen wir auf mehr Stringenz und Marktorientierung mit hohem Kundennutzen. Last, but not least ist die Kostenoptimierung ein wichtiges Ziel – und zwar in allen Unternehmensbereichen.

Welche Schritte haben Sie bereits unternommen?
Derzeit schauen wir im Unternehmen gerade unter jeder Fußmatte nach, um Verbesserungspotenzial zu lokalisieren, Abläufe zu vereinfachen und Prozesse konsequent zu optimieren. Darüber hinaus haben wir einen eigenständigen Vertriebsbereich für die Standardserien in Deutschland installiert. Parallel dazu bleibt der Objektbereich in den bewährten Strukturen, damit wir diesen Marktbereich auch weiterhin optimal bearbeiten.

Thomas Polonyi im Interview mit John Siehoff von der M&T
"Wir möchten unsere Position als serviceorientierter und zuverlässiger Partner des Metallhandwerks festigen, der stets dem größtmöglichen Kundennutzen im Blick hat." Fotos: M&T

Welche Schritte werden Sie als Nächstes unternehmen?
In Zukunft wollen wir uns noch mehr als bisher mit den Kunden beschäftigen. Dabei werden wir unter anderem die Zusammenarbeit mit Architekten und Planern intensivieren, um so die Marke Hueck bereits im Entstehungsprozess eines Objektes zu verankern. Gleichzeitig steht unseren Metallbaukunden ein flächendeckendes Netz von Metallbau-Außendienstmitarbeitern und Produkttrainern für Beratung und Schulung vor Ort zur Verfügung.

Welche Prozesse werden neu aufgesetzt?
Ein Kernstück der neuen Hueck-Strategie ist die konsequente Digitalisierung. Im Rahmen dieses stetig fortschreitenden Prozesses wollen wir unseren Kunden im Tagesgeschäft einen steigenden Mehrwert vermitteln.
Warum wurden Produktentwicklung und Vertrieb organisatorisch stärker voneinander getrennt?
Ein wichtiges Ziel unserer Strategie ist die Fokussierung auf die Entwicklung und den Vertrieb unserer Standard-systeme. Die stärkere Trennung der beiden Bereiche soll für die notwendige Entlastung der Führungskapazitäten sorgen und somit die Konzentration auf die wesentlichen strategischen Ziele der beiden Bereiche fördern.
Welche externe Unterstützung nehmen Sie bei der Neustrukturierung in Anspruch?
Bei der Optimierung der Abwicklungs- und Produktplanungsprozesse, der internen Logistik und der Kunden-Logistik arbeiten wir mit zwei externen Beratern zusammen, um die bestehende Mannschaft nicht zusätzlich zu belasten und ein zügiges Umsetzen zu realisieren.

Wie kommunizieren Sie Ihre Strategie intern?
Unsere Mitarbeiter werden ganz klassisch über Informationsveranstaltungen, Präsentationen, Aushänge, ein Mitarbeitermagazin und das Intranet informiert, gleichzeitig aber auch in die Änderungsprozesse mit einbezogen.

Steckbrief Thomas Polonyi

Thomas Polonyi ist seit Mai 2017 Geschäftsführer der Eduard Hueck GmbH & Co. KG. Polonyi war in verschiedenen nationalen und internationalen Unternehmen tätig, zuletzt als „President Sectional Doors & Docking EMEA“ beim schwedischen Spezialisten für Tür- und Torsysteme Assa Abloy Entrance Systems AB. Davor war Polonyi Geschäftsführer der Thyssen Krupp Bausysteme GmbH.

Die in Lüdenscheid ansässige Eduard Hueck GmbH & Co. KG ist mit über 600 Mitarbeitern ein weltweit agierender Hersteller von Aluminiumprofil-Systemen für Fenster, Türen, Schiebeelemente, Fassaden, Glasanbauten und Dächer. Sonderbauteile wie Rauchdicht- und Brandschutzkonstruktionen sowie individuelle Objektlösungen gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum.

Welche Auswirkungen hat die Neuausrichtung auf Ihr Produktprogramm?
In Zukunft wollen wir uns noch konsequenter an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden sowie der Marktentwicklung orientieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der permanenten Weiterentwicklung unseres Standardprogramms. Natürlich verfolgen wir dabei unsere erfolgreiche Gleichteile-Strategie beständig weiter.

Wie möchten Sie in Zukunft vom Metallhandwerk gesehen werden?
Wir möchten unsere Position als serviceorientierter und zuverlässiger Partner des Metallhandwerks festigen, der stets den größtmöglichen Kundennutzen im Blick hat. Darüber hinaus sollen unsere innovativen Produkte und Dienstleistungen im Markt noch klarer wahrgenommen werden. Bei Metallbauern, die mit anderen Partnern zusammenarbeiten, wollen wir uns vermehrt als alternativer Anbieter etablieren.

An welchen Stellen ist die zunehmende Digitalisierung der Bauprozesse ein Treiber für Ihre Organisation?
Die Digitalisierung hat bei Hueck höchste Priorität. So haben wir bereits verschiedene Projekte, wie BIM, unsere Online-Dokumentation oder die Online-Bestellung gestartet. Damit wird mittelfristig – von der Ausschreibung bis zur Ausführung – ein durchgehender digitaler Informationsaustausch mit unseren Kunden möglich. Diese Entwicklung wirkt sich natürlich auf die internen und externen Prozesse in allen Unternehmensbereichen aus.

Thomas Polonyi Geschäftsführer Hueck
"In Zukunft sind intelligente Systemlösungen gefragt, die gleichzeitig hohe Ansprüche an Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz und Design stellen."

Wie wollen Sie den Metallbauer bei der Digitalisierung seiner Prozesse unterstützen?
Indem wir unsere Partner in die bevorstehenden Projekte einbeziehen, durch entsprechende Informationsmaterialien und Workshops. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Digitalisierung für die Beteiligten einen Mehrwert zu bieten hat, von dem letztendlich alle profitieren. Weil wir mit der Digitalisierung die Arbeit des Metallbauers erheblich vereinfachen, stoßen wir damit bei unseren Partnern auf zunehmende Akzeptanz.

Sehen Sie bessere Wachstumschancen im Objektgeschäft oder im Standardgeschäft?
Wir sehen beide Bereiche derzeit in einem positiven Marktumfeld, setzen jedoch mittel- und langfristig auf einen Ausbau des Standardgeschäfts. Dabei sind allerdings die Standardserien immer auch Teil des Objektgeschäfts, da unsere Objektkonstruktionen meist auf bewährten und geprüften Standardkomponenten aufbauen.

Was sind Ihre Ziele für Umsatz und Ergebnis im Jahr 2018?
2018 wollen wir besser sein als der Markt. Mittelfristig ist ein moderates und kontinuierliches Wachstum mit fortlaufender Ergebnisverbesserung geplant.

Warum sollte sich ein Metallbauer für Ihre Produkte entscheiden?
Weil er bei uns nicht nur innovative Produkte und Dienstleistungen von hervorragender Qualität bekommt, sondern außerdem einen serviceorientierten, zuverlässigen Partner, der mit dem Metallhandwerk auf Augenhöhe Hand in Hand zusammenarbeitet – von Anfang bis zum Ende eines Projektes. Darüber hinaus bringt auch unsere große Produktionstiefe mit eigener Gießerei und Presswerk eine ganze Reihe von Vorteilen: neben der großen Flexibilität sind das unter anderem die Kontrolle über die Qualität der Legierungen und das Recycling mit den entsprechenden Zertifikaten.

Letzte Aktualisierung: 10.10.2018