Schnellere Angebotserstellung bei Türen- und Fenstereinbau

Aufmaß: Der Türen- und Fenstereinbau erfordert Profiarbeit. Was es dazu braucht, wie der Prozess abläuft und wie eine App helfen kann, lesen Sie hier.

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Bild links: Fotos und Notizen können die Einbausituation und eventuelle Hindernisse dokumentieren. Bild rechts: Mit der App können ohne Hilfsmittel schnell und einfach Räume gemessen werden.
Foto: roometric

Wenn Türen oder Fenster erneuert oder neu eingebaut werden müssen, muss ein Profi ans Werk. Jeder Metallbauer und Schlosser war schon einmal an Ort und Stelle, um die Einbausituation zu erfassen. Nebenbei werden dabei auch andere wichtige Informationen dokumentiert: Materialien und Beschaffenheit von Decke, Boden und Rahmen ebenso wie das Vorhandensein von Hindernissen und zu versenkenden Schwellen. Für Transport und Einbau ist auch die Höhe und Breite von Durchgängen und Räumlichkeiten wichtig.

Diese vielfältigen Informationen ordentlich aufzuzeichnen ist zeitintensiv und fehlerbehaftet. Anzahl der Einbauteile, spezielle Kundenwünsche und sonstige Anforderungen erhöhen Aufwand und Kosten der Erfassung weiter. Das gilt insbesondere für zusätzliche bauphysikalischen Anforderungen des Leistungsverzeichnisses – seien es Brand-, Wetter- und Schallschutz, Ästhetik oder Barrierefreiheit.

Und dann ist der Zuschlag immer noch nicht sicher: Deshalb überlegen viele zweimal, ob sich der Aufwand im Verhältnis zum möglichen Ertrag lohnt. Um schneller bessere Angebote zu erstellen, haben viele Betriebe Ihre eigenen Vorlagen entwickelt, Laser-Messgeräte oder sogar spezielle Angebotssoftware angeschafft. Es wird allerdings immer noch viel mit Papier und Bleistift gearbeitet. Doch bei der Übertragung entstehen Zahlendreher, Übertragungsfehler und Frustration.

Abhilfe schafft zum Beispiel die App “roometric” vom gleichnamigen Softwarehaus aus Berlin, die sowohl in Apples Appstore als auch in Googles PlayStore verfügbar ist. Mit ihr können ohne Hilfsmittel schnell und einfach Räume gemessen werden.

Dabei werden auch Fenster, Türen und andere Bauteile erfasst. Zuerst wird mittels der Kamera des Smartphones oder Tablets eine Skizze aufgenommen. Mittels Bluetooth-Schnittstelle können dann die millimetergenauen Maße eines Laser-Messgerätes übernommen werden.

Dadurch können schon bei der Vorarbeit wichtige Informationen digital aufgenommen werden. Fotos und Notizen dokumentieren die Einbausituation und Hindernisse. Bei der Aufnahme derselben werden Position und Blickrichtung ebenfalls gespeichert. Damit entfällt die nachträgliche Ablage und Zuordnung von Fotos. Mit wenigen Klicks wird so schnell ein Gesamtüberblick erstellt, auch wenn keine Internetverbindung vorliegt.

Gleiches gilt für den Transportweg: Gänge, Flure und Türen können gemessen werden und als Grundriss oder 3D-Modell angezeigt werden. Maße müssen nicht händisch in CAD eingetippt werden, sondern können direkt über den .dxf-Export übertragen werden. Es können auch PDF-Pläne mit allen Maßen und Fotos ausgegeben werden.

Dies ist besonders bei Türen und Fenstern, die speziell angefertigt werden, von Relevanz. Denn diese können bei falschen Maßen nicht einfach zurecht geschweißt werden. Fehler beim Aufmaß werden für den Auftragnehmer schnell teuer, und dadurch besonders ärgerlich. Eine gute Vordokumentation ohne Medienbruch kann im Zweifelsfall viel Geld sparen.

Man sieht – Digitalisierung geht auch im Handwerk. Einfache Bedienung und Kompatibilität neuer Tools erleichtern dabei zunehmend die Integration in den Arbeitsalltag und ermöglichen einen immer effizienteren und einfacheren Prozessablauf.

Mehr Infos: www.baufachmedien.de/roometric

Letzte Aktualisierung: 10.09.2020