Schwarz, Weiß, Licht

Der Wirtschaftspark Breitensee schreibt die Geschichte eines traditionellen Gewerbestandorts im 14. Wiener Gemeindebezirk fort. Durch Abriss alter Bausubstanz und Neuordnung wurde das gründerzeitliche Industrieareal in einen modernen, impulsgebenden Wirtschaftspark umgewandelt. Unverwechselbar wird das Ensemble durch die überraschend kleinteilige Fassade des Neubaus. Für eine optimale Tageslichtnutzung in den rohbelassenen, loftartigen Innenräumen sorgen die Funktionsgläser Kapilux W von Okalux.

Gelungenes Konzept städtischer Verdichtung

Kapilux Okalux Fassade Wärmeschutz Funktionsglas
An der kleinteiligen Fassade sind neben den geschlossenen Aluminiumkassetten und den transparenten Verglasungen die Funktionsgläser Kapilux W an ihrer weißen Farbe deutlich zu erkennen. Foto: Wolfgang Thaler, HOLODECK architects

Holodeck architects, (Arch. Marlies Breuss und Arch. Michael Ogertschnig) Wien, hatten den städtebaulichen Wettbewerb gewonnen und setzten die Neuordnung des Areals in drei Etappen um. Entstanden ist ein nutzungsgemischter Gewerbehof mit urbanem Flair. Zu den bereits angesiedelten produzierenden Betrieben kommen neue Produktionsstätten, Büros, Ateliers und Wohnstudios für die Kreativbranche. Zusammen mit einem Veranstaltungsort und Gastronomiebetrieben bildet sich ein funktionales und atmosphärisches Ganzes. Erschlossen werden die einzelnen Bauteile über den Innenhof. Auf diesem wurde in verdichtender Bauweise ein viergeschossiger Neubau errichtet, der an die bestehenden Produktionsgebäude durch einen brückenartigen Bauteil angebunden ist.

Hommage an den klassischen Industriebau


In seinem Inneren stellt sich der multifunktionale Neubau in die architektonische Tradition klassischer Fabrikgebäude. Etwa durch das sichtbar gelassene Skeletttragwerk, das mit seinen mindestens 3,28 Meter Raumhöhe großzügige, sich über die gesamte Raumtiefe erstreckende Lofts bildet. Diese können variabel in kleinere Einheiten bis hin zum Ein-Mann-Büro geteilt werden. Auf abgehängte Decken oder Doppelböden, wie überhaupt auf jede Form von Verkleidung wurde bewusst verzichtet, was einerseits ein weiteres Zitat des historischen Industriebaus ist, andererseits aber auch auf den zeitgemäßen Standard des Neubaus im Hinblick auf die Energieeffizienz verweist: Die Gebäudestruktur steht als thermische Speichermasse zur Verfügung und stellt ein angenehmes Raumklima bei niedrigen Betriebskosten sicher.

Gelungene Fassadenmatrix


Dem Gedanken der Funktionalität ohne aufwendige elektronische Steuerung folgt auch die äußere Hülle des Neubaus. Die Pfosten-Riegel-Aufsatzfassade auf Stahl-Unterkonstruktion zeigt eine scheinbar wilde, tatsächlich aber genau geplante Kombination aus transparenten, transluzenten und geschlossenen Teilflächen. „Wir wollten eine gewisse Raumtiefe anbieten“, beschreibt Architekt Michael Ogertschnig vom Projektteam bei Holodeck architects die Idee. „Die durchscheinenden Fassadenelemente streuen das Licht blendfrei bis weit in die Geschosse: Die gesamte Fläche kann so flexibel für vollwertige Arbeitsplätze genutzt werden.“
Verantwortlich hierfür ist Kapilux W von Okalux, ein Isolierglas mit integrierter weißer Kapillarplatte. Einfallendes Tageslicht wird durch die Kapillarröhrchen gleichmäßig in den Raum gestreut, wodurch sich die Tiefenausleuchtung deutlich verbessert. Ein Effekt, wie er gerade bei bedecktem Himmel in seitenbelichteten Räumen benötigt wird. An Tagen mit starker Sonneneinstrahlung reduziert Kapilux hingegen die Blendung durch die Sonne sowie die Bildung harter Schlagschatten und sorgt für eine angenehme Atmosphäre und optimale Ausleuchtung der Arbeitsplätze.
„Die transluzenten Elemente sind ein wichtiger Baustein in unserer Fassadenkonzeption, weshalb wir nach einem hochwertigen und bewährten Produkt gesucht, und mit Kapilux gefunden haben“, erklärt Michael Ogertschnig.

Hochwertiger Wärmeschutz


Auch das hohe Wärmeschutzniveau der Gebäudehülle erfüllen die Funktionsgläser. Neben hochwärmegedämmten Aluminiumkassetten für die geschlossenen Bereiche und den dreifach verglasten transparenten Flächen trägt das ebenfalls dreifach verglaste Kapilux W mit zwanzig Millimeter Kapillaren im Scheibenzwischenraum angesichts von U-Werten von 0,8 W/m²K wesentlich zur Energieeinsparung bei. Wie die klaren Fenster so sind auch die durchscheinenden Elemente je nach Einbauposition als Festverglasung oder öffenbare Einsatzelement ausgeführt. Vor der Fassade befinden sich außerdem Sonnenschutz-Metallgewebe in per Hand verschiebbaren Rahmen, mit denen die Büronutzer jederzeit eine individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Belichtung und reduzierte Sonneneinstrahlung herstellen können.

Letzte Aktualisierung: 15.08.2017