Sieger in der Kategorie Stahlkonstruktionen

Sieger in der Kategorie „Stahlkonstruktionen“ ist der anspruchsvolle Kion Stapler-Tower am Flughafen Frankfurt/Main. Die Firma Huhle Stahl- und Metallbau hat diesen komplexen Auftrag perfekt umgesetzt. Jörg Dombrowski

Huhle Pokal
Günter Huhle und Markus Dann auf der Preisverleihung des Deutschen Metallbaupreises 2018 im Vogel Convention Center in Würzburg. Foto: Bausewein

Der umfangreiche Auftrag des Kunden bestand darin, ein filigranes Präsentations-Gebäude aus Stahl und Glas mit Platz für acht Gabelstapler zu planen und zu bauen. Besonderes Problem war die wechselnde Bestückung der vier Plattformen mit jeweils zwei Gabelstaplern mit einem Einzelgewicht von maximal 6,3 Tonnen. Die Lösung brachte eine verfahrbare Traverse in H-Form im Kopf des Towers zur Verlagerung des Schwerpunkts beim Hebevorgang verschiedener Staplertypen.
Der fertige Turm hat eine Gesamthöhe von etwa 25 Metern. Fast 60 Tonnen Stahl wurden bei der Fertigung verschweißt und verschraubt. Mit der Montage von 144 segmentierten Glasscheiben mit einem Einzelgewicht von jeweils 200 Kilogramm entstand so eine spannende Symbiose aus Metall und Glas. Zusammen mit der maschinenbautechnischen Innenausrüstung der Hebeanlage handelt es sich so um ein äußerst gelungenes metallbautechnisches Komplettpaket.

Ein prägnanter Blickfang

Huhle
Die Stapler werden mit der Krananlage auf ihre Etage gehoben und dann mechanisch mit einer verfahrbaren Bühne auf ihren Standplatz gekurbelt. Foto: Huhle

Auf einer bodenbündigen Stahlbühne geparkt und mit der Krananlage über vier Ketten mit Schwerlastkarabinern verbunden, lassen sich die Stapler auf ihre Standplätze in eine der vier Etagen heben. Dort angekommen werden sie von einer weiteren verfahrbaren Bühne aufgenommen und durch einen feinmechanischen Antrieb völlig stromlos und per Hand auf ihren jeweiligen Standplatz gekurbelt.

Stapler-Tower
Der Kion Stapler-Tower am Flughafen Frankfurt/Main. Die Firma Huhle Stahl- und Metallbau hat diesen komplexen Auftrag perfekt umgesetzt. Foto: M&T

Die Technik wurde so platziert, dass sie für den Betrachter bei Nichtbenutzung von außen nicht sichtbar ist. Durch die individuelle Ausleuchtung im Rahmen eines speziell entwickelten präzisen Beleuchtungskonzepts mit 24 Punktstrahlern auf die verschiedenen Staplerstandplätze ist der Kion-Tower in der Dunkelheit genauso ein Blickfang wie am Tage.

Fazit: Stahl-Glasbau im gelungenen Komplettpaket

Der mittelständische Stahlbaubetrieb hat den sehr leicht wirkenden Turm mit Innovationsgeist, Erfindungsreichtum und herausragendem Know-how umgesetzt. Der anspruchsvolle Kundenauftrag wurde in hoher Qualität erarbeitet. Und zwar planerisch, konstruktiv, fertigungstechnisch, maschinenbautechnisch und handwerklich.



Letzte Aktualisierung: 30.10.2018