Spanende Bearbeitung: Interessante Produktneuheiten

Auf der Emo in Hannover werden vom 16. bis 21. September eine große Zahl spannende Neuheiten für die Feinwerkmechanikbranche vorgestellt, die neue Bearbeitungsmöglichkeiten und Effizienzverbesserungen bieten. Wir stellen interessante neue Produkte vor.

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Ein weiteres Messethema auf der Emo sind Zentralkühlsysteme für die industrielle Produktion. Foto: Technotrans

Neuer Prozesskühler und kompakte Kühlschmierstofffiltration

Die Technotrans SE zeigt auf der diesjährigen Emo (Halle 6, Stand J02) energieeffiziente Kühl- und Filtrationsanlagen speziell für Werkzeugmaschinen. Messebesucher erwartet am Technotrans-Stand unter anderem die neue Generation des Prozesskühlers Omega.eco mit drehzahlgeregelten Hauptkomponenten sowie ein kompaktes Gerät zur Kühlschmierstofffiltration (KSS) aus der etablierten toolsmart-Produktreihe. Im Fokus des Messeauftritts stehen außerdem standardisierte Kühllösungen sowie individuell angepasste Anlagen, die sich in ein Gesamtsystem integrieren lassen.
Kernstück des Messestands ist die neue Generation des flexiblen Prozesskühlers Omega.eco. Das weiterentwickelte Gerät ist ausgestattet mit einer Drehzahlregelung für Verdichter, Kühlluftventilator und Kühlwasserpumpe. Mithilfe einer hochentwickelten, präzisen Regeltechnik passt sich der Kühler auf die jeweilige Betriebslast sowie unterschiedliche Umgebungsbedingungen an. Je nach benötigter Kälteleistung im Zerspanungsprozess werden beispielsweise der Verdichter und der Lüfter automatisch geregelt. Das steigert die Effizienz der Anlage und bietet ein hohes Energiesparpotenzial. Durch diese Technologie steigt auch gleichzeitig die Präzision und Dynamik der Temperierung und ermöglicht ein thermisches Management mit hoher Prozesssicherheit im Betrieb.
Ein weiteres Messethema sind Zentralkühlsysteme für die industrielle Produktion: Anstelle einzelner Kühlanlagen, die der jeweiligen Produktionsmaschine zugeordnet werden, können zentrale Systeme beispielsweise auf das bisher ungenutzte Flachdach installiert werden. Dadurch steht nicht nur mehr Produktionsfläche zur Verfügung, die zentralen Systeme tragen auch zu einem erheblich geringeren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß bei. Sämtliche Technotrans-Anlagen sind auch als individuelle und kundenspezifische Varianten erhältlich.

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Hocheffizientes Drehen mit Hypermill. Foto: Open mind

Für spiegelglatte Oberflächen und schnellerer Prozesse

Hochpräzisionsfräsen und High-Performance-Drehen sind zwei der Themen, die Open Mind vom 16. bis 21. September 2019 auf der EMO in Hannover in den Fokus stellt. Live-Bearbeitungen sind am Stand C04 in Halle 9 besonders attraktiv, denn die Ergebnisse der hochpräzisen Bearbeitung sind buchstäblich glänzend. Das spezielle Eintauchverhalten der Schneidplatte in das Material, und flüssige Maschinenbewegungen sind die Geheimnisse des Hochleistungsdrehens. Weitere Schwerpunkte des CAD/CAM-Herstellers: das High-Performance-Paket Hypermill Maxx Machining und die NC-Code-basierte Simulationslösung Hypermill Virtual Machining.
Die Live-Demos am Messestand zeigen nicht nur die praktische Umsetzung intelligenter CAM-Bearbeitungsstrategien, sondern auch Prozessoptimierungen über die einzelne Maschine hinaus: Open Mind stellt die Funktion Connected Machining vor, mit der sich Hypermill direkt mit der Maschine vernetzen und synchronisieren lässt, um den bestmöglichen Informationsaustausch zwischen Programmerstellung und -ausführung zu erreichen.

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Die Bearbeitung von Getriebekomponenten wie Planetenräder wird eines der Themen werden, über das man sich auf dem Stand der Emag Gruppe umfassend informieren kann. Hier im Bild die Bearbeitung von Rohlingen auf einer VL 1 Twin. Foto: Emag

Was bringt die automobile Zukunft?

So lässt sich kurz das Motto des Technologieforums 2019 der Emag Gruppe zusammenfassen, das im Mai am Hauptsitz des Unternehmens stattfand.
Das Technologieforum wird traditionell im Emo Jahr abgehalten und bietet den Besuchern einen Vorgeschmack darauf, was Emag auf der Emo präsentieren wird. Für dieses Jahr bedeutete dies einen allumfassenden Ausblick darauf, worauf sich Zulieferer und Hersteller in der kommenden Dekade einstellen müssen.
Um Probleme zu lösen, bedarf es der richtigen Werkzeuge und dem entsprechenden Know-how. Das eine ist ohne das andere wertlos. Daher wird es auf dem Emag Stand in Hannover beides zu sehen geben: Neueste Werkzeugmaschinen und Automationslösungen, die ihre Weltpremiere auf der Messe feiern werden.
Aber auch das Know-how, wie diese Maschinen und die Technologien der Unternehmen der Gruppe zu effizienten Fertigungslösungen verbunden werden können. Bei den „Themenwelten“, die sich ganz der Fertigung von speziellen Bauteilgruppen widmen werden, finden Besucher Antworten auf ihre Fragen und auf Bedarf auch die passende Fertigungslösung. Hier geht die Spannweite von Ein-Maschinen-Lösungen bis zu komplexen, vollautomatisierten Fertigungslinien, die schlüsselfertig an den Kunden ausgeliefert werden – Entwicklungsprozess inklusive.
Eines der Megathemen auf dem Technologieforum der EMAG Gruppe war die Elektromobilität und die Auswirkungen auf Hersteller und Zulieferer. Der Erkenntnisgewinn der Besucher war: Ja, Veränderungen werden kommen, aber weit weniger schnell als erwartet. Also weiter so wie bisher? Nein, wenn überhaupt dann ist jetzt die richtige Zeit sich zu positionieren. Welche Bauteile werden in Zukunft benötigt? Welche Fertigungslösungen gibt es? Welche Investitionen erwarten mich? Antworten auf diese Fragen werden Besucher der Emo auf dem Stand der Emag Gruppe (Halle 17, Stand C 29) finden. Dabei wird man nicht nur auf neue Bauteile stoßen, Dinge wie Achsdifferentiale oder Bremsscheiben werden unabhängig vom Antrieb weiterhin benötigt. Für all diese Bauteile und viele mehr zeigt EMAG passende Lösungen und darüber hinaus, wichtige Insights aus dem Technologieforum 2019.

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In vielen Tests hat Ceratizit nicht nur hohe Standzeiten mit den neuen Free-Turn-Werkzeugen nachgewiesen, sondern auch ordentliche Prozesswerte mit High Dynamic Turning vorgelegt. Auf der Emo wird HDT und die Free-Turn-Tools live auf der Maschine zu sehen sein. Foto: Ceratizit

Komplettanbieter in der Zerspanung

Seit der Integration der weltweit führenden Kompetenzmarken Cutting Solutions by Ceratizit, Komet, WNT und Klenk in das Team Cutting Tools ist die Zerspanungsbranche mit der Ceratizit-Gruppe um einen echten Komplettanbieter reicher. Die im Markt weltweit renommierten Namen konzentrieren sich auf ihre Kompetenzen und repräsentieren ihr umfassendes Werkzeugangebot als hochspezialisierte Produktmarken. Durch den Zugriff auf die jeweils besten Werkzeugsysteme dieser Markenwelten, gelingt es dem Team Cutting Tools immer die Top-Lösung für jede Zerspanungsanforderung zu liefern. Zu finden sind diese Zerspanungslösungen im neuen Gesamtkatalog, der seit Juli gültig ist. Auch im neuen Webshop unter cuttingtools.ceratizit.com können ab sofort Anwender aus dem vollen Schöpfen und auf das Gesamtprogramm zugreifen.
Neben einem der umfangreichsten Standardportfolios bietet das Team Cutting Tools auch Lösungen für verschiedene Branchen. Auf dem EMO Messestand wird diese Branchenkompetenz für jeden erlebbar. Interaktive Präsentationsflächen zeigen eindrucksvoll die Expertise in den Bereichen Automotive, Aerospace, Energietechnik und Schwerzerspanung. Eines der Highlights und gleichzeitig Weltpremiere: Additive gefertigte Werkzeuge für die E-Motoren Bearbeitung.
Keine Messe ohne Innovationen. Das mehrfach mit Innovationspreisen ausgezeichnete High Dynamic Turning und die Free-Turn Tools stehen sicher auch auf der Emo ganz weit oben auf der Liste der innovativsten Produkte. Seit das neue Drehverfahren in der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat sich das Thema verbreitet.
Durch die Nutzung der Frässpindel in Dreh-Fräszentren wird ein 360 Grad Rotationsfreiwinkel genutzt, um das Werkzeug in jeglicher Position zu einem Werkstück anzustellen und dadurch viele Vorteile zu generieren. Unter anderem höhere Vorschübe und Standzeiten sowie weniger Werkzeugwechselzeiten und Werkzeuge. Klingt in der Theorie super, aber funktioniert das auch in der Praxis? Die Antwort liefert das Team Cutting Tools mit einer Live-Demonstration an einem Dreh-Fräszentrum auf dem Ceratizit Stand (Halle 5, Stand B70). Dazu wird auch das erste Standardprogramm der Free-Turn Werkzeuge, das zum Messestart erhältlich ist, vorgestellt.

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Modell-, Formen- und Werkzeugbauer erhalten mit der FZU eine äußerst kompakte Universalmaschine mit einer hohen Preis-Leistungs-Dichte. Foto: Zimmermann

Perfekt für Einsteiger und Überflieger

Auf der Emo zeigt die F. Zimmermann die jüngsten Entwicklungen ihres umfangreichen Produktspektrums (Halle 13, Stand B53). Neben ihrem Sechs-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentrum für die Aluminium-Hochvolumen-Zerspanung in der Flugzeugbranche können Besucher live die extrem kompakte Fünf-Achs-Portalfräsmaschine FZU erleben. Diese arbeitet dank ihres thermosymmetrischen Aufbaus hochgenau. Bearbeiten lassen sich insbesondere Aluminium, Ureol und Kunststoffe. Modell-, Werkzeug- und Formenbauer, die unter anderem für die Automobilindustrie fertigen, erhalten ein flexibles Einsteigermodell mit einer hohen Preis-Leistungs-Dichte.
Konnten Modell-, Werkzeug- und Formenbauer früher auf lange Sicht planen, müssen sie heute wesentlich rascher auf Anfragen reagieren können. Als Partner der Anwender bietet die F. Zimmermann mit der flexiblen FZU eine Fünf-Achs-Portalfräsmaschine, die in ihrer kleinsten Ausführung mit einem Gewicht von 35 Tonnen, einer Länge von 3.500, einer Breite von 7.500 und einer Höhe von knapp 5.000 Millimetern leicht und platzsparend ist. Als „Hakenmaschine“ ausgeführt, kann Zimmermann die Anlage im eigenen Haus aufbauen und sie per Lkw oder Schiff zu den Kunden transportieren – ohne sie demontieren zu müssen. Am Bestimmungsort ist sie nach kurzer Zeit einsatzbereit. Anwender profitieren von einer schnell verfügbaren Lösung mit fundamentlosen Aufstellmöglichkeiten. Für ihre Größe erreicht die Portalmaschine zudem einen beachtlichen Arbeitsbereich.
Das Grundgestell besteht aus einer durchgängigen U-Konstruktion. Darauf sitzt ein thermosymmetrisches Portal: Frässpindel, Führungen und andere genauigkeitsbestimmende Bauteile sind so angeordnet, dass ihre Erwärmung keinen Einfluss auf die Bearbeitungsqualität hat. Der mittig geführte Z-Schlitten hat einen achteckigen Querschnitt. Das macht ihn besonders stabil.

Letzte Aktualisierung: 23.07.2019