Spanende Bearbeitung: Interessante Produktneuheiten

In letzter Zeit wurden einige spannende Neuheiten für die Feinwerkmechanikbranche vorgestellt, die neue Bearbeitungsmöglichkeiten und Effizienzverbesserungen bringen. Wir zeigen hier interessante neue Produkte.

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Die neuen Beschichtungen IC1010 und IC1030 von ISCAR spielen ihre Stärken beim Abstechen von Stahl aus.
Foto: Iscar

Hart im Nehmen

Iscar hat neue Beschichtungen für Schneideinsätze zum wirtschaftlichen Abstechen von ISO P- und M-Werkstoffen entwickelt. Die Varianten IC1010 und IC1030 sind besonders widerstandsfähig und erlauben zuverlässige Prozesse.

Beide Sorten sind Aluminiumtitannitrid (AlTiN)-beschichtet. Dies macht die Einsätze besonders verschleißfest und ermöglicht eine lange Werkzeug-Standzeit. Die Schneiden sorgen für eine effiziente Bearbeitung von unlegiertem, legiertem und nicht rostendem Stahl. Iscar bietet die Sorten für TANG-GRIP und DO-GRIP Systeme an.

Schneideinsätze mit der Beschichtung IC1010 bestehen aus dem feinkörnigen Substrat IC08. Dieses überzeugt insbesondere bei allgemeinen Stechbearbeitungen und der Herstellung von Nuten bei mittleren bis hohen Geschwindigkeiten. Für ein breites Einsatzgebiet eignet sich die Sorte IC1030. Der Grundkörper ist aus dem sehr zähen Substrat IC28 gefertigt und sorgt für lange Standzeiten bei niedrigen bis mittleren Bearbeitungs-Geschwindigkeiten.

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Ab 13. Januar erhältlich: der Up2Date Ergänzungskatalog mit neuen, innovativen Werkzeugen für eine wirtschaftliche und effiziente Zerspanung.
Foto: Ceratizit

Auf dem Laufenden bleiben

Die Weiterentwicklung an innovativen Werkzeugen und Produktergänzungen des Zerspanungsspezialisten Ceratizit sind jetzt mit der Veröffentlichung des Up2Date-Katalogs lagermäßig erhältlich.

Eines dieser Werkzeuge sind die WNT-Silver-Line VHM-Fräser. Dank optimierter Schneiden- und Kerngeometrie sowie der modernsten Dragonskin-Beschichtung, lassen sich mit der neuen Silver-Line-Generation eine Vielzahl an Werkstoffen noch effizienter zerspanen. So erreicht das Upgrade trotz höherer Schnittgeschwindigkeiten merkbar längere Standzeiten. Der konkrete Unterschied: Je nach Werkstoff können die Schnittwerte um zwanzig bis vierzig Prozent erhöht werden. Gleichzeitig verbessern sich Standzeiten um dreißig bis vierzig Prozent.

Ganz neu im Sortiment von Ceratizit ist auch das Multi-Lock-Wechselkopfsystem, das eine günstige Alternative zu VHM-Schaftfräsern darstellt. Neben der höheren Flexibilität – pro Halter können verschiedene Fräsköpfe eingesetzt werden – bietet das System auch höchste Stabilität und Performance, dank der patentierten „Captive Pocket“. Diese präzisionsgesinterte, formschlüssige Schnittstelle sorgt für eine optimale Kraftübertragung, die prozesssicheres Bearbeiten zulässt und Werkzeugstandzeiten effektiv verlängert.

Dieser und viele weitere Highlights sind mit Erscheinung des neuen Up2Date Ergänzungskatalogs ab 13. Januar 2020 erhältlich. Fordern Sie am besten gleich ein Exemplar bei Ihrem persönlichen Ceratizit Ansprechpartner oder unter der gebührenfreien Servicenummer 0800/9210000 an. Weitere Infos finden Sie auch unter cuttingtools.ceratizit.com .

Software-Framework übernimmt die Offline-Generierung

NUM hat ein leistungsstarkes neues Software-Framework auf den Markt gebracht, welches es Anwendern von CNC-Werkzeugmaschinen ermöglicht, ISO-Teileprogramme offline zu erstellen und zu testen. Das Tool dürfte in stark ausgelasteten Produktionen, bei welchen ein ununterbrochener Workflow einen entscheidenden Produktivitätsvorteil darstellen kann, auf breiter Front überzeugen.

Die neue Flexium Office Framework-Software von NUM läuft unter Windows 7/8 oder 10 auf jedem Standard-PC. Es ermöglicht den projektspezifischen Einsatz aller technologischen HMIs (Human-Machine Interfaces) von NUM - ohne Zugriff auf die jeweilige CNC-Werkzeugmaschine. Das entsprechende ISO-Teileprogramm kann offline erstellt und anschließend mit der Flexium 3D-Simulationssoftware von NUM offline getestet und anschließend auf die Zielmaschine übertragen werden.

Die anwendungsspezifischen Technologie-HMIs von NUM sind Teil der Flexium CAM Software-Suite (Computer Aided Manufacturing). Die HMIs decken viele verschiedene Arten von CNC-Bearbeitungen ab, einschließlich Zahnradbearbeitung, Fräsen und Schleifen.

Das CNC-Programm kann entweder direkt auf eine ausgewählte Maschine in der Produktion übertragen werden – in der Regel über ein TCP/IP-Netzwerk – oder zur gründlichen Analyse in die Flexium 3D-Simulationssoftware von NUM übertragen werden, bevor es für Produktionszwecke verwendet wird. Der Hauptvorteil der Simulation besteht darin, dass sie es dem Anwender ermöglicht, jedes ISO-Code Teileprogramm offline zu optimieren, was wiederum zur Maximierung der Produktivität beiträgt, indem die CNC-Werkzeugmaschine für Fertigungszwecke frei bleibt.

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Der Coro-Drill 863 Vollhartmetallbohrer mit O-Geometrie ist eine optimierte Lösung für Luftfahrtkomponenten aus Verbundwerkstoffen.
Foto: Sandvik Coromant

Mehr Zuverlässigkeit und Leistung beim Bohren

Sandvik Coromant stellt zwei neue Vollhartmetallbohrer vor, welche die Beständigkeit und Leistung bei der Bohrungsherstellung an Werkstücken aus anspruchsvollen Luftfahrtwerkstoffen wie warmfesten Superlegierungen (HRSA), Titanlegierungen und Verbundwerkstoffen verbessern sollen.

„Beim Bohren dieser Luftfahrtwerkstoffe gibt es besondere Herausforderungen“, erklärt James Thorpe, Global Product Manager Drilling bei Sandvik Coromant. „Zum Beispiel entwickeln die Dauerfestigkeit, Härte und Zähigkeit von HRSA-Werkstoffen bei hohen Temperaturen eine Reihe von Verschleißmechanismen an Bohrern.“ Aaron Howcroft, Global Product Manager Composites bei Sandvik Coromant, ergänzt: „Bei Verbundwerkstoffen hingegen können sich die einzelnen Schichten unter der mechanischen Belastung durch das Bohren leicht voneinander abtrennen – ein Prozess, der als Delamination bezeichnet wird. Unsere neuen Coro-Drill Lösungen wurden speziell entwickelt, um solche Probleme zu lösen und die Lebensdauer und Leistung der Werkzeuge zu verbessern.“

Der neue Coro-Drill 860 Vollhartmetallbohrer mit SM-Geometrie wurde entwickelt, um stabile Prozesssicherheit, eine hohe Bohrungsintegrität und exzellente Standzeiten zu bieten. Damit ist er die erste Wahl zur Qualitätssicherung bei der Bohrungsherstellung in ISO-S-Materialien wie warmfeste Superlegierungen, zu denen unter anderem Inconel, Waspalloy, Hastelloy und Udimet gehören.

Daneben bietet Sandvik Coromant ab sofort auch den Coro-Drill 863 Vollhartmetallbohrer mit O-Geometrie, eine optimierte Lösung für Luftfahrtkomponenten aus Verbundwerkstoffen. Die neue Sorte bietet eine verbesserte Verschleißfestigkeit, die mit einer ausgezeichneten Standzeit und einer sehr hohe Bohrungsintegrität punktet. Dank eines positiven Spanwinkels kann die Delamination bei unidirektionalem CFK (kohlefaserverstärktem Kunststoff) reduziert werden.

Die Standzeit wird durch den Einsatz des Coro-Drill 863 Vollhartmetallbohrers mit O-Geometrie deutlich verbessert. Ein weiterer Vorteil des wiederholgenauen und zuverlässigen Bohrers sind weniger Werkzeugwechsel. Typische Verbundwerkstoffteile sind Flugzeugrahmen, Flügelkästen, Rumpfteile, Stabilisatoren, Bodenträger und Landeklappen. Das Sortiment beinhaltet Bohrer von vier mal Durchmesser bis fünf mal Durchmesser und den Durchmesserbereich von drei bis zehn Millimeter.

Letzte Aktualisierung: 15.01.2020