„Wir sind mit dem Metallhandwerk eng verbunden“

Das Unternehmen Würth ist seit vielen Jahrzehnten Partner des Handwerks – liefert Artikel und Maschinen, berät Handwerker bei Projekten und ist einer der Förderer des Deutschen Metallbaupreises. Wie das Unternehmen das Metallhandwerk auch in Zukunft unterstützt, lesen Sie im Interview mit dem Divisionsleiter Metall, Michael Bundschuh.

Interview mit Michael Bundschuh
„Der Außendienst ist und bleibt für uns weiterhin der wichtigste Kontaktpunkt zu unseren Kunden“, ist Michael Bundschuh überzeugt.

Würth ist von Beginn an Förderer und Partner des Deutschen Metallbaupreises. Was bedeutet Ihnen diese Partnerschaft?

Unsere Partnerschaft drückt die enge Verbundenheit des Unternehmens Würth mit dem Metallhandwerk aus. Seit Jahrzehnten ist unser Familienunternehmen Lieferant für Unternehmen der Metallbranche und da liegt es auf der Hand, dass wir natürlich mithelfen, den Zusammenhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Metallbauer zu unterstützen.

Warum sollte sich ein Metallbauer bei diesem Wettbewerb bewerben?

Weil auch dabei gilt ‚Tue Gutes und rede darüber‘. Diese tollen handwerklichen Leistungen zeigen dann ja auch der Öffentlichkeit, welch gute Arbeit geleistet wird. Des Weiteren inspiriert das auch die ganze Branche und liefert neue Ansätze und Ideen.

Im Frühjahr 2019 war der Spatenstich für Ihr neues Innovationszentrum. Welche Funktion hat das Zentrum?

Wie der Name schon sagt, sollen dort konzerneigene Entwicklungen vorangetrieben werden. Dies passiert in Zusammenarbeit mit konzerneigenen Lieferanten, aber auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie Fachhochschulen und Universitäten. Würth möchte sich dadurch noch stärker vom Händler zum innovativen Hersteller entwickeln.

Was hat der Metallbauer davon?

Der Metallbauer soll Nutzen daraus ziehen, indem wir dort Produkte entwickeln, die ihm Anwendungsprobleme lösen oder ihm Zeit bei Produktion und Montage sparen.

Warum ist Digitalisierung im Metallhandwerk so wichtig?

Weil Digitalisierung tolle Chancen bietet. Es lassen sich Prozesse sowohl im kaufmännischen, aber auch im produzierenden Ablauf effektiver gestalten. Und das ist im Zuge des akuten Fachkräftemangels natürlich besonders wichtig.

Wie unterstützen Sie den Metallbauer auf seinem Weg in die Digitalisierung?

Indem wir genau für diese Bereiche Lösungen anbieten. Über den Online-Shop kann der Kunde alle Vorgänge wie Lieferungen, Rechnungen und so weiter transparent, papierlos, aktuell und rund um die Uhr nachvollziehen. Über Anbindungen an das Warenwirtschaftssystem oder Scanner-Lösungen versuchen wir die Bestellprozesse zu vereinfachen. Und über Konfiguratoren, technische Berechnungssoftware, CAD-Daten oder Verknüpfungen mit Branchen-Software helfen wir Planung und Produktion zu vereinfachen.

Wie ist aus Ihrer Sicht die Konjunktur in der Metallbaubranche?

Die Konjunktur der deutschen Metallbaubranche ist nach wie vor sehr gut, auch wenn die weltpolitischen Spannungen immer mehr zunehmen. Der Bau- und Investitionsbedarf wird noch einige Zeit dafür sorgen, dass die Auftragsbücher voll bleiben.

Wie entwickelt sich Ihr Vertriebskanal „Würth-Shop“? Und wie wirkt sich diese Entwicklung auf Ihren Außendienst aus?

Die Nutzung unseres Online-Shops steigt stetig und heute kommen schon über zwanzig Prozent der Umsätze über diesen Vertriebskanal. Der Außendienst ist und bleibt für uns weiterhin der wichtigste Kontaktpunkt zu unseren Kunden. Nur dabei kann man den Kundenkontakt direkt pflegen, Problemlösungen besprechen, neue Produkte vorstellen und so weiter. Deshalb werden wir auch weiterhin in den Außendienst investieren.

Welches ist Ihr Lieblingsprodukt für den Metallbauer?

Da gibt es natürlich jede Menge davon (lacht), aber aktuell unser neuer Akku-Winkelschleifer AWS 18-125 P Compact. Diese neue Maschinengeneration mit Würth-eigener Akkuplattform wurde von Handwerkern für Handwerker entwickelt. Das heißt viele Anregungen und Verbesserungsvorschläge unserer Kunden wurden bei der Entwicklung dieser Maschine umgesetzt.

2017 wurde das Carmen-Würth-Forum eröffnet, im gleichen Jahr fand dort der Metallbaukongress statt. Wie war es für Sie, Gastgeber für die Branche zu sein?

Gastgeber … das war natürlich auch für mich als Verantwortlicher für den Metallbereich ein absolutes Highlight. Diese Veranstaltung in dem damals nagelneuen Carmen-Würth-Forum durchzuführen, Reinhold Würth als Redner gewinnen zu können und über 300 Metallbauern unseren Firmenstandort zeigen zu dürfen, wird sicher unvergessen bleiben.

Letzte Aktualisierung: 04.11.2019