3D-Druck : Innovative Verfahren des 3D-Printings, abgekürzt 3DP, revolutionieren die Produktion und werden dem Handwerk völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Bei der Herstellung von Prototypen, Ersatzteilen oder individuellen Werkzeugen werden im Hinblick auf Zeit- und Materialeinsparung künftig neue Verfahren dominieren.
So kommt es nicht von ungefähr, dass, wie eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergab, aktuell bereits 44 Prozent der Industrieunternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten 3DP nutzen. Und das Handwerk zieht nach: Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks ermöglicht 3DP „eine schnellere, flexiblere und kosteneffizientere Arbeitsweise“.

In diesem innovativen und zukunftsorientierten Umfeld unterstützt Würth jetzt das Handwerk mit allen erforderlichen Produkten und individuellen Beratungsleistungen. Das 3D-Drucksortiment umfasst Drucker, Werkstoffe, Werkzeuge, Zubehör, Hilfs- und Betriebsmittel sowie persönliche Schutzausrüstung (PSA). Ausgewählte Niederlassungen bieten zudem eine umfassende Beratung an, mit der sich jeder Handwerksbetrieb zielsicher auf die Zukunft des 3D-Drucks vorbereiten und qualifizieren kann.
Alle Verfahren des 3D-Drucks basieren auf einer schichtweisen Auftragung, wobei für die unterschiedlichen Verfahren jeweils unterschiedliche Werkstoffe benötigt werden. Speziell für die Anforderungen des Handwerks hat Würth in seinem 3DP-Angebot eine spezifische Auswahl an Werkstoffen zusammengestellt. Beim 3D-Druck werden Objekte Schicht für Schicht aufgebaut, man spricht hier von additiver Fertigung. Basis ist ein digitales Modell des Objekts – das digitale Druckmodell. Dieses wird mithilfe einer speziellen Software für den Druck vorbereitet, indem die „Slicer“-Software das Modell in Schichten zerlegt und die Anweisungen für den Drucker erstellt.

3D-Druck kann die Kosten senken
Die wichtigsten Druckverfahren sind das Fused Filament Fabrication-Verfahren (FDF), das selektive Lasersintern (SLS), das selektive Laserstrahlschmelzen (SLM), die Stereolithografie (SLA) und das Digital Light Processing (DLP). Beim FDF-Verfahren entsteht das dreidimensionale Bauteil durch das bahnförmige und schichtweise Aufschmelzen eines Kunststofffadens. Beim Lasersintern und dem Laserstrahlschmelzen kommt ein Laser zum Einsatz, wobei feinkörnige Pulverwerkstoffe wie Metalle oder Kunststoffe schichtweise aufgetragen werden. Im Stereolithografieverfahren wird bei den Harzdruckern ein flüssiger Werkstoff punktuell und Schicht für Schicht durch einen Laser verschmolzen.
Hingegen erfolgt im Digital Light Processing die Verschmelzung durch einen Lichtprojektor. Die endgültige Aushärtung erfolgt anschließend in einer UV-Kammer. Entlang der gesamten Prozesskette bietet Würth die erforderlichen Produkte. Neben Druckwerkstoffen wie Filamenten, Harzen und Pulverwerkstoffen gibt es Lösungen für die Nachbearbeitung, die persönliche Sicherheit und die Instandhaltung der Maschinen. Ebenso zählen verschiedene Drucker und die dafür benötigte Software zum Sortiment.
Gegenüber spanabhebenden, also subtraktiven Fertigungsmethoden wie Fräsen, Bohren oder Drehen hat 3DP den Vorteil, dass hochkomplexe Formen und Strukturen hergestellt werden können. Zudem ermöglicht der 3D-Druck die sofortige Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Werkzeugen und Prototypen und senkt die Kosten im Handwerk durch die präzise Fertigung ohne Ausschuss sowie das Einsparen von Lagerflächen.
Entscheidender Vorteil dabei: Benötigte Teile können direkt vor Ort und je nach Bedarf gefertigt werden. Prototypen und Modelle können mit 3D-Druckern schneller entwickelt und hergestellt werden, wodurch die Herstellung von Kleinstauflagen und Einzelstücken wirtschaftlich wird. Zudem ermöglicht 3DP schnelle und einfache Anpassungen ohne Werkzeugwechsel, sondern nur in der Druck-Datei. Und last but not least: Der 3D-Druck erlaubt durch den Aufbau in Schichten eine große konstruktive Freiheit, die klassische spanabhebende Fertigungsmethoden nicht bieten können.
(Quelle: Würth)