Ab 1924 wurden in einer Kellerschmiede bei Wetter an der Ruhr Vorhangschlösser aus Blech und Stahl mit dem charakteristischen Namen „The Iron Rock“ gefertigt. (Quelle: Abus)

Branchen-News 2024-03-05T14:16:05.524Z 100 Jahre Erfolgsgeschichte

Abus: Was 1924 als kleiner Handwerksbetrieb begann, hat sich zu einem zukunftsgewandten Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung entwickelt. Der Sicherheitsexperte Abus feiert sein 100-jähriges Bestehen und blickt dankbar auf ein ganzes Jahrhundert zurück.

Vor 100 Jahren gründete der Schlossmacher August Bremicker gemeinsam mit einigen seiner Söhne in Volmarstein an der Ruhr die August Bremicker und Söhne KG, kurz: Abus. Nun wird der Sicherheitsexperte 100 Jahre alt und gewährt einen Blick in die bewegte Geschichte des Unternehmens.

Unter einfachen Bedingungen und mit einer großen Portion Gottvertrauen ausgestattet, fertigten die Bremickers ab 1924 in einer Kellerschmiede bei Wetter an der Ruhr Vorhangschlösser aus Blech und Stahl mit dem charakteristischen Namen „The Iron Rock“. Tägliche harte Arbeit von frühmorgens bis tief in die Nacht hinein prägte die mühsame Anfangszeit, die für alle Beteiligten nur kärgliche Löhne abwarf. Jede helfende Hand war dabei willkommen. So kümmerte sich Emma Bremicker, die Ehefrau des Gründers, nicht nur um kaufmännische Aufgaben, sondern fuhr zudem mit dem Fahrrad und einem Musterkoffer ins Ruhrgebiet, um Eisenwarenhändlern verschiedene Vorhangschlösser vorzustellen und zu verkaufen. Das Durchhalte­vermögen und die sukzessive Erschließung von Auslandsmärkten machten sich bezahlt. Bereits Ende der 1930er Jahre beschäftigte Abus fast 300 Mitarbeiter und hatte einen Exportanteil von 80 Prozent. Diesen Erfolg erlebte der Firmengründer August Bremicker noch mit, bevor er 1938 verstarb. Weitergeführt wurde das Unternehmen von seinen Söhnen – allen voran Werner Bremicker, dem ersten Vollzeit-Mitarbeiter des Unternehmens.

Mutiger Neuanfang und Innovationsgeist sorgen für Aufschwung

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges brach ein Großteil des zuvor erfolgreich aufgebauten Auslandsgeschäftes weg und die Produktion wurde im weiteren Verlauf komplett eingestellt. Die Familie Bremicker ließ sich von diesen Ereignissen nicht entmutigen und leitete ab 1947 einen umfassenden Neuanfang mit 79 Mitarbeitern ein, der bis in die Gegenwart richtungsweisend für den Erfolg des Unternehmens sein sollte. Sie entwickelte neue Produkte wie das international bekannte Diskus-Schloss, eröffnete weitere Standorte in Deutschland, etwa das Zweigwerk in Rehe im Westerwald (1957), und gründete Tochtergesellschaften im Ausland, die sich bis nach Hongkong erstreckten. Stetig wuchs die Zahl an Mitarbeitenden, Standorten und Produkten – nicht zuletzt dank diverser erfolgreicher Übernahmen und visionärer Entscheidungen. So zählen heutzutage neben den bekannten Produkten aus der Haussicherheit ebenso Artikel aus der Mobilen Sicherheit wie hochwertige Zweiradschlösser und Helme sowie Video- und Alarmanlagen aus dem Sektor der Objektsicherheit zum Sortiment.

Als Teil seiner Sportsponsoring-Aktivitäten fördert Abus das Fahrrad-Rennsportteam Movistar mit Werbung auf den Helmen. (Quelle: Abus)

Digital am Puls der Zeit und weltweit vertreten

Um auch den Kundenansprüchen im Zeitalter der Digitalisierung gerecht werden zu können, wird die Entwicklung smarter Sicherheitsprodukte stetig vorangetrieben. So lassen sich diverse Schlösser bequem per Smartphone oder Fingerprint öffnen und Nutzer können Berechtigungen über eine App vergeben. Nicht zuletzt ließ diese große Bandbreite an Produkten und die Erschließung neuer Absatzmärkte das Unternehmen krisensicherer werden. Heute ist die Abus Gruppe in einigen Produktbereichen vielfach ausgezeichneter Marktführer und mit rund 4.000 Beschäftigten weltweit in über 100 Ländern aktiv.

zuletzt editiert am 13. März 2024
Newsletter