Showzelle
Ein Blickfang am AMB-Stand von Yaskawa: eine Showzelle, in der zwei Moto-Mini-Roboter ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Foto: Yaskawa

Feinwerktechnik 2018-07-20T00:00:00Z AMB: Interessante Produktneuheiten

Die aktuelle Auflage der AMB, die vom 18. bis 22. September 2018 in Stuttgart stattfindet, bietet mehr Fläche, noch mehr Aussteller und lösungsorientierte Angebote für die spanende Metallbearbeitung. Wir stellen interessante neue Produkte vor.

Deutsche und internationale Experten für die spanabhebende Metallbearbeitung treffen sich vom 18. bis 22. September auf der AMB in Stuttgart. Mehr als 1.500 Aussteller werden ihre Entwicklungen und Innovationen auf einer Bruttoausstellungsfläche von mehr als 120.000 Quadratmetern präsentieren. Und die Zeichen stehen gut, dass die AMB 2018 die größte AMB aller Zeit werden wird. „Mit der neuen Paul Horn Halle, der Sonderschau AMB Digital Way und dem dazugehörigen Kongress haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um die AMB 2018 noch größer und besser aufzustellen“, erläutert Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung Messe Stuttgart.
Wir stellen die Neuheiten einiger Aussteller vor.

Messe-Premiere mit Roboter-Neuheiten

Showzelle
Ein Blickfang am AMB-Stand von Yaskawa: eine Showzelle, in der zwei Moto-Mini-Roboter ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Foto: Yaskawa

Als langjähriger und bewährter Lösungsanbieter für die automatisierte Metallbearbeitung ist Yaskawa erstmals als Aussteller auf der AMB vertreten. Motoman-Roboter des Herstellers kommen zum Beispiel beim Werkzeughandling, bei der Bearbeitung und Palettierung von Werkstücken sowie bei der Maschinenbestückung zum Einsatz. Am Messestand (Halle 6, Stand 6D50) stehen aktuelle Neuentwicklungen im Fokus.
Ein Blickfang am Yaskawa-Stand ist eine Showzelle, in der sich zwei Moto-Mini-Roboter blitzschnell bewegen. Der neue Moto-Mini bietet bei einer Reichweite von 350 Millimeter eine Tragfähigkeit von 500 Gramm und erweitert das Motoman-Roboterportfolio um das jetzt kleinste Modell. Als leichter Highspeed-Roboter verbindet der kompakte Sechsachser schnelle Taktzahlen mit seiner hohen Wiederholgenauigkeit von 0,03 Millimeter. Er wurde speziell für das Handling und die Montage kleiner Werkstücke entwickelt. Besonders klein und leicht ist auch die Steuerung: Der Moto-Mini wird mit der neuen Hochleistungssteuerung Motoman YRC1000-micro betrieben. Ergonomisch und übersichtlich präsentiert sich das Programmierhandgerät, das mit nur 730 Gramm das leichteste seiner Kategorie ist.

Zukunft der Fertigung gestaltet

Sandvik Coromant
Sandvik Coromant präsentiert auf der AMB 2018 Technologien, Verfahren und Know-how, mit deren Hilfe Kunden und Partner deutlich höhere Produktivitätslevel erreichen können. Foto: Sandvik Coromant

Auf der diesjährigen AMB gibt Sandvik Coromant unter dem Motto „Shaping the future together“ Antworten auf die Frage, wie Kunden und Partner deutlich höhere Produktivitätslevel, flexiblere Bearbeitungsprozesse und eine nachhaltigere Fertigung realisieren können. Zum Beispiel revolutioniert der Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen die Drehbearbeitung, verbessert mit digitalen Konnektivitätslösungen den gesamten Fertigungsprozess und bietet faszinierende Möglichkeiten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie.
Auf seinem Messestand E50 in Halle 1 präsentiert Sandvik Coromant digitale Lösungen, die für eine intelligentere Bearbeitung und höhere Fertigungseffizienz konzipiert wurden. Dazu gehören der Coro-Plus Tool-Guide, der schnelle und genaue Werkzeugempfehlungen je nach Aufgabenstellung und Materialtyp liefert sowie die Coro-Plus Tool-Library, die es Anwendern ermöglicht, Werkzeugbaugruppen direkt in ihre digitale Bearbeitungsumgebung zu integrieren. Neben Softwarelösungen zur Verbesserung der Design- und Planungseffizienz zeigt das Unternehmen vernetzte Werkzeug- und Prozesssteuerungslösungen.

Für die komplette Prozesskette


Prozesskette
HAM vereint auf der AMB Experten für die komplette Prozesskette. Foto: Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier (HAM)

Der Zerspanungsspezialist HAM – Andreas Maier präsentiert sich auf der diesjährigen AMB zusammen mit der Vertriebsgesellschaft Fritz Hartmann und dem Technologiepartner TCM International. Damit stehen Experten für die komplette Prozesskette bereit: Von der Analyse über die Projektierung, Beschaffung, Implementierung bis hin zum Fertigungsprozess.
Dabei übernimmt HAM das Projektengineering, das Schleifen von Präzisions-Werkzeugen und die Oberflächenbehandlung von Werkzeugen mit dem Spezial-Polierverfahren MMP Technology (Micro Machining Process). Der Baden-Württembergische Werkzeugspezialist unterstützt damit sowohl bei der Auslegung der Bearbeitungsprozesse im Rahmen neuer Projekte, als auch bei permanenten Weiterentwicklungen während der Serienbearbeitung bei laufenden Projekten.
Fritz Hartmann, Mitglied der HAM Group, punktet durch ein umfassendes Produktprogramm mit einer großen Bandbreite an Herstellermarken, welches auch über den Onlineshop bezogen werden kann. So hat die HAM-Vertriebsgesellschaft stets die bestmöglichen Lösungen für Zerspanungsprozesse, Messmittel und Nachschleifen parat und optimiert Beschaffungsprozesse.
TCM International ergänzt die Prozesskette mit herstellerunabhängigen Prozessanalysen und zeigt Verbesserungsmöglichkeiten in den Bereichen Einkauf, Organisation und Werkzeugtechnologie auf. So können Anwender durch den Einsatz des Tool-Management-Systems von TCM den Werkzeugverbrauch reduzieren und ihre Lagerkosten senken.

Höchste Genauigkeit mit Sicherheit

Drehmaschine
Bei der neuen Drehmaschine von DMT können die Schlitten mit den Handrädern manuell verfahren werden und die Längs- sowie Planachse erhielt in Ergänzung zum manuellen Antrieb jeweils einen eigenen Motor. Foto: DMT Drehmaschinen

Für die Produktion von Einzelteilen, Reparaturen und Nacharbeiten, insbesondere aber auch für die Ausbildung erfreuen sich konventionelle Drehmaschinen nach wie vor einer großen Nachfrage. Die Herstellung von Kegel- oder Kugelgeometrien ist jedoch mit den bisherigen konventionellen Drehmaschinen auf direktem Wege nicht möglich. Auch ist bei konventionellen Maschinen die Anwahl von beliebigen Gewindesteigungen nicht verfügbar und es fehlen die bereits in der Steuerung hinterlegten Lehrinhalte zur Unterstützung des Ausbildungsbetriebs. Um diese Lücken zu schließen und dabei gleichzeitig manuell sowie halbautomatisch im Zyklensatz zu arbeiten, hat die Firma DMT Drehmaschinen (Halle 4, Stand 4A33( die KD 400 entwickelt, die auf der AMB in Stuttgart präsentiert wird. Die KD 400 TWIN entspricht durch die Einhaltung der ISO 23125, ISO 13849 und der Baumusterprüfung durch die Berufsgenossenschaft den neuesten Sicherheitsstandards.
„Seitdem die aktuelle Betriebssicherheitsverordnung von 2015 in Kraft getreten ist, wurden zahlreiche konventionelle Drehmaschinen aus dem Verkehr gezogen“, berichtet Peter Walter, Vertriebsleiter der DMT Drehmaschinen. „Bei diesen Maschinen war eine nachträgliche Umrüstung auf aktuelle Sicherheitsstandards zu kostenintensiv. Deshalb gibt es in vielen Betrieben keine konventionellen Drehmaschinen für kleine Stückzahlen oder Reparaturen mehr.“ Gerade von Hand bedienbare Drehmaschinen sind aber häufig unverzichtbar – beispielsweise bei der Bearbeitung abseits von Massenproduktion und in der Ausbildung. Daher hat DMT die KD 400 TWIN als manuelle Drehmaschine mit verbessertem Handling entwickelt, die zusätzlich auch den aktuellen Normen entspricht.

Produktivität für den Mittelstand

Walter
Wir unterstützt die zerspanende Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: mit Digitalisierungslösungen und mit innovativen Präzisionswerkzeugen. Foto: Walter

Auf der AMB 2018 in Stuttgart zeigt der Zerspanungsexperte Walter (Halle 1, Stand 1H30) erstmals eine neue Werkzeuggeneration, die ab 2019 schrittweise auf den Markt kommen wird. Neben Produktinnovationen zum Fräsen, Bohren, Drehen und Gewinden stehen praxisnahe digitale Fertigungslösungen, die auf die Anforderungen des Mittelstands ausgelegt sind, im Fokus des Messeauftritts.
Individuelle Prozessoptimierung und Digitalisierungslösungen, die sich Plug & Play installieren lassen, adressieren die Herausforderungen in der Produktion mittelständischer Zerspanungsunternehmen. Das Fertigungs-Assistenzsystem Comara appCom beispielsweise ist in weniger als einer Stunde konfiguriert und analysiert und visualisiert die Maschinendaten in Echtzeit. Mit Hilfe von Applikationen, die individuell programmiert werden können, lassen sich Fertigungsdaten visualisieren, Prozesse analysieren und Optimierungen durchführen. Das Softwaretool Comara iCut misst die Spindelleistung bis zu 500 mal in der Sekunde und passt den Vorschub automatisch und in Echtzeit an die aktuellen Schnittbedingungen an.
Auf der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung zeigt Walter zudem einen neuen Werkzeugausgabeautomaten: Das System kann individuell konfiguriert und erweitert werden, Fachgrößen sind schnell und einfach adaptierbar. Walter bietet kundenspezifische Werkzeugmanagement-Lösungen, von der reinen Werkzeugausgabe über Tool Management bis hin zu individuell entwickelten Bauteilkosten-Konzepten.
Eine weitere Messeneuheit von Walter sind Vollhartmetallbohrer der Produktlinie Advance. Sie sind besonders universell einsetzbar: in allen ISO-Werkstoffgruppen, für unterschiedliche Anwendungen und auf allen Maschinenkonzepten. Eine neue Stirngeometrie erleichtert die Spangeometrie, vor allem bei weichen Werkstoffen. Ein steiler Anspitzwinkel erhöht sowohl die Präzision als auch die Bohrungsqualität.

Prozesskühler für smarte Prozesse

Kühlkreise
Mithilfe zahlreicher Optionen wie zusätzlicher Kühlkreise, unterschiedlicher Medien oder einer Freikühlfunktion lässt sich der neue Prozesskühler zudem individuell an Kundenbedürfnisse anpassen. Foto: Technotrans

Vom 18. bis 22. September 2018 zeigt Technotrans auf der AMB seine Lösungen in der Flüssigkeitentechnologie. Besonderes Augenmerkt legt das Sassenberger Unternehmen dabei auf den Prozesskühler Omega.eco. Technotrans ist es hier gelungen, dank hocheffizienter Plattenwärmetauscher und Microchannel-Technologie, die Kältemittelmenge um bis zu sechzig Prozent zu reduzieren. Durch den Einsatz einer Drehzahlregelung für Pumpen, Kompressoren und Ventilatoren sowie einer elektronischen Überhitzungsregelung, können mit der Omega.eco-Baureihe die Energiekosten um bis zu dreißig Prozent im Vergleich zu konventionellen Anlagen gesenkt werden.
In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur regelt Omega.eco selbstständig den energetisch optimalen Betriebspunkt des Komplettsystems und senkt so die Energiekosten. Durch den geringen Kältemitteleinsatz in Kombination mit der hermetisch dichten Kälteanlage entfällt für Geräte bis 33 Kilowatt Kälteleistung die Verpflichtung zur jährlichen Dichtheitsprüfung. Anwender sparen somit zusätzlich bei den Unterhaltskosten. Außerdem zeichnet sich die Omega.eco durch eine hohe Betriebssicherheit aus. Sowohl im Kälte- als auch im Kühlmediumkreis überwacht eine zusätzliche Sensorik permanent die Prozesse. Diese Prozessdaten können über gängige Schnittstellen an eine übergeordnete Kunden-Steuerung weitergegeben werden.

zuletzt editiert am 21. Mai 2021
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