Fördermittel für den Einbruchschutz sind für das Jahr 2023 ersatzlos gestrichen worden.
Alarmanlagen sind heute erschwinglich und zuverlässig. Falls sich jemand an einer Tür oder einem Fenster zu schaffen macht, erfolgt über den Sensor direkt eine Nachricht auf die Handy-App. (Quelle: Siegenia)

Statik, Planung & Beratung 2026-03-02T19:36:32.840Z Beratung und Prävention: Fit in Sachen Einbruch- und Brandschutz

In Deutschland wurden im Jahr 2024 rund 90.000 Wohnungseinbrüche gezählt. Gebrannt hat es hierzulande über 200.000-mal. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Beratung ist. Metallbauer helfen als Experten bei komplexen oder kleineren Lösungen. Denn Einbruch- und Brandschutz sind interessante Geschäftsfelder. 

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr pro Tag rund 250 Einbrüche. Die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist somit relativ groß. Natürlich gibt es Unterschiede je nach Bundesland und es gibt unterschiedliche Tätergruppen. So reicht das Täterspektrum meist vom „einfachen“ Beschaffungskriminellen bis hin zur organisierten Bande. Städte und Wohngebiete mit „guter Infrastruktur“ – sprich einer Anbindung an das Autobahn- oder Fernstraßennetz – sind grundsätzlich stärker gefährdet als der ländliche Raum.

Auch wenn die Schäden eines Einbruchs vielfach über die Versicherung abgedeckt sind, ist für Menschen das Eindringen in ihre Privatsphäre oftmals schlimmer als der finanzielle Verlust. Allein schon für ein besseres Gefühl lohnt es sich also, in Sicherheitstechnik zu investieren. 

Sicherheit durch Nachrüstung

Ein Einbrecher in dunkler Kleidung versucht, ein Fenster zu öffnen.
Hohe Sicherheit bieten Rollläden. Wenn sie elektrisch betrieben sind, verhindert die Motorsperre das Hochschieben. (Quelle: Schellenberg)

Wer einen Neubau plant oder im Altbau Fenster und Türen ersetzen will, kann direkt bei der Bestellung auf hochwertige Sicherheitstechnik setzen. Moderne Türen verfügen üblicherweise über eine Mehrfachverriegelung, und Fensterbeschläge sind in der Regel mit Pilzkopfverriegelungen der Klassen RC 2 oder RC 3 ausgestattet. Schon diese mechanischen Maßnahmen machen Einbrechern das Leben schwer.

„Eine innovative Produktreihe, die für mehr Kundennutzen steht ist, sind unsere neuen Solution Locks. Bislang mussten sich Anwender bei der Auswahl einer sicheren Schließlösung entscheiden, ob sie den Fokus auf leichtgängige Bedienung, Dichtigkeit oder hohen Einbruchschutz legen wollten. Alles zusammen war bis dahin nur schwer realisierbar. Um diese Lücke zu schließen, haben wir die komplette Linie unserer Schlösser überarbeitet und die innovativen ein- und mehrfachverriegelnden Sicherheitsschlösser Solution Locks entwickelt – von mechanischen Basisschlössern mit verbesserten einbruchhemmenden Eigenschaften bis hin zum mechatronischen Hochsicherheitsschloss“, sagt Julian Riester, Leitung Produktmanagement effeff bei der Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH.

In vielen älteren Häusern sind nach wie vor Fenster und Türen eingebaut, die über keine oder nur wenig wirksame Sicherheitstechnik verfügen. Meist reichen schon wenige Augenblicke, um solche ungesicherten Türen oder Fenster aufzuhebeln. Um Einbrechern auch hier das Leben so schwer wie möglich zu machen, sollte der Einbau von Zusatzsicherungen empfohlen werden. Der Fachhandel bietet entsprechende Lösungen an. Doch damit diese Zusatzsicherungen auch wirklich genutzt werden, müssen sie komfortabel und einfach in der Handhabung sein.

Je nach Sicherheitsbedürfnis bietet der Fachhandel zertifizierte Fenstersicherungen mit Einzel- oder Doppelriegel. Diese Sicherungen gibt es sowohl für die Griff- wie auch für die Scharnierseite. Wenn diese Sicherungen über gleichschließende Schlösser verfügen, erhöht dies nochmals den Komfort. Auch bei Hebe- und Schiebetüren zu Balkon und Terrasse oder bei Dachfenstern lässt sich leicht mit Nachrüstsicherungen der Einbruchschutz erhöhen.

Besonderes Augenmerk haben die eher „versteckt liegenden“ Fenster, beispielsweise im Keller, verdient. Dies vor allem dann, wenn sie sich an Stellen befinden, von denen aus man problemlos ins Haus gelangen kann. Für solche Fenster bietet sich beispielsweise als wirksamer Einbruchschutz ein Metallgitter an. Moderne Sprossen-Fenstergitter wecken schon lange nicht mehr den Eindruck, in einem Gefängnis leben zu müssen.

Sofern Kellerschächte nur mit einem einfachen Rost abgedeckt sind, sollten Haus- und Wohnungsbesitzer unbedingt über die Anbringung einer Kellerrostsicherung nachdenken. Denn ein Kellerrost ist schnell angehoben, und Eindringlinge haben so einen leichten Zugang zum Haus.

„Nützliche“ Einstiegshilfen

Eine Frau öffnet ein großes Fenster in einem hellen Raum mit Blick auf einen Garten.
Gerade in Bestandsbauten bieten sich Nachrüstbeschläge an, um so die Einbruchsicherheit zu erhöhen. (Quelle: Burg-Wächter)

Schlagen Sie Ihren Kunden doch einmal vor, den Garten oder das Grundstück mit den Augen eines Einbrechers zu betrachten. Welche Wege gibt es ins Haus? Dies kann beispielsweise eine stabile Konstruktion für Kletterrosen oder blühende Rankpflanzen an der Fassade sein, die sich durchaus auch als Leiter eignen würde. Wenn sich so über diese Konstruktion ohne größere Probleme ein Balkon erreichen lässt, sollte schnellstens Abhilfe geschaffen werden. Einladend sind auch Gartenstühle oder -tische, die draußen zum Überwintern lagern. Ebenso Regen- oder Mülltonnen, die den geübten Einbrecher schnell in luftige Höhen bringen. Wenn dann noch der Gartenzaun einen idealen Sichtschutz zu den Nachbargrundstücken bietet und keine Außenbeleuchtung vorhanden ist, haben Einbrecher oft leichtes Spiel.

Brandschutzkompetenz aufbauen

Einbruchsversuch
Sinnvoll ist auch die Anbringung von Kameras, die Einbruchversuche aufzeichnen und meist direkt einen Stream auf das Smartphone schicken. (Quelle: Abus)

Mit Vorbeugung und Umsicht lässt sich im vorbeugenden Brandschutz bereits viel erreichen. Es sind oftmals die kleinen Dinge, die jeder beachten sollte, der sein Haus verlässt. So ist es ratsam, elektrische Geräte möglichst immer auszuschalten, denn etwa ein Blitzeinschlag kann die Geräte beschädigen und im ungünstigsten Fall sogar einen Wohnungsbrand auslösen.

Viele Brände entstehen durch Nachlässigkeit, denn häufig werden Dinge wie die eingeschaltete Kaffeemaschine oder der eingeschaltete Elektroherd vergessen. Auch brennende Zigaretten oder Kerzen stellen immer eine potenzielle Gefahrenquelle dar, wenn man sie vergisst.

Ein weiterer Gefahrenherd sind überlastete elektrische Leitungen und Mehrfachsteckdosenverteiler. Oft sind mehrere Geräte an solchen Steckdosen angeschlossen. Werden dann alle gleichzeitig eingeschaltet, entwickelt sich im Kabel eine enorme Wärme.  

Rauchmelder warnen

Falls es doch einmal irgendwo in der Wohnung oder dem Haus zu einem Brand kommt, bieten Rauchmelder den Bewohnern Sicherheit. Sie sind mittlerweile vorgeschrieben und warnen durch einen eindringlichen Signalton, sobald Rauch entsteht. Doch ein Rauchmelder allein ist oft nicht ausreichend für Haus oder Wohnung. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Räume mit elektrischen Geräten, Räume, in denen geraucht wird oder in denen oft Kerzen brennen bzw. in denen ein Kamin vorhanden ist, mit passenden Rauchmeldern auszustatten. 

Für die Küche mit Dunst und Kochschwaden empfehlen sich beispielsweise spezielle Rauchmelder oder auch Flammen- bzw. Temperaturwarnmelder. Für Menschen mit Hörproblemen gibt es übrigens Rauchmelder mit Blitzlicht oder Vibrationsfunktion. Generell sollte beim Kauf immer auf Qualität geachtet werden, denn niemand möchte, dass der Rauchmelder vielleicht nicht richtig reagiert oder Fehlalarme ausgelöst werden. In Deutschland müssen Rauchmelder der Gerätenorm DIN EN 14604 entsprechen und das CE-Zeichen tragen.

zuletzt editiert am 02. März 2026