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Rundum gut sichtbar nach Norm DIN EN ISO 20471 und dabei komfortabel zu tragen – das bringt die moderne und warme Warnschutzkleidung für Herbst und Winter im Mietservice mit.

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16. December 2020 | Teilen auf:

Berufskleidung: Worauf müssen Profis beim Warnschutz achten?

(Januar 2021) Ob auf der Baustelle oder im Straßenbau. Bei Arbeit in der Dämmerung, bei schlechten Sichtverhältnissen oder auch beim schnellen Wechsel von Indoor- zu Outdoortätigkeiten. In vielen Situationen sollten die Profis mit entsprechender Berufskleidung durch mehr Sichtbarkeit geschützt werden. Gerade jetzt in Herbst und Winter.

„Empfehlenswert sind fluoreszierende Oberstoffe in Verbindung mit retroreflektierenden Reflexstreifen“, so Jan Kuntze von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing/Neuss. „Nach einer vorhergehenden Gefährdungsanalyse durch den Unternehmer können wir als textiler Mietdienstleister bei der Auswahl der Kollektion beraten und entsprechende PSA bereitstellen. Werden etwa Tätigkeiten ausgeübt, in denen normgerechter Warnschutz verlangt wird, muss explizit Warnschutzkleidung mit der Norm DIN EN ISO 20471 getragen werden.“
Fragen in der Praxis stellen sich dann meist nach den erforderlichen Schutzklassen. Wann reicht Schutzklasse 1 und eine einfache Weste? Wo ist Klasse 3 erforderlich? Denn in Abhängigkeit der erforderlichen Schutzklassen umschließen retroreflektierende Reflexstreifen und fluoreszierende Oberstoffe den Torso sowie Hosenbeine und Ärmel mehr oder weniger ganz. Und genau das führt letztendlich zu der vom Gesetzgeber angestrebten erhöhten Sichtbarkeit. Die DIN EN ISO 20471 legt die Anforderungen für hochsichtbare, professionelle Warnschutzkleidung fest: sie soll sicherstellen, dass der Träger in Situationen mit hohen Risiken auch unter schlechten Lichtverhältnissen auffällig sichtbar ist.
Dazu erläutert DBL-Experte Jan Kuntze: „Maßgeblich für die Ermittlung der richtigen Schutzklasse ist dabei die Geschwindigkeit des vorbeifließenden Straßenverkehrs. So erfordern Arbeiten neben vorbeifließendem Straßenverkehr mit >60 km/h die Leistungsklasse 3, während bei Arbeiten neben vorbeifließendem Straßenverkehr mit <30 km/h die Leistungsklasse 1 als ausreichend gilt.“
Die Klasseneinteilung erfolgt so anhand der Flächen vom signalfarbenen Oberstoff und retroreflektierendem Reflexstreifen. „Kleidung der Klasse 3 muss den Oberkörper vollständig umschließen und über Ärmel oder lange Hosenbeine mit retroreflektierenden Reflexstreifen verfügen“, erklärt Jan Kuntze. „Im DBL-Mietservice bieten wir passende Lösungen. Erhältlich sind sowohl Bundjacke – für die kalte Jahreszeit auch normgerechte Winterjacke sowie Winterparka – als auch Latz- und Bundhose. Je nach Zusammenstellung reicht der Schutz bis zu Klasse 3.“
Deshalb empfiehlt der Experte den Profis und Betrieben, sich entsprechend beraten zu lassen. „Die Mitarbeiter sollten auch entsprechend ihrer Konfektionsgröße in der Lage sein, eine normgerechte Warnschutzkleidung zu tragen. Egal ob in XXL oder in XS.“ Als Beispiel nennt er Mitarbeiter, die nur eine sehr kleine Größe tragen können – Hosenbeine der Bundhose dürften nicht einfach gekürzt werden. Denn in diesem Fall ist laut Experten gegebenenfalls die vorgegebene Mindestfläche des reflektierenden Gewebes und damit die geforderte Warnschutzklasse nicht mehr gegeben.
Jan Kuntzes Hinweis: „Es sollte also geprüft werden, ob in einem solchen Fall statt einer Bundhose vielleicht eine Latzhose infrage kommt. So würde dann die geforderte Mindestfläche wieder erreicht und damit auch die Warnschutzklasse. Daher muss die Funktionalität von PSA-Kollektionen immer auch in Bezug auf die kleinste getragene Konfektionsgröße betrachtet werden.“ Auch dabei beraten Dienstleister wie die DBL und bieten entsprechende Artikelvielfalt, um erforderliche Lösungen zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit textilen Profis macht zudem Sinn, um die normkonforme Sicherheit der PSA auch nach der Wäsche sicherzustellen.