Für hochwertige Brennereianlagen spielt die Verarbeitung von Kupfereine entscheidende Rolle. Eine wichtige Aufgabe ist es, zahlreiche Einzelteile des Edelmetalls zu verschweißen, wofür saubere Schnittkanten unerlässlich sind. Die erfahrenen Kupferschmiede der Müller Brennereianlagen erzeugen diese zuverlässig mit derkompakten, kabellosen Akkuschere Trutool-S-160 von Trumpf/Ditzingen.
Oberkirch im Schwarzwald gilt als Deutschlands Hauptstadt der Brenner. Allein im Ortsteil Tiergarten verfügen von den 1.000Einwohnern etwa 100 über entsprechende Brennrechte. Dort – inmitten von unglaublicher Brennerfahrung – ist auch die 1929 gegründete Müller GmbH beheimatet, einer der fünf renommiertesten Hersteller von Brennereianlagen in Deutschland. Kupferschmiedemeister Bernd Müller leitet das Unternehmen in dritter Generation, und auch seine drei Söhne Sebastian, Lukas und Clemens sind nach Studium und Ausbildung verantwortlicheingebunden.
Lange Lieferzeiten sollten reduziert werden
Entscheidend für die gute Auftragslage ist in erster Linie die hohe Qualität der Brennereianlagen. Lukas Müller, studierter Wirtschaftsingenieur mit zusätzlich abgeschlossener Ausbildung zum Kupferschmied, nennt dafür zwei wichtige Merkmale: „Wir stellen Brennblase und Brennhut mithilfe des Kraftumformers her, bei dem die Materialdicke des Kupferblechs durchgängig erhalten bleibt. Es kann damit und durch das anschließende Verhämmern auf natürlichem Wege bestmöglich ungewünschte Nebenstoffe wie Blausäure binden, die beim Fermentieren entstehen. Außerdem gewährleisten wir mit unseren patentierten Destillierkolonnen einen optimalen Brennprozess.“
Über die ständig steigende Kundenzahl freut sich die Inhaberfamilie des Oberkircher Unternehmens, sie würde aber gerne die langen Lieferzeiten von derzeit eineinhalb Jahren reduzieren. Der für die Produktion verantwortliche Lukas Müller sieht darin eine große Herausforderung: „Es ist aktuell sehr schwierig, gute Kupferschmiedezu bekommen und zu halten. Nicht zuletzt deshalb legen wir großen Wert auf gute Arbeitsbedingungen.“
Dass dies gelingt, ist bereits beim Betreten der Fertigungshallen spürbar. Freundliche Gesichter lassen auf ein angenehmes Betriebsklima schließen, was Kupferschmiedemeister Patrick Vollmer mit der Führung des Familienbetriebs und mit der technischen Ausstattung in Verbindung bringt: „Wir erleichtern unseren Mitarbeitern die Arbeit so gut es geht.“

Maximale Erleichterung bei Handarbeit
Entsprechend kommen mehrere Maschinen wie unter anderem ein sogenannter Kraftformer,eine Abkantpresse, Tafelschere sowie Biegemaschine zum Einsatz. Und auch dort, wo nach wie vor Handarbeit notwendig ist, gibt es maximale Erleichterung. Vollmer hebt hier beispielhaft seine moderne Akkuschere Trutool-S-160 hervor, dieansonsten besonders häufig im Dach- und Fassadenbau zum Einsatz kommt. Mit ihr werden bei den Brennereianlagen wichtigeVorarbeiten zum Schweißen verschiedenster Kupferbleche ausgeführt. Denn nur mit sauberen Schnittkanten lassen sichperfekte Schweißnähte herstellen. Davon braucht es beim Zusammenbau der Brennereianlagen viele, wie Kupferschmiedemeister Vollmer bekräftigt: „Lange Schweißnähtewerden insbesondere bei den kugelförmigen Brennhüten und den Brennblasen benötigt, die zu Halbkugeln geformt werden.“
Darüber hinaus sind in den Anlagen viele kleinere Anschlüsse anzubringen – für Rohre, Schaugläser und diverse Zugänge. Die dafür notwendigen Nahtstellen haben die Mitarbeiter von Müller früher mit Handscheren oder vereinzelt mit Winkelschleifern hergestellt. Für Vollmer selbst waren insbesondere Winkelschleiferan dieser Stelle keine Option, denn „um damit zu arbeiten, ist aufgrund des Funkenflugs und der Rauchentwicklung umfangreiche Schutzausrüstung notwendig. Durch die hohe Wärmeentwicklung kann es außerdem zu Korund-Einschlüssen kommen. Zudem müssen die Schleifscheiben oft ausgetauscht werden.“
Er wählte daher primär die Handschere – eine anstrengende Arbeit, aber einzuverlässig gutes Ergebnis.
Seitdem elektrische Scheren von Trumpf im Haus sind, stellt sich die Werkzeug-Frage für keinen Mitarbeiter mehr. Insbesondere bei der neuen Akkuschere sind sich alle Kupferexperten bei Müller einig: Kein anderes Werkzeug ist beim Kupferschneiden vergleichbar gut handzuhaben, und auch in puncto Ergebnisqualität gibt es laut Vollmer keine zwei Meinungen. Das Werkzeug ist robust, und dank der uneingeschränkten Sicht auf dieArbeitsfläche und Schnittlinie lässt sich damit schnell und präzise arbeiten. Auch die Kurvengängigkeit der kabellosen Maschine ist enorm – selbst kleinste Radien mit bis zu 15 Millimeter stellen kein Problem dar. Dabei sorgen die Vierfach-Wendemesser gleichzeitig für hoheStandzeiten und geringe Betriebskosten. Wie Patrick Vollmer berichtet, ist zumindest beim Schneiden der bei Müller üblichen, bis zu drei Millimeter dicken Kupferbleche kaum Verschleiß erkennbar: „Wir haben die neue S-160 jetzt seit einem halben Jahr fast täglich im Einsatz und noch nicht einmal das Messer wenden müssen. Wir sind daher rundum glücklich mit der Entscheidung, diese Akkuschere gekauft zu haben.“
Dank guter Beratung zum richtigen Werkzeug
Entscheidend am Findungsprozess des richtigen Werkzeugs beteiligt war in diesem Fall Philipp Herwerth, Vertriebsleiter Deutschland fürElektrowerkezeuge bei Trumpf. Laut den Kupferschmieden PatrickVollmer und Lukas Müller hatten sie ursprünglich ein anderes,größeres Trumpf-Werkzeug im Blick: „Philipp Herwerth kam mitmehreren verschiedenen Akkuscheren und -nibblern zu uns, die wir allesamt ausprobieren konnten. Dabei stellten wir fest, dass die kleine, 1,7 kg leichte Maschine für unsere Zwecke vollkommen ausreicht, da sie trotz der Kompaktheit enorm leistungsstark ist. Wir können damit locker drei Millimeter dickes Kupferblech schneiden“,berichtet Lukas Müller. Auch der in der Maschine eingesetzte 4.0 Ah/12V-LiHD-Akku sorgt dank seiner langen Laufzeit für hohe Zufriedenheit bei Müller Brennereianlagen. Dieser von Metabo entwickelte Hochleistungs-Akku wird in verschiedenen Trumpf-Werkzeugen verwendet und kann darüber hinaus in vielen weiteren akkubetriebenen120 Handmaschinen wie Bohrhämmer, Nagler, Tauchsägen,Heißluftpistolen von mehr als vierzig anderen Herstellern des CAS-Verbundes eingesetzt werden.