Brücken sollen sicher sein und bleiben, sie müssen funktionieren und niemanden gefährden. Auch die Suizidprävention gehört dazu. Edelstahlnetze können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Warntafeln reichen für die Suizidprävention bei weitem nicht aus. Stählerne Auffangnetze und Schutzzäune werden konzipiert, erhöhte Geländer installiert. Es gibt viele Möglichkeiten, aber die geeignetste Lösung hängt immer auch von den architektonischen Gegebenheiten und dem örtlichen Umfeld ab. Viel Erfahrung gehört dazu, um ein solches Projekt zu bewältigen, denn die technischen und ästhetischen Herausforderungen sind jedes Mal höchst anspruchsvoll.
Auf Sicherheitstechniken und attraktive Optik hat sich die Firma Jakob im schweizerischen Trubschachen mit seinem Produkt Webnet spezialisiert. Die hochwertigen Edelstahlseile des Traditionsunternehmens erfüllen alle Anforderungen, wenn es um architektonischen Anspruch, Sicherheit und Langlebigkeit geht. Der verwendete Edelstahl gehört zur Werkstoffgruppe AISI 316. Er weist eine hohe Korrosionsbeständigkeit auf und ist deshalb auch in Meeresnähe mit salzhaltiger Luft einsetzbar. Langzeittests zur UV- und Witterungsbeständigkeit bescheinigen den Produkten eine jahrzehntelange ansehnliche Optik bei minimalem Wartungsaufwand.
Hinzu kommt: Je nach Lichtverhältnis und Betrachtungswinkel wirken die Stahlseile nahezu unsichtbar. Aufgrund ihrer Transparenz behindern sie weder die Lichtführung noch bestehende Sichtverbindungen – wichtige Eigenschaften, die sie auch für den Denkmalschutz zur richtigen Wahl machen. Zu haben sind sie in allen RAL oder NCS Farben, sodass sie sich in praktisch jede Umgebung einpassen lassen. Die Seilkonstruktion kann sowohl mit glänzenden Hülsen als auch in gestochener Ausführung geliefert werden. Die Maschenweite und die Belastbarkeit der Netzstruktur sind variabel, über die Angebote verschiedener Seildurchmesser (1,5 bis 8,0 Millimeter) kann man flexibel den jeweiligen Sicherheitsauflagen nachkommen.
Ein interessantes Einsatzbeispiel für die Edelstahlseile ist die Ganterbrücke. Sie ist eine Schrägkabelbrücke und Teil der Simplonpassstraße, die den Schweizer Kanton Wallis mit Italien verbindet. Der schwierige Baugrund erlaubte nur wenige Fundamente und erforderte mithin große Spannweiten. Seit der Fertigstellung 1980 ist die Ganterbrücke die Brücke mit der größten Spannweite in der Schweiz. Im Rahmen einer Gesamtsanierung sollte auch eine Suizid-Barriere errichtet werden. Um das architektonische Erscheinungsbild nicht zu beeinträchtigen, entfiel bei der Schutzeinrichtung die Wahl auf eine Webnet-Konstruktion.
Der Brückenrand wurde zwischen den Pfeilern beziehungsweise den in Beton eingebetteten Schrägkabeln (Abspannsegeln) durch eine zaunartige, drei Meter hohe vertikale Struktur aus Webnet gesichert. Eine leichte Innenneigung des durch Metallstangen und Stahlseile fixierten Webnet-Zauns und ein eher locker gespanntes Netz erschweren das Überklettern der Barriere zusätzlich.
