Geschichte zum Anfassen bietet der „Tag des offenen Denkmals“ Kultur-, Architektur- und Geschichtsinteressierten am 14. September 2014. In ganz Deutschland öffnen an diesem Sonntag die Türen von rund 7.500 Denkmälern, historischen Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Der Denkmaltag macht die Herausforderungen bei der Erhaltung von Denkmälern erlebbar und zeigt auf, wie sie mit modernen und innovativen Mitteln bewältigt werden.
Zu diesen Herausforderungen zählen nicht nur die Erhaltung und Bewahrung von Kunstschätzen und jahrhundertealter Bausubstanz, sondern auch der vorbeugende Brandschutz und die barrierefreie Nutzung von historischen Gebäuden. Aufgaben, die sich im „Karlsjahr 2014“ angesichts der großen Besucherströme im Krönungssaal des Aachener Rathauses wie kaum in einem Jahr stellen.
Im Krönungssaal findet die flächenmäßig größte Ausstellung anlässlich des 1.200. Todesjahres Karls des Großen statt. Mitte August wurde der 100.000. Besucher begrüßt.
Barrierefreiheit ohne dabei Brandschutzanforderungen zu vernachlässigen, waren darum geforderte Standards, als die rückwärtige zweiflügelige Türanlage des Saales mit ihrer historischen Türsubstanz modernisiert wurde. Dementsprechend müssen die Türflügel nach jedem Passieren sicher schließen. Um nicht überlastet zu werden, darf die Tür im täglichen Betrieb zum Verlassen des Krönungssaales nur auf kontrollierte Weise, das heißt auf Anforderung, genutzt werden.
Im Gefahrenfall muss sie jedoch von jedem in Fluchtrichtung sicher passierbar sein. Deshalb war eine Vernetzung des Rettungswegsicherungssystems der Tür, ihrer Feststellanlage, des Gebäudemanagementsystems und der zentralen Brandmeldeanlage des Rathauses erforderlich.
Ein ganzes Paket von Anforderungen, die die Firma Geze aus Leonberg mit einer abgestimmten Systemlösung realisiert hat: Dafür wurde die schwere Kupfertür zerlegt und in neuer Teilung wieder zusammengebaut.
Die multiple Funktionalität konnte somit auf dezente Weise in den Türblättern und einem neu geschaffenen Oberlicht untergebracht werden. Das Rettungswegsicherungssystem wurde in eine Stele im Design der Kupfertür integriert.
