Drehtermin 2020, Ofenhaus Augsburg: Die beeindruckende „Wolke“ von Gerold Sauter war im Video gar nicht so leicht in Szene zu setzen. Fotos: M&T
Drehtermin 2020, Ofenhaus Augsburg: Die beeindruckende „Wolke“ von Gerold Sauter war im Video gar nicht so leicht in Szene zu setzen. Fotos: M&T

Deutscher Metallbaupreis

03. August 2021 | Teilen auf:

Deutscher Metallbaupreis 2021: Jury digital

(August 2021) Nach über einem Jahr Übung in Videokonferenzen traf sich die 22-köpfige Jury Anfang Juli auch in diesem Jahr digital – denn es galt, „klug geplante und perfekt gebaute“ Objekte auszuwählen.

Manchmal geht es auch hoch hinaus – wie beim Drehtermin für die Miniaturachterbahn der Hammer Stahl-Manufaktur 2020.

Unterlagen downloaden, Mikro und Kamera an, in die Konferenz einwählen und die anderen Jurymitglieder begrüßen – nach einem Jahr Home-Office und räumlicher Trennung kein Problem mehr für die 22 Mitglieder der Jury des Deutschen Metallbaupreises 2021. Denn auch in diesem Jahr war Besonnenheit im Umgang mit der Corona-Ansteckungsgefahr wichtig. Das im letzten Jahr eingeführte Format hat sich bewährt. Es besteht aus einer Mischung aus individueller Vorbereitung am PC, Videokonferenz und dem Ausfüllen und Versenden eines Stimmzettels.

Drehtermin 2021: Oft sind es kleine Details, die für das Video wichtig sind.

Die Jurymitglieder erhielten eine Woche vor der Videokonferenz eine Datei mit allen zugelassenen Bewerbungen zur Durchsicht. In der Videokonferenz am Freitag wurden inhaltliche Fragen zu den Bewerbungen geklärt. Das bezog sich vor allem auf technische Details und Fragen der Regelgerechtigkeit der Ausführung. Denn auch in Coronazeiten gilt das Motto „Klug geplant, perfekt gebaut“.

Deutscher Metallbaupreis

Anschließend wurde – ähnlich dem Prinzip des Eurovision-Song-Contest – durch eine abgestufte Vergabe von Punkten in jeder Kategorie sozusagen per Briefwahl (Abgabezeitpunkt Freitag um Mitternacht) abgestimmt. Nach Auswertung der Stimmen erhielten die Gewinner-Betriebe dann am Montagmorgen einen Anruf von Yvonne Schneider, John Siehoff oder Jörg Dombrowski. Die Jury wurde zeitgleich informiert. Mit den Gewinnerinnen und Gewinnern wurden Drehtermine vereinbart, an denen die Videos über die Objekte selbst und die Menschen gefilmt werden. Dafür trifft sich die M&T-Redaktion mit den Glücklichen üblicherweise direkt am Objekt. Das erfordert eine gute Abstimmung von Drehterminen, Uhrzeiten und Hotels auf dem Weg quer durch Deutschland. Alle sind stolz wie Oskar und natürlich brennen sie darauf, ihr Objekt endlich zeigen zu dürfen. Etwa ein bis zwei Stunden verbringen wir gemeinsam vor Ort, lassen uns alles zeigen und erklären, fragen und zeichnen alles auf Video auf. Die fertigen Videos werden als Premieren auf der Preisverleihung am 29. Oktober 2021 (Metallkongress, Würzburg) gezeigt, bis dahin werden alle – Jury, Gewinnerinnen und Gewinner, Teams, Auftraggeber – zur Verschwiegenheit verpflichtet. Für das kommende Jahr ist wieder eine Jurysitzung nach dem herkömmlichen Prinzip geplant, da sich eine kompakte Sitzung mit persönlichem Kontakt für den Entscheidungsprozess als optimal erwiesen hat.