Lampe
Den ersten Preis erhält Martin Larasser für ein Lichtobjekt. (Quelle: BVM)

Die Gute Form

12. April 2022 | Teilen auf:

Deutschlands bester Gestalter-Nachwuchs ausgezeichnet

Die Gute Form: In einer Online-Live-Preisverleihung wurden die drei besten Nachwuchs-Metallgestalter und der beste Konstruktionstechniker des Jahres 2022 ausgezeichnet.

Am 8. April 2022 konnten die vier Bundessieger geehrt werden. Michael Stratmann, der die Preisverleihung als Jurymitglied und Vorsitzender der Bundesfachgruppe Metallgestaltung moderierte, zeigte sich begeistert von der hohen Qualität der Arbeiten. „Die Themen für die Prüflinge wiederholen sich naturgemäß und so ist in diesem Jahr das Thema „Leuchte“ erneut stark vertreten. Umso erstaunlicher ist es, welche Vielfältigkeit und differenzierte Lösungen mit den Abschlussstücken präsentiert wurden“, so Stratmann.

Den ersten Preis in der Metallgestaltung erhält Martin Larasser (Ausbildungsbetrieb Peter Michael Reich, Bayern) für ein Lichtobjekt. Mit hoher Präzision, einer enormen Konsequenz sowie mit technisch raffinierten Details, die sich allerdings nicht in den Vordergrund spielen, hat Martin Larasser eine Leuchte als Lichtobjekt konzipiert, gestaltet und realisiert. Dieses Objekt verblüfft laut Jury in seiner Vielseitigkeit der Ausrichtungsmöglichkeiten und muss sehr genau betrachtet werden, um zu verstehen, wie die vielfältigen Stellungen der einzelnen Abschnitte zustande kommen. Urteil der Jury: „Das Stück zeigt in der Idee, dem Konzept und in seiner Originalität eine hohe Gestaltungs- und Funktionsqualität bei gleichzeitiger hervorragender Realisation.“

Der zweite Preis geht an Jonah Paul Schefels (Ausbildungsbetrieb Metallgestaltung Stratmann, Essen, NRW) für eine mobile Gedenkstätte in einer stark reduzierten, einfachen Form. Urteil der Jury: „Dem Anspruch, diese Arbeit mobil zu halten, entspricht in lobenswerter Weise die ausgeprägte Verbindungstechnik, die es erlaubt, das Stück mit einfachen Handgriffen auseinander zu nehmen und an anderer Stelle wieder zusammenzusetzen.“ Die Schmiedetechnik sei bestimmend für die Form und somit klar funktionsbezogen angewandt. Die Oberflächen wurden roh belassen, lediglich gewachst. Nur die das Kerzenlicht spiegelnde Schale ist blattvergoldet.“

Mobile Gedenkstätte
Der zweite Preis geht an Jonah Paul Schefels für eine mobile Gedenkstätte in einer stark reduzierten, einfachen Form. (Quelle: BVM)

Den dritten Preis erhält Richard Bichlmaier (Ausbildungsbetrieb Bergmeister Kunstschmiede aus Ebersberg, Bayern) für ein Lichtobjekt. Dieses Objekt erzeugt eine starke raumprägende Licht-Schatten-Wirkung, die im Kontext mit dem Objekt geradezu sakral anmutet. Technisch raffiniert ist ein inneres System, drehbar gelagert und so angeordnet, dass die aus den versetzten Quadraten der äußeren Schale entstehenden Leerräume geöffnet oder verschlossen werden können. Urteil der Jury:  Die Auseinandersetzung mit der Aufgabe, Licht differenziert und mit unterschiedlichen Stimmungen in den Raum zu geben, zeigt in diesem Objekt eine handwerkliche Lösung mit hoher Präzision und Liebe zum Detail.

Lichtobjekt
Den dritten Preis erhält Richard Bichlmaier für ein Lichtobjekt. (Quelle: BVM)

Luis Behr (Ausbildungsbetrieb Michael Lingenfelder Metallverarbeitung, Germering, Bayern) erhält den ersten Preis im Bereich Konstruktionstechnik für ein Lichtobjekt. Ein Stahlwürfel, interessant geteilt und öffenbar, beherbergt ein kostbares Inneres – das  Licht. Verstärkt durch die Vergoldung der Innenfläche, wird die Bedeutsamkeit und der Wert des Lichtes verstärkt und erhöht. Eine sehr pragmatische Lösung der Feststellung mittels eines Magneten erlaubt es, den als Deckel wirkenden Teil des Würfels in jedweder Stellung von „Zu“ bis „maximale Öffnung“ sicherzustellen. Hohe Gestaltungsqualität, konsequente Umsetzung sowie eine präzise Ausführung rechtfertigen laut Juryurteil diesen ersten Preis.

Lichtobjekt vom Luis Behr
Luis Behr erhält den ersten Preis im Bereich Konstruktionstechnik für ein Lichtobjekt. (Quelle: BVM)
zuletzt editiert am 03.05.2022