Ein Roboter und ein Mensch geben sich die Hand, symbolisierend die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
Digitalisierung, KI und Robotik sind keine Zukunftsvisionen mehr. Sie sind bereits Realität und prägen entscheidend die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. (Quelle: Messe München)

Digitalbau 2026-03-27T11:24:44.271Z Taktgeber der digitalen Bauwende

Die vierte Ausgabe der Digitalbau – Fachmesse für digitale Lösungen im Bauwesen – erreichte das erfolgreichste Ergebnis seit Start im Jahr 2020. Von 24. bis 26. März 2026 präsentierten auf dem Gelände der Koelnmesse 300 Aussteller Lösungen und Produkte rund um das Digitale Planen, Bauen und Betreiben. An den drei Messetagen informierten sich rund 11.000 Besucherinnen und Besucher über Neuheiten und Trends aus dem Bereich Bausoftware.

Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, zieht eine sehr positive Messebilanz: „Mit neuen Bestwerten unterstreicht die Digitalbau ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber für die Bauwirtschaft. Hier entstehen Lösungen, die nicht nur Bauprozesse effektiver gestalten, sondern darüber hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum der Baubranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette leisten.“

Sehr zufrieden blickt auch der Fachbeiratsvorsitzende der Messe Bau, Dieter Schäfer, auf die Veranstaltung zurück: „Die Digitalbau hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch die Digitalisierung der Bauwirtschaft voranschreitet. Als Plattform für Austausch, Innovationen und praxisnahe Lösungen bringt sie Planen, Bauen und Betreiben enger zusammen. Die große Resonanz und hohe Qualität der Messe unterstreichen: Die Branche gestaltet den digitalen Wandel aktiv.“

„Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob die Digitalisierung des Bauwesens kommt, sondern wie wir ihre Umsetzung strukturiert, verbindlich und skalierbar organisieren“, betont Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, Vorstandsvorsitzender des BVBS Bundesverbands Software und Digitalisierung im Bauwesen.

Für Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), steht die Digitalbau für Aufbruch und Innovationskraft: „Digitalisierung, KI und Robotik sind keine Zukunftsvisionen mehr. Sie sind bereits Realität und prägen entscheidend die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Mit der Digitalbau verfügt die Baubranche über eine einzigartige Plattform, auf der Innovationen erlebbar werden und zum Nutzen unserer Baubetriebe ganz konkrete Lösungen für die Baustelle der Zukunft entstehen.“

Ein Vortrag über digitale Bauprozesse auf einer Messe mit vielen Besuchern.
Die Messe belegte eine Gesamtfläche von rund 17.000 Quadratmetern, im Vergleich zur Vorveranstaltung ein Wachstum von über sechs Prozent. (Quelle: Messe München)

300 Aussteller zeigen digitale Zukunft des Bauens

Im Mittelpunkt standen die vier Leitthemen „Kreislaufwirtschaft im Bauwesen“, „Digitale Bauprozessoptimierung“, Künstliche Intelligenz im Bauwesen“ sowie „Digitalisierung für den Bestand“. 300 Unternehmen – Bestwert bei der Ausstellerbeteiligung und acht Prozent mehr als noch vor zwei Jahren – zeigten an drei Tagen Innovationen und zukunftsfähige Lösungen für die Baubranche. Auch bei der Internationalität der Aussteller verzeichnete die Digitalbau eine Steigerung. Der Anteil von Unternehmen außerhalb Deutschlands vergrößerte sich um 16 Prozent. Insgesamt belegte die Messe 2026 eine Gesamtfläche von rund 17.000 Quadratmetern, im Vergleich zur Vorveranstaltung ein Wachstum von über sechs Prozent.

Die Teilnahme zentraler Key-Player bekräftigt laut Projektleiterin Cornelia Lutz den hohen Stellenwert der Veranstaltung: „Die starke Präsenz der Marktführer macht deutlich, dass die Digitalbau heute eine Schlüsselrolle für die Branche einnimmt. Sie ist der Ort, an dem sich die relevanten Akteure vernetzen und die digitale Zukunft des Bauens gemeinsam gestalten.“

Besucher vergeben Bestnoten

Das erfolgreiche Messeergebnis zeigt sich ebenfalls in der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Gelszus. Dort bewerteten 94 Prozent der Besucher die Messe mit ausgezeichnet bis gut. Laut 93 Prozent der Befragten wird die Bedeutung der Messe für die Branche in den kommenden Jahren nicht nur bestehen bleiben, sondern weiter zunehmen. Bei einem Durchschnittsalter von 40 Jahren sowie einem Anteil von circa 80 Prozent bei den 20- bis 49-jährigen Besucherinnen und Besuchern setzt sich die Digitalbau aus einem vergleichsweise jungen Publikum zusammen.

Die Zahl von rund 11.000 Besuchern lag um sieben Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2024 und stellt somit einen neue Bestmarke dar.

Foren, Preisverleihungen und Start-up Pitches

Neben den Innovationen der 300 Aussteller hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihr Fachwissen im begleitenden Forenprogramm zu erweitern. Auf vier Bühnen diskutierten Experten über digitale Neuheuten und Trends. Eine tragende Rolle in den rund 90 Vorträgen und Gesprächsrunden nahm das Thema Künstliche Intelligenz ein.

Zu den Höhepunkten des Rahmenprogramms zählten unter anderem die Verleihung des Deutschen Baupreises 2026 sowie die Auszeichnung der Gewinner „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“.

Ebenso kam es zu einer Neuauflage der Founders Fight Night. Am zweiten Messetag lieferten sich Start-up Unternehmen einen verbalen Schlagabtausch in Form von Kurz-Pitches. Als Bühne diente ein Boxring und das Publikum entschied per Handzeichen über den Gewinner. Insgesamt präsentierten sich rund 60 Start-ups.

Im Rahmen der „BAU 2027“ (11. bis 15. Januar 2027) in München belegt der Ausstellungsbereich „Digitale Lösungen powered by digitalBAU“ die Halle C5. Zu den Fokusthemen zählen dann BIM, Robotik und Künstliche Intelligenz.

Die nächste digitalBAU findet von 21. bis 23. März 2028 in Köln statt.

zuletzt editiert am 27. März 2026