Einbruchschutz: Am 27. Oktober werden nicht nur die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Der 27. Oktober ist zugleich auch der Tag des Einbruchschutzes. Die Initiative K-Einbruch, eine Kooperation von Polizei und Partnern aus der Wirtschaft, fordert die Bevölkerung sowie Verbände und Initiativen jedes Jahr an diesem besonderen Tag dazu auf, die „gewonnene“ Stunde Zeit der Sicherheit von Haus und Wohnung zu widmen.
Das Thema Einbruchschutz geht uns alle an, denn seit Jahren schon steigt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche kontinuierlich an. Für das Jahr 2023 verzeichnet die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) insgesamt 77.819 Einbrüche und Einbruchsversuche. 2022 waren es 65.908. Dennoch liegen die Fallzahlen weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie: 2019 wies die PKS noch 87.145 Fälle einschließlich Einbruchsversuche aus. Die Aufklärungsquote lag 2023 bei 14,9 Prozent.
Hinzu kommen weitere 101.024 Fälle von Diebstählen aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen. Damit verzeichnet die Statistik einen deutlichen Anstieg von 26,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 mit 79.930 Fällen. Beliebte Beute sind beispielsweise hochwertige Elektroräder. Die Einbrecher verursachten beim Wohnungseinbruch einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von 269,4 Millionen Euro (2022: 206,6 Millionen Euro). Eingebrochen wurde weiterhin meist über leicht erreichbare Fenster und nicht wirksam gesicherte Wohnungs- und Fenstertüren.
Sicherheit und Komfort
Hier besteht nach wie vor enormer Handlungsbedarf, wissen die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen. Genau aus diesem Grund empfehlen die Experten meistens erst einmal eine solide mechanische Grundabsicherung, bevor der Einstieg in die elektronischen Überwachungssysteme und die Einbindung ins smarte Gebäude erfolgt. Wir stellen nachfolgend einige aus unserer Sicht gute Beispiele für die Absicherung von Haus und Wohnung vor, wobei es sich dabei aus Kombinationen von Mechanik und Elektronik handelt. Für den Metallbauer ideal, denn hier kann er seinen Kunden gegenüber Kompetenz in beiden „Welten“ zeigen.
Es ist übrigens ein Irrglaube, dass meist nachts eingebrochen wird: Mehr als ein Drittel aller Einbrüche erfolgt tagsüber während der Abwesenheit der Bewohner, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit. Auch in den frühen Abendstunden sowie an den Wochenenden wird vermehrt eingebrochen. Oft sind die Täter nur wenige Minuten in der Wohnung.
Dabei ereignen sich Tageswohnungseinbrüche mehrheitlich in Großstädten. Es geht also hauptsächlich darum, den Tätern den Einbruch so schwer wie möglich zu machen.
Mechatronischer Einbruchschutz
Kurz mit dem Hund in den Garten und wieder zurück oder mit vollen Händen nach dem Einkauf über die Terrasse ins Haus – das ermöglicht „Winteco One“ von Abus. Der smarte Fensterantrieb ist ein batteriebetriebener, motorisierter Griff, der den herkömmlichen Griff ersetzt und so aus der klassischen Terrassentür einen vollwertigen Zugang macht.

Und das bereits mit wenigen Handgriffen, ohne Bohren oder Kabelziehen. Gesteuert wird der Fenstergriff über die „Abus One App“ auf dem Smartphone. Diese ermöglicht die komfortable Steuerung per Fingerdruck auf dem Display. Das kann nicht nur der Eigentümer: Via App können auch Zutrittsberechtigungen an Dritte versendet werden. So können auch weitere Familienmitglieder, Freunde oder Handwerker diesen zweiten Eingang nutzen – dauerhaft oder zeitlich beschränkt. Weiterhin kann der Fenstergriff mit optional erhältlichen Komponenten wie einer Fernbedienung sowie einer im Außenbereich angebrachten Tastatur oder einem Fingerscanner bedient werden. Von innen lässt er sich davon unabhängig weiterhin wie ein normaler Fenstergriff manuell öffnen und schließen.
Mit der Erweiterung der Serien Amsterdam und Paris um die Einbruchschutztechnik „Secu-Forte“ und „Secu TBT“ wertet Hoppe seine Klassiker in der beliebten Winkel- oder U-Form für den Objekt-Bereich auf. Um den Griff von der Geschlossen-Stellung in die Kipp-Stellung zu bringen, muss er erst in Richtung Rosette gedrückt werden. Soll der Griff von der Kipp- in die Geöffnet-Stellung gebracht werden, ist eine Zweihand-Bedienung erforderlich: Schlüssel und Griff müssen gleichzeitig gedreht werden.

Diese Kombination sorgt nach Aussage des Anbieters für mehr Sicherheit am Fenster – von innen und außen – und ist besonders interessant für Fenster in öffentlichen Einrichtungen. Denn dort werden immer häufiger Fenster mit TBT-Funktion (Tilt Before Turn = Kippen vor Drehen) eingesetzt, um unbefugtes Öffnen von innen zu erschweren, so der Anbieter. TBT-Fenster können zum Lüften gekippt werden. Zum vollständigen Öffnen des Fensters ist ein Schlüssel erforderlich.
Ergänzend zu den von der Kriminalpolizei empfohlenen KFV-Reparatur-Mehrfachverriegelungen „RB 1500 / RB 1600“ bietet Siegenia die beiden KFV-Mehrfachverriegelungen „BS 2500 / BS 2600“ nach QM 314 an. Die vier zertifizierten Lösungen für Türen werden im Herstellerverzeichnis als in den Falz eingelassene Nachrüstprodukte nach DIN 18104 Teil 2 aufgeführt.

Die Montage der vier Mehrfachverriegelungen ist laut Anbieter sehr einfach: Bei geeigneten Nebenschlosskastenpositionen lassen sie sich anpassungsfrei tauschen und verlangen keine weitere Bearbeitung von Beschlag beziehungsweise Türkonstruktion. Anders als bei aufliegenden Lösungen erfolgt ihre Montage zudem im Falz, sodass sie bei geschlossener Tür komplett unsichtbar bleiben. Auch die Bedienung der Tür bleibt unverändert und kann über den Griff und Zylinder erfolgen.
Unterstützung erhalten Metallbauer und Sicherheitsbetriebe bei der Montage. Für die Reparatur-Mehrfachverriegelungen stellt der Anbieter im Mediacenter eine gemeinsame Montageanweisung nach DIN 18104 Teil 2 für die Nachrüstung zur Verfügung. Diese fasst die notwendigen Voraussetzungen für die fachgerechte Nachrüstung plus die zu berücksichtigenden Vorgaben übersichtlich zusammen.
Schon mit diesen hier genannten Produkten ist eine hohe Absicherung von Türen, Fenstern und Nebeneingängen möglich.