1610 Einbruchschutz
Die Einbruchzahlen steigen. Deshalb wird Prävention immer wichtiger. Foto: BV/Nowak Glas

Gebäudehülle 2016-10-05T00:00:00Z Einbruchschutz: Vielfältige Aktionen zur Aufklärung

Am 30. Oktober 2016, am Tag der Zeitumstellung, findet der fünfte bundesweite Tag des Einbruchschutzes der Initiative K-Einbruch statt. Außerdem gibt es eine neue Kurzfilmreihe zur Einbruchsprävention.

Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ gibt es am 30. Oktober 2016 deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen der Polizei und ihrer Kooperationspartner rund um diesen Termin.
Mit der bundesweiten Kampagne K-Einbruch ( www.k-einbruch.de ) klärt die Polizei Bürgerinnen und Bürger über effektiven Einbruchschutz auf. Eigens für die Kampagne wurde jetzt außerdem die Kurzfilmreihe „Die Elster“ entwickelt mit dem Ziel, unterhaltsam über die Möglichkeiten der Einbruchsprävention zu informieren.
Angesichts der steigenden Fallzahlen beim Wohnungseinbruch geht die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ungewöhnliche Wege, um über erfolgreichen Einbruchschutz aufzuklären: Die dokumentarisch angelegte Serie „Die Elster. Ein Profi-Einbrecher packt aus“ begleitet den fiktiven Einbrecher „Die Elster“ auf seinen chaotischen Streifzügen und zeigt auf, wie leicht es mitunter ist, sich Zutritt zu scheinbar sicheren Immobilien zu verschaffen. Ziel der Kurzfilmreihe ist, die Bürger auf unterhaltsame Weise zu sensibilisieren und ihr Bewusstsein für wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen zu schärfen.

Die Serie ist Teil der Einbruchschutzkampagne K-Einbruch, die bereits 2012 von der Polizei und Partnern aus der Wirtschaft initiiert wurde. Hauptdarsteller ist Peter Trabner, die Regie führte Maximilian Feldmann, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg.
Die Kurzfilmreihe „Die Elster“ kann unter diesem Link gestartet werden: http://bit.ly/2bYedNp .

Sicherheitstechnik wirkt

Im Jahr 2015 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche erneut angestiegen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet insgesamt 167.136 Fälle, das ist ein Anstieg von 9,9 Prozent gegenüber 2014. Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- beziehungsweise Fenstertüren, die Einbrecher verursachten dabei einen Schaden von über 441 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Zahl der Einbruchsversuche, also die Anzahl der gescheiterten Einbrüche, weiter an. Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten. Im Jahr 2014 registrierte die Polizei bundesweit 41,4 Prozent Einbruchsversuche, 2015 gab es einen Anstieg auf 42,7 Prozent. Damit bleiben also weit über ein Drittel aller Einbrüche im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Maßnahmen.
Mit den auf den Herstellerverzeichnissen der Polizei aufgeführten Produkten können die von der Kriminalpolizeilichen Beratung empfohlenen Sicherheitsstandards erfüllen. Die aktuellen Verzeichnisse für:

  • Profilzylinder,
  • Schutzbeschläge,
  • Einsteckschlösser,
  • einbruchhemmende Türen/Tore,
  • einbruchhemmende Fenster/Fassaden,
  • einbruchhemmende Rollläden,
  • einbruchhemmende Nachrüstprodukte,
  • in den Falz eingelassene Nachrüstprodukte für Fenster und Türen sowie
  • einbruchhemmende Gitter

finden sich unter www.polizei.bayern.de , Rubrik Schützen und Vorbeugen, Beratung, Technische Beratung.
Sicherungen können ihren Zweck nur dann erfüllen, wenn sie fachgerecht eingebaut werden. Bei den (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen bekommen Sie Nachweise über Errichterunternehmen von mechanischen Sicherungseinrichtungen, für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen und für Videoüberwachungsanlagen. Polizeilich empfohlene Errichterunternehmen sind am K-Einbruch-Errichter-Gütesiegel zu erkennen.

zuletzt editiert am 26. April 2021
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