Die meisten Einbrecher handeln spontan – es geht um die gute Gelegenheit, schnell zum Erfolg zu kommen. In den meisten Fällen weiß der Einbrecher daher nicht, welche Werte zu erwarten sind. Deshalb schützt die Einstellung „Bei mir gibt’s nichts zu holen“ nicht.
Die meisten Einbrecher handeln alleine und spontan. Das wichtigste für diese Täter ist es, möglichst schnell in das Objekt zu gelangen und genauso schnell wieder draußen zu sein – es geht um die gute Gelegenheit. Daher wissen sie selten bereits im Vorfeld, welches Diebesgut zu erwarten ist. In den meisten Fällen haben sie es auch nicht auf große Dinge abgesehen, vielmehr schauen sie auf „Ware“, die leicht zu transportieren ist und sich gut weiterverkaufen lässt. Am häufigsten haben es die Täter auf Schmuck, Bargeld sowie Kleinelektronik wie Fotoapparate, Smartphones oder Tablets abgesehen, die heute in fast jedem Haushalt zu finden sind.
Wie Einbrecher in Haus und Wohnung gelangen
Die eingeschlagene Scheibe als Symbolbild für einen Einbruch – was im Krimi gute Bilder liefert, hat nicht viel mit der Realität zu tun. Denn in den meisten Fällen dringen Einbrecher am Einstiegsort „Nummer Eins“ über das Aufhebeln von Fenstern und Terrassentüren in Häuser ein. Das dauert nur wenige Sekunden und macht kaum Geräusche. Als Tatwerkzeug dient dabei oft ein ganz normaler Schraubenzieher. Dieses Werkzeug bietet dem Täter mehrere Vorteile: Es lässt sich gut und verdeckt transportieren, sieht nicht nach einem Einbruchwerkzeug aus und erlaubt ein leises Agieren am Tatort. Stichwort „leises Agieren“: Immer häufiger wird die Einbruchtechnik des Fensterbohrens angewendet. In diesem Fall bohrt der Täter ein Loch in das Fenster, schiebt eine Drahtschlinge durch diese Öffnung und öffnet das Fenster, indem er den Fenstergriff dreht.
Erhöhter Einbruchschutz durch mechanische Sicherungen
Ungesicherte Fenster und Türen lassen sich oft mit einem ganz normalen Schraubenzieher überwinden. Bei Türen sind es außen verschraubte Beschläge, die sich einfach entfernen lassen oder überstehende Zylinder, die ausgebohrt, abgedreht oder aus dem Schloss gezogen werden können. Der Einbau eines hochwertigen Schließzylinders in Kombination mit einem von innen verschraubten Schutzbeschlag sowie ein Schließblech mit Mauerverankerung bilden die Basis einer sicheren Eingangstür, den sogenannten mechanischen Grundschutz. Zusätzlich empfiehlt sich der Einbau von Zusatzschlössern, zum Beispiel eines Panzerriegels, der die Tür über die gesamte Breite sichert. Auch Fenster lassen sich nachträglich effektiv mit mechanischen Sicherungen schützen. Es gibt eine Vielzahl an effektiven Produkten für nahezu jeden Einsatzzweck – von Fenstergriffschlössern bis hin zu Stangenschlössern mit Mehrfachverriegelung. Viele dieser Lösungen sind inzwischen auch als elektronische Variante erhältlich. Diese Mechatronik-Produkte verfügen über eine lokale Alarmfunktion oder lassen sich direkt in Alarmsysteme integrieren.
Investitionen in Einbruchschutz staatlich fördern lassen
Wer sich für den Einbau von Sicherheitstechnik durch einen Fachmann entscheidet, der erhält bis zu zwanzig Prozent Zuschuss vom Staat. Denn die KfW-Förderbank unterstützt Eigentümer und Mieter beim Einbau von Sicherheitstechnik mit der Übernahme von zwanzig Prozent der Kosten bis 1.000 Euro. Darüber hinausgehende Investitionen in Sicherheitstechnik werden bis zu einer Summe von 15.000 Euro mit zehn Prozent bezuschusst.
Weitere Tipps und Hintergründe zu Einbruchschutzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und statistischen Daten bietet zum Beispiel der Sicherheitsexperte Abus auf der Internetseite www.sicher-mit-abus.com.
