Messebesucher der EMO 2017
Allein in der Messe-Woche wurden an den Ständen Verträge mit einem Volumen von acht Milliarden Euro unterzeichnet. Fotos: EMO/VDW

Feinwerktechnik 2017-10-19T00:00:00Z EMO: Messe stößt Milliardeninvestitionen an

Garant für gute Geschäfte, Schaufenster für den internationalen Markt, Taktgeber für die Zukunft der Produktion – so beschreiben die Aussteller die EMO Hannover 2017. 2.200 internationale Hersteller von Produktionstechnik verabschiedeten sich mit vollen Auftragsbüchern und in bester Stimmung.

„Mehr Geschäft, mehr Internationalität und mehr Innovationen: Die Messe hat einmal mehr ihre Position als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bewiesen“, resümiert Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017. Sie sei die wichtigste Herstellermesse weltweit und gebe den Takt für die globalen Trends in der Produktionstechnik an. Und sie treibe das Geschäft spürbar voran: Laut Umfrage wollen die EMO-Besucher in den kommenden 24 Monaten mehr als zwanzig Milliarden Euro in Produktionstechnik investieren. Allein in der EMO-Woche wurden Verträge mit einem Volumen von acht Milliarden Euro unterzeichnet. Beispielsweise verkaufte die SHW Werkzeugmaschinen, Aalen, gleich mehrere Maschinen. „Neben den für uns überraschenden Verkäufen kamen die Fachbesucher mit konkreten Projekten, teilweise mit den Abmessungen der neuen Maschinen, zu uns, dutzendweise davon allein aus China“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Anton Müller.

Motto trifft den Nerv der Zeit


Mit ihrem Motto „Connecting systems for intelligent production“ hat die EMO Hannover den Nerv der Zeit getroffen und vor allem Besucher aus dem Ausland angezogen. Mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich im Angebot der meisten Aussteller erstmals in großem Stil vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Applikationen zur Datenanalyse und neue Services wider. Da ging es um vernetzte Systeme, auch zwischen verschiedenen Partnern, cloudbasierte Maschinenüberwachungssysteme, Simulationssoftware, Augmented Reality für die Maschineninstandhaltung, Blockchain-Technologie für sichere Datenübertragung, neue Geschäftsmodelle usw.
Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Aktiengesellschaft, Bielefeld, beispielsweise berichtet stellvertretend für viele andere Aussteller: „Unter dem Leitspruch der diesjährigen EMO Hannover haben wir ganz konkrete Produkte für die digitale Fertigung gezeigt.“ Generalkommissar Welcker ergänzt: „Die Erwartungen der Besucher wurden damit perfekt erfüllt. Die Werkzeugmaschinenindustrie hat bewiesen, dass sie bei der Digitalisierung der Produktion absolut auf der Höhe der Zeit ist.“

Wissen, wo die Reise hingeht


Carl Martin Welcker
„Die Werkzeugmaschinenindustrie hat bewiesen, dass sie bei der Digitalisierung der Produktion absolut auf der Höhe der Zeit ist“, Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017.

Davon wollten sich vor allem die ausländischen Besucher ein Bild machen. Von den gut 130.000 Fachbesuchern reiste mehr als die Hälfte aus dem Ausland auf die EMO Hannover und informierte sich über die Zukunft der Produktion. Siebzig Prozent der ausländischen Gäste kamen aus Europa. Besonders deutlich stieg die Zahl der Fachbesucher aus Asien. „Die internationalen Besucher wollen wissen, wie Weltmarktführer die Digitalisierung in der Prozesskette umsetzen. Sie interessieren sich dafür, wie aus den vorhandenen Daten neue Geschäftsmodelle entstehen“, sagt Welcker.
Neben Digitalisierung und Vernetzung stießen auch die additiven Fertigungsverfahren auf großes Besucherinteresse. Stellvertretend für ein Fünftel der Fachbesucher sagt Dr. Alexander Krupp von Multiphoton Optics aus Würzburg: „Als Application Engineer eines Unternehmens, das 3D-Drucker für die hochpräzise Teilefertigung produziert, komme ich zur EMO Hannover 2017, um mir vor allem den Bereich Additive Manufacturing anzuschauen und neue Technologien kennenzulernen. Dafür ist die EMO Hannover 2017 im Bereich der Metallbearbeitung geeignet wie keine andere Messe.“
Für die Aussteller aus Übersee ist die EMO Hannover ein Sprungbrett in die internationalen Märkte. Jens Thing, Managing Director Europe, Haas Automation mit Sitz in Belgien, bringt es auf den Punkt: „Die EMO ist ein fantastisches Fenster zum internationalen Markt. Man findet hier Besucher aus aller Welt. Für internationale Geschäfte gibt es keine Alternative zur EMO.“

Besucherkompetenz stark gestiegen


Im Gleichschritt mit der Internationalität wuchs auch die Entscheidungskompetenz der Besucher merklich. Viele Aussteller hoben die hohe Intensität und gute Qualität der Gespräche mit den internationalen Kunden aus der ganzen Welt hervor. „Wir haben bereits am zweiten Messetag mehr als 400 Anfragen verzeichnen können, und dieser Trend setzte sich sehr gut fort“, berichtet beispielsweise Norbert Teeuwen, President (COO) der europäischen Niederlassung von Okuma, Japan: „Im Vergleich zu den Messen vorher haben wir erfreulicherweise und auch etwas überraschend, viel mehr Kundengespräche gehabt, die zu Abschlüssen geführt haben,“ so Teeuwen weiter. Fast sechzig Prozent der Besucher waren laut EMO-Besucherumfrage Führungskräfte. Mehr als die Hälfte verfügt über Entscheidungskompetenz bei Beschaffungen.

EMO begeistert als Kontaktbörse


Orientierung für die Trends der kommenden Dekade in der Produktionstechnik gaben auch die vielen Rahmenveranstaltungen. Konferenzen, Seminare und Sonderschauen stellten Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Produktion von morgen, additive Manufacturing, intelligente Werkzeuge, Maschinensicherheit, Ausbildung gewerblicher Mitarbeiter, attraktive Märkte von Indien über die USA bis Mexiko usw. in den Fokus. Sie zogen vor allem die Besucher an, die sich für die Entwicklungen von übermorgen interessieren.
Das attraktive Angebot der Aussteller kombiniert mit dem Rahmenprogramm und nicht zuletzt die phantastische Stimmung sorgten dafür, dass die EMO Hannover auch als wichtige Kontaktbörse für das Netzwerk begeistert. „Die EMO Hannover 2017 hat wieder bewiesen, dass sie zu Recht als weltweit führender Marktplatz für alle Themen rund um die Werkzeugmaschine gilt. Für Siemens ist sie die optimale Drehscheibe, um mit unseren Kunden aus allen Teilen der Welt im Dialog zu stehen“, bestätigt Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control, Siemens, Erlangen.

Save-the-date für 2019
Alles in allem blickt die Branche schon jetzt erwartungsvoll auf 2019. „Die Themen Digitalisierung und Vernetzung werden uns auch in zwei Jahren noch intensiv beschäftigen“, ist sich Generalkommissar Welcker sicher. „Dann werden wir sicher noch genauer wissen, wo die Reise hingeht.“
Die EMO Hannover 2019 findet vom 16. bis 21. September 2019 statt.



Ausstellerstimmen zur EMO Hannover 2017


EMO Logo 2017

Armin Walther, CEO A-Punkt Automation GmbH (Handtmann), Baienfurt, Deutschland:
„Die EMO Hannover 2017 war wichtig für uns, weil sich hier neue Projekte sehr gut besprechen lassen und man oft schneller zu einem konkreten Abschluss kommt, als das normalerweise der Fall ist. Das Geschäft wird immer noch von Menschen gemacht, und der persönliche Kontakt auf der Messe ist oft entscheidend. Und das wird auch so bleiben, in meinen Augen.“

Olaf Furtmeier, CEO Burkhardt + Weber Fertigungssysteme, Reutlingen, Deutschland:
„Auf der EMO Hannover 2017 hat unsere neue Baureihe das Licht der Welt erblickt. Aufgrund der hohen Internationalität konnten wir uns bei Burkhardt + Weber keinen besseren Zeitpunkt aussuchen, um die ‚Urgewalt‘ unserer neuen Maschine zu demonstrieren.“

Dr. Markus Flik, Vorsitzender der Geschäftsführung, Chiron Group SE, Tuttlingen, Deutschland:
„Unser Auftritt auf der EMO Hannover 2017 als Chiron Group ist geprägt von den Schwerpunkten Fünf-Achs-Bearbeitung, Automation und Digitalisierung mit unserem SmartLine Programm. Resonanz und Diskussionen auf der EMO Hannover 2017 zeigen: Damit liegen wir genau richtig.“

Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Aktiengesellschaft, Bielefeld, Deutschland:
„Die EMO ist für uns die Leitmesse für die Fertigungsindustrie und globaler Indikator für Technologien und Trends des Maschinen- und Anlagenbaus. Werkzeugmaschinenhersteller aus über fünfzig Branchen sind hier zu finden und bilden ebenfalls den Indikator für wirtschaftliche Veränderungen.“

Jaewon Yang, Supervisor Marketing & Strategy Team, Doosan Machine Tools Europe, Doosan Machine Tools Co. Ltd., Seoul, Südkorea:
„Die EMO Hannover 2017 war für Doosan Machine Tools äußerst erfolgreich. Als weltweit präsentes Unternehmen schätzen wir die ausgesprochen große Internationalität der EMO. Wir konnten sehr viele Entscheider auf unserem Messestand begrüßen. Was uns besonders positiv aufgefallen ist, sind die vielen konkreten Projekte, die initiiert wurden. Wir konnten auf der EMO Hannover 2017 vermehrt Verträge abschließen, was uns sehr zufrieden macht – und ganz offensichtlich für ein gutes ökonomisches Klima spricht, zu dem die EMO Hannover 2017 einen wichtigen Beitrag leistet.“

Elke Aurand, General Manager, Dormer Pramet Germany, Pramet Tools, Sumperk, Tschechische Republik:
„Die EMO Hannover 2017 war für uns eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, vor allem für den weltweiten Launch unseres neuen Standdesigns und des Corporate Brandings. Die EMO Hannover 2017 schuf für uns beste Voraussetzungen, mit unserer neuen Art der Präsentation so viele Menschen wie möglich aus der ganzen Welt zu erreichen.“

Ralf Winkelmann, Geschäftsführer Vertrieb, Fanuc Deutschland, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland:
„Die EMO Hannover ist und bleibt für uns ganz klar die Leitmesse im Bereich der CNC-Steuerung, im Bereich der Werkzeugmaschinen. Wir schätzen vor allem die Kompetenz der Fachbesucher aus aller Welt – das sind einfach Leute, die sich in der Materie auskennen und ganz gezielt nach bestimmten Produkten fragen, nach Innovationen oder auch nach Problemlösungen, die wir dann auch gerne anbieten. Ein wichtiger Aspekt ist für uns zudem der Bereich Human Resources. Für uns ist es keine Frage, dass wir auch in Zukunft sehr intensiv an der EMO teilnehmen.“

Luigi Maniglio, COO, FFG Europe & Americas, FFG Werke, Eislingen, Deutschland:
„Die EMO bietet die einmalige Gelegenheit, unseren Kunden aufzuzeigen, wie wir die Bandbreite der FFG-Lösungen zu ihrem Vorteil einsetzen können. Unsere Besucher haben uns dies einhellig bestätigt. Es gibt eine Vielzahl an spannenden neuen Anfragen und auch konkrete Ergebnisse. Zudem haben wir zwei Kooperationsvereinbarungen im Sinne unserer strategischen Ausrichtung in der Digitalisierung und Automation sowie in unserem Südostasiengeschäft getroffen.“

Christian Grob, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Grob-Werke, Mindelheim, Deutschland:
„Wir sind über den Verlauf der EMO Hannover 2017 sehr begeistert und freuen uns über eine starke Kundenresonanz. Damit wurden unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Mit dem Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier auf unserem Stand hatten wir einen ausgezeichneten Start in die Messe. Auch die EMO Hannover 2017 hat uns gezeigt, dass Hannover für die Grob-Werke schon immer eine hervorragende Plattform war, und wir wollen gerne wiederkommen.“

Jens Thing, Managing Director Europe, Haas Automation Europe, Haas Automation Inc., Oxnard, Vereinigte Staaten (USA):
„Die EMO ist ein fantastisches Fenster zum internationalen Markt. Man findet hier Besucher aus aller Welt. Das ist der Hauptgrund, aus dem wir uns entschieden haben, hier zu sein. Und für internationale Geschäfte gibt es keine Alternative zur EMO.“

Siegfried Neher, Vorstand strategisches Produktmanagement bei der Hoffmann Group, Hoffmann Qualitätswerkzeuge, München, Deutschland:
„Die EMO ist für uns die wichtigste Herstellermesse weltweit. Sie ist die ideale Plattform, um unsere neuesten Werkzeuge einem breiten internationalen Publikum zu präsentieren. In diesem Jahr feiern wir zum Beispiel hier die Weltpremiere unserer neuen Tonnenfräser für das Parabolic Performance Cutting-Verfahren – kurz PPC.“

Lothar Horn, Geschäftsführer der Paul Horn, Tübingen, Deutschland:
„Nach vier Jahren ist die EMO wieder zurück in Hannover. Ihre Position als Weltleitmesse für unsere Branche hat sie auch 2017 wieder unter Beweis gestellt. Die Qualität der Besucher und vor allem auch die Internationalität waren wieder hervorragend. Mit über 25 Jahren Messeerfahrung gibt es nicht mehr viel, was mich in Bezug auf Messen nachhaltig beeindruckt. Aber die EMO 2017 bleibt mir mit Sicherheit in äußerst positiver Erinnerung – und bestimmt nicht nur mir.“

Frank Blase, Geschäftsführer, Igus, Köln, Deutschland:
„Mehr Internationalität, mehr Besucher, mehr konkrete Anfragen. Bei uns standen auf der EMO Hannover 2017 Kunststoff-Lösungen im Fokus, die Prozesskosten senken, die Maschinensicherheit erhöhen und den Wartungsaufwand reduzieren. Das Interesse war noch stärker als erwartet. Wir freuen uns, dass auch im Herzen der Metallbearbeitung der Kunststoff immer populärer wird.“

Dr. Ing. Dirk Prust, Technischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung, Index-Werke, Esslingen, Deutschland:
„Bei der diesjährigen EMO Hannover 2017 stand für Index, wie bei vielen anderen Ausstellern, die Digitalisierung im Rahmen von Industrie 4.0 im Fokus. Wir freuen uns sehr, dass viele Besucher großes Interesse an unseren Lösungen gezeigt haben. Neben der cloudbasierten Maschinenzustandsplattform, Simulationssoftware, Teleservice via Datenbrille, unserer bekannten Cockpitlösung oder Mietmodellen für Maschinen und Software standen natürlich unsere neuen Maschinenmodelle im Kundenfokus. Besonders erfreulich war die hohe Zahl der internationalen Besucher, mit denen wir intensive und teilweise konkrete Gespräche führen konnten. Die EMO Hannover 2017 lässt demnach auf ein sehr gutes Nachmessegeschäft hoffen.“


zuletzt editiert am 26. April 2021
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