Olivgelbtöne und Goldton prägen die Fassaden des Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. Wiesenlandschaften und Weinberge in der Umgebung waren dafür die Inspiration. Für die Sandalor-Farbeloxale der Fassade, die dem Klinikum ihr unverwechselbares Gesicht geben, zeichnet die Firma HD Wahl verantwortlich.
Das Rems-Murr-Klinikum Winnenden sichert die medizinische Versorgung der Bewohner von Winnenden, der benachbarten Städte Waiblingen und Backnang und des gesamten Rems-Murr-Kreises. Das weitläufige Klinikgelände am Ortsrand legt sich in die abwechslungsreichen Wiesenlandschaften des Zipfelbaches und der umgebenden Weinberge, die auch Inspiration für die Entwerfer, die Büros Hascher Jehle Architektur aus Berlin und Monnerjan Kast Walter Architekten aus Düsseldorf war.
Ein Bauvolumen mit annähernd 70.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche wurde mit dem Neubau umgesetzt.
Mit der Gestaltung der Baukörper aus horizontaler Bänderung und vertikalen, vorgelagerten Sonnenschutzelementen wird eine Leichtigkeit und Differenzierung der Volumina erreicht. Durch das um etwa 3,50 Meter eingerückte, verglaste Sockelgeschoss heben sie sich zudem vom Boden ab und erhalten so einen schwebenden Charakter. Darüber hinaus bedecken oder durchdringen begrünte Dachterrassen und Innenhöfe das Klinikum.
Schiebeläden aus Streckmetall für Sonnenschutz
Das charakteristische Erscheinungsbild des Rems-Murr-Klinikums Winnenden entsteht durch farbige, 1,25 Meter breite Sonnenschutz-Schiebläden aus farbig eloxiertem Streckmetall. Sie prägen die Optik der Fassaden entscheidend. „Drei Olivgelbtöne und ein Goldton bestimmen das Fassadenbild. Sie sind in einem unregelmäßigen Wechsel angeordnet und werden durch die punktuelle Anordnung goldfarbener Felder rhythmisiert“, so die Architekten. „Die bewaldete, hügelige Landschaft der Umgebung mit ihren grünen Wiesen und goldfarbenem Laub stand Pate bei der Farbgebung der Fassade“, erklären sie weiter. Für die hochwertige Farbgebung der Sonnenschutz-Schiebeläden zeichnet der Spezialist für die Veredelung von Aluminiumfassadebauteilen, HD Wahl aus Jettingen-Scheppach verantwortlich. Dabei kamen Sandelor-Eloxalfarbtöne zum Einsatz. Beim Sandelor-Färbeverfahren werden besonders lichtbeständige Farbstoffe in die Poren der anorganischen Eloxalschicht eingelagert. Anschließend werden sie in einem Verdichtungsprozess geschlossen. So bleibt der metallische Charakter des Aluminiums genauso wie die Kraft der Farben sehr lange und in hoher Qualität erhalten.
Fassadenbild wechselt kontinuierlich
Mit ihrem matt-metallischen Glanz und ihrer feinen Struktur spannen sich die Streckmetallelemente als zweite Fassadenebene vor die leicht auskragenden Geschossdecken der Baukörper aus drei bis fünf Stockwerken. Es entsteht ein etwa 75 Zentimeter breiter Raum zwischen Gebäudehülle und Sonnenschutzebene, der für die Verschattung und Hinterlüftung optimal ist und zusätzlich Gänge für die Reinigung und Wartung der Fassaden aufnimmt. Jedes dritte der Elemente befindet sich an einer fixen Position. Durch die Beweglichkeit der Schiebeläden und die Möglichkeit, sie den Bedürfnissen von Patienten und Klinikpersonal anzupassen, wechselt das Fassadenbild kontinuierlich. In der zurückgesetzten, verglasten Ebene akzentuieren farblich mit den Schiebeläden korrespondierende, eloxierte Öffnungsflügel die Fassade.
