Eine Nahaufnahme einer industriellen CNC-Bearbeitungsmaschine, in der eine spezielle Vakuum-Spannvorrichtung mit sechs schwarzen Saugnäpfen auf einer Aluminiumplatte montiert ist. Ein Arbeiter platziert ein Werkstück aus Aluminiumprofilen auf der Vorrichtung, die über einen blauen Spiralschlauch mit Druckluft bzw. Vakuum versorgt wird.
Die Vakuum-Technik reduziert die Spannzeit um bis zu 90 Prozent und ermöglicht eine Rundum-Bearbeitung des schwebenden Bauteils. (Quelle: M&T)

Feinwerkmechanikpreis 2026-10-27T11:37:44.832Z Feinwerkmechanikpreis 2026: Hohe Anziehungskraft

Um spannungsempfindliche Werkstücke optimal bearbeiten zu können, müssen diese möglichst schonend in der Maschine befestigt werden. Das Unternehmen Kreyenberg aus Norderstedt hat für diesen Zweck eine Vakuum-Spannvorrichtung entwickelt.

Ein grafisches Logo für den Feinwerkmechanikpreis 2026, das drei stilisierte Zahnräder in Gold- und Silbertönen zeigt, gefolgt von der Aufschrift "SIEGER 2026" und dem Firmennamen "M&T" in einem schwarzen Kasten.
Quelle: RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG

Bei einem wiederkehrenden Serienauftrag wird ein komplexes Filterkastenprofil spanend bearbeitet. Davon ausgehend entwickelte das Kreyenberg-Team ein kombiniertes System mit intelligenter Vakuum-Saugtechnik. Dazu gehören eine federbelastete Bauteil-Zentrierung und software-gesteuerte Positionier-Elemente.

Das Serienprofil besitzt eine Wandstärke von lediglich drei Millimetern. Aufgrund des vorgelagerten Strangpressprozesses unterliegt das Ausgangsmaterial massiven, unregelmäßigen Geometrieschwankungen. Kein Werkstück gleicht also exakt dem nächsten. Die Folge der Bearbeitung des Werkstücks waren Toleranzfehler, die zu einem hohen Ausschuss führten.

Zwei junge, enthusiastische Mitarbeiter feiern in einer industriellen Werkstatt den Erfolg eines Projekts, indem sie gemeinsam ein metallisches Präzisionsbauteil in die Höhe halten.
Sind sehr stolz auf ihre Entwicklung: Tim Kolloch (links) und Marcel Villbrandt. (Quelle: M&T)

Das neu entwickelte Vakuum-Spannprofil fixiert das Bauteil komplett verformungsfrei und nimmt die Zerspanungskräfte sicher auf. Möglich wird das durch die Entwicklung einer vertikalen Vakuum-Spannmatrix. Das Bauteil kann für eine hocheffiziente Fertigung von allen Seiten umfassend bearbeitet werden.

Die Hauptspannung erfolgt über sechs Vakuumteller. Zur Stabilisierung der labilen Seitenwände wurden federbelastete Innenleisten integriert. Vier speziell ausgelegte, pneumatisch gesteuerte Auflagearme fahren von außen an die seitlichen Flügel des Profils heran und fixieren diese ebenfalls via Vakuum.

Im Serienprozess sind damit messbare Erfolge möglich:

  • Reduzierung der Spannzeit um bis zu 90 Prozent.
  • Eliminierung manueller, fehleranfälliger Vorprozesse: Zuschnitt erfolgt nur noch mit grobem Aufmaß; die finale Maßbezugsfläche wird prozesssicher auf der Fräsmaschine erzeugt.
  • Ausschussreduzierung auf nahezu null Prozent durch vollständige Vermeidung von Bauteilverformungen und Schwingungen („Flattern“) während der Zerspanung.

Fazit: Innovative Leistungen eines mutigen Teams

Der Jury des Feinwerkmechanikpreises gefiel, dass das Team bei Kreyenberg mit Hartnäckigkeit und Ideenreichtum eine spezifische Lösung entwickelt hat. Die Verwendung von Vakuumtechnik ist innovativ und das ganze Projekt ein gelungenes Beispiel für Teamarbeit und Gemeinschaft.

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zuletzt editiert am 27. Oktober 2026
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