Vom 22. bis 27. Juni 2026 wird das LWL-Freilichtmuseum Hagen erneut zum Zentrum des metallgestaltenden Nachwuchses. Gemeinsam mit dem Bundesverband Metall lädt der Internationale Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) e.V. unter dem Motto „Feuer verbindet – Das gemeinsame Werk“ Fachklassen, Lehrlinge, Gesellen und Studierende ein, Tradition und Zukunft des Handwerks am Amboss zu vereinen. Im Mittelpunkt steht 2026 ein ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt für das Museum, das bereits Monate vor dem ersten Hammerschlag beginnt.
Während bei vergangenen Treffen oft Skulpturen oder Reliefs entstanden, rückt diesmal ein funktionales und zugleich symbolträchtiges Bauwerk in den Fokus: ein Geländer für die Endstation des Shuttle-Dienstes im Museum, das von Fachklassen vorbereitet und von den Jungschmieden vor Ort weitergeführt und vollendet wird. Das Projekt ist bewusst zweiteilig angelegt, um sowohl die technische Präzision der Fachklassen als auch die spontane Kreativität der Jungschmiede vor Ort zu fordern.
„Es entstehen mehr als nur Formen – es entstehen Verbindungen“, lautet die leitende Idee des Treffens. Das spiegelt sich auch in der Konstruktion wider: Das Grundgerüst wird im Vorfeld von Berufsschulklassen entworfen und gefertigt. Während der Veranstaltungswoche im Juni ergänzen die Jungschmiede dieses Gerüst mit eigenen Ideen, Schmiedearbeiten und handwerklichen Details und führen das Projekt zur Vollendung.
Die Schirmherrschaft für das Jungschmiedetreffen 2026 übernimmt Michaela Padberg, bekannte Moderatorin der „Lokalzeit“ aus Siegen. Sie folgt damit früheren Unterstützern wie Heinz Hoenig und Frank Lelle, die vergangene Jungschmiedetreffen begleitet haben.
Wettbewerb für Fachklassen: Jetzt bewerben
Fachklassen der Metallgestaltung sind aufgerufen, Entwürfe für das Grundgerüst einzureichen.
Die Aufgabe: Gestaltung von Geländerelementen (ca. 2,0 m Länge, 1,0 m Höhe) für die gepflasterten Wege an der Haltestelle des Shuttle-Dienstes.
Die Anforderung: Eine stabile Konstruktion aus Stahl oder Schmiedeeisen, die sich harmonisch in das historische Ensemble des Museums einfügt und gestalterisch offen genug bleibt, um später durch die Jungschmiede „belebt“ und ergänzt zu werden.
Der Zeitplan: Einsendeschluss für die Entwürfe ist der 27. Februar 2026. Die fertigen Elemente müssen bis zum 12. Juni 2026 geliefert werden.
