Das Branchenevent „Feuerverzinken 2024“ lockte am 16. und 17. Mai über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Industrie, Politik und Wissenschaft ins Hyatt Regency nach Köln. Thematisiert wurde die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland und die Rolle des feuerverzinkten Stahls darin.
In seiner Eröffnungsansprache hob Martin Kopf, Vorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V., die Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und Innovationskraft der Branche hervor. „Die Feuerverzinkungsbranche steht fest in der Überzeugung, auch zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung einer nachhaltigen und widerstandsfähigen europäischen Wirtschaft zu leisten. Wir schauen in eine Zukunft, die voller Möglichkeiten für unsere Branche steckt. Dauerhafte und wiederverwendbare Materialien, wie feuerverzinkter Stahl, werden eine zentrale Rolle in einer zukunftsgewandten Industrielandschaft einnehmen.“
Andreas Steinle, Geschäftsführer des Zukunftsinstitut Workshop, lieferte mit seiner Keynote „Big Picture – Wie die Kräfte der Megatrends unsere Zukunft gestalten“ wertvolle Einblicke in die treibenden Kräfte globaler Veränderungen. Seine eindrucksvolle Kernbotschaft: „Die Zukunft ist jetzt.“ Steinle betonte, dass die Kraft der Imagination eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung einer positiven und nachhaltigen Zukunft spiele.
Das Branchenevent bot spannende Diskussionen und Workshops, die darauf abzielen, praktische und innovative Ansätze für die Herausforderungen der Industrie zu finden. Unter anderem gab es drei Fishbowl-Diskussionen zu aktuellen Themen wie „Traditionelle Geschäftsmodelle und Künstliche Intelligenz“, „Industrie und Ressourcen“ sowie „Unternehmertum und Staat“. Zu den Vortragenden zählten unter anderem die Europaparlamentarier Alexandra Geese und Moritz Körner, sowie Dina Reit, Geschäftsführerin der SK Laser GmbH, die über die Herausforderungen des deutschen Mittelstands sprach.
Am Abend des ersten Tags wurden zwei herausragende Projekte für ihren Einsatz in der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung ausgezeichnet. Die Forster Verkehrs- und Werbetechnik GmbH wurde für ihr Projekt „PV-Süd“ mit dem 11. Innovations- und Nachhaltigkeitspreis des Industrieverbands Feuerverzinken geehrt. Die Wasserstiftung erhielt für ihren Cloud-Fisher den erstmals vergebenen Preis für nachhaltige Entwicklung.
Zur hochkarätig besetzten Jury gehörten die Vorstandsmitglieder des Industrieverbandes Feuerverzinken, Franz Ehl, Martin Kopf, Thoralf Meyer, Paul Niederstein, Kai Seppeler und Karlernst Pfingsten. Ihre Expertise und ihr Engagement für innovative und nachhaltige Lösungen waren maßgeblich für die Auswahl der Preisträger. In ihrer Begründung heißt es: “Das Projekt PV-Süd zeigt, wie die Integration von Photovoltaiktechnologie auf Verkehrsflächen eine nachhaltige Energiegewinnung ermöglicht und dabei bestehende Infrastrukturen effektiv nutzt. Verwendet wurde feuerverzinkter Stahl, der aufgrund seiner Langlebigkeit und Korrosionsbeständigkeit ideal für solche Projekte geeignet ist. Die innovative Straßenüberdachung mit integrierten Photovoltaikmodulen gilt als zukunftsweisendes Modell für Energieerzeugung und Infrastrukturentwicklung.” Prof. Dr. Markus Oeser nahm den Preis stellvertretend für das Konsortium entgegen. Für ihren Cloud-Fisher erhielt die WasserStiftung den erstmals vergebenen Preis für nachhaltige Entwicklung. Dr. Beate Grotehans nahm den Preis entgegen.

In der Begründung der Jury heißt es: “Das Projekt verwendet Nebelauffangtechnologie, um in trockenen Regionen sauberes Trinkwasser bereitzustellen. Die robuste Konstruktion aus feuerverzinktem Stahl schützt die Anlagen vor extremen Wetterbedingungen und korrosiven Umwelteinflüssen. Cloud-Fisher ist bereits erfolgreich in Ländern wie Peru, Bolivien, Tansania und Marokko umgesetzt und versorgt dort lokale Gemeinschaften mit lebensnotwendigem Wasser.” Martin Kopf, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken, fasste zusammen: „Die gewürdigten Projekte verkörpern das in unserer Branche gelebte Engagement für Nachhaltigkeit, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung. Wir sind stolz, solche wegweisenden Initiativen unterstützen und auszeichnen zu können.“
Am zweiten Tag der Veranstaltung erwartete die Teilnehmenden eine spannende Panel-Diskussion zum Thema nachhaltiges Bauen in den Schaugewächshäusern der Flora Köln. Die Gäste sind dabei unter anderem Prof. Ulrich Königs, Mitinhaber des Architekturbüros Königs Architekten. Martin Kopf, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken, bestätigte: „Die Zukunft wird geprägt sein von einer erhöhten Vernetzung und Digitalisierung unserer Prozesse. Das erlaubt uns effizienter und umweltfreundlicher zu agieren. Die Integration von künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Analytik wird unsere Produktion revolutionieren und uns helfen, unsere Ressourcen noch nachhaltiger zu nutzen. Lassen Sie uns heute, inspiriert von der Vorstellungskraft der Zukunft, gemeinsam diese Visionen konkretisieren.“