(Februar 2015) Zwei neue beziehungsweise angepasste Fördermöglichkeiten sind auch für Metallbaubetriebe sehr interessant. Zum einen unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse für Beratungsdienstleistungen. Außerdem wurden die Zuschüsse für Solarthermieanlagen deutlich erhöht und decken jetzt fast die Hälfte der Kosten einer durchschnittlichen Anlage.
Kürzlich sind neue Richtlinien zur Förderung unternehmerischen Know-hows in Kraft getreten. Damit unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse für Beratungsdienstleistungen. Das neue Programm bündelt die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows“ durch Unternehmensberatungen, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ und unterstützt so die Beratungsförderung neu gegründeter sowie etablierter KMU. Sie erhalten besseren Zugang zu externem unternehmerischen Know-how. Die Hinzuziehung externer Beratungsangebote ist wichtig zur Vorbereitung und Begleitung von unternehmerischen Entscheidungen und stärkt die Bestandsfestigkeit von Gründungen sowie die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen. Für die überwiegend aus dem europäischen Sozialfonds kofinanzierten Zuschüsse stehen für 2016 aus Bundesmitteln 16 Millionen Euro zur Verfügung.
Antragsberechtigt nach den neuen Richtlinien sind neu gegründete sowie bereits bestehende KMU sowie „Freie Berufe“ im Sinne der EU-Mittelstandsdefinition. Antrags- und Bewilligungsbehörde für die neue Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Weitere Informationen auch zum Antragsverfahren finden Sie unter bafa.de .
Höhere Förderung für Solarthermieanlagen
Mit der kürzlich erhöhten staatlichen Förderung können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern fast die Hälfte der Kosten einer Solarthermieanlage abdecken. Darauf weist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „co2online“ hin. Für eine durchschnittliche Solarthermieanlage für Heizung und Warmwasser ist mit Kosten von etwa 7.500 Euro zu rechnen. 3.600 Euro gibt es als Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wie Beispiele auf wirksam-sanieren.de/solarthermie zeigen. Vor allem Hauseigentümer mit veralteten Heizanlagen sollten prüfen, ob sich durch die höhere Förderung eine Solarthermieanlage und ein Kesseltausch rechnen.
Als veraltet gelten laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) siebzig Prozent der Heizanlagen. Würde die Hälfte der veralteten Kessel ersetzt und käme dabei Solarthermie zum Einsatz, ließen sich nach Berechnungen von „co2online“ mehr als sechs Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.
