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Im Berufsbildungszentrum Grevenbroich ist es mit einem Foliendach gelungen, mit überschaubaren Maßnahmen eine zuvor ungenutzte Fläche in einen atmosphärischen Lichthof zu verwandeln. Foto: Vector Foiltec

Gebäudehülle 2014-05-14T00:00:00Z Foliendach: Elegant, leicht und kosteneffizient

Bestandsgebäude erfordern oftmals kreative Lösungen, wenn es um Fragen der Sanierung und Umnutzung geht. Das Berufsbildungszentrum Grevenbroich ist ein gutes Beispiel, dieser Aufgabe auf intelligente Weise und mit überschaubaren Maßnahmen zu begegnen. Durch die Überdachung eines Gebäudeinnenhofes mit ETFE-Folienkissen von Vector Foiltec kann der Lichthof künftig als Mensa und Veranstaltungsraum genutzt werden.

Der weitläufige Gebäudekomplex des Berufsbildungszentrums Grevenbroich besteht aus sieben Einzelgebäuden mit unterschiedlicher Nutzung. Verwaltungsräume, Aula, Turnhalle, Dreifachsporthalle, Werkstatträume und Küche sowie zahlreiche Unterrichtsräume sind hier untergebracht. Eine Besonderheit des dreigeschossigen Gebäudes aus den sechziger Jahren ist der rund 450 Quadratmeter große quadratische Innenhof in Gebäudemitte. Bislang war dieser Lichthof nicht überdacht und wurde kaum genutzt. Hinzu kam, dass die energetische Sanierung der Innenhoffassaden anstand und die Fläche dringend für eine Mensa benötigt wurde.

Diese Situation führte den Rhein-Kreis Neuss zu der Entscheidung, den Innenhof von Gebäude drei mit einer leichten Überdachung zu versehen und so umzugestalten, dass die Fläche künftig als Mensa und Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Das würde auch – mit nur einer Baumaßnahme – die Sanierungsproblematik der Innenhoffassaden weitgehend lösen. Die Folientechnologie Texlon ETFE von Vector Foiltec überzeugte die Planer des Kreises Rhein-Neuss insbesondere unter dem Blickwinkel des geringen Gewichts, das eine leichte und wirtschaftliche Tragwerkskonstruktion ermöglicht. Zudem reduziert die geschlossene Dachkonstruktion den Energieverbrauch des Gebäudes, auch ohne die Innenhoffassaden energetisch zu sanieren.

Das leichte Tragwerk des Atriumdaches besteht aus Aluminiumrahmen, die mit einer filigranen Stahlunterkonstruktion verbunden sind. In diese Aluminiumrahmen sind sechs dreilagige Folienkissen mit den Abmessungen 3,40 mal 21 Meter eingespannt. Um Wärmeverluste zu verringern, wurde die Aluminiumkonstruktion mit Thermoprofilen ausgeführt. Die oberste Folienlage ist zu fünfzig Prozent mit einem grafischen Raster bedruckt. Das reduziert den Licht- und Wärmeeintrag ins Gebäude und sorgt dafür, dass sich der Innenhof nicht zu stark aufheizt.

Ein weiterer Vorteil des Texlon-Systems ist sein hoher Vorfertigungsgrad. Das vereinfacht die Montage auf der Baustelle ungemein und verkürzt die Montagezeiten erheblich. Ist die Tragkonstruktion montiert, werden die vorgefertigten Folienkissen am Rand miteinander verschweißt. Ein Niederdruckluftsystem stabilisiert die Dachhaut auf etwa 220 Pascal. Damit überzeugt das Dach neben seinem geringen Gewicht auch in punkto Kosteneffizienz. Zudem reinigt sich das flexible und langlebige Material dank seiner Oberflächencharakteristik bei Regen selbst.

zuletzt editiert am 26. April 2021
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