Wir haben für Sie die wichtigsten feinwerktechnischen Zeitschriften gelesen und zusammengefasst.

Feinwerktechnik 2021-03-22T00:00:00Z Ganzheitlich und zuverlässig

(März 2021) Im Industrieanzeiger lesen Sie, warum ganzheitliches Denken für die Nachhaltigkeit unerlässlich ist und in der Zeitschrift KEM erfahren Sie, wie Sie Sicherheits- und Wellenkupplungen für Highspeed-Anwendungen richtig auswählen. Der Pressespiegel für Februar gibt einen informativen Überblick über die interessantesten Themen der letzten Ausgaben einiger wichtiger Fachzeitschriften aus dem Bereich der Fertigung wie Industrieanzeiger, KEM, mav und FRÄSEN + BOHREN.

Industrieanzeiger

Ganzheitliches Denken für die Nachhaltigkeit
In der Ausgabe 03.21 des Industrieanzeigers wird wieder die ganze Palette der Metallbearbeitung behandelt. So befasst sich ein Topartikel unter dem Titel „Damit‘s der Welt morgen gut geht“ mit dem Thema nachhaltige Produkte und saubere Produktion. Das setzt ganzheitliches Denken voraus. Der ökologische Fußabdruck spielt auch für Fertigungsbetriebe eine zunehmend wichtige Rolle. Politische Vorgaben wie der European Green Deal forcieren den Übergang zu einer sauberen, kreislauforientierten Wirtschaft. Was das für Fertigungstechniker sowie deren Zulieferer und Ausrüster heißt, beleuchtet eine dreiteilige Serie über nachhaltige Produktion. Zitiert wird unter anderem Professor Christoph Hermann, Leiter des Fraunhofer IST und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF): „Wir dürfen unsere Kraft nicht für Maßnahmen verschwenden, die zwar einfach umzusetzen sind, deren Wirkung aber überschaubar bleibt.“
Einen breiten Rahmen nimmt auch wieder die Berichterstattung zur Digitalisierung ein, denn diese sichert unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit des Werkzeug- und Formenbaus. Viele Werkzeugbaubetriebe stehen vor großen Herausforderungen. Entscheidend für ihre Zukunftsfähigkeit ist es, schnell und effizient auf Veränderungen reagieren zu können. Das soll die nächste Entwicklungsstufe hin zum datengetriebenen Werkzeugbau möglich machen.
Auch anwendungstechnischen Themen kommen in dem Heft nicht zu kurz. So wird über ein Messsystem berichtet, das Zerspanprozesse in Echtzeit optimiert: „Sensor erkennt kleinste Störungen“. Um anspruchsvolle Drehprozesse zu optimieren, haben Horn und Kistler gemeinsam ein Überwachungssystem entwickelt. Das Piezo Tool System erfasst selbst kleine Änderungen der Prozessdaten und gibt dem Nutzer neue Möglichkeiten, seine Fertigung zu optimieren.
Das Topthema in der Ausgabe 04.21 des Industrieanzeigers widmet sich neuen Trends in der flexiblen Blechbearbeitung. Die digital vernetzte Blechfertigung schafft auch die Voraussetzungen für neue Geschäftsmodelle, die gerade die Branche verändern. Die digital vernetzte Blechfertigung ist die Vision. Den Weg dorthin bahnen modulare Einzelsysteme, die selbstregulierend und KI-gestützt arbeiten. Sie schaffen die Voraussetzungen für digitale Geschäftsmodelle, die aktuell die Branche verändern. Smart Factory und autonome Fertigung sind faszinierende Konzepte. Ihre Stärken können sie bislang aber nur dort ausspielen, wo große Produktionsunternehmen ihre Fertigung reorganisieren und mit modernen Maschinen neu aufbauen – idealerweise auf der grünen Wiese. Für die Mehrheit der Blechteilefertiger werden sie erst dann interessant, wenn sich eine vorhandene, heterogene Infrastruktur mit überschaubarem Aufwand einbinden lässt. Intelligente Teilsysteme können den Weg dorthin ebnen und erste Erfahrungen ermöglichen.
Spannende Anwenderberichte ergänzen die Topthemen im Heft. Dazu gehört zum Beispiel ein Artikel über eine automatisierte Abkantlinie in Deutschlands erster E-Autofabrik. Hier arbeiten „Presse und Roboter Hand in Hand“. Volkswagen rüstet sich für die Zukunft. Der Automobilkonzern stellt in den nächsten Jahren radikal auf Elektromobilität um. Das Werk in Zwickau spielt dabei eine entscheidende Rolle. Damit dort mit dem Modell ID.3 die Blaupause für die neue E-Flotte entstehen kann, haben Spezialisten von Bystronic eine automatisierte Biegelinie konzipiert und installiert.

KEM Konstruktion

Zuverlässiger Schutz für hohe Drehzahlen
In der Ausgabe 01-02/2021 der Zeitschrift KEM Konstruktion, Das Engineering Magazin spielen Themen der konstruktiven Auslegung von Bauteilen und die Strukturierung von Fertigungsprozessen eine große Rolle. Lesenswert ist beispielsweise das KEM-Porträt. Hier wird Dr. Erich K. Bürgel, Geschäftsführer Siemens Industry Software vorgestellt. Mit dem Xcelerator-Portfolio hat Siemens sein Angebot nicht nur für die Produktentwicklung, sondern für das Digital Enterprise als Ganzes zusammengefasst. Warum das Ziel ein offenes Ecosystem ist und weshalb dennoch die beteiligten Menschen eine wichtige – wenn nicht die wichtigste – Rolle spielen, erläutert im Gespräch mit der KEM Konstruktion Dr. Erich K. Bürgel, seit März 2020 Geschäftsführer der Siemens Industry Software in Köln. Er weiß: „Die Mitnahme der Beteiligten halte ich für eines der Schlüsselelemente der Digitalisierung – insbesondere angesichts des auch zukünftig weiter wachsenden Komplexitätsgrades der Aufgabenstellungen.“
Spannung verspricht auch das Trendinterview zu technischen Entwicklungen bei Frequenzumrichtern unter dem Titel: „Digitalisierung macht Frequenzumrichter schlauer“. Bedingt durch neue Technologien werden Frequenzumrichter immer intelligenter und kommunikativer. Im Trendinterview der KEM Konstruktion glauben manche Fachleute gar, dass Frequenzumrichter auch übergeordnete Steuerungsaufgaben übernehmen könnten. Andere hingegen sind da skeptischer. Einig sind sich die Experten aber darin, dass die Digitalisierung Auswirkungen auf die technische Entwicklung von Frequenzumrichtern hat.
Einen Überblock, wie Sie Sicherheits- und Wellenkupplungen für Highspeed-Anwendungen richtig auswählen gibt der Beitrag mit dem Titel „Zuverlässiger Schutz für hohe Drehzahlen“. Antriebsachsen im Highspeed-Bereich benötigen zuverlässige Kupplungen. Denn kommt es bei den hohen Drehzahlen zu Kollisionen, können diese schwere Schäden verursachen. Aber Kupplungen gewährleisten nicht nur Überlastschutz. Dynamische und hochpräzise Wellenausgleichskupplungen schaffen gerade in der Prüfstandtechnik auch die Voraussetzungen für exakte Messergebnisse. Doch wann passt welche Kupplung? Mayr Antriebstechnik zeigt, auf welche Kriterien Anwender bei der Auswahl achten sollten.
In der Ausgabe 03/2021 der Zeitschrift KEM Konstruktion, Das Engineering Magazin sind wieder das KEM-Porträt und das Trendinterview besonders lesenswert. Im Porträt geht es um das Thema Werkstücktransport und wie man die Grenzen herkömmlicher Transportsysteme überwinden kann: „Das Flächen-Shuttlesystem legt die Grundlage für die Schwarmproduktion“. Mit dem Shuttlesystem Acopos 6D verfügt B&R jetzt über ein Transportsystem für Werkstücke, das sich frei in der Fläche bewegen kann. Zudem lässt sich die Schwebehöhe der Shuttles in Grenzen verändern – das 6D im Namen weist auf die sechs Freiheitsgrade hin. Wichtig ist aber die Einbettung in das Automatisierungssystem des Unternehmens, da insbesondere das Zusammenspiel mit der maschinenzentrierten Robotik und dem Shuttlesystem für den linearen Transport, Acopostrak, die Grundlage für adaptive Maschinen legt – und damit letztlich auch für die Schwarmproduktion. Die Hintergründe erläutert im Interview Markus Sandhöfner, Geschäftsführer der B&R Industrie-Elektronik in Bad Homburg.
In der Trendbefragung geht es um „Antriebssysteme als integraler Bestandteil der Industrie 4.0“. In Teil zwei der Trendbefragung zum Thema Frequenzumrichter der KEM Konstruktion erläutern die Branchenexperten, welche Rolle Kommunikationsprotokolle wie OPC UA TSN bei der technischen Entwicklung von Frequenzumrichtern spielen. Zudem wird die Frage behandelt, ob Umrichter mittelfristig die Steuerungsebene überflüssig machen und Steuerungsaufgaben dezentral übernehmen werden.

mav

Online-Plattformen verändern die Fertigungswelt
In der Ausgabe 01/02-2021 der Zeitschrift mav Innovation in der spanenden Fertigung geht es im Schwerpunkt um Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automation. Die Titelgeschichte kommt hingegen aus der Anwendung. Es geht hier um ein Backenschnellwechselfutter mit patentierter Abdichtung, das „schmier- und wartungsfrei über mehrere Monate“ arbeitet. Schnellwechselfutter locken mit kurzen Rüstzeiten, müssen aber oft nach wenigen Stunden gefettet und alle paar Wochen gereinigt werden. Abgedichtete Futter wiederum versprechen längere Wartungsintervalle, erfordern aber mehr Zeit bei jedem einzelnen Rüstvorgang. Ein Backenschnellwechselfutter von Schunk soll den Spagat aus kurzen Rüstzeiten und Wartungsarmut nun beim Pilotanwender mbb Metallbearbeitung Becker meistern.
Im Mittelpunkt des Trendthemas stehen diesmal Online-Plattformen: „Online-Plattformen verändern die Fertigungswelt“. Online-Fertigungsplattformen sind en vogue – erst recht in unsicheren Coronazeiten. Auf Basis von cleveren Algorithmen zur Preiskalkulation wickeln Startups wie Spanflug und Co. den gesamten Bestellvorgang online ab – und heben damit die klassische Vermittlerplattform auf eine neue Ebene. Für Lohnfertiger, Kunden und Hersteller eröffnet dies ein großes Effizienzpotenzial. Grund genug, dass sich auch der Werkzeugmaschinen-Verband VDW für die neue Technologie stark macht. Im Interview wird dazu Dr. Markus Westermeier, Mitgründer und Geschäftsführer der Spanflug Technologies befragt. Mit ausgefuchsten Algorithmen zur Online-Preiskalkulation will das Münchner Startup Spanflug die CNC-Fertigungslandschaft umkrempeln. Welches Geschäftsmodell dahintersteckt, wo die Möglichkeiten und Grenzen der Software liegen und was den Branchenverband VDW dazu bewogen hat, bei seinem Unternehmen einzusteigen, erläutert Mitgründer und Geschäftsführer Dr. Markus Westermeier.
Mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Walter AG befasst sich der Beitrag „CO2-Reduktion für eine lebenswerte Zukunft“. In einer zukunftsweisenden Nachhaltigkeitsstrategie hat sich der Präzisionswerkzeughersteller Walter zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Nachhaltiges Denken und Handeln bestimmen dabei alle betrieblichen Abläufe, von der Rohstoffgewinnung, der Entwicklung und Produktion, der Wiederaufbereitung und Entsorgung bis hin zur Verwaltung und Logistik.

FRÄSEN + BOHREN

Kritische Bohrungen gut gemeistert
Im Heft 1/2021 der Fachzeitschrift FRÄSEN + BOHREN geht es um das ganze Spektrum der Fräs- und Bohrbearbeitung. Die Titelstory widmet sich einem Hochvorschub-Frässystem und wie es das Schruppen von Rotator-Bauteilen optimiert. „Es ist noch mehr drin", erzählt Jörg Bamann. Durch die Optimierung eines Schruppprozesses spart der Geschäftsführer knapp hundert Minuten Zeit pro Bauteil ein. Der Einsatz des Hochvorschub-Frässystems DAH der Firma Paul Horn brachte diesen Erfolg. Seit zwanzig Jahren setzt Bamann in seiner Fertigung auf Werkzeuge des Werkzeugherstellers aus Tübingen. „Nicht nur die Fertigungszeit haben wir verringert, auch der Schnittdruck und die Vibrationen sind weit unter dem Wert vor der Umstellung“, so Bamann.
Einen weiteren Anwendungsbeitrag finden interessierte Leser unter dem Titel „Verzahnungsbauteile für Getriebe mit geringen Durchlaufzeiten zuverlässig fräsen“. Die Firma Desch setzt bereits seit mehreren Jahren auf das Konzept der Komplettbearbeitung. Mit einem Maschinenpark von bereits sieben verschiedenen Millturn Komplettbearbeitungszentren konzipiert und produziert Desch Antriebslösungen für unterschiedliche Branchen. Bauteile für den Antrieb von Pressen, schaltbare Kupplungen bis hin zu höchstkomplexen Sondergetrieben oder aber auch Großgetriebe für Walz- und Hüttenwerkstechnik sind nur ein kleiner Auszug von möglichen Anwendungen, die aktuell gefertigt werden.
Um Software geht es in dem Beitrag „CAD/CAM-Software für die CNC-Fräsbearbeitung“. Beim Ausbau des firmeneigenen Vorführ- und Technologiezentrum setzte die lnter-CAM-Deutschland auf das Maschinen-Know-how von Oltrogge. Die Mazak lntegrex i 1 OOST des Premium Herstellers Mazak - in der Region OWL exklusiv durch Oltrogge vertrieben - ergänzt ab sofort die bestehenden CNC-Maschinen im lnter-CAM-Technologiezentrum in Bad Lippspringe um eine vollausgestattete Multi-Funktionsmaschine zum Zerspanen.
Dass man auch „kritische Bohrungen gut meister kann“, belegt ein weiterer Anwendungsbeitrag. Bei der Linde Material Handling im Werk Weilbach werden die Gegengewichte für die Linde Gabelstapler produziert. Durch eine Produktumstellung auf eine neue Serie ist zur Einbringung der Bohrung für die Anhängerkupplung ein überlanges Bohrwerkzeug erforderlich. Die verschiedensten Zerspanungsversuche mit auf dem Markt verfügbaren Werkzeugkombinationen waren nicht erfolgreich.
Mit dem Einsatz von modernen lngersoll Bohrwerkzeugen und der Unterstützung des lngersoll Fachberaters haben die Linde Produktionsverantwortlichen die Herausforderung gemeistert, und diese Schlüsselbearbeitung der Gegengewichtsfertigung prozess-sicher installiert.
In einem weiteren Beispiel geht es um „Produktivitätsvorteile bei der Herstellung von Mikro-Innengewinden“. Als Technologiepartner unterstützt die Firma Kern Microtechnik Präzisionsfertigungsbetriebe in jeglicher Hinsicht - auch beim hochproduktiven Erzeugen von kleinen Innengewinden. Ab sofort ist es möglich, in der kompletten Kern Miere-Baureihe das Emuge-Punch Tap Verfahren zu nutzen - von M1 bis M3. Diverse Tests des Werkzeugherstellers weisen Zeitersparnisse von bis zu 66 Prozent nach.

zuletzt editiert am 04. Mai 2021
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