Bis Ende 2013 musste der regionale Zugverkehr die Leipziger Innenstadt noch großräumig umfahren, bis in einem Gemeinschaftsprojekt der bekannte City Tunnel gebaut wurde, der Nord- und Südteil der Stadt verbindet. Die Architektur gilt als atemberaubend – viel Glas verschafft den Eindruck von Tageslicht, obwohl der Tunnel zwanzig Meter unter der Erdoberfläche liegt. Die Absicherung der Glasflächen, insbesondere der Überkopfverglasung, stellte eine besondere Herausforderung dar.
Der City Tunnel Leipzig ist das Herzstück des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes. Die Deutsche Bahn AG, der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig haben damit das Nahverkehrssystem der Stadt neu organisiert. Die gläserne Station am Wilhelm-Leuschner in der Leipziger Innenstadt ist eine von vier Stationen des City Tunnels. Sie hat eine Länge von 140 Metern und liegt zwanzig Meter unter der Erde. Der Charakter der Station wird von einer Wand- und Deckenverkleidung aus etwa 30.000 hinterleuchteten Glasbausteinen bestimmt, was den Eindruck von Tageslichteinfall entstehen lässt.
Diese Glaskonstruktion muss enormen Kräften standhalten. Jederzeit muss gewährleistet sein, dass bei Rissbildung oder Glassprung keine Splitter herabfallen und Passanten oder Reisende verletzen. Die Bauträger suchten nach einer Lösung, die Glasbausteine im Einzelnen und die gewölbte Deckenkonstruktion im Ganzen vor Splitterabgang abzusichern.
Durch die Beschichtung der Glasbausteine mit dem Splitterschutzlack Opalfilm-liquid-film konnte Haverkamp der Ed. Züblin AG, verantwortlich für den Tunnelausbau, eine langfristige Lösung anbieten. Auf insgesamt rund 2.800 Quadratmeter wurden die Glasbausteine mit dem Schutzlack überzogen, der auch im Falle eines Bruchs das Glas zusammenhält und vor dem Herabfallen hindert.
Der Opalfilm-liquid-film ist ein Produkt aus Flüssigkunststoff, das sich insbesondere zur Absicherung dreidimensionaler Glasflächen eignet. Es verleiht dem Glas nicht nur die Eigenschaften von Verbundsicherheitsglas, sondern bietet auch optimalen UV-Schutz.
