Die Four Parx GmbH hat in Hamburg auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern die erste doppelstöckige Gewerbe- und Logistikimmobilie im deutschsprachigen Raum entwickelt. Ihr Name: „Mach2“. Die bauliche Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts übernahm GSE Deutschland. Hörmann/Steinhagen lieferte sämtliche Tore, Türen und die Verladetechnik.
„Wir haben schon bei unseren anderen Bauprojekten sehr gute Erfahrungen mit Hörmann gemacht und sind von der Produktqualität und dem gebotenen Service sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt“, erklärt Sebastian Krämer, Managing Director von Four Parx. Ein weiterer Grund für die langjährige Zusammenarbeit sei „das breite Sortiment an Toren, Türen und Verladetechnik von Hörmann, wodurch sich die Zahl der Schnittstellen und Ansprechpartner minimiert“. Davon profitiere nicht zuletzt die Baustellenlogistik.
Den größten Posten bildeten hier die 100 Hörmann Sektionaltore vom Typ SPU-F42 mit Fingerklemmschutz. Sie bestehen aus doppelwandigen, 42 Millimeter starken Stahl-Lamellen, die mit PU-Schaum ausgeschäumt sind und eine gute Wärmedämmung bieten. Alle Tore verfügen über eine kratzfeste und damit besonders unempfindliche Duratec-Verglasung, die laut Herstellerangaben nur bei Hörmann erhältlich ist und für eine gute Sicht nach außen sowie einen natürlichen Lichteinfall sorgt.
Ein Tor pro 1.000 Quadratmeter Lagerfläche
Durch die großzügige Planung der Hallenöffnungen steht pro 1.000 Quadratmeter Lagerfläche jeweils ein Tor zur Verfügung. Weithin sichtbar sind die an der Außenfassade montierten Torabdichtungen vom Typ DDF mit besonders reißfesten Planen auf schaumstoffgefüllten Seitenkissen. Die Seitenkissen werden beim ungenauen Andocken eines Fahrzeugs eingedrückt oder weichen seitlich beschädigungsfrei aus. Die 50 Tore in der unteren Etage wurden mit der hydraulischen Vorschub-Ladebrücke HTL 2 kombiniert. Deren Konstruktion mit ineinandergreifenden Unterzügen von Plattform und Vorschub sichert in Kombination mit seitlichen Gleitprofilen die gleichmäßige und zuverlässige Führung.
Die 50 Tore der oberen Etage sind mit Laderampen und hydraulischen Ladebrücken vom Typ HRT bestückt. Zusammen mit den Seitenteilen bilden sie die Unterkonstruktion der Vorsatzschleusen vom Typ LHP 2, die standardmäßig für Dachlasten bis zu 3 kN/m² geeignet sind. Vorsatzschleusen stehen energieeffizient und platzsparend vor der Halle. Dadurch ist die Lagerfläche bis an die Außenwände voll nutzbar. Das Sektionaltor wird nicht auf die Ladebrücke, sondern hinter der Ladebrücke bis auf den Hallenboden geführt. So ist die Toröffnung außerhalb der Verladezeit bestens isoliert.
Die Seitenwände und Dächer der Vorsatzschleusen bestehen aus doppelwandigen, 60 Millimeter dicken Stahlpaneelen. Diese Materialstärke bietet einen langlebigen Schutz vor Witterungseinflüssen und minimiert zugleich die Geräuschübertragung beim Ladevorgang. Für eine ansprechende Ansicht sind die Seitenwände verdeckt ohne sichtbare Schrauben montiert.
Die obere Ebene barg in ihrer enormen Dimension eine besondere Herausforderung. Hörmann-Projektleiter Michael Dahlmann: „Die Fahrbahnebene ist baulich nicht mit den beiden links und rechts davon liegenden Logistikgebäuden verbunden. Das muss so sein, weil andernfalls schon kleine Gebäudesetzungen die Bauwerke beschädigen könnten. Aber: Unsere Vorsatzschleusen verbinden mit ihren Podesten Fahrebene und Logistikgebäude miteinander. Spannungen zwischen den Gebäudeteilen könnten also die Schleusenkonstruktion beschädigen. Doch gemeinsam mit GSE hat Hörmann das Problem gelöst: „Wir haben die möglichen Bewegungen berechnen lassen und zwei Lösungsvorschläge erarbeitet“, berichtet GSE-Project-Director Klaus Schneider. „Im Ergebnis wurde dann von Hörmann eine Sonderausführung mit Gleitprofilen an den Stützfüßen der Vorsatzschleusen-Podeste entwickelt, die eine Verschiebung der Konstruktion um drei Zentimeter in alle Richtungen erlaubt.“
Kein Ausbreiten von Feuer
Die 20 im Mach 2 verbauten Hörmann Feuerschutz-Schiebetore vom Typ FST-90-1 sind ebenfalls vier Meter hoch. Die viereinhalb Meter breiten Tore befinden sich an den Durchgängen zwischen den einzelnen Hallenbereichen und verhindern im Brandfall ein Ausbreiten des Feuers. Sie sind mit Rauchmeldern ausgestattet, schließen bei Brandgefahr automatisch und halten Feuer mindestens 90 Minuten stand.
Auch in den Innenbereichen – in Büros, Sozialtrakten und den insgesamt acht Treppenhäusern – setzte Four Parx auf Hörmann: Fast 300 Stahltüren und über 30 Stahl-Rohrrahmenobjekttüren sorgen im Gebäudeinneren für zuverlässigen Feuer- und Rauchschutz.
