Mitte November 2025 verlieh Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, den ersten Fachkräftepreis des Landes Hessen an entsprechend engagierte Unternehmen. In den feierlichen Räumlichkeiten der Hessischen Staatskanzlei übergab sie der Repp Metallbau + Schlosserei GmbH aus Echzell die Auszeichnung in der Kategorie ‚Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen (bis 49 Beschäftige)‘.
„Die Repp GmbH hat sich mit ihrem Projekt ‚Vorbereitung Wachstum > Repp GmbH 2030‘ durchgesetzt, einem Projekt, das ganz unterschiedliche Ansätze der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung in sich vereint“, erklärte die Ministerin im Rahmen der Veranstaltung. „Mit innerbetrieblicher Aus- und Weiterbildung, bereits jahrelanger Teilnahme an Berufsbildungsmessen, zielführenden Digitalisierungsoffensiven, mutigen Standortplänen und vielen unkonventionellen Wegen hat uns das Wetterauer Unternehmen überzeugt.“
Im Dezember machte sich die Arbeitsministerin selbst ein Bild vor Ort. Sie besuchte den mittelständischen Familienbetrieb mit 28 Mitarbeitenden. Mit im Gepäck: ein Fassadenschild, das die Auszeichnung für alle sichtbar macht. „Ihr Besuch zeigt, dass Sie Ihren Anspruch, im stetigen Austausch mit den Unternehmen agieren zu wollen, ernst meinen“, freute sich Inhaber und Geschäftsführer Alexander Repp. Gleichzeitig nutzte Repp – der ehrenamtlich ebenfalls Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks und Landesinnungsmeister der Metall-Innung ist – die Gelegenheit, der Ministerin die aktuelle Konjunktursituation des hessischen Handwerks zu schildern. „Immer mehr Handwerksbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, obwohl sie tagtäglich ihr Bestes geben“, so Repp. „Schlimm genug, dass wirklich lukrative Projekte immer seltener in den Auftragsbüchern zu finden sind, zusätzlich kämpfen die Firmen mit bürokratischen Hürden, die in der Form einfach nicht sein müssten. Hier zu entschlacken, würde auch den Fachkräftemangel mildern, weil einfach mehr Zeit und Geld für die wirklich zielführenden Themen zur Verfügung stünden.“
Ministerin Hofmann bedankte sich für Repps offene Worte. „Wir müssen wirtschaftlich vorankommen und in der Tat entbürokratisieren“, stimmte sie zu. „Hierfür stellen wir aktuell die entsprechenden Weichen. Gleichzeitig appelliere ich jedoch an alle Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land, trotz aller Herausforderungen ihre Innovationskraft zu stärken.“ Sie lobte diesbezüglich den Mut der Repp GmbH, in diesen Zeiten auf Expansion zu setzen und so weitere Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Das Unternehmen erbaut aktuell seinen zukünftigen Firmensitz in Wölfersheim-Berstadt. In der hier entstehenden Werkshalle, welche die Größe des gesamten bisherigen Firmengeländes aufweist, wird ebenfalls eine moderne Lehrwerkstatt ihren Platz finden. Heike Hofmann hierzu: „Tragischerweise bilden immer weniger Unternehmen aus. Die Repp GmbH hingegen übernimmt Verantwortung und fördert die junge Generation. Das wird ihren Bestand sichern und daher hat das Unternehmen zu Recht unseren ersten Fachkräftepreis gewonnen. Gleichzeitig müssen wir aber auch die jungen Menschen selbst mehr an der Zukunftsgestaltung beteiligen, denn schließlich geht es ja um ihre eigene Zukunft. Wenn sie im Rahmen ihres Werdegangs ihr großes Potenzial nutzen, mehr Verantwortung übernehmen und entsprechende Leistung zeigen, so werden sie zum perspektivischen Konjunkturanstieg beitragen. An diese Kraft der Veränderung glaube ich.“
Über entsprechende Bereitschaft kann sich Alexander Repp bereits freuen: „Schon unsere Auszubildenden treffen viele Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeiten selbst. Eigenverantwortliches Arbeiten prägt das Handwerk. Es ist effizient und sichert den Erfolg des Unternehmens. Die 5.000 Euro Preisgeld, mit denen der Fachkräftepreis in unserer Kategorie verbunden ist, fließen selbstverständlich direkt in die Ausstattung unserer neuen Lehrwerkstatt.“
