Abbildung, Inhalte des Fachregelwerks, CD, Loseblattwerksammlung des Ordnerwerks und Laptop
In dieser Gestalt lernten die meisten Nutzer der Metallbaupraxis das Werk kennen. (Quelle: M&T)

Einführung

06. March 2022 | Teilen auf:

Historie: Wer sind die Macher der Metallbaupraxis?

(März 2022) Wer waren und sind die treibenden Kräfte hinter der Entwicklung des Regelwerks? An wen kann man sich mit Fragen und Anregungen wenden? Hier ein paar Namen und Köpfe, die Ihnen überwiegend bis heute als Ansprechpartner dienen.

Fachregelwerke für Bauhandwerke waren und sind nichts Neues. Das Regelwerk der Dachdecker beispielsweise gibt es schon viel länger als das der Metallbauer. Auch die Zimmerleute geben sich Regeln. Die Idee für das Metallbauwerk hatten vor knapp 25 Jahren zwei Menschen: Der damalige Geschäftsführer des Charles Coleman Verlags Günter Sandscheper und der Metallbau-Unternehmer Hans Geiger, der als Firmenchef und ehemaliger Landesinnungsmeister des Baden-Württembergischen Landesinnungsverbands die dringende Notwendigkeit nach einem Werk dieser Art verspürte. Als einer der wichtigsten frühen Autoren leistete er in Folge eine wahre Herkulesarbeit für die Inhalte und den Aufbau.Diese beiden Unternehmer, die als die eigentlichen Väter der Metallbaupraxis zu bezeichnen sind, leben leider schon seit einigen Jahren nicht mehr. Aber sie hätten sich vermutlich sehr über den heutigen Zustand des Werkes gefreut.

Mehrere weitere Macher, die von Beginn an dabei waren oder im Anfangsstadium in das Projekt eingebunden wurden, sind nach wie vor maßgeblich an der Weiterentwicklung der Fachregel beteiligt.Beginnen wir mit den Inhalten: Ein Team aus Mitarbeitern der deutschen und schweizerischen Berufsorganisation und des Verlags ist seit vielen Jahren im sogenannten Redaktionsausschuss miteinander verbunden.

Das sind Dipl.-Ing. Karsten Zimmer vom Bundesverband Metall, Dipl.-Ing. Corsin Roffler von der AM-Suisse sowie Dipl.-Ing. Jörg Dombrowski und Dr. John Siehoff vom Charles Coleman Verlag. Zu den Sitzungen des Gremiums, die jährlich stattfinden, stoßen bisweilen weitere Menschen hinzu, die einen Beitrag zum Regelwerk und seiner Verbreitung in der Branche leisten können.

Der Redaktionsausschuss legt fest, in welchen Schritten die Inhalte und die Gestalt des Werkes weiterentwickelt werden. Eine ständige Beobachtung der technischen und normativen Entwicklung führt zu notwendigen und sinnvollen Ergänzungen und Überarbeitungen der Inhalte. Vom Verlag werden außerdem die Möglichkeiten zur Verbesserung der Darbietungsform des Werkes sondiert, dargelegt und umgesetzt.

In diesem Gremium werden inhaltliche Vorschläge entwickelt und diskutiert sowie Fragen zur Darbietung des Werkes verabschiedet. Am Ende entsteht ein Fahrplan, der in Halbjahres-Schritten zu Aufgaben und Aufträgen für den Redaktionsausschuss, Autoren oder Dienstleistern führt.Wer Fragen zur Weiterentwicklung hat oder selbst Vorschläge machen möchte, ist bei diesen Menschen optimal aufgehoben. Dort sollten Hinweise auf Fehlendes, Unvollständiges, Unzeitgemäßes oder Ideen zur Weiterentwicklung der Darbietung in den verschiedenen Medienversionen platziert werden. Denn für das Werk gilt: „Autoren sind Nutzer und Nutzer sind Autoren“.

Zu den Partnern der ersten Stunde gehört naturgemäß der Beuth-Verlag. Der Normenpool, der den Abonnenten der Metallbaupraxis zur Verfügung steht, ist ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Bis zum Beginn des Jahres 2021 war es Rita von der Grün, die als unsere Ansprechpartnerin bei Beuth das Werk stets wohlwollend begleitet hat. Wir können ihr kaum genug danken.

Erstellt werden die elektronischen Versionen seit einigen Jahren von der Firma Doctronic aus Bonn. Eine extrem wichtige Dienstleisterin für die Aufbereitung des Regelwerks ist die frei tätige Dipl.-Ing. Petra Koch. Sie koordinierte von Beginn an die Produktion der Datenaufbereitung und sorgte dafür, dass die Inhalte der elektronischen Versionen korrekt eingepflegt werden und den Usern auf DVD und Online zur Verfügung stehen. Diese Leistung ist kaum hoch genug einzuschätzen.Eine Partnerin der ersten Stunde ist die Firma Kluth, deren Mitarbeiter Marco Weinrich für den Satz der Druckversion und die Produktion der DVD sorgt. Diese Arbeit erfolgt immer unter starkem Zeitdruck und muss trotzdem pünktlich und korrekt erfolgen.

Einer der ersten, der elektronische Tools zum Regelwerk beisteuerte, war Dipl.-Ing. Markus Friedrich. Seine Programme zur Bauphysik und zur Berechnung von Windlasten waren ein erster Schritt in Richtung einer Digitalisierung des Angebotes.Jeder der Genannten hat im Übrigen Beiträge geleistet und Anregungen gegeben, die über das Beschriebene hinaus gehen. In Vertretung wurden Aufgaben wahrgenommen, der Tellerrand war nie die Grenze.Vor zwanzig Jahren hatte die Fachregel Metallbaupraxis gewissermaßen Startup-Charakter. Sie wurde ein Erfolg. Ihre Macher sind inzwischen kaum älter, wohl aber erfahrener und noch wacher geworden. Und mit nach wie vor wachsender Dynamik kümmern sie sich um die Nutzen bietende Weiterentwicklung des Werks. Auf die nächsten zwanzig Jahre!

Hintergrund

Die Menschen und ihre Funktionen

Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und nennt nur die Kerntätigkeiten.

Günter Sandscheper

Als Initiator und Impulsgeber für die Erstellung war er der Spiritus Rector für das Werk als Ganzes (1941-2008).

Hans Geiger

Als Unternehmer aus der Branche und verdienter Ehrenamtsträger des Handwerks war er der Vater der Struktur und vieler Inhalte des Werkes (1936-2008).

Karsten Zimmer

Als die höchste technische Instanz des Bundesverbands Metall (BVM) vertritt er das Handwerk bei der nationalen und europäischen Normen-Entwicklung. Aufmerksam setzt er alle technischen und normativen Vorgaben und Notwendigkeiten in Regelwerksinhalte um.

Jörg Dombrowski

Er ist der versierte Experte für technische Fragen im Metallhandwerk auf Seiten des Charles Coleman Verlags. Er beobachtet den Markt, gibt wichtige Impulse und sorgt für die inhaltlich korrekte Aufbereitung aller Inhalte.

John Siehoff

Er verantwortet die Wirtschaftlichkeit, Produktion und Verbreitung des deutschen und des schweizerischen Fachregelwerks und sorgt für die technische Weiterentwicklung des Projekts.

Corsin Roffler

Als Metallbau-Unternehmer und Planungsingenieur in der Schweiz sowie als erfahrener Ehrenamtsträger der schweizerischen Berufsorganisation AM-Suisse zeichnet er für die Inhalte und Weiterentwicklung des dortigen Regelwerks verantwortlich. Mit den Programmen Balustat und Schnopt liefert er nützliche Softwaremodule für das Regelwerk.

Petra Koch

Sie pflegt seit jeher die neuen Inhalte in den elektronischen Datenbestand. Als Bauingenieurin verfügt sie über den richtigen technischen Hintergrund und das notwendige Praxiswissen für eine erfolgreiche Qualitätssicherung der elektronischen Versionen des Regelwerks.

Marco Weinrich

Er macht aus den elektronischen Daten eine Datei für den sauberen Druck der Seiten des Loseblattwerks. Das klingt vielleicht einfach, ist es aber keineswegs.

Markus Friedrich

Er steuerte als erste elektronische Zusatzwerkzeuge die Programme MF-Bauphysik und miniKALK bei, mit denen bauphysikalische Berechnungen von belüfteten und ungelüfteten Wand- und Dachkonstruktionen sowie Staudruck, Schnee- und Windlasten berechnet wurden.

zuletzt editiert am 06.03.2022